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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2020

Schoungslos geschrieben...

Die sieben Kreise der Hölle
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Das Cover schaut sehr spannend aus, die grosse 7 zieht die Blicke auf sich und es läuft schon im Hintergrund etwas der Film ab, wenn man Thriller liest. Ein sehr passende Cover für dieses packende Buch. ...

Das Cover schaut sehr spannend aus, die grosse 7 zieht die Blicke auf sich und es läuft schon im Hintergrund etwas der Film ab, wenn man Thriller liest. Ein sehr passende Cover für dieses packende Buch. Auch die Farbkombination aus Weiss, Schwarz und Rot passt sehr gut für dieses Cover.
Helenas Töchter wurden entführt und das direkt vor der Haustüre, dieser Umstand versetzt die sonst so taffe Frau in ein Spirale, die in Menschenhandel und dunklen Machenschaften endet, die selbst den Leser fertig machen. Helena ist selber Staatsanwältin, kennt also das Verbrechen sehr gut und gerät trotzdem in Mafiakreise, die sich sehr um Kinderhandel und Missbrauch von Kindern drehen, wobei man immer wieder überrascht wird, welche Menschen hinter solchen Geschäften stecken, teilweise vermutet man das nicht. Wie schnell man in die Kreise der Hölle rutschen kann, überrascht dann schon sehr.
Der Schreibstil von Uwe Wilhelm hat einfach etwas, er ist schon fast schonungslos manchmal, er nimmt den Leser mit in einen packenden Thriller, der sehr aufs Ganze geht. Er schafft es, dass man als Leser selber emotional an der Geschichte beteiligt ist und das schaffen wirklich wenige Autoren. Dabei ist er sehr detailreich und bringt die Emotionen sehr klar rüber. Man merkt auch, dass er sich im Vorfeld sehr genau mit dem Thema Menschenhandel und dessen Strukturen auseinander gesetzt hat und das sehr gut in seinem Thriller einbaut, dabei aber einen Spannungsbogen aufnimmt, der einen vom ersten Moment an fesselt.
Uwe Wilhelm spaltet seine Protagonisten aber ganz klar in 2 Lager, da haben wir die Mütter, zu denen Helena gehört, aber auch andere Charaktere, die immer wieder auftauchen und die starke Frauen vertreten, die den Thriller voran bringen.
Gleichzeitig gibt es da die männlichen Vertreter, die Uwe Wilhelm eher schwach erscheinen lässt, weil der Vater der Kinder beginnt einen kopflosen Rachefeldzug, auch die restlichen männlichen Charaktere sehen eher blass im Gegensatz zu den Frauen aus.
Da es sich um Teil 2 der Trilogie handelt, ist es sinnvoll, ab Band 1 zu lesen, weil viele Sachen erschliessen sich sonst einfach nicht. Uwe Wilhelm macht keine Rückgriffe, daher sollte man die Reihe in der Reihenfolge lesen.
Das Buch oder besser gesagt die Reihe, hinterlässt auch einen grübelnden Leser, was die Machtverhältnisse und die Strukturen des organisierten Verbrechens angeht. Gleichzeitig bleiben einige Fragen nach Band 2 offen, die sich in Band 3 vielleicht erschliessen.

Fazit:
Die sieben Kreis der Hölle ist ein absolut fesselnder Thriller über Menschenhandel und die Verwirklungen, die das Verbrechen im Hintergrund zusammenhält. Die Umsetzung von Uwe Wilhelm ist wirklich gelungen, man merkt, dass in de Thriller viel Recherche im Hintergrund steckt und gleichzeitig wird aber eine Szenario geschaffen, dass nicht drüber wirkt, sondern sehr real und echt erscheint.
Ein Hinweis noch für die Leser, die nicht so heftige Sachen lesen können: In dem Thriller geht es stellenweise sehr detailliert um Kinderhandel, aber auch um Kindesmissbrauch, daher sollte man sich vorher sicher sein, dass man sowas lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2020

Unfassbar traurig...

Als hätte der Himmel mich vergessen
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Das Cover ist irgendwie bedrückend, es zeigt ein Mädchen, das die Augen geschlossen hat und man ist sich nicht so wirklich sicher, wie man das deuten soll. Die dunklen Farben, die das Cover bestimmen, ...

Das Cover ist irgendwie bedrückend, es zeigt ein Mädchen, das die Augen geschlossen hat und man ist sich nicht so wirklich sicher, wie man das deuten soll. Die dunklen Farben, die das Cover bestimmen, zeichnen schon ein Bild, was im Buch für eine Grundstimmung herrschen wird.
Amelie Sander schildert in ihrem Buch das Drama ihrer Kindheit, nicht nur, dass ihr das Selbstvertrauen schon in sehr frühen Jahren genommen wurden ist, auch die Liebe, in der jedes Kind aufwachsen sollte, gab es für Amelie nicht.
Die Stiefmutter von Amelie war eindeutig krank, es war die tiefe Eifersucht auf das Kind aus einer früheren Beziehung, die sie nicht verarbeiten konnte und in ungefilterter Form an Amelie weitergegeben hat. Amelie war das Spiegelbild einer andere Frau, einer früheren Beziehung ihres Mann und das konnte sie einfach nicht verarbeiten.
Auf der anderen Seite muss man natürlich sehen, dass gerade Menschen wie Amelies Stiefmutter es gut verstehen, nach aussen hin den Schein zu waren und für viele die treusorgende Mutter und Ehefrau zu spielen. Trotzdem merkt man auch dem Umfeld immer wieder an, dass der Schein nach aussen Risse hat, denn sonst würde es keine Menschen geben, die die Not von Amelie erkennen.
Das Buch ist definitiv nicht für jeden etwas, es zeigt, wie grausam die Menschen sein können und man entwickelt wirklich einen Hass, aber nicht nur auf die Stiefmutter, die an sich hier die Hauptakteurin ist, sondern auch auf den Vater und die Menschen im nahen Umfeld, weil man einfach die Ignoranz der Menschen merkt. Zwischenzeitlich fragt man sich, was die Menschen nicht gesehen haben oder nicht sehen wollten, was aber scheinbar schon offensichtlich war.
Amelie Sander hat grossen Respekt für ihr Buch und auch ihre Geschichte verdient, weil sie teilt sie mit dem Leser, obwohl ihr das sicher nicht leicht gefallen ist, sich in die schlimmsten Momente ihres Leben zu versetzen.

Fazit:
Amelie Sander hat ein sehr mutiges Buch geschaffen, das zeigt, dass man im Leben leider auf viele schlechte, aber auch wenige gute Menschen treffen kann. Die Offenheit mit der sie ihre Geschichte erzählt, berührt emotional und deswegen kann ich das Buch nicht jedem Leser empfehlen, weil es wirklich ein stellenweise sehr schockierendes Buch ist und deshalb sollte niemand das Buch lesen, der solche harten Lebenswege nicht verarbeiten kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Superleckere Rezepte...

1 Nudel – 50 Saucen
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Das Cover ist total schön gemacht, es zeigt Nudeln mit Sauce und das passt einfach zu dem KüchenRatgeber und schaut auch wirklich lecker aus.
Also grosser Nudelfan ist es natürlich immer gut, wenn man ...

Das Cover ist total schön gemacht, es zeigt Nudeln mit Sauce und das passt einfach zu dem KüchenRatgeber und schaut auch wirklich lecker aus.
Also grosser Nudelfan ist es natürlich immer gut, wenn man dann andere Saucen versuchen kann und es gibt in dem Ratgeber verschiedenste Saucen mit verschiedenen Zeitangaben und auch verschiedenen benötigten Zutaten. So kann man schnell viele leckere Saucen selber machen, das geht schnell und ist auch sehr kostengünstig.
Zu Beginn des Buches hat man einen schönen kleinen Exkurs über Nudelsorten und Saucenverhältnisse, so das jeder, der nicht so viel Ahnung vom Kochen hat, schnell eine kleine Einleitung bekommt und danach auch schnell etwas leckeres zaubern kann.
Die Saucen sind aus vielen Ländern zusammengetragen und so kommt man auch immer wieder zu neuen Geschmackserlebnissen, die man noch nicht so kennt.
Die Bilder im Ratgeber sind wirklich sehr passend ausgewählt und regen auch den Appetit an.
Alles im Allen ein sehr gutes Kochbuch für die Momente, wo man mal ideenlos ist.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.01.2020

True Crime mal anders...

Der Mensch ist böse
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Das Cover ist wirklich schön gestaltet, man sieht sehr stechende Augen, die das Cover sehr aufwerten und so macht es das Cover sehr ansprechend. Auch die verwendeten Schriftarten lenken nicht von den stechenden ...

Das Cover ist wirklich schön gestaltet, man sieht sehr stechende Augen, die das Cover sehr aufwerten und so macht es das Cover sehr ansprechend. Auch die verwendeten Schriftarten lenken nicht von den stechenden Augen ab, das Cover ist sehr rund und passend gewählt.
Natürlich muss man sehen, dass Jarow sind vor allem aktuelle und bekannte Fälle neu analysiert, was natürlich positiv auffällt, aber man sollte jetzt keine wirklich unbekannte Fälle erwarten.
Jarow analysiert die Fälle sehr umfangreich, auch immer wieder mit Einschüben mit Blick auf die Spurensicherung und Interviews, was die Auseinandersetzung sehr gut unterlegt, zudem kommt die Aufteilung in kurze Absätze und so kann man die Fälle auch schön mit Pausen lesen.
Zudem muss an sagen, dass man die Recherche, die hinter jedem einzelnen Fall steckt, sehr gut herauslesen kann und auch immer wieder merkt, dass da jemand schreibt, der wirklich einen Einblick in die Materie hat und gleichzeitig aber den Leser im Blick hat und ihn nicht mit harten Fakten überfrachten will.
Besonders spannend ist die Mischung der Fälle, weil man hat ungelöste und auch gelöste Fälle dabei und das ist schon etwas, was man seltener findet. Meistens werden in Bücher dieser Art nur gelöste Fälle bearbeitet und diesem Trend steht Jarow entgegen.

Fazit:
"Der Mensch ist böse", das unterschreibt man definitiv, wenn man dieses Buch gelesen hat, dabei ist die Mischung der Fälle wirklich sehr gut und man kann sich sehr gut die Fälle einlesen, weil die Daten und Fakten sehr gut eingebracht werden, gleichzeitig wird aber der Leser auch nicht mit einem platten Sachbuch überrannt, Jarow versteht es sehr gut, den Fall zu gliedern und über die Fälle auch immer wieder Nebenschauplätze wie Spurensicherungen und ähnliches einzubinden.
Ein absolute Empfehlung für jeden Krimi-Fan und Menschen, die sich gerne mit True Crime auseinander setzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 19.12.2019

Eher ein Roman statt ein Krimi...

Verhängnisvolle Provence
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Das Cover ist sehr schön gemacht, man sieht die Lavendelfelder der Provence und das schaut schon fast zu ruhig für einen Krimi aus. Nur der Himmel kann man als unheilvoll bezeichnen.
In Köln wird ein Franzose ...

Das Cover ist sehr schön gemacht, man sieht die Lavendelfelder der Provence und das schaut schon fast zu ruhig für einen Krimi aus. Nur der Himmel kann man als unheilvoll bezeichnen.
In Köln wird ein Franzose ermordet aufgefunden, der in Provence für einen Naturkosmetikhersteller gearbeitet hat und dieser Mord führt Hannah Richter für weitere Ermittlungen in die Provence, doch dort stellen sich neue Ermittlungsansätze heraus...
Kommissarin Hanna Richter nimmt in der Geschichte sehr viel Platz ein, man lernt sie als Leser sehr gut kennen, nicht nur beruflich sondern auch privat, aber leider rückt dadurch der eigentliche Mordfall in den Hintergrund. Natürlich ist sie eine sehr umfangreich angelegte Kommissarin, aber gerade das macht den Krimi eher nicht besser oder spannender.
An sich ist der Spannungsbogen für einen Krimi nicht vorhanden, das macht das Lesen etwas langweilig und fad.
Der Schreibstil von Sandra Åslund ist sehr ruhig, er hat eine sehr ruhige Art, aber die französischen Redewendungen (die im Anhang dann erklärt werden) unterbrechen den Lesefluss doch sehr, weil man immer wieder nachschlagen muss, wenn man dem Französischen nicht mächtig ist.
Sandra Åslund beschreibt auch die Landschaft, das Essen und auch die Beziehungen rund um Hannah Richter sehr detailreich, was sehr von dem eigentlichen Mordfall ablenkt, der Fokus ist irgendwie verrückt von dem Fall auf Nebenschauplätze. Natürlich merkt man auch beim Lesen, dass da viel im Hintergrund recherchiert wurde, was die Landschaft und auch das Thema Naturkosmetik angeht, aber diese Einflüsse lenken doch sehr von dem Mord ab.
Man kann die Geschichte nicht unbedingt als Krimi sehen sondern eher als französischer Roman mit einem Verbrechensanteil, weil ein echter Krimi ist anders aufgestellt.

Fazit:
Die Geschichte rund um die Kommissarin Hannah Richter ist gut recherchiert, gerade was die Landschaft und die Tricks in der Naturkosmetik angeht, aber es baut sich keine echte Spannung auf, weil einfach zu viele Nebenschauplätze in den Fokus rücken und das ist dann schon etwas schade und lässt das Buch eher wie einen Roman wirken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere