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Veröffentlicht am 17.11.2021

Lady of the Wicked – eine spannende, neue und bezaubernde Fantasygeschichte

Lady of the Wicked
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„Lady of the Wicked – Das Herz der Hexe“ ist der erste Teil der Lady of the Wicked Saga und erzählt die spannende und tragische Geschichte der Darcia Bonnet, welche ihr Ziel, die Herrin der Wicked zu werden, ...

„Lady of the Wicked – Das Herz der Hexe“ ist der erste Teil der Lady of the Wicked Saga und erzählt die spannende und tragische Geschichte der Darcia Bonnet, welche ihr Ziel, die Herrin der Wicked zu werden, verfolgt und dafür einiges in Kauf nehmen muss.
Ich habe das Hörbuch gehört und muss sagen, dass ich sehr zwiegespalten bin…
Einerseits fand ich die Geschichte total spannend und einfallsreich. Etliche Wesen, komplizierte Verbindungen und zwei Welten sind perfekte Voraussetzungen für eine gute Fantasy-Saga, aber das Hörbuch selbst konnte mich nicht so richtig fesseln.
Grund dafür war, dass es zu zuhören dann doch fast schon zu kompliziert war und es etliche Charaktere gab, deren Namen ich mir nicht alle merken konnte. Deshalb hab ich oft gebraucht, um die Zusammenhänge zu erkennen und im Nachhinein glaube ich, dass es mir als Buch deutlich besser gefallen hätte, da ich mich besser in die Geschichte hätte vertiefen können.
Die Geschichte selbst hat mir jedoch total gut gefallen. Die Protagonisten Darcia Bonnet, eine Hexia oder auch Halbhexe, ist sehr ehrgeizig und ihr Tun ist oft moralisch verwerflich, was sie zu einer sehr interessanten Protagonistin macht. Ich wusste häufig nicht, wie ich sie einschätzen soll, konnte ihre Taten so gut wie nie vorhersehen und die dadurch ausgelöste Spannung, hat der Geschichte echt gutgetan.
Valens, der zweite Protagonist und Zauberer, verbirgt ebenfalls ein großes Geheimnis. Der Leser (oder in meinem Fall Zuhörer) erfährt dieses zwar schnell, jedoch ist es sehr spannend mitzubekommen, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Darcia, welche keine Ahnung hat, entwickelt. Valens bringt eine neue Komponente in die Geschichte und sorgt für viele dramatische Geschehnisse.
Die Handlung des Buches ist nicht wirklich geradlinig und mir hat es sehr gefallen, mal wieder eine Geschichte kennenzulernen, die man nicht vorhersehen kann. Denn „Lady of the Wicked“ ist definitiv ein Buch voller Überraschungen. Ich für meinen Teil habe die Handlung in ungefähr drei Stränge unterteilt, welche sich zwischenzeitig immer wieder überschnitten haben.

Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht)

Der erste Handlungsstrang bezieht sich auf Darcias Vorhaben, die Herrin der Wicked zu werden. Ihr Vorhaben ist ein großes Geheimnis und nur ihr Freund Tieno weiß zu Beginn Bescheid.
Handlungsstrang zwei beinhaltet Valens´ Auftauchen, seinen Fluch, dessen Bekämpfung mit Darcias Hilfe und sein großes Geheimnis.
Eng damit verbunden ist der dritte Handlungsstrang, welcher sich, im Gegensatz zur restlichen Handlung, nicht in New Orleans, sondern in der magischen Welt spielt. Hier geht es um den Widerstand gegen das dortige Königshaus und die Jagd auf unterschiedlichste Monster.

FAZIT

Alles in allem fand ich die Geschichte sehr gut und die Saga hat in meinen Augen viel Potenzial. Dennoch ist es sehr schwer, dem Hörbuch zu folgen und ich würde eher das Buch empfehlen (auch wenn ich es selbst nicht gelesen habe, die Geschichte bleibt ja dieselbe).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2021

Löwenherzen ~ Zwei unterwegs in Afrika – eine gedankliche Safari durch Afrika

Löwenherzen
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In ihrem Buch „Löwenherzen ~ Zwei unterwegs in Afrika“ berichtet die Autorin Gesa Neitzel von einigen ihrer Safari-Abenteuern, die sie gemeinsam mit ihrem Partner Frank erlebt hat. Normalerweise lese ich ...

