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Veröffentlicht am 16.04.2025

Tiefgründig und amüsant zugleich

All the things (s)he said
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Im Rahmen der Leipziger Buchmesse habe ich im März die Knaur Romance Night mit meiner Freundin Mandy besucht. An diesem Abend war auch Autorin Inka Lindberg dabei und bereits während der vorgelesenen Seiten ...

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse habe ich im März die Knaur Romance Night mit meiner Freundin Mandy besucht. An diesem Abend war auch Autorin Inka Lindberg dabei und bereits während der vorgelesenen Seiten habe ich gemerkt, welch besonderen Schreibstil die Autorin hat. Während des Lesens dann habe ich mir viele wunderschöne Passagen im Buch markiert, witzige Kommentare, aber auch tiefgründige Sätze.

Am Anfang des Romans bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Es hat richtig Spaß gemacht, zu lesen, denn ich konnte mit Protagonistin Skye mitfühlen, es war amüsant und gleichzeitig ernst. Im Mittelteil hatte ich so meine Schwierigkeiten, dran zu bleiben, mir fehlte ein bisschen „Spannung“. Das Ende wiederum hat mich dann noch mal so richtig mitgerissen. Ich liebe das Ende und vor allem Inkas Nachwort hat mich sehr berührt. Ich kann leider nicht viel zum Ausgang der Geschichte sagen, da ich niemanden spoilern möchte, aber ich kann mir kein besseres Ende vorstellen.

Auch wenn ich mit Mitte 30 nicht mehr ganz der Zielgruppe von Mitte bis Ende 20 entspreche, konnte ich mich dennoch gut in Skye hineinfühlen. Auch in meinem Alter kann es schwierig sein, neue Freundschaften zu schließen. Auch ist mit Mitte 30 nicht jeder gefestigt oder steht mit beiden Beinen fest im Leben oder hat seine/ihre Berufung gefunden. Den Roman würde ich deshalb allen empfehlen, die sich ein wenig verloren fühlen oder an sich zweifeln oder einfach eine Umarmung brauchen. Denn genau das hat vor allem das Ende der Geschichte geschafft: es fühlt sich wie eine Umarmung an.


Skye als Protagonistin kann ich nur bewundern, auch wenn ich nicht so ganz nachvollziehen kann, warum sie sich nicht um einen Archäologie-bezogenen Job bemüht oder einen anderen, der die Rechnungen bezahlt. (Hier muss ich aber sagen, dass ich einfach eine ganz andere Ausgangssituation habe als Mama, mit Ehemann und Selbständigkeit.) Ich liebe es, wie sie an sich arbeitet, wie sie sich ausprobiert, über sich hinauswächst. Dafür sind die Zwanziger da, aber eigentlich sollte man sich in jedem Alter weiterentwickeln und für sich und seine Träume einstehen.


Fazit

Selbstzweifel, Selbstfindung und Selbstliebe, die Liebe zu den Eltern und zu Freunden, Freundschaften, Träume – all diese wichtigen Themen hat Autorin Inka Lindberg in einen wundervollen Roman gepackt, der trotz aller Tiefgründigkeit mit Witz und Humor punktet.


Allgemeines zum Buch

Autor: Inka Lindberg
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.04.2025
Seiten: 400
Genre: LGBTQIA+-Romance
Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Wundervoll

Like Fire in the Night
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Seit der Cliffworth Academy-Dilogie bin ich begeisterte Leserin von Jennifer Wiley. Der Klappentext ihres neuen Buchs „Like Fire in the Night“ hat mich direkt angesprochen, so dass ich das Buch einfach ...

Seit der Cliffworth Academy-Dilogie bin ich begeisterte Leserin von Jennifer Wiley. Der Klappentext ihres neuen Buchs „Like Fire in the Night“ hat mich direkt angesprochen, so dass ich das Buch einfach lesen musste. Im Auftakt der New York Love Songs-Dilogie erleben wir die gleichzeitig glitzernde und harte Welt des Musikbusiness. Die geheimnisvolle Sängerin Ivy und der hartnäckige Journalist Milo lernen sich unter herausfordernden Umständen kennen und ihre Beziehung ist ein Feuerwerk der Emotionen.

Der Schreibstil ist wieder wundervoll, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Autorin beschreibt alles so bildhaft, dass ich förmlich in New York war und Ivys Konzerten im Silverside gelauscht habe oder mit Milo auf seinem Motorrad durch die Straßen gerauscht bin.

Ivy und Milo sind großartige Protagonisten, vor allem Milo habe ich direkt ins Herz geschlossen. Jennifer Wiley beschreibt ihre Charaktere so lebendig, dass man das Gefühl hat, sie persönlich zu kennen.
Ivy mit ihrer Verletzlichkeit hinter der starken Fassade und Milo, der loyal und fürsorglich ist, sind für mich Seelenverwandte. Ich mochte es sehr, wie sich ihre Beziehung so authentisch entwickelt hat. Nur dass Milo an einem bestimmten Punkt Ivy nicht die ganze Wahrheit erzählt hat, hat mich gestört und ich fürchtete, dass es zu einem künstlichen Drama kommt. Hier wurde ich aber positiv überrascht, wie die Autorin die Situation gelöst hat.

Neben der Liebesgeschichte überzeugt das Buch auch durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Privatsphäre in der Öffentlichkeit. Jennifer Wiley zeigt, wie schwer es für berühmte Personen ist, ein normales Leben zu führen und wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen, ob man nun berühmt ist oder nicht.

Ich freue mich schon sehr auf Band 2, in dem wir Lennons Geschichte erfahren und das Geheimnis um ihren berühmten Love Interest lüften werden.


Fazit

Ein großartiger Roman über zwei Charaktere mit tiefen Narben, die sich unter ungünstigen Voraussetzungen kennenlernen, deren Liebesgeschichte sich aber so authentisch entwickelt. Das Buch spricht wichtige Themen wie persönliche Grenzen und Privatsphäre an und überzeugt durch einen wundervollen, bildhaften Schreibstil.


Allgemeines zum Buch

Autor: Jennifer Wiley
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 02.12.2024
Seiten: 368
Genre: Romance
Band 1 einer Companion-Dilogie
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Inspirierend und unterhaltsam

How Big Things Get Done
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Projektmanagement und Planung haben mich schon immer interessiert. Ich liebe es, Pläne zu erstellen und führe auch seit Jahren einen Kalender, den ich gern gestalte. Fachliteratur zu dem Thema habe ich ...

Projektmanagement und Planung haben mich schon immer interessiert. Ich liebe es, Pläne zu erstellen und führe auch seit Jahren einen Kalender, den ich gern gestalte. Fachliteratur zu dem Thema habe ich bisher noch nicht gelesen, umso gespannter war ich auf „How big things get done“. Ich kann direkt sagen, dass das Buch nicht viel Input zur alltäglichen Planung der meisten Jobs oder des Alltags gibt, aber dennoch einen gelungenen Einblick in die Planung und Realisierung von Großprojekten, aus dem man doch auch den ein oder anderen Tipp für sich selbst mit nehmen kann.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Geschichten aus der Praxis nachvollziehbar und die gesamte Thematik ist logisch aufgebaut. Das Buch ist gleichermaßen inspirierend und unterhaltsam. Auch wenn es hauptsächlich Großprojekte behandelt, konnte ich einiges daraus für mich mitnehmen und habe mir im Buch einiges markiert.

Ich schaue sehr gern Dokumentationen über Baustellen und Bauvorhaben, seien es jetzt Flughafen-Terminals, Brücken oder Hausbau, und auch im Beruf habe ich ab und zu mit Bauträgern und Baufirmen zu tun, so dass ich mit „How big things get done“ einen Bezug dazu herstellen konnte. Es ist super interessant, dass Planung in großen Projekten sehr vernachlässigt wird, die Beispiele im Buch decken sich mit den Erfahrungen, die ich mit Baufirmen gemacht habe.

