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Veröffentlicht am 11.06.2020

Surreale aber fazinierende Geschichte

Eine Reihe betrüblicher Ereignisse. Ein schrecklicher Anfang und Das Haus der Schlangen
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Violet, Klaus und Sunny Baudelaire erhalten an einem grauen Tag am Strand die schreckliche Nachricht, dass ihr Haus abgebrannt ist und ihre Eltern es leider nicht mehr herausgeschafft haben. Die drei sind ...

Violet, Klaus und Sunny Baudelaire erhalten an einem grauen Tag am Strand die schreckliche Nachricht, dass ihr Haus abgebrannt ist und ihre Eltern es leider nicht mehr herausgeschafft haben. Die drei sind nun Waisen. Ihre Eltern haben ihnen ein riesiges Vermögen hinterlassen, jedoch ist dieses bis zu Violets 18. Geburtstag unzugänglich und sicher bei der Bank aufbewahrt. Mr. Poe, der zuständige Banker, bringt die Kinder zu ihrem neuen Betreuer, Graf Olaf. Dieser äußert ziemlich schnell ein starkes Interesse an dem Vermögen der Baudelaires.
Sein Haus ist vermodert und die Kinder müssen sich ein Bett auf dem Dachboden teilen. Graf Olaf behandelt die Kinder mit viel Unrecht und erwartet Ungewöhnliches. Sie müssen zum Beispiel für die ganze Theatergruppe von Olaf ein Drei- Gänge- Menü kochen. Die einzigen schönen Stunden verbringen sie bei Richterin Strauss, der Nachbarin von Graf Olaf. Schließlich beschließt er, die Kinder und Richterin Strauss in sein neuestes Theaterstück zu integrieren. Violet soll Olafs Braut spielen und Richterin Strauss die Standesbeamtin. Doch es scheint mehr zu sein als nur ein Theaterspiel. Viel mehr.
Meine Meinung:
Graf Olaf ist ein genialer Bösewicht. Seine Pläne sind als Leser schwerer zu durchschauen. Die Behandlung der Kinder ist grausam, aber genau diese Ereignisse fesseln einen.
Die besonderen Fähigkeiten der Drei (Erfinden, Intelligenz und Beißen) kommen genau im richtigen Moment zum Einsatz und sind stark überspitzt dargestellt, so dass man keine anderen besonderen Eigenschaften der Kinder erkennt. Die Eigenschaften sind auch nicht an den typischen Stereotypen für Kinder orientiert. Violett ist das Technikgenie, Klaus der Vielleser und Sunny ist nicht hilflos, sondern hat superscharfe vier Zähne, die sich hier und da als sehr nützlich erweisen.
Auch bei den Erwachsenen tritt eine Eigenschaft stark heraus, die oft im Wiederspruch zu ihrer Person steht. Von Richterin Strauss würde man erwarten, dass sie jeden bösen Plan direkt durchschaut durch ihre Gesetzeskenntnisse, stattdessen lässt sie sich in die Pläne verwickeln und erkennt das Böse nicht.
Die guten Erwachsenen sind im Allgemeinen inkompetent und zu naiv, die lauernde Gefahr für die Kinder zu sehen. Die Bösen dagegen, wozu Olaf und seine Truppe gehören, sind intelligent und ziehen ihre grausamen Pläne durch, ohne an Moral oder das Wohlergehen der Kinder zu denken.
Der Autor des Buches (Lemony Snicket) ist auch zugleich der Erzähler der Baudelaire Geschichte.
Er nutzt immer wieder kreative sprachliche Mittel oder Sprichwörter, um die Situationen zu beschreiben oder zu erklären, in denen sich die Kinder wiederfinden.
Der Autor warnt immer wieder davor weiterzulesen, da die Geschichte kein glückliches Ende nimmt und einen als Leser nicht glücklich machen wird.
Durch seine Kommentare zum Geschehen und die direkten Ansprachen an den Leser hat das ganze einen persönlichen Schreibstil, der mir gut gefallen hat.
Des Weiteren werden Fremdwörter vom Autor selbst oder von den Kindern erklärt, das macht es einfach zu lesen auch für Jüngere. Das Buch hab ich auf Englisch gelesen und die Sprache war sehr einfach zu verstehen.
Die Ereignisse sind ein wenig surreal sowie auch das Verhalten der Erwachsenen, es wirkt, als wären die einzig intelligenten Menschen die Kinder.
Der Inhalt des Buches war mir schon vorher bekannt, durch den Film und die Netflix Serie.
Ich kann das Buch sowohl älteren als auch jüngeren Lesern empfehlen. Der interessante Schreibstil und das bisherige Ausbleiben eines Happy Ends machen die Geschichte zu etwas Besonderem.

http://die-vor-leser.de/eine-reihe-betrueblicher-ereignisse-band-1-der-schreckliche-anfang

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Veröffentlicht am 11.06.2020

Viele Länder,außergewöhnliche Abenteuer wenig Zeit

Reise um die Erde in 80 Tagen
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Phileas Fogg lebt in London ein gutes Leben, jedoch gilt er als mysteriöser Gentleman. Er hat keine Familie, keine Freunde, keinen Job, aber trotzdem ein ansehnliches Haus und lässt sich der Londoner Oberschicht ...

Phileas Fogg lebt in London ein gutes Leben, jedoch gilt er als mysteriöser Gentleman. Er hat keine Familie, keine Freunde, keinen Job, aber trotzdem ein ansehnliches Haus und lässt sich der Londoner Oberschicht zuordnen.
Das einzige, was über ihn bekannt ist, er ist Mitglied im ehrenwerten Reform-Club. Jeden Tag taucht er um die gleiche Zeit dort auf, nimmt allein sein Essen zu sich und spielt dann mit den anderen Clubmitgliedern das Kartenspiel Whistle. Er ist also im Prinzip kein auffälliger Mann.
Jean Passepartout, ein Franzose, ist auf der Suche nach einem neuen Dienstbotenjob und glaubt, in Phileas Fogg den idealen Herrn gefunden zu haben. Fogg erscheint ihm ruhig, so als ob er keine keine impulsiven Entscheidungen träfe, keine Reisen mache und einen geregelten Tagesablauf habe Leider irrt sich Passepartout mit dieser Annahme, denn einen Tag nach seiner Anstellung schließt Phileas eine Wette mit seinen Clubkollegen ab. Er behauptet, er würde es in 80 Tagen schaffen, um die ganze Welt zu reisen.
Die Wette gilt. Wenn Fogg und Passpartout am 21. Dezember 1872 um 20:45 Uhr nicht am Londoner Bahnhof stehen, verliert Fogg seinen Wetteinsatz von 20.000 Pfund Sterling. Die Reise geht von England nach Frankreich, von dort nach Suez, Ägypten und dann nach Indien. Hier stoßen die beiden auf die ersten Probleme und Verzögerungen: Ein Zug fällt aus, sie müssen auf einem Elefanten durch den Dschungel reiten und eine junge Frau retten, die geopfert werden sollte. Dabei sitzt ihnen der Polizeibeamte Fix mit einem Haftbefehl im Nacken. Phileas Fogg wird beschuldigt, die Londoner Bank ausgeraubt zu haben. Doch von diesem Ereignis wissen die Reisenden nichts und der Haftbefehl reist dem Polizisten und den Reisenden hinterher. Von Indien geht es nach Honkong und schließlich mit dem Schiff nach San Francisco, dann quer durch Amerika nach New York und wieder zurück nach London. Immer wieder treten Komplikationen auf, die zu einem neuen Abenteuer führen und drohen, die Wette zum Scheitern zu bringen.

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt an vielen interessanten Orten auf der ganzen Welt, ich wusste zwar nur sehr selten, wo diese waren aber das war für den Lesefluss nicht weiter schlimm.
Zusätzlich zur eigentlichen Geschichte lernt man auch ein wenig die Ereignisse und die Vergangenheit der Orte kennen, das hat mir auch sehr gut gefallen.
Bei diesem Klassiker hatte ich mit einem alten und schweren Schreibstil gerechnet. Ich war überrascht, der Autor hat damals schon sehr modern und fesselnd geschrieben.
Allerdings fand ich die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen der geretteten Frau und Phileas Fogg seltsam. Ihre Liebe hat sich langsam aufgebaut, doch seine Gefühle kamen plötzlich und unerwartet.
Der Perspektivwechsel zwischen den Personen war gut, mal sorgten Passepartout, mal sein Herr Phileas Fogg für gute Cliffhanger. Zusätzlich war die Besessenheit des Polizisten ein gutes und variantenreiches Stilmittel um Spannung zu erzeugen.
Das Buch ist auf jeden Fall ein lesenswerter Klassiker. Ich werde weitere Bücher von Jules Verne lesen.

die-vor-leser.de/reise-um-die-erde-in-80-tagen

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Veröffentlicht am 11.06.2020

Reise in eine andere Welt

Reise zum Mittelpunkt der Erde
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Professor Lidenbrock ist einer der angesehensten Geologen der Welt. Ihm fällt eines Tages ein altes Manuskript aus einem Buch in die Hände. Gemeinsam mit seinem Neffen Axel versucht er die rätselhaften ...

Professor Lidenbrock ist einer der angesehensten Geologen der Welt. Ihm fällt eines Tages ein altes Manuskript aus einem Buch in die Hände. Gemeinsam mit seinem Neffen Axel versucht er die rätselhaften Runen (Schriftzeichen)zu entschlüsseln.
Ruhelos und wie besessen geht er dieser Arbeit nach, niemand in seinem Haus darf mehr essen oder schlafen, bis das Rätsel gelöst ist. Durch einen Zufall entdeckt Axel den Code der Runen, aber verschweigt ihn zuerst, um nicht auf die Reise mitzumüssen. Aber der Hunger ist stärker und schließlich verrät er ihn seinem Onkel doch.
Die beiden machen sich kurz darauf auf nach Island, zum Krater eines Vulkans. Denn dort soll sich laut Arne Saknussemm, dem Verfasser des geheimnisvollen Schriftstücks, der Eingang zum Mittelpunkt der Erde befinden. Der Professor und sein Neffe werden auf ihrer Expedition begleitet von Hans, einem Eiderentenjäger, der als ihr Führer dient. Die Drei müssen mit Durst und Dunkelheit, sowie mit vielen Zweifeln kämpfen. Axel ist Anfang immer wieder kurz davor, den Glauben an das Gelingen ihrer Reise zu verlieren und will seinen Onkel zum Umkehren bringen.
Schließlich haben sie Glück und können mithilfe von Hans ihr Wasserproblem lösen und folgen schließlich dem frisch entsprungenen Hans-Bach. Dieser führt sie weit unter die Erde und auch weit weg von Island bis an ein unterirdisches Meer mit Urzeittieren. Viele Umstände, wie die nicht steigende Temperatur trotz der Tiefe, können sich die beiden Gelehrten nicht erklären, denn viele Theorien von anderen Geologen stimmen nicht überein mit ihren Messungen. Das unterirdische Meer und seine Küste drohen die drei Abenteurer auf immer zu verschlingen und ihnen den Rückweg zur Oberfläche zu verweigern.
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Jules Verne ist sehr fesselnd. Die Spannungskurve während der Geschichte war sehr gut. Es gab immer wieder unerwartete Wendungen
Meiner Meinung nach hat der Autor es ein wenig zu viele geologische Ausdrücke, die mir nichts sagen, verwendet, wie z.B. die verschiedenen Zeitalter der Erde, das erschwerte den Lesefluss manchmal schon. An einigen Stellen waren es echt zu viele spezielle Begriffe.
Die Unterschiede der Charaktere haben mir gut gefallen. Neffe Axel war einwenig naiv, Hans war die Ruhe in Person ohne viele Worte, und der Professor war ungeduldig, aber von einem unglaublichen Ehrgeizig erfüllt. Die Begeisterung der Charaktere für ihr Abenteuer wuchs mit jeder Seite, das hat mir gut gefallen.
Das Abenteuer war allerdings ganz anders als ich es erwartet hätte, ich hätte gedacht, dass die unterirdische Welt noch extremer wäre. Das unterirdische Meer und die Urzeitwesen waren schon nicht schlecht, aber mir fehlte noch etwas, wobei ich nicht sagen kann, was.kann nicht sagen was.
Ich fand das Ende einwenig enttäuschend, mir fehlte der große Spannungsknall und irgendwie war es zu einfach und zu schnell vorbei.
Dieser Klassiker ist empfehlenswert für Leser, die nach Abenteuern suchen oder sich für eine Geschichte mit viel wissenschaftlichem bzw. geologischem Hintergrund interessieren.

http://die-vor-leser.de/reise-zum-mittelpunkt-der-erde

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Veröffentlicht am 07.03.2018

Tiefgehende Liebesgeschichte

Will & Layken - Eine große Liebe
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Layken ist nach den Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan gezogen. Direkt am ersten Tag trifft sie auf Will, ihren Nachbanr. Die beiden fühlen sich voneinander ...