In ihrem Buch „Löwenherzen ~ Zwei unterwegs in Afrika“ berichtet die Autorin Gesa Neitzel von einigen ihrer Safari-Abenteuern, die sie gemeinsam mit ihrem Partner Frank erlebt hat. Normalerweise lese ich eher Fantasy, Thriller oder Romane und muss gestehen, dass Reiseliteratur eher selten einen Platz in meinem Regal findet. Löwenherzen hat diesen Platz aber definitiv verdient und ich bin froh, dass ich meine Comfort-Zone verlassen und mal in ein anderes Genre geschnuppert habe.
Gesa Neitzel nimmt ihre Leser mit auf eine spannende, abenteuerliche Reise und zumindest in mir hat sie mit ihren Beschreibungen und Fotos das Fernweh geweckt. Obwohl ich noch nie auf dem afrikanischen Kontinent war, hatte ich während des Lesens ständig das Gefühl, genau zu wissen, wo sich die Beiden gerade befinden und hatte Bilder vor Augen, die ich sonst nur aus Dokumentationen kenne.
Der Schreibstil der Autorin ist weniger detailliert, dafür aber klar, direkt und sehr beschreibend, was dazu führte, dass sie mich dadurch quasi mit auf ihr Abenteuer genommen hat. Ich persönlich musste mich zwar erst an diesen nüchternen Schreibstil gewöhnen, aber gerade dadurch wurde die Geschichte realer und hat ihren Ernst nicht verloren.
Zwar gab es immer mal wieder große Sprünge in der Handlung, welche mich ab und an sehr verwirrt haben (genauso wie die ganzen Namen der Orte, einfach aus dem Grund, dass ich mich in Afrika so überhaupt nicht auskenne), dennoch konnte man dem Ganzen insgesamt logisch folgen und wenn ich mal gar nicht wusste wo sich die Zwei gerade befinden, habe ich einfach mal gegoogelt und noch mehr Fernweh bekommen…
Ich fand es außerdem geschickt gelöst, wie die Autorin ihre einzelnen Abenteuer zu einer großen Reise vereint hat, da ich mir das relativ schwierig vorstelle, in nicht chronologischer Reihenfolge zu erzählen, vor allem da sie zu verschiedenen Zeiten an vielen verschiedenen Orten waren.
Außerdem fand ich es sehr süß, wie die Autorin von ihren Glücksmomenten schreibt und immer wieder neue Arten von Glück definiert!
Besonders gut fand ich, dass immer wieder auf die Not der Tiere, von welchen viele vom Aussterben bedroht sind, aufmerksam gemacht wurde und dass die Autorin Tipps gibt, wie man als Tourist (oder auch nicht Tourist) effektiv helfen kann. Während des Lesens wurden mir einige Dinge klar, über welche ich zuvor nie nachgedacht habe, seien es die Motive der Trophäenjäger oder die verschiedenen Auswirkungen des Tourismus auf die Einheimischen und die Tiere.
Hilfreich dazu fand ich auch die Auflistung der Organisationen, an welche man guten Gewissens spenden kann, sowie den Ausblick auf sicheres und helfendes Reisen, wenn man selbst eine Safari erleben möchte.

FAZIT

Gesa Neitzel hat mit ihrem Buch einige Gedankengänge in Bewegung gesetzt, mich in eine unglaublich spannende Welt entführt und das Fernweh in mir geweckt, sodass ich dringender denn je den Wunsch verspüre, einmal in meinem Leben mein eigenes Abenteuer in Afrika zu starten. Ich fand das Buch sehr interessant und es ist eine Empfehlung meinerseits an alle Reise-, Afrika- und Naturfreaks da draußen! Holt euch das Löwenherzen-Lese-Glück 😊

Veröffentlicht am 20.09.2021

Where the Roots Grow Stronger – eine berührende Liebesgeschichte, die einen auf die bezaubernden Shetlands entführt

Where the Roots Grow Stronger
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„Where the Roots Grow Stronger“ ist der erste Teil der Shetland-Love-Reihe und erzählt die berührende Geschichte von Fiona und Connal. Als Fiona vor drei Jahren ihr Leben auf den Shetland-Inseln ohne jegliche ...

„Where the Roots Grow Stronger“ ist der erste Teil der Shetland-Love-Reihe und erzählt die berührende Geschichte von Fiona und Connal. Als Fiona vor drei Jahren ihr Leben auf den Shetland-Inseln ohne jegliche Erklärung hinter sich ließ, verletzte sie nicht nur ihre Schwestern sondern auch ihren damaligen Freund Connal zutiefst. Als plötzlich ihr Vater stirbt und sie für die Beerdigung zurück in ihre Heimat kehrt, wird sie mit all den Wunden konfrontiert und merkt erst da, dass sie ihre Geliebten stärker verletzt hat als gedacht. Nach nur wenigen Tagen weiß sie, dass sie in ihrer Heimat bleiben, und die alten Wunden kitten will, was sich jedoch als schwieriger herausstellt, als erwartet. Besonders ihre ältere Schwester Nessa und Connal lassen sich nur schwer davon überzeugen, dass Fiona wirklich bleiben will.
Ich habe „Where the Roots Grow Stronger“ als Hörbuch gehört und glaube, es ist das beste Hörbuch, was mir bisher zu Ohren gekommen ist! Die Stimme der Leserin war unglaublich angenehm und ein Highlight war, dass die Gedichte Connals von einem anderen (männlichen) Leser gelesen wurden, sodass sie noch persönlicher und emotionaler auf mich wirkten.
Zum Schreibstil der Autorin kann ich da nur ähnliches sagen: unglaublich emotional, flüssig und tief. Mir hat es super gut gefallen und auch wenn ich es „nur“ gehört habe, denke ich, dass sich das Buch sehr leicht lesen lässt und es definitiv ebenfalls sehr berührend sein wird (immerhin ändert sich ja nichts an der Geschichte selbst, sondern nur an dem Lese- bzw. Hörerlebnis).
Zu den Charakteren des Buches könnte ich jetzt eine ganze Menge schreiben, jedoch versuche ich mich auf das wichtigste zu beschränken.
Ich fange mal mit der Protagonistin Fiona an. Sie war mich von Anfang an sehr sympathisch und konnte mich total gut in sie hineinversetzten. Besