Profilbild von Nadys-Buecherwelt

Nadys-Buecherwelt

Lesejury Star
offline

Nadys-Buecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nadys-Buecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Ein fesselnder erster Band

Little Germany - Der Duft der Neuen Welt
0

Rezension:

Der Roman spielt im Jahr 1901 in Deutschland und in Amerika.
Wir lernen die junge Lissi kennen. Sie arbeitet als Dienstmädchen bei einer angesehenen Familie. Sie ist jung, unerfahren und gutgläubig, ...

Rezension:

Der Roman spielt im Jahr 1901 in Deutschland und in Amerika.
Wir lernen die junge Lissi kennen. Sie arbeitet als Dienstmädchen bei einer angesehenen Familie. Sie ist jung, unerfahren und gutgläubig, und lässt sich auf eine Liaison mit dem Sohn ihrer Dienstherren ein. Sie ist davon überzeugt, dass auch er sie so liebt wie sie ihn. Doch dann wird sie schwanger und muss bald feststellen, dass der junge Mann überhaupt nicht hinter ihr steht. Es kommt jedoch noch schlimmer, denn sie wird mit Schimpf und Schande aus dem Haus geschmissen. Nun steht sie da! Ohne Mann, schwanger und keine Zukunftsaussichten.
So entschließt sie sich, Deutschland zu verlassen. Sie möchte mit einem Schnelldampfer nach Amerika auswandern und hofft dort auf eine neue Zukunft für sich und ihr Kind.

Auf der anderen Seite ist da Julia Varrell. Sie wurde, was in der Zeit üblich war, zu einer arrangierten Ehe gezwungen. Alle Versprechungen, die ihr damals gemacht wurden, erfüllen sich jedoch nicht. Ihre negativen Gefühle für ihren Ehemann verstärken sich kontinuierlich und ihre Schwiegermutter macht ihr das Leben zusätzlich schwer.
Eines Tages hält sie es nicht mehr aus und flieht. Sie möchte ebenfalls nach Amerika, in die neue Welt, flüchten.

Die beiden Frauen lernen sich per Zufall kennen und vereinbaren, diese große Reise gemeinsam zu meistern. Zusammen besteigen sie den Dampfer und meistern die Fahrt über den Horizont. Dadurch verbindet sie bald eine innige Freundschaft und in Amerika angekommen beginnen sie in Little Germany, dem deutschen Viertel in New York, bei einer Bäckerei zu arbeiten. Diese Arbeit bietet ihnen auch gleichzeitig ein Dach über dem Kopf.
Lissi beginnt Zuckerbrezeln zu backen und erreicht bald durch dieses deutsche Rezept, bei der höheren Gesellschaft Ansehen. Jeder will diese Brezeln probieren und Lissi beginnt diese noch weiter zu verfeinern und verschiedene Kreationen zu kreieren.
Alles läuft wunderbar, bis eine Katastrophe alles zu zerstören scheint. Das, was am Horizont lauert, könnte Lissis und Julias Leben aufs Neue erschüttern.

Fazit:

Wieder konnte mich Maria Nikolai völlig in den Bann ziehen. Sie hat mit „Little Germany ~ Der Duft der Neuen Welt“, den 1. Band der „Die Bäckerinnen von Manhattan“ – Reihe, einen unglaublich spannenden und fesselnden Roman geschrieben.
Sowohl Lissi als auch Julia waren für die damalige Zeit extrem starke Frauen und ich bin ihnen sehr gerne, auf ihrem Weg gefolgt. Die Überfahrt nach Amerika gestaltet sich im Unterdeck schwierig und sie kommen öfters an ihre Grenzen.
Die Autorin hat die damaligen Zustände und die Unterschiede zwischen Reich und Arm sehr gut rübergebracht und die Charaktere gut gezeichnet.
Ein toller erster Band der „Die Bäckerinnen von Manhattan“ Reihe und ich habe mir auch gleich den 2. Band vorbestellt, welcher am 24.09.2025 erscheint.
Von mir erhält dieser Roman 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung für jeden der historische Romane liebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2025

Romantisches Setting ❤️

Die Inselhochzeit der Träume
0

Wir lernen in diesem Roman die Hochzeitsplanerin Natalie kennen. Sie liebt ihren Job und wartet eigentlich nur darauf, dass ihre Chefin ihr endlich die versprochene Teilhaberschaft anbietet. Doch diese ...

