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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2019

Toller Auftakt einer schönen Kinderbuchreihe

Schattenwald-Geheimnisse - Wald der tausend Augen
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Sophie lebt derzeit mit ihrem Zwillingsbruder Anthony bei ihrem Großvater, denn ihre Eltern sind viel unterwegs. Sie ist anders als normale Mädchen, liebt Sport und ist am liebsten mit ihrem besten Freund ...

Sophie lebt derzeit mit ihrem Zwillingsbruder Anthony bei ihrem Großvater, denn ihre Eltern sind viel unterwegs. Sie ist anders als normale Mädchen, liebt Sport und ist am liebsten mit ihrem besten Freund Sam unterwegs. Ihr Großvater verbringt lieber Zeit mit ihrem Bruder, bis zu ihrem 10. Geburtstag. Denn dann erfährt Sophie ein Geheimnis, das ihr Leben verändert.

Dieses Kinderbuch hat mich direkt angesprochen. Das Cover weckt die Neugier und mir gefällt das Bild der beiden Kinder mit dem etwas gruseligen Wald der tausend Augen im Hintergrund. Die wunderschönen Illustrationen, welche die Geschichte untermalen, passen perfekt und gefallen mir gut. Sophie ist mir gleich ans Herz gewachsen und ihre Freundschaft mit Sam ist ein perfektes Vorbild und man spürt ihren Zusammenhalt. Besonders haben mir auch die letzten Seiten des Buches gefallen, denn sie beinhalten einen Auszug aus den Schattenakten und auch die Notizen von Sophie zu den Monstern.

Eine süße Geschichte, schöne Illustrationen und der Zauber der Freundschaft. Perfekte Mischung und ein toller Reihenauftakt.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Anders als erwartet

Das namenlose Mädchen
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Ein kleines Mädchen wird an einer verlassenen Straße gefunden. Dalia, die für eine Einrichtung für Pflegekinder arbeitet, macht sich auf die Suche der Mutter. Den entgegen des aufgekommenen Verdachts war ...

Ein kleines Mädchen wird an einer verlassenen Straße gefunden. Dalia, die für eine Einrichtung für Pflegekinder arbeitet, macht sich auf die Suche der Mutter. Den entgegen des aufgekommenen Verdachts war diese nicht unter den Leichen, die in einem Haus gefunden wurden. Was hat das Mädchen gesehen und wie hängt das alles zusammen?

Vorab muss ich sagen, dass der Klappentext leicht irreführend ist. Ich hatte die Geschichte des Mädchens erwartet, habe jedoch eher die Geschichte von Dalia und J-Bird erhalten. Diese beiden sind Mittelpunkt der Erzählung und schildern abwechselnd ihre Sicht. Das ganze jedoch nicht in der Ich-Perspektive, sondern in der dritten Person. Wenn man den Klappentext außer Acht lässt, ist das Buch wirklich gut. Es lässt sich schnell lesen und mir hat die Mischung aus Privatleben und dem Fall des kleinen Mädchens gut gefallen. Auch die Vergangenheit von den Schwestern spielt eine Rolle und nach und nach erfährt man immer mehr. Sie sind mir relativ schnell ans Herz gewachsen, Juniper früher als Dalia, da sie recht ernst wirkt und einfach zu früh erwachsen geworden ist und Mutterersatz war. Die Fragen nach der Identität der Toten, woher das Mädchen kam und wie alles zusammenhängt wird im Laufe der Geschichte mit unterschwelliger Spannung aufgedeckt. Letztendlich ist einiges auch recht vorhersehbar, mir hat die Geschichte dennoch gut gefallen. Der Missbrauch mit Medikamenten wurde gut dargestellt und taucht in verschiedenen Abschnitten immer wieder auf.

Spannend ja, hochemotional naja. Dennoch eine gelungene Geschichte, die ich empfehlen kann.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Mir fehlte die Spannung

Einer wird sterben
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Stella Johannsen lebt mit ihrem Mann in der Blumenstraße. Seit dem schweren Unfall vor sechs Jahren, leben sie in Angst. Und dann steht plötzlich ein Auto in der Straße. Ein Auto mit zwei Insassen, die ...

Stella Johannsen lebt mit ihrem Mann in der Blumenstraße. Seit dem schweren Unfall vor sechs Jahren, leben sie in Angst. Und dann steht plötzlich ein Auto in der Straße. Ein Auto mit zwei Insassen, die dort tagelang sitzen. Haben sie eine Ahnung, was in der Vergangenheit passiert ist?

Dieses Buch klang vielversprechend, nervenaufreibend und spannend. Leider muss ich sagen, dass ich doch sehr enttäuscht von der Geschichte bin. Mir hat ab Beginn die Spannung gefehlt, denn es sind zwar viele Seiten, letztendlich passiert aber eher wenig. Und dann ist da noch Stella, zu der ich einfach keinen Bezug herstellen konnte. Sie kam mir so unselbstständig vor und ging mir schnell auf die Nerven mit ihrer Art. Sie lebt wie in einem Käfig, ganz allein und isoliert. Auch die Nachbarschaftsgeschichte und ihre Vergangenheit haben mich zwar unterhalten, aber haben die Geschichte nicht spannender gemacht. Der Stil von Wiebke Lorenz hat mir hier schon gefallen und das Buch war schnell gelesen, doch von der Geschichte her, hatte ich mehr erwartet. Mehr Psychothrill, mehr Überraschungen und dann nicht so ein abruptes Ende, das doch sehr konstruiert wirkte.

Mir fehlte durchweg die Spannung. Stellenweise musste ich mich zum Lesen zwingen.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Regt zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft an

Der Wal und das Ende der Welt
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Das Fischerdorf St. Piran ist fast wie das Ende der Welt. Ein winzig kleiner Küstenort, abgeschieden vom Rest der Menschheit. Und ein gestrandeter Mann wirbelt das ganze Leben durcheinander.

Dieses Buch ...

Das Fischerdorf St. Piran ist fast wie das Ende der Welt. Ein winzig kleiner Küstenort, abgeschieden vom Rest der Menschheit. Und ein gestrandeter Mann wirbelt das ganze Leben durcheinander.

Dieses Buch wurde mir mehrfach empfohlen und ich muss sagen, dass ich eine andere Geschichte erwartet hatte. Joe, ein ehemaliger Banker, und das kleine Dort St. Piran sind eine interessante Konstellation. Unterschiedlicher können Menschen eigentlich nicht sein. Doch Joe integriert sich sehr gut in die fast ein wenig rückständige Welt der Dorfbewohner. Sein großes Geheimnis gibt er erst im Laufe der Geschichte preis und nur die kurzen Einblicke in seine Vorgeschichte geben schon einen kleinen Hinweis in welche Richtung es denn gehen könnte. Dieses mögliche Szenario mit dem Kollaps hat mich sehr zum Nachdenken über das heutige Leben und Konsumverhalten der Menschen gebracht. Eigentlich ist so eine Situation unvorstellbar und doch kann eine falsche Entscheidung so etwas auslösen. Der Mittelteil hatte zu viel Informationen, auch über das kleine Dorf und seine Einwohner und am Ende gab es das große Happy End, was mir persönlich zu viel des Guten war.

Ein großartiges Buch, welches Raum für Spekulation lässt und zum Nachdenken über das eigene Leben und die Gesellschaft lässt. Hat mir gefallen.

Veröffentlicht am 05.06.2019

Interessante Idee, aber zu langwierig

Secret Keepers 1: Zeit der Späher
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Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger ...

Ruben lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung und verbringt die Tage draußen, obwohl er das eigentlich nicht soll. Bei einem seiner Streifzüge entdeckt er eine Taschenuhr, die nur einen Stundenzeiger hat. Bei der Suche nach der Herkunft stößt er auf ein großes Geheimnis und gerät in Gefahr.

Dieses Kinderbuch hat mich gleich angesprochen. Die Idee mit der unsichtbarmachenden Uhr ist außergewöhnlich, die Umsetzung war mir etwas zu langwierig. Im Verlauf der Geschichte fehlt ein wenig die Spannung, es gibt zwar haufenweise kurze Momente, die wirklich interessant sind, doch das hält sich einfach nicht. Man wartet dauernd auf den großen Knall oder die Entdeckung des Geheimnisses, doch das zieht sich durch die komplette Geschichte und dann hört sich plötzlich auf. Mittendrin, ohne weitere Erklärungen. Gut ist, dass der zweite Teil mit dem ersten erscheint, aber eventuell hätte man die beiden zusammenfassen können oder wenigstens diesen ersten Teil straffen. Denn es gibt viele Informationen, die man einfach nicht benötigt. Dann finde ich auch das Armutsthema für ein Kinderbuch zu heftig, wie auch die Schatten an sich. Da kann man regelrecht Angst bekommen. Zudem ist Ruben kein Vorbildcharakter. Sein Verhalten ist nicht entgegenkommend und er ist ein wirklicher Einzelgänger. Den Großteil seiner Mitmenschen, egal, ob sie ihm helfen wollen oder nicht, stößt er vor den Kopf und macht sein Ding allein.
An sich hat mir die Geschichte gefallen, es hat sich gut lesen lassen. Aber es ist definitiv ausbaufähig.

Ein interessantes Buch, aber nicht für ganz so junge Kinder geeignet. Man kann hier schnell die Leselust verlieren.