Layken ist nach den Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan gezogen. Direkt am ersten Tag trifft sie auf Will, ihren Nachbanr. Die beiden fühlen sich voneinander angezogen. Will lädt Layken zu einem Date in den Club Nine zu einem Poetry Slam ein. Der Abend verläuft wunderbar, Layken ist begeistert vom Poetry Slam, und sie nimmt es total gelassen, dass Will seinen kleinen Bruder allein aufzieht, da seine Eltern gestorben sind vor zwei Jahren. Das Wochenende ist Will nicht in der Stadt, jedoch können beide nicht aufhören an den anderen zu denken. Am Montag kommt der Schock, als Layken als Schülerin in Wills Kurs in der Schule sitzt. Natürlich ist eine Schüler- Lehrer Beziehung nicht erlaubt und würde Will seinen Job kosten. Und diesen Job braucht er dringend, um Caulder, seinen Bruder großzuziehen. Für den hat er sein Studium im Schnelldurchlauf gemacht. Von nun an beginnt ein Wettkampf gegen Gefühle und Verpflichtungen. Layken und Will haben schwache und starke Momente. Und da sie Nachbarn sind und ihre Brüder beste Freunde, ist es nicht so leicht, sich voneinander fernzuhalten.

In dem Sammelband sind alle drei Teile der „Will und Layken“ Reihe untergebracht, Vorsicht die Rezension könnte einige Spoiler enthalten.

Die Liebesgeschichte von Will und Layken ist wunderschön. Ich habe vom ersten Moment die Verbundenheit der beiden gespürt. Die Harmonie und der Humor der beiden stimmen von vorne bis hinten und sind einfach unglaublich. Jedes Mal wenn die Beziehung zu zerbrechen drohte oder die beiden im Streit waren, habe ich so sehr gehofft, dass die beiden sich wieder vertragen. So eine Liebesgeschichte ist ein absoluter Traum für viele Menschen. Will und Laken hatten Komplikationen, aber sie haben immer wieder zu einander zurück gefunden. Ihre Auseinandersetzungen waren nie oberflächlich, sondern hatten immer einen Grund, der total verständlich war. Sie sind daran gewachsen und haben immer tiefere Gefühle für sich entdeckt und konnten sie noch mehr schätzten.

Ich habe mitgefiebert, mitgeheult und gelacht, sei es bei der Nachricht, dass Lakyens Mutter Krebs hat, Vaughn aufgetaucht ist, Lakyen fast gestorben ist oder auch nur bei einem Dialog von den beiden. Es gab kaum eine Seite, wo ich nicht emotional mitgerissen war. Die Bücher sind voll mit unerwarteten Wendungen und Ereignissen, sowohl im ersten als auch im zweiten Band.

Die kleinen Brüder von Will und Lake sind auch absolut bezaubernd, sie versehen schon viel trotz ihres Alters, sind aber trotzdem kindlich unkompliziert. Die Freunde von Layken und Will, Eddie und Gavin, sind auch fantastisch, auch sie haben etwas Einzigartiges, was die Geschichte noch toller macht.

Die Autorin hat den Personen immer eine besondere Eigenschaft oder den Familien ein spezielles Ereignis gegeben, was jeden einzigartig macht, wie z.B. Edddies gute Laune, Gavins Liebe zu Pizza, Lasagne, Kürbisse schnitzen als Synonym für Probleme, über die man nicht reden will, aber sollte. Auch die Idee mit den Sternen (mit Ratschlägen, Songzeilen oder Sprüchen drauf), die Julia (Lakes Mutter) für Will und ihre Tochter nach ihrem Tod hinterlassen hat, hat mir gefallen. Ich fand den Einblick in Poetry-Slam Szene sehr interessant und habe mir vorgenommen, jetzt auch mal zu so einem Abend gehen. Die Poetry Slam Texte waren mal tiefgründig, mal humorvoll oder voller Wut, jedoch hatten sie alle ihren eigenen Charme.

Holleen Hoover hat einen unglaublichen Schreibstil, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und bin praktisch durch die Seiten geflogen. Ich hatte die ersten beiden Bände innerhalb von ein oder zwei Nächten pro Band durch. Auch die Namensgebung gefällt mir sehr gut, die weiblichen Personen, im besonderen die Hauptperson, erhielten wieder mal ungewöhnliche, aber schöne Namen.

Leider ist der dritte Band der gleiche wie der erste Band, nur dass er aus Wills Sicht geschrieben ist und es immer wieder Einschübe gibt, wie Lake seine Empfindungen kommentiert.

Ich empfehle diese Reihe jedem, der schon mal ein Buch von der Autorin gelesen hat und begeistert war, aber auch den Lesern, die auf eine atemberaubende Liebesgeschichte aus sind.

http://die-vor-leser.de/will-layken-eine-grosse-liebe-sammelband

Veröffentlicht am 07.03.2018

Ein Herz für Bibliomantik <3

Die Spur der Bücher
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Mercy schwört der Bibliomantik ab, nachdem ihr Freund Grover bei einem bibliomantischen Auftrag stirbt. Sie verlässt den Buchladen ihres Vaters und will nie wieder zurückkommen. Trotzdem kann sie sich ...

Mercy schwört der Bibliomantik ab, nachdem ihr Freund Grover bei einem bibliomantischen Auftrag stirbt. Sie verlässt den Buchladen ihres Vaters und will nie wieder zurückkommen. Trotzdem kann sie sich nicht ganz von Büchern abwenden, sie besorgt für die Londoner jedes Gesellschaftsranges seltene Bücher und finanziert sich so ihren Lebensunterhalt. Eines Tages wird ein Buchhändler aus ihrer alten Straße tot gefunden, er ist völlig verbrannt, aber kein Buch in seinem Laden ist zu Schaden gekommen. Mercys Interesse ist geweckt und sie beginnt herum zu forschen und versucht über die Beziehungen ihrer einflussreichen Kunden etwas herauszufinden. Dazu wird auch noch die Schwester von einem alten Freund vermisst, sie war die Ersatzbotin für ein seltenes Buch, das letzte der Siebenstein Bücher. Irgendwie scheint alles mit Siebenstein zusammenzuhängen. Mercy gerät immer tiefer in die Geheimnisse von London, einige Entdeckungen bzw. einiges an Wissen könnte sie das Leben kosten, außerdem tauchen Schatten aus der Vergangenheit auf, die alles noch schlimmer machen.

Ich liebe jede Magie die mit Büchern zusammenhängt und würde so gerne Bibliomantik beherrschen. Das Buch war spannend und fesselnd bis zur letzen Seite, ich konnte mich nicht davon lösen. Mercy ist ein sehr interessanter Charakter, sie ist neugierig, mutig und beweist Ausdauer, Treue und logisches Denken. Bei jedem ihrer Aufträge bewahrt sie einen kühlen Kopf, aber sie kann nicht aus ihrer Haut heraus anderen zu helfen und ihre Nase in Sachen zu stecken, die gefährlich sind.

Kai Meyer hat wieder eine wunderschöne Welt erschaffen, ich hatte so viele Szenen so bildlich beim Lesen vor Augen wie den Besserwisser (ein sprechender und weiser Haufen Papier) mit seinen Zehen unter dem Papierhaufen. Oder das Spalten eines Seitenherzes. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, ich wäre mit dabei.

Leider konnte ich lange die Herren der Geschichte nicht auseinander halten, sodass ich den drei Herren Sedwick, Cedric und Throndyke nicht die entsprechende Handlung zuordnen konnte.

Die Geschichte ist ein schönes Prequel zu „Seiten der Welt“ (auch von Kai Meyer), ich werde sobald wie möglich endlich mal die komplette Reihe von „Seiten der Welt“ zu Ende lesen. Die Geheimnisse waren gut verstrickt und schwer zu lösen, jedoch war der Spannungsaufbau bis zur (Teil-)Lösung ideal.

Zusammengefasst kann gesagt sein, dass die Geschichte in einer bezaubernden Welt voller Bücher spielt und mit Spannung voll ist, ohne das die Charaktere zu kurz kommen bzw. keine Möglichkeit haben sich zu entwickeln. Ich empfehle sie jedem, der Bücher liebt und irgendwie an einen magischen Teil in Geschichten glaubt.

http://die-vor-leser.de/die-spur-der-buecher