Wir lernen in diesem Roman die Hochzeitsplanerin Natalie kennen. Sie liebt ihren Job und wartet eigentlich nur darauf, dass ihre Chefin ihr endlich die versprochene Teilhaberschaft anbietet. Doch diese möchte, dass Natalie noch eine sehr wichtige Hochzeit plant und dann sollte ihr Wunsch endlich in Erfüllung gehen.
Die Braut will jedoch ausgerechnet auf Rügen heiraten und Natalie hat sich eigentlich geschworen, nie mehr auf die Insel zurückzugehen. Sie hat auf Rügen ihre Kindheit und Jugendzeit verbracht und ihre erste große Liebe gefunden. Doch dann wurde sie bitter enttäuscht und Natalie ist damals von der Insel geflohen.
Als sie sich entschließt, über ihren Schatten zu springen, reißt sie nach Rügen und versucht, der sehr exzentrischen Braut sämtliche Wünsche zu erfüllen. Doch nicht nur die Braut, sondern auch noch die Schwiegermutter in Spe machen Natalie das Leben schwer.
Sie bekommt von alten Bekannten Hilfe, denn kaum das sie einen Wunsch der Braut erfüllt, ändert diese wieder ihre Meinung. Ununterbrochen legt die Braut Natalie Steine in den Weg.
Doch Natalie gibt nicht auf und die Unterstützung von Gärtner Lukas, kommt ihr wie gerufen.
Das ihr Herz immer anfängt wild zu klopfen, sobald sie Lukas begegnet, passt so gar nicht in ihr weiteres Leben. Kann sie seinem Charme widerstehen?

Fazit:

Ein wunderschöner Roman, bei dem ich so richtig entspannend lesen konnte. Natalie fand ich sehr sympathisch und habe mich mit ihr über die schreckliche Braut geärgert.
Auch Lukas war ein sehr angenehmer Protagonist, wenn ihm auch manchmal Selbstvertrauen fehlte.
Der Schreibstil von Carla Linde bzw. Christiane Lind, war wieder schön flüssig zu lesen und ich hatte angenehme Lesestunden. Eine tolle Autorin, die mich mit ihren Romanen immer positiv überrascht. Ich gebe diesem gefühlsvollen Roman 4 von 5 Sterne und empfehle ihn jedem Leser, der romantische, aber auch spannende Liebesromane liebt.

https://nadys-buecherwelt.de/die-inselhochzeit-der-traeume-von-clarla-linde-rezension/

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2025

Sehr ergreifende Story

Am Meer ist es schön
0

Ich habe schon einige Romane von Barbara Leciejewski gelesen und bisher konnten mich alle überaus begeistern. Auch dieses Mal hat mich die Autorin wieder nicht enttäuscht, wenn die Story auch sehr ergreifend ...

Ich habe schon einige Romane von Barbara Leciejewski gelesen und bisher konnten mich alle überaus begeistern. Auch dieses Mal hat mich die Autorin wieder nicht enttäuscht, wenn die Story auch sehr ergreifend war.

Die 8-jährige Susanne soll in den Ferien für 6 Wochen zum Kuraufenthalt an die Nordsee. Der Arzt hat den Eltern diese Reise empfohlen, da Susi zu dünn und zu klein gewachsen ist. Eigentlich hat das Mädchen keine Lust dazu, aber ihre Eltern malen ihr den Aufenthalt in St. Peter-Ording in den schönsten Farben aus.
Als sie im „Haus Morgentau“ ankommt, ist nichts so, wie es ihr versprochen wurde. Die Erzieherinnen sind alles andere als freundlich und sie macht Erfahrungen, die ihr ganzes junges Leben auf den Kopf stellen. Die Kinder in diesem „Kurheim“ werden für jeglichen Regelverstross hart bestraft. Die, die den Teller nicht leer essen, die Regeln nicht befolgt oder womöglich aufsässig sind, erwartet eine Isolierung in einem dunklen Raum und viele weitere harte Strafen, die sich die „Tanten“ mit Genugtuung einfallen lassen.
Susanne schwört sich, dass sie einen Brief an ihre Eltern schreibt, denn die haben ihr Versprochen sie abzuholen, sollte es ihr im „Haus Morgentau“ nicht gefallen.
Doch die Briefe, die die Kinder schreiben, werden kontrolliert und es wird ihnen diktiert, was in den Briefen und Karten stehen soll. So erfährt niemand, wie es den Kindern dort wirklich geht. Doch dann schaffen Susanne und ihre Freunde es, die Schwestern zu hintergehen. Doch was daraufhin passiert, wird Susanne nie mehr vergessen.
Als sie endlich wieder zu Hause ist, glaubt Susi niemand, als sie von den schrecklichen Missständen in dem Kurhaus erzählt.

Jahre später, Susanne ist inzwischen eine erwachsene Frau, getraut sie sich, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. So erzählt sie ihrer Tochter Julie und ihrer Mutter, die im Sterben liegt, die ganze schreckliche Wahrheit und findet endlich Gehör.

Fazit:

Wieder hat Barbara Leciejewski einen sehr berührenden, emotionalen Roman geschrieben. Ich habe mit angehaltenem Atem Dinge gelesen, die mich wirklich erschaudern ließen.
Ich habe schon einige Romane in dieser Art gelesen und es erschreckt mich immer wieder, was die Verschickungskinder erleiden mussten.
Dieser Roman ist keine leichte Kost, aber die Autorin hat hier einen spannenden und aufregenden Roman geschrieben.
Ihr Schreibstil war wie immer flüssig und es war für mich fast unmöglich dieses Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere konnte ich mir richtig gut vorstellen und ich habe sehr oft mit Susanne und den anderen Kindern mit gefiebert und mir sind oft Tränen in die Augen gestiegen.
Von mir bekommt dieser schonungslose Roman 5 von 5 Sterne und ich empfehle ihn gerne weiter, da man die Augen nicht vor der damaligen Zeit verschließen sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2025

Ich war überrascht

Porträt einer Ehe
0

Rezension:

Lucrezia, eine 12-jährige Jugendliche, soll in Florenz an einen Mann verheiratet werden, der etliche Jahre älter ist als sie selbst. Aber Lucrezia ist ein Mädchen, die sich nicht in ihrem goldenen ...

Rezension:

Lucrezia, eine 12-jährige Jugendliche, soll in Florenz an einen Mann verheiratet werden, der etliche Jahre älter ist als sie selbst. Aber Lucrezia ist ein Mädchen, die sich nicht in ihrem goldenen Käfig wohlfühlt. Sie spricht lieber mit Tieren als mit ihrer Familie. Sie beschäftigt sich lieber mit ihrer Kunst und sie scheint sehr begabt zu sein.
Doch Alfonso, ihr zukünftiger Ehemann, scheint Lucrezia zu verstehen und ihre Wünsche erfüllen zu wollen. Doch meint der Herzog es ernst mit Lucrezia?
Ist er der einfühlsame Mann oder hat er etwas ganz anderes mit Lucrezia vor?

Fazit:

Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten in den historischen Roman hineinzukommen. Der Schreibstil von Maggie O´Farrell war für mich sehr ungewöhnlich, aber der damaligen Zeit schon entsprechend. Mit der Zeit war die Story dann doch fesselnd und ich war neugierig, wie die Geschichte von Lucrezia ausgeht.
Dann wurde es richtig spannend und ich habe mit der Hauptprotagonistin und ihrer Zofe mit gefiebert, wobei ich immer wieder, was den Herzog betrifft, hin und her gerissen war, denn der Herzog war gefühlsmäßig mal so, mal so.
Das machte den Roman richtig spannend, ein auf und ab. Somit gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne und kann ihn auf jeden Fall empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Wieder ein toller Roman von einer hervorragenden Autorin

Die Akte Schneeweiß
0

Wir lernen hier im Jahr 1963 die junge Katja Schilling kennen, die in einfachen Verhältnissen in Bielefeld aufwächst. Es ist die Zeit des Wirtschaftswunders und Katja wünscht sich nichts mehr, als Ärztin ...

Wir lernen hier im Jahr 1963 die junge Katja Schilling kennen, die in einfachen Verhältnissen in Bielefeld aufwächst. Es ist die Zeit des Wirtschaftswunders und Katja wünscht sich nichts mehr, als Ärztin zu werden. Doch das ist zur damaligen Zeit für eine Frau unmöglich. Katja verbringt die meiste Zeit bei ihrem Opa, der als einfacher Bahnwärter tätig ist. Er steht als einziger hinter Katja und er glaubt fest daran, dass Katja alles schafft, was sie sich in den Kopf setzt.
Dann verschwindet ihr Großvater von heute auf morgen und keiner in der Familie spricht mit Katja, die natürlich wissen möchte, was passiert ist. Doch sowohl ihre Mutter als auch ihre Großmutter schweigen. Der Name ihres Opas darf nicht mehr genannt werden und so bleibt Katja mit ihren Fragen allein.
Jahre später, Katja ist inzwischen fast erwachsen, findet sie etwas heraus, was ihr den Boden unter den Füßen wegzieht.

Der zweite Erzählstrang spielt in Bielefeld 1936.
Hier lernen wir Mathilde Schneeweiß kennen. Sie beginnt bei Dr. Bönisch eine Tätigkeit als Sprechstundenhilfe. Die Beiden verlieben sich ineinander und schließlich heiraten sie. Dadurch wird Mathilde jedoch auch in Dinge hineingezogen, die ihr Mann hinter dem Rücken der Gestapo macht. Gemeinsam helfen sie Frauen, die aus unterschiedlichsten Gründen in Not geraten sind. Er führt Schwangerschaftsabbrüche durch, die unbedingt verheimlicht werden müssen.
Doch irgendwie wird die Gestapo auf sie aufmerksam und Mathilde möchte mit allen Mitteln etwaige Beweise verschwinden lassen.
Sie gibt nicht auf und möchte weiterhin für die Rechte der Frauen kämpfen.

Fazit:

Ein wirklich toller Roman. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wie ich es von Felicitas Fuchs gewöhnt bin, hat sie wieder einen aufregenden historischen Roman geschrieben. Ihr Schreibstil ist flüssig und spannend und ich habe sowohl mit Mathilde als auch mit Katja mitgefiebert.
Es war wieder unglaublich zu lesen, wie die Nazis damals mit den Menschen umgingen und wie wenig Frauen zur damaligen Zeit Gehör fanden. Wie immer hat die Autorin hervorragend recherchiert und einzelne Passagen in dem Buch haben mich sehr traurig und fassungslos gemacht.
Ich gebe diesem intensiven Roman sehr gerne 5 von 5 Sterne und kann ihn ausnahmslos empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere