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Veröffentlicht am 07.03.2018

Tiefgehende Liebesgeschichte

Will & Layken - Eine große Liebe
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Layken ist nach den Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan gezogen. Direkt am ersten Tag trifft sie auf Will, ihren Nachbanr. Die beiden fühlen sich voneinander ...

Layken ist nach den Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Michigan gezogen. Direkt am ersten Tag trifft sie auf Will, ihren Nachbanr. Die beiden fühlen sich voneinander angezogen. Will lädt Layken zu einem Date in den Club Nine zu einem Poetry Slam ein. Der Abend verläuft wunderbar, Layken ist begeistert vom Poetry Slam, und sie nimmt es total gelassen, dass Will seinen kleinen Bruder allein aufzieht, da seine Eltern gestorben sind vor zwei Jahren. Das Wochenende ist Will nicht in der Stadt, jedoch können beide nicht aufhören an den anderen zu denken. Am Montag kommt der Schock, als Layken als Schülerin in Wills Kurs in der Schule sitzt. Natürlich ist eine Schüler- Lehrer Beziehung nicht erlaubt und würde Will seinen Job kosten. Und diesen Job braucht er dringend, um Caulder, seinen Bruder großzuziehen. Für den hat er sein Studium im Schnelldurchlauf gemacht. Von nun an beginnt ein Wettkampf gegen Gefühle und Verpflichtungen. Layken und Will haben schwache und starke Momente. Und da sie Nachbarn sind und ihre Brüder beste Freunde, ist es nicht so leicht, sich voneinander fernzuhalten.

In dem Sammelband sind alle drei Teile der „Will und Layken“ Reihe untergebracht, Vorsicht die Rezension könnte einige Spoiler enthalten.

Die Liebesgeschichte von Will und Layken ist wunderschön. Ich habe vom ersten Moment die Verbundenheit der beiden gespürt. Die Harmonie und der Humor der beiden stimmen von vorne bis hinten und sind einfach unglaublich. Jedes Mal wenn die Beziehung zu zerbrechen drohte oder die beiden im Streit waren, habe ich so sehr gehofft, dass die beiden sich wieder vertragen. So eine Liebesgeschichte ist ein absoluter Traum für viele Menschen. Will und Laken hatten Komplikationen, aber sie haben immer wieder zu einander zurück gefunden. Ihre Auseinandersetzungen waren nie oberflächlich, sondern hatten immer einen Grund, der total verständlich war. Sie sind daran gewachsen und haben immer tiefere Gefühle für sich entdeckt und konnten sie noch mehr schätzten.

Ich habe mitgefiebert, mitgeheult und gelacht, sei es bei der Nachricht, dass Lakyens Mutter Krebs hat, Vaughn aufgetaucht ist, Lakyen fast gestorben ist oder auch nur bei einem Dialog von den beiden. Es gab kaum eine Seite, wo ich nicht emotional mitgerissen war. Die Bücher sind voll mit unerwarteten Wendungen und Ereignissen, sowohl im ersten als auch im zweiten Band.

Die kleinen Brüder von Will und Lake sind auch absolut bezaubernd, sie versehen schon viel trotz ihres Alters, sind aber trotzdem kindlich unkompliziert. Die Freunde von Layken und Will, Eddie und Gavin, sind auch fantastisch, auch sie haben etwas Einzigartiges, was die Geschichte noch toller macht.

Die Autorin hat den Personen immer eine besondere Eigenschaft oder den Familien ein spezielles Ereignis gegeben, was jeden einzigartig macht, wie z.B. Edddies gute Laune, Gavins Liebe zu Pizza, Lasagne, Kürbisse schnitzen als Synonym für Probleme, über die man nicht reden will, aber sollte. Auch die Idee mit den Sternen (mit Ratschlägen, Songzeilen oder Sprüchen drauf), die Julia (Lakes Mutter) für Will und ihre Tochter nach ihrem Tod hinterlassen hat, hat mir gefallen. Ich fand den Einblick in Poetry-Slam Szene sehr interessant und habe mir vorgenommen, jetzt auch mal zu so einem Abend gehen. Die Poetry Slam Texte waren mal tiefgründig, mal humorvoll oder voller Wut, jedoch hatten sie alle ihren eigenen Charme.

Holleen Hoover hat einen unglaublichen Schreibstil, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und bin praktisch durch die Seiten geflogen. Ich hatte die ersten beiden Bände innerhalb von ein oder zwei Nächten pro Band durch. Auch die Namensgebung gefällt mir sehr gut, die weiblichen Personen, im besonderen die Hauptperson, erhielten wieder mal ungewöhnliche, aber schöne Namen.

Leider ist der dritte Band der gleiche wie der erste Band, nur dass er aus Wills Sicht geschrieben ist und es immer wieder Einschübe gibt, wie Lake seine Empfindungen kommentiert.

Ich empfehle diese Reihe jedem, der schon mal ein Buch von der Autorin gelesen hat und begeistert war, aber auch den Lesern, die auf eine atemberaubende Liebesgeschichte aus sind.

http://die-vor-leser.de/will-layken-eine-grosse-liebe-sammelband

Veröffentlicht am 07.03.2018

Ein Herz für Bibliomantik <3

Die Spur der Bücher
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Mercy schwört der Bibliomantik ab, nachdem ihr Freund Grover bei einem bibliomantischen Auftrag stirbt. Sie verlässt den Buchladen ihres Vaters und will nie wieder zurückkommen. Trotzdem kann sie sich ...

Mercy schwört der Bibliomantik ab, nachdem ihr Freund Grover bei einem bibliomantischen Auftrag stirbt. Sie verlässt den Buchladen ihres Vaters und will nie wieder zurückkommen. Trotzdem kann sie sich nicht ganz von Büchern abwenden, sie besorgt für die Londoner jedes Gesellschaftsranges seltene Bücher und finanziert sich so ihren Lebensunterhalt. Eines Tages wird ein Buchhändler aus ihrer alten Straße tot gefunden, er ist völlig verbrannt, aber kein Buch in seinem Laden ist zu Schaden gekommen. Mercys Interesse ist geweckt und sie beginnt herum zu forschen und versucht über die Beziehungen ihrer einflussreichen Kunden etwas herauszufinden. Dazu wird auch noch die Schwester von einem alten Freund vermisst, sie war die Ersatzbotin für ein seltenes Buch, das letzte der Siebenstein Bücher. Irgendwie scheint alles mit Siebenstein zusammenzuhängen. Mercy gerät immer tiefer in die Geheimnisse von London, einige Entdeckungen bzw. einiges an Wissen könnte sie das Leben kosten, außerdem tauchen Schatten aus der Vergangenheit auf, die alles noch schlimmer machen.

Ich liebe jede Magie die mit Büchern zusammenhängt und würde so gerne Bibliomantik beherrschen. Das Buch war spannend und fesselnd bis zur letzen Seite, ich konnte mich nicht davon lösen. Mercy ist ein sehr interessanter Charakter, sie ist neugierig, mutig und beweist Ausdauer, Treue und logisches Denken. Bei jedem ihrer Aufträge bewahrt sie einen kühlen Kopf, aber sie kann nicht aus ihrer Haut heraus anderen zu helfen und ihre Nase in Sachen zu stecken, die gefährlich sind.

Kai Meyer hat wieder eine wunderschöne Welt erschaffen, ich hatte so viele Szenen so bildlich beim Lesen vor Augen wie den Besserwisser (ein sprechender und weiser Haufen Papier) mit seinen Zehen unter dem Papierhaufen. Oder das Spalten eines Seitenherzes. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, ich wäre mit dabei.

Leider konnte ich lange die Herren der Geschichte nicht auseinander halten, sodass ich den drei Herren Sedwick, Cedric und Throndyke nicht die entsprechende Handlung zuordnen konnte.

Die Geschichte ist ein schönes Prequel zu „Seiten der Welt“ (auch von Kai Meyer), ich werde sobald wie möglich endlich mal die komplette Reihe von „Seiten der Welt“ zu Ende lesen. Die Geheimnisse waren gut verstrickt und schwer zu lösen, jedoch war der Spannungsaufbau bis zur (Teil-)Lösung ideal.

Zusammengefasst kann gesagt sein, dass die Geschichte in einer bezaubernden Welt voller Bücher spielt und mit Spannung voll ist, ohne das die Charaktere zu kurz kommen bzw. keine Möglichkeit haben sich zu entwickeln. Ich empfehle sie jedem, der Bücher liebt und irgendwie an einen magischen Teil in Geschichten glaubt.

http://die-vor-leser.de/die-spur-der-buecher

Veröffentlicht am 29.10.2017

Götterfunke - Liebe mich nicht - Marah Woolf

Götterfunke
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Jessica Harper wollte sechs Wochen mit ihren Freunden in einem Sommercamp in den Rockys verbringen und einfach nur Spaß haben- und vor allem wollte sie mit keinem Jungen etwas anfangen. Doch Cadyen, der ...

Jessica Harper wollte sechs Wochen mit ihren Freunden in einem Sommercamp in den Rockys verbringen und einfach nur Spaß haben- und vor allem wollte sie mit keinem Jungen etwas anfangen. Doch Cadyen, der Junge mit den unglaublichen smaragdgrünen Augen, macht ihr einen Strich durch ihr Vorhaben. Sie glaubt, er habe sie bei einem Autounfall gerettet, wo sie fast gestorben wäre. Jess fühlt sich von ihm angezogen, so wie alle anderen Mädchen auch, darunter auch ihre beste Freundin Robyn, die eigentlich einen festen Freund hat. Cadyen spielt die Mädchen gegeneinander aus um sein Ziel zu erreichen.

Er ist der Titan Prometheus, er erschuf die Menschen und brachte ihnen das Feuer. Er hat eine Abmachung mit Zeus: Wenn ihm ein Mädchen widersteht, erfüllt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch– sterblich zu sein. Prometheus hat drei Versuche pro Jahrhundert. Der erste findet in Rockys Sommercamp statt. Dort bekommt er Besuch von Agrios, der unbedingt die Prophezeiung, Zeus zu stürzen, erfüllen will. Nicht nur das Leben der Götter gerät in Gefahr, sondern auch das der Menschen und vor allem das von Jess.

Das Buch hat einen besonderen Charme, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Cayden, Jess, Robyn, Apoll, Athene und all die anderen hat mich mitgerissen. Die griechische Mythologie hat der kompletten Geschichte das Mysthische verliehen und auch die verschieden roten Fäden der Geschichte haben sie zu etwas Besonderem gemacht. Einerseits versucht Cadyen sein Ziel zu erreichen, aber gleichzeitig sich von Jess fernzuhalten, da diese ihn im Inneren berührt.

Jess versucht, den Kampf zwischen den Göttern und den Titanen zu schlichten. Sie sorgt dafür, dass Cayden andere Sachen vergisst und sie ziemlich weit oben auf seiner Liste steht. Er will sie beschützen—diese Chemie zwischen den beiden konnte ich gut spüren. Jess ist in der einen Minute taff und wagt etwas und in der nächsten zerfrisst sie sich selbst und verliert ihre Selbstachtung. Diese Mischung der Charaktereigenschaften kommt aus Jess Vergangenheit und hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Mir gefällt das, da viele Charaktere in anderen Büchern eine grausame Vergangenheit haben, ohne dass sie davon etwas zeigen und es so unglaubwürdiger rüberkommt.

Nicht nur Jess, auch die anderen Charaktere des Buches sind „nicht ohne“. Ich finde es ziemlich interessant, dass ein Frauenaufreißer wie Josh, Jess als beste Freundin hat. Jess ist keine Außenseiterin wie viele andere Mädchen in Geschichten, sie weiß was sie will, hat gute Freunde, die zu ihr stehen (jedenfalls meistens), lernt neue Leute kennen und freundet sich schnell mit ihnen an. Und vor allem bleibt sie so, wie sie ist.

Ich liebe Leah, Josh, Apoll und auch Hermes. Jeder macht die Geschichte ein Stück besser und hat mich hier und da zum Schmunzeln gebracht. Leah mit ihrer ehrlichen und realistischen Denkweise, die kein Blatt vor dem Mund genommen hat. Josh der Frauenaufreißer, dem aber das Befinden seiner besten Freundin sehr wichtig ist. Apoll als absoluter Charmeur, der gerne Witze macht. Und Hermes, der die Geschichte immer wieder sarkastisch kommentiert und eindeutig mehr Ahnung von Menschen hat als Cayden. Robyn hat mich aufgeregt, sie hat alles dran gesetzt, Jess und auch Cameron (ihren festen Freund) zu verlieren. Sie lügt und betrügt und realisiert gar nicht, was sie mit ihren Handlungen anstellt und wie sehr sie Jess damit wehtut.

Das Cover des Buches ist sehr schön und hat mich dazu bewegt das Buch zu lesen– und es hat sich gelohnt. Der Schreibstil, die Story und die Charaktere sind gut gelungen, aber trotzdem gibt es eine Kleinigkeit, die mir nicht gefallen hat. Der „Endkampf“ war irgendwie unspektakulär und viel zu schnell vorbei. Ich hoffe, im nächsten Band, auf den ich sehr gespannt bin, wird das besser.

Ich empfehle „Götter.Funke“ jedem, der an der griechischen Mythologie interessiert ist und eine aufregende Liebesgeschichte, mit vielen Hochs und Tiefs erleben will.

http://die-vor-leser.de/goetterfunke-liebe-mich-nicht

Veröffentlicht am 29.10.2017

Guter Start und schwaches Ende

Sie zu strafen und zu richten
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Detective Sean Corrigian steht vor dem Prozess des seines letzen Falls als auch schon ein neuer auf seinem Schreibtisch landet. Im Internet taucht ein Livestream auf wo ein Maskierter Mann vor laufender ...

Detective Sean Corrigian steht vor dem Prozess des seines letzen Falls als auch schon ein neuer auf seinem Schreibtisch landet. Im Internet taucht ein Livestream auf wo ein Maskierter Mann vor laufender Kamera den Richter spielt und auch den Urteilsausführer. Er verliest dem Opfer seine Verbrechen an der Gesellschaft und die Zuschauer entscheiden mit einem Klick auf Gefällt mir bzw. Gefällt mir nicht für schuldig oder unschuldig. Der Mann wird umgebracht, durch das Abstimmungsergebnis. Der Maskierte kündigt noch mehr „Liveverhandlungen“ an. Corrigan muss diesen Fall schnell lösen, der Killer wird immer populärer und erhält sogar Unterstützung von der Presse, auch seine Vorgesetzten sitzen Ihm im Nacken, da dieser Fall zu öffentlich behandelt wird. Die Lösung ist nicht so leicht zu greifen, der Killer ist kein „einfacher“ Psychopath, er ist schlau und handelt vorausschauend und irreführend. Er ist der Sondereinheit immer einen Schritt voraus und das ist das gefährliche, er könnte alles zusammenbrechen lassen in der Gesellschaft.

Das Buch ist anfangs spannend, lässt aber schnell nach, diese fehlende Spannung und diverse Umstände machen es schwer sich in dem Buch einzufinden und mittreißen zu lassen. In der Geschichte spielen etliche Charaktere mit, wo es durch, die ähnlichen Namen schwer fällt sie zu unterscheiden. Dazu kommt das eigentlich jede dieser Personen auch mal seine Sicht erzählt. Ich bin kein Fan von so großem Perspektivenwechseln. Die Auszüge von den Personen sind mal stark, aber überwiegend schwach, die stärkste ist eindeutig die aus der Sicht des Killers oder seinem „Komplizen bzw. Unterstützer“ , da dort wirklich Spannung aufgebaut wird. Diese bisher genannten Umstände lassen die Geschichte stumpfer wirken und das Spannungspotenzial wird nicht ausgeschöpft.

Der Hauptcharakter Sean Corrigan war mir permanent unsympathisch und ich konnte mich nicht it ihm identifizieren, auch mit bei den anderen fehlte diese Verbundenheit, dadurch fehlte sozusagen der Anker der mich an das Buch gefesselt hätte. Wo es Corrigan an Persönlichkeit mangelte hatte der Killer viele Facetten. The Jackdaw (Killer) ist ein verzwickter Charakter, er plant und führt seine Ideen intelligent aus, aber im nächsten Moment ist er "irre" und handelt irrational. Er hat es gut geschafft die Polizei in die Irre zu führen, aber mich konnte er nicht komplett verwirren.

Die Auflösung des Falls hatte zu wenig Überraschung. Die Spannung schwoll erst schneller zum Ende an aber die Bombe platze vorab und das war nicht das was ich erhofft hatte. Es ging am Ende alles zu schnell, denn den größten Teil des Buches hatte ich das Gefühl das die Ermittlungen nicht voran gehen und die Menschen die verdächtigt wurden waren zu offensichtlich unschuldig.

Zusammengefasst hat mich das Buch enttäuscht, ich hatte mehr erwartet nach der Leseprobe. Die Charaktere waren nicht ausgereift und haben zu oft die Sichten gewechselt. Außerdem fehlte an einigen Stellen bis zum Ende hin das Vorwissen aus den anderen Büchern. Das Potential der Geschichte wurde leider nicht ausgeschöpft.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Faunblut - Nina Blazon

Faunblut
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„Seine Haut roch nach Wald und Winter. Nach Moosen und Far, und auch ein wenig nach Schnee. Es war ein Duft, der sie schwindelig machte.“

Jade lebt inmitten einer Stadt, wo die Rebellion stärker wird. ...

„Seine Haut roch nach Wald und Winter. Nach Moosen und Far, und auch ein wenig nach Schnee. Es war ein Duft, der sie schwindelig machte.“

Jade lebt inmitten einer Stadt, wo die Rebellion stärker wird. Die alten Feinde, die Wesen aus dem Wasser ohne Körper ohne Blut, „die Echos“, kommen zurück. Jade und ihr Vater betreiben das Hotel Larimar am Ufer des Flusses Wila und sie versuchen nichts zu tun um aufzufallen, denn die Herrscherin der Stadt, „die Lady“, erweist ihnen ihre Gunst. Eines Tages stehen zwei Nordländer in ihrer Eingangshalle, sie sollen auf den Befehl der Lady im Hotel untergebracht werden, zusammen mit ihren Kreaturen. Die Nordländer sind Jäger, sie sollen „die Echos“ aus der Stadt vertreiben um ein Stück des Friedens wiederherzustellen. Einer der Jäger ist „Faun“, abweisend und kalt, aber trotzdem wunderschön. Jade ist von ihm und dem Geheimnis, das ihn umgibt, fasziniert. Faun geht es ebenso mit Jade. Jade hat nicht nur ungewöhnliche, flussgrüne Augen, sondern auch eine ganz besondere Verbindung zum Fluss Wila. Dort sieht sie ihr Spiegelbild in der Wasseroberfläche, wie es sich eigenständig bewegt. Jade und Faun versuchen, der Anziehungskraft des anderen zu widerstehen, aber ihre Mauern halten nicht immer und eine verbotene Liebe beginnt.

Jade will mehr über „die Echos“ herausfinden, da sie nicht davon überzeugt ist, dass diese böse gesinnt sind. Sie gerät immer tiefer in die Geheimnisse der Stadt und „der Echos“. Sie schließt sich den Rebellen sogar an, um ihnen zu helfen den verschollenen Winterprinzen aufzuspüren. Dabei kommt sie ihrer eigenen Geschichte auf die Spur und ist kurz davor, alles zu verlieren — für die Wahrheit. Ihr Leben, ihre Freunde, ihren Vater und auch Faun. Zwischen den beiden steht nämlich ein schreckliches Geheimnis.

Das Buch ist unglaublich spannend, direkt von der ersten Seite an. Nina Blazon erschafft eine einzigartige Welt mit sonderbaren Wesen, „den Echos“. Wesen, von denen ich vorher noch nie gelesen habe, sie stecken voller Geheimnisse und sind eine interessante Idee, die zur Kulisse passt.

Am Anfang des Buches verwirrt die Autorin den Leser mit vielen offenen Fragen und hält dadurch seine Aufmerksamkeit– und im Laufe der Geschichte wird man mit den Auflösungen belohnt.

Der Schreibstil und die Sprache sind berührend und sehr bildlich. Ich konnte mir die Stadt am Rande der Zeit sowie die Menschen und „Echos“, die dort leben, so lebhaft vorstellen als wäre ich ein Teil davon.

Die Charaktere leben für ihre Überzeugungen und lassen sich von anderen nichts vorschreiben. Besonders Jade, sie ist voller Leben, Mitgefühl und großer Neugier, diese Eigenschaften bringen sie auch leicht in Schwierigkeiten.

Aber jede Person hat ihre Geheimnisse, die sie von anderen entfernt, und als Leser versucht man alle zu durchblicken. Wenn ich glaubte, eine Sache aufgedeckt zu haben, zauberte die Autorin plötzlich das komplette Gegenteil aus dem Hut.

Doch alles hat einen Zusammenhang oder einen Hintergrund, dadurch wird die gesamte Geschichte zu einer Einheit.

Das Ende ist voll von Spannungen, Ereignissen und Auslösungen, und alles geschieht rasend schnell. Diese Schnelligkeit ist erst verwirrend, aber sie passt zu den chaotischen Ereignissen und Gefühlen der Personen, insbesondere denen von Jade. So konnte ich konnte mich von der Geschichte mitreißen lassen und war eins mit den Figuren.

Das Buch ist etwas für jede/n Liebhaber/in von spannenden Geschichten, die in einer einzigartigen und fantasievollen Umgebung spielen. Die romantische Liebesbeziehung der Hauptfiguren spielt zwar eine große Rolle im Buch, aber die Geschichte hat noch so viel mehr zu bieten…. Überzeugt euch selbst!

http://die-vor-leser.de/faunblut