„Langsam denken, schnell handeln“ ist der wichtigste Tipp, den Autor Bent Flyvbjerg im Buch gibt und mit zahlreichen positiven und auch negativen Beispielen untermauert. Er veranschaulicht das wunderbar, indem er an realen Projekten zeigt, was man in der Planung bedenken sollte, was alles schiefgehen kann und wie wichtig es ist, Entscheidungen aufgrund fundierter Recherche/Tests zu fällen.

„Sobald man den Begriff der Planung als aktiven, iterativen Prozess des Ausprobierens, Lernens und Wiederholens begreift, eröffnen sich sämtliche Wege des „Spielens“ mit Ideen, (…)“
Zitat Seite 107

Am Ende gibt der Autor eine Zusammenfassung seiner wichtigsten Tipps für ein besseres Projektmanagement und darin erzählt er auch von seiner Hauptmotivation, das Buch zu schreiben: den Klimaschutz in Projekte einbeziehen und dadurch die Klimakrise zu lindern. Diese Motivation sollte jeder Mensch haben und verinnerlichen, dass jeder seinen Beitrag leisten kann.

„Wir haben die Fähigkeit, das zu bewerkstelligen.“
(Zitat Seite 232)


Fazit

Wer denkt, dass Themen wie Planung und Projektmanagement trocken und langweilig sind, wird in „How big things get done“ positiv überrascht. Das Buch ist unterhaltsam und inspirierend. Es vermittelt Wissen und liefert neben Fakten auch interessante Anekdoten zu Großprojekten. Auch wenn es eben hauptsächlich um riesige Projekte geht, kann man aus dem Buch auch spannende Ansätze für seine eigene, tägliche Planung mitnehmen.


Allgemeines zum Buch

Autor: Bent Flyvbjerg
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 04.11.2024
Seiten: 336 (inklusive Anhang)
Genre: Sachbuch
Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Versüßt die Weihnachtszeit

Christmas Dreams and Winter Kisses
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Ich liebe die Weihnachtszeit und Weihnachtsbücher! Perfekt dafür ist ein Adventskalenderbuch mit einer Kurzgeschichte für jeden Tag vom 1. Dezember bis Heilig Abend. Als auf der Leipziger Buchmesse „Christmas ...

Ich liebe die Weihnachtszeit und Weihnachtsbücher! Perfekt dafür ist ein Adventskalenderbuch mit einer Kurzgeschichte für jeden Tag vom 1. Dezember bis Heilig Abend. Als auf der Leipziger Buchmesse „Christmas Dreams and Winter Kisses“ angekündigt wurde, habe ich mich riesig auf das Buch gefreut. Vor allem auf die Beiträge von Jennifer Wiley, Julia Hausburg und Valentina Fast war ich gespannt, denn ich habe bisher nur tolle Bücher von den Autorinnen gelesen. Aber ich freute mich auch sehr darauf, etwas von AutorInnen zu entdecken, von denen ich bisher noch nichts gelesen habe.

Heute ist der 8. Dezember und damit ich euch einen besseren Einblick geben kann, habe ich bereits 15 Kurzgeschichten gelesen. Es ist wirklich so schön, jeden Tag für ein paar Minuten der hektischen Vorweihnachtszeit zu entfliehen und in eine neue romantische oder fantastische Geschichte einzutauchen.


Es waren schon einige Highlights dabei, allen voran „No Christmas Cake Without You“ von Jennifer Wiley. Ich liebe die Romane der Autorin und deshalb überrascht es mich auch nicht, dass mir ihre Geschichte bisher am allerbesten gefallen hat. Ich hätte so gern noch weitergelesen, Jennifer Wileys Schreibstil ist so schön und auch die Charaktere sind mir auf den wenigen Seiten bereits ans Herz gewachsen.

Ein paar Geschichten haben nicht ganz meinen Geschmack getroffen, das ist auch völlig in Ordnung. Ich konnte aber auch neue AutorInnen entdecken, von denen ich in Zukunft gern mehr lesen möchte, wie beispielsweise Nina Bilinszkli. Ihre Geschichte hat mir gut gefallen.

Die Geschichten sind aufgrund ihrer Kürze und des meist weihnachtlichen oder winterlichten Bezugs vorhersehbar und häufig kitschig, aber zur Weihnachtszeit gehört das für mich einfach dazu. Die Mischung aus Romance und Fantasy gefällt mir außerordentlich gut.


Fazit

Ich kann euch das Adventskalenderbuch „Christmas Dreams and Winter Kisses“ sehr empfehlen und freue mich sehr, auch die weiteren Geschichten zu entdecken, die mir die Vorweihnachtszeit versüßen.

Ich wünsche euch eine wundervolle Weihnachtszeit!


Allgemeines zum Buch

Autor: verschiedene AutorInnen
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 13.09.2024
Seiten: 384
Genre: Romance / New Adult Romance / Romantasy
Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Leider nicht ganz überzeugend

Die letzten Rätsel des Universums
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Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich das Universum unglaublich faszinierend und spannend finde und deshalb sehr gern Bücher darüber lese. Wenn diese dann auch noch unterhaltsam geschrieben ...

Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich das Universum unglaublich faszinierend und spannend finde und deshalb sehr gern Bücher darüber lese. Wenn diese dann auch noch unterhaltsam geschrieben sind, bin ich sofort Feuer und Flamme.

Der Einstieg in Niklas Kolorz zweites Buch war interessant und fiel mir leicht. Ich muss aber dazu sagen, dass ich vieles bereits wusste und die Erläuterungen deshalb gut nachvollziehen konnte. Für Anfänger finde ich die Themen ein wenig zu schwierig, einfach weil so viel geballtes Wissen vermittelt wird. Das könnte Leute, die sich noch nicht so viel mit Weltall und Physik beschäftigt haben, abschrecken.

Ich habe aber auch einiges Neues gelernt und empfand die Geschichten hinter den Entdeckungen sehr gut aufbereitet. Zum Beispiel die Geschichte, wie Karl Schwarzschild im Schützengraben während des 1. Weltkrieges den theoretischen Grundstein für Schwarze Löcher legt.

Das Buch ist in drei Kapitel „Kosmos“, „Leben“ und „Zukunft“ aufgeteilt. Da das Buch von Titel und Klappentext her nicht vermuten lässt, war ich sehr überrascht als der Autor sich im zweiten Kapitel vom Weltall weg begibt und es plötzlich um das menschliche Bewusstsein und KI geht. Spannende Themen definitiv, aber an dieser Stelle für mich uninteressant, da ich doch etwas über das Universum lernen wollte. Die Inhalte passen an sich schon rein, da es weiter auch um außerirdisches Leben im All geht und deshalb die Frage geklärt werden muss, was Leben überhaupt ist. Diese Frage ist nämlich nicht so einfach zu beantworten und liefert je nach Betrachtung aus biologischer, physikalischer, religiöser usw. Sicht auch immer andere Antworten. Die Kapitel zum Bewusstsein hätte es für mich dennoch nicht gebraucht.

Der Schreibstil ist angenehm und unterhaltsam. Was mich jedoch vor allem mit Fortschreiten des Buchs immer mehr gestört hat, war die Nutzung von eingedeutschten englischen Begriffen und Redewendungen. Ich weiß, dass jüngere Leute heutzutage einfach so reden. Aber auch wenn ich mit 35 Jahren doch noch lange nicht alt bin, nervt mich dieses Denglisch persönlich. Das ist aber meine persönliche Empfindung, andere stört es sicher nicht.


Fazit

Das Buch liefert viele interessante Fakten und arbeitet vielseitige Themen spannend auf. Leute, die sich mit den Themen noch nicht beschäftigt haben, könnten aber aufgrund der schieren Masse an Informationen überfordert sein.


Allgemeines zum Buch

Autor: Niklas Kolorz
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 01.10.2024
Seiten: 336 (inklusive Quellennachweis)
Genre: Sachbuch
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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