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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2025

Achterbahn der Gefühle

The Wrong Bride
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Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte von „The Wrong Bride“ einzutauchen. Das ganze Setting rund um die arrangierte Ehe und Firmenfusionen war mir nicht ganz geheuer. Dennoch war der ...

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte von „The Wrong Bride“ einzutauchen. Das ganze Setting rund um die arrangierte Ehe und Firmenfusionen war mir nicht ganz geheuer. Dennoch war der Schreibstil der Autorin angenehm, sodass man gut durch die Kapitel kam und die Seiten regelrecht verschlang.

Besonders gefallen hat mir die Chemie zwischen den Hauptcharaktere Raven und Ares- von Anfang an war eine spürbare Nähe. Ravens Mutter und vor allem die Schwester wirkten auf mich narzisstisch, toxisch und bis zum Ende hin nur noch anstrengend. Nicht nur ihr Bluthochdruck stiegt an, sondern auch meiner durch die ganzen Intrigen, Unterstellungen und Anfeindungen der Schwester. Mir tat Raven unglaublich leid. Ihre Selbstzweifel wurden oft durch fehlende Kommunikation verstärkt. Sie scheint von jedem Hoch und Tief gestürzt zu werden. Die Verbindung zwischen ihr und Ares fand ich echt süß, besonders wie er ihr die ewige Treue geschworen hat.

Im Buch hat mich neben dem toxischen Verhalten der Schwester und Mutter auch der sehr starke Spice-Anteil gestört. Es hätte weniger sein können. Dennoch fand ich die Wendungen und die überschlagenen Ereignisse gegen Ende hin sehr spannend.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Theorie, die zum Nachdenken anregt

Die LET THEM Theorie
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Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, ...

Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, dass die Kontrolle abzugeben oft zu einem gelasseneren Alltag führt, ist wichtig und gut aufbereitet, auch wenn sie nicht völlig neu ist.

Der Schreibstil der Autorin finde ich lebendig, leicht und nahbar. Ihre und die Erfahrungen ihrer Kollegen und Freunden werden mit als Beispiele eingeflochten, wodurch sich vieles persönlicher anfühlt. Besonders die Einbindung der 5-4-3-2-1-Methode zu Beginn wirkt greifbar und hat bei mir eine echte Wirkung gezeigt, für mich persönlich mehr als reines zählen und mehr als bloße Theorie.

In den späteren Abschnitten finde ich sowohl starke als auch durchwachsene Aussagen. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin bleiben präsent, wirken teils jedoch zu ausführlich und wiederholen sich meiner Meinung nach oft.
Ein interessanter Vergleich zwischen kindischem Verhalten und erwachsener Reaktion regt zum Nachdenken an, aber manche Verknüpfungen wirken doch etwas gezwungen und weit hergeholt.
Insgesamt fehlte mir ein klarer roter Faden, besonders dort, wo das Buch versucht „lass sie“ und „lass mich“-Theorie in möglichst vielen Kontexten zu beschreiben.

Das Fazit der Autorin passt zur Grundidee: Kontrolle loszulassen kann zu mehr Gelassenheit führen. Ich hätte mir eine fokussiertere Struktur, weniger Wiederholungen und eine stärkere Betonung der zentralen Theorien gewünscht. Wer die Grundidee spannend findet, sollte dennoch zugreifen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Allow a Sunflower to Bloom
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In „Allow a sunflower to Bloom“ lernen wir die beiden Hauptfiguren Emmee und Casimir kennen, die sich in der neu gegründeten WG langsam Näherkommen.
Zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, ...

In „Allow a sunflower to Bloom“ lernen wir die beiden Hauptfiguren Emmee und Casimir kennen, die sich in der neu gegründeten WG langsam Näherkommen.
Zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, trotz der Päckchen, die beide zu tragen haben. Themen wie Identitätskrisen, Erwachsenwerden, Ausziehen, Loslassen und der Aufbau von Vertrauen stehen im Mittelpunkt.

Der Einstieg ins Buch war spannend. Mir gefällt, dass zu jedem Kapitel ein Kunstwerk beschrieben wird, das gibt dem Ganzen nochmal einen besonderen Charme.

Ich muss gestehen, dass ich mittendrin mehrmals den roten Faden der Geschichte verloren habe. An einigen Stellen wirkte es zu überladen, die Gedankengänge waren zu verschachtelt und wirr. Zudem finde ich, dass der Klappentext nicht ganz stimmig zur Geschichte wirkt, da die Suche nach den Eltern für mich zu nebensächlich erzählt wird. Auch die Liebesgeschichte zwischen Emmee und Casimir konnte mich nicht vollständig überzeugen. Womit ich aber besonders meine Probleme hatte, war der Schreibstil. Er hat mich nicht wirklich mitgenommen, sodass ich die Geschichte nicht wie gewohnt in wenigen Tagen verschlungen habe, sondern länger gebraucht habe. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, es hat mich persönlich einfach nicht vollständig überzeugen können.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Geht tief in die Haut

Während die Welt schlief
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Wowww, mich lässt selten ein Buch so sprachlos zurück. Auch wenn es fiktive Charaktere sind, steckt in der erzählten Geschichte so viel, was tausende Menschen erleben mussten. Abdulhawa erzählt sehr einfühlsam ...

Wowww, mich lässt selten ein Buch so sprachlos zurück. Auch wenn es fiktive Charaktere sind, steckt in der erzählten Geschichte so viel, was tausende Menschen erleben mussten. Abdulhawa erzählt sehr einfühlsam die Geschichte von Amal über drei Generationen und den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, die Vertreibung, aber auch die Hoffnung der Palästinenser auf die Rückkehr in ihre Heimat. Das Buch hat mich sehr bewegt, an vielen Stellen echt zum Schweigen und Weinen gebracht. Mir hat es das Herz rausgerissen, als die Brüder getrennt und wieder aufeinander gestoßen sind. Ich finde das Buch sollte man echt lesen, es stellt nicht den typischen Nahostkonflikt aus den Nachrichten dar, sondern geht tief in die Haut. Es zeigt, dass wir alle Menschen sind und was die Politik mit einem macht. Ich hatte das bereits vor Monaten gelesen und muss hin und wieder an die Geschichten denken und bekomme jedesmal Gänsehaut. Es ist ein Meisterwerk und ich werde es definitiv bald wieder re-readen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Achterbahn der Gefühle zur Selbstfindung

Evil Eye
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Yara führt ein nahezu perfektes Leben: sie hat es geschafft als Tochter von Einwanderern in den Staaten erfolgreich zu studieren, arbeitet an der Universität, hat 2 Töchter und ist „glücklich“ verheiratet. ...

Yara führt ein nahezu perfektes Leben: sie hat es geschafft als Tochter von Einwanderern in den Staaten erfolgreich zu studieren, arbeitet an der Universität, hat 2 Töchter und ist „glücklich“ verheiratet. Doch ein Vorfall aus ihrer Arbeit wirft sie aus der Bahn und bringt sie dazu ihr Leben und ihre Zufriedenheit zu hinterfragen. Ihr Chef zwingt sie, eine psychologische Behandlung in Anspruch zu nehmen und im Laufe der Zeit erkennt sie, dass ihr scheinbar so perfektes Leben, doch nicht perfekt ist und sie längst in einem Teufelskreis steckt.

Die Autorin erzählt Yaras Geschichte, in der sie mit Themen wie: Trauma, Einsamkeit, Verlust, kulturellen Wurzeln und Selbstfindung konfrontiert wird. Es ist eine emotionale Reise, bei der Yara anfangs widerstrebt, sich ihren Ängsten zu stellen und alte Wunden zu öffnen. Im Laufe wird sie schließlich zu einer selbstbewussten und starken Frau, die ihren Wert im Leben erkennt und sich aus kulturellen Strukturen befreit. Die Autorin beschreibt Yaras Entwicklung sehr einfühlsam und beleuchtet ihre Vergangenheit mit Tagebucheinträgen aus ihrer Kindheit. Dabei erhält man Einblicke in die palästinensische Kultur, Traditionen und etwas von der politischen Lage. Außerdem wird mit den Tagebucheinträgen klar, dass Yara als Kind bereits viel Abweisung erhalten hat und von ihren Eltern nie gelernt hat, was es bedeutet jemanden richtig zu lieben und selbst geliebt zu werden.

Für mich war das Buch keine leichte Kost, sondern eine Achterbahn der Gefühle, die zum Nachdenken anregt und zeigt, wie wichtig es ist gesellschaftliche und kulturelle Normen zu hinterfragen und für das eigene Glück einzustehen. Ich konnte an vielen Stellen mit Yara mitfühlen. Mich hat das Buch vollkommen überzeugt und ich empfehle es mit voller Überzeugung weiter.

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