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Veröffentlicht am 19.06.2021

Als Krimi nicht überzeugend...

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Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. ...

Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt.
Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...
Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird.
Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen.
Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist.
Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen.
Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen.

Fazit:
Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand.
Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört.
Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Kinder und Zettel...

Ein Bruder zu verkaufen mit Bett und Spielzeug
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Das Coverbild ist schon mal echt süss gemacht und man sieht auch gleich, um was es in dem Buch geht, es sind so schöne Zettel von Kindern, die einfach mal ihre Welt in knappen Worten oder Bildern erklären, ...

Das Coverbild ist schon mal echt süss gemacht und man sieht auch gleich, um was es in dem Buch geht, es sind so schöne Zettel von Kindern, die einfach mal ihre Welt in knappen Worten oder Bildern erklären, inklusive sehr süsser Rechtschreibfehler.
Ein tolles Buch, sehr kurzweilig und einfach zum Lachen, ausserdem kann man dann mal schön abschalten, die Zettel sind teilweise echt süss gemacht und man hat einfach Spass beim Lesen.
Auch als kleines Mitbringsel für eine junge Familie super geeignet.
Leichten Abzug gibt es, weil das Buch leider etwas dünn geraten ist, etwas mehr wäre sehr schön gewesen.

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Veröffentlicht am 19.05.2021

Marias Lebenshunger...

Panikrocker küsst man nicht
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Das Cover hat schon so einen Hauch von der Hamburger Reeperbahn, man sieht die Lichter und den Titel im Neonlicht, das fällt schon auf, da geht der Untertitel und auch der Autorennamen fast schon etwas ...

Das Cover hat schon so einen Hauch von der Hamburger Reeperbahn, man sieht die Lichter und den Titel im Neonlicht, das fällt schon auf, da geht der Untertitel und auch der Autorennamen fast schon etwas unter.
Maria ist eine einfache Krankenschwester mit einem grossen Lebenshunger, aber sie weiss nicht, wie sie der Provinz entkommen soll, doch dann ist da dieses Konzert von Udo Lindenberg bei ihr in der Nähe und aus einem Abend voller Musik wird der Sprung in ein neues spannendes Leben...
Das Buch katapultiert den Leser in die Mitte der 80er Jahre zurück, aber deswegen wirkt die Geschichte nicht altbacken oder irgendwie aus der Zeit gefallen, sie ist eher spannend und durch die Verstrickungen auch spannend und unterhaltsam.
Maria Bachmann gibt dem Leser einen guten Einblick in die Welt um Udo Lindenberg herum und beschreibt sehr anschaulich, wie sie als damals noch junge Krankenschwester durch Zufall Udo Lindenberg kennenlernt und dabei sich selber findet, natürlich auch mit Hilfe des Panikrockers.
Maria Bachmann schildert die Jahre mit Udo Lindenberg sehr eindringlich und voller Emotionen, sie gibt auch Einblicke in einige ihrer Tiefpunkte, aber auch in das Leben von Udo Lindenberg als Rocker der Nation und gerade das macht das Buch authentisch.
Abgerundet wird das Buch durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil von Maria Bachmann, der das Buch wirklich fesselnd macht, dass man es kaum aus der Hand legen möchte.

Fazit:
"Panikrocker küsst man nicht" ist ein Buch, was man wirklich in einem Rutsch lesen kann, es ist ein sehr emotionales und spannendes Buch, voller Verstrickungen und Träume, aber auch von einer aufregenden Zeit, die man nie vergisst.
Ein Buch, was sicher nicht nur für die Fans des Panikrockers oder von Maria Bachmann interessant ist, weil es einfach ein paar Einblicke in das Leben des Rockers gewährt, aber gleichzeitig die Gefühlsachterbahn von Maria Bachmann widerspiegelt.

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Bizarre Liebe...

Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht
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Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender.
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber ...

Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender.
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber niemand so nennt, ist in der Schule nicht besonders angesehen, sie ist die, die mit niemanden spielt, sie ist aber in den Augen von Ethan das schönste Mädchen der Schule, aber er weiss erst nicht richtig, wie sie an sie herankommen soll. Doch dann kommen sie sich näher und ihre Explosivität ist
Ethan und Spiderweb sind zwei sehr spannende Charakter, die auf eine seltsame Art auch süss sind, gleichzeitig aber ihren Platz im Leben sehr genau kennen. Aber ihre Liebe stellt vieles auf den Kopf, weil Spiderweb nicht so ganz normal ist, das merkt man auch gleich nach ein paar Seiten im Buches.
Es tauchen zwar immer wieder einige Nebencharaktere in dem Buch auch, aber die bleiben auch Nebencharaktere und bis auf den Vater von Spiderweb bleiben sie auch recht blass. Der Vater von Spiderweb ist ein besonders spannender Charakter, weil er scheint die Explosivität der Frauen der Familie zu kennen und auch sich auf das Leben mit den Verletzungen und die ganze Umstände eingerichtet zu haben, auch wenn das von aussen betrachtet sehr skurril wirkt.
Carlton Mellick III hat einen sehr flüssigen Stil, seine Übergänge sind manchmal etwas verrückt, aber das ist auch ganze Buch an sich, daher passt der Stil zum Buch und die Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte, sie hat einen gewissen Kick. Sein Schreibstil ist sehr schnörkellos und schlicht, aber durch die Verrücktheit der Geschichte ist es immer besonders, wenn man in die Geschichte eintaucht, weil sie wirklich bizarre Fiktion ist.
Die 160 Seiten sind schnell weggelesen, ein bisschen mehr wäre klasse gewesen, wenn das Buch etwas mehr gehabt hätte, aber so ist es eben. Trotzdem erlebt man auf diesen paar Seiten eine Geschichte, die einen zum Lachen bringen kann gleichzeitig aber auch zeigt, wie sehr wir doch von Äußerlichkeiten abhängig sind. Zum Ende hin wird die Geschichte sehr tragisch, aber das Ende hat auch eine gewisse Abrundung des Buches in sich, wenn man das so sehen möchte.

Fazit:
Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht ist sicher keine Geschichte, die sich für jeden eignet, aber wenn man wirklich offen mit nicht so ganz normalen Charakteren umgeht, ist das eine süsse Liebesgeschichte, die eben nicht so ganz auf unsere Welt spielt. Es ist aber sicher keine Geschichte, der man jeden Tag begegnet, auch überraschen einen immer wieder die Wendungen, die man in den paar Seiten erlebt, trotzdem ein sehr interessantes Buch rund um eine Liebesgeschichten unter zwei nicht ganz normalen Teenagern.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Alltag am Gardasee...

Ein Jahr am Gardasee
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Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt den Blick, den man sich wünscht, wenn man an den Gardasee fährt, so ein bisschen Bella Vita Feeling mit dem italienischen Flair.
Julia Lorenz verwirklicht ihren ...

Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt den Blick, den man sich wünscht, wenn man an den Gardasee fährt, so ein bisschen Bella Vita Feeling mit dem italienischen Flair.
Julia Lorenz verwirklicht ihren Traum - ohne ihre Familie oder ihren Verlobten mietet sie sich ein Zimmer am Gardasee und beginnt komplett neu, als Barista oder auch als Reiseleiterin findet sie eine Arbeit, erlebt auch auch La Dolche Vita und zeigt eben ein Italien, was abseits der grossen Touristenhotspots ist, was sehr charmant wirkt und irgendwie zu der Vorstellung passt, dass eben das Leben in Italien etwas lässiger ist.
Julia Lorenz hat einen sehr ruhigen und flüssigen Schreibstil, man kommt sehr gut in den Reisebericht oder sagen wir besser Erlebnisbericht rein und erlebt den Alltag in Italien ohne dabei immer wieder diese typischen Klischees von Italien zu hören.

Fazit:
Ein Jahr am Gardasee ist vielleicht kein typischer Reisebericht, weil Julia Lorenzer ihn sehr persönlich gestaltet und eben nicht wie ein Tourist die bekannten Plätze abklappert, aber dennoch zeigt sie ein sehr charmantes Bild von Italien mit seinen kleinen Eigenheiten. Ein schönes Buch gegen das Fernweh, gleichzeitig aber auch informativ und definitiv etwas um die Reiselust zu wecken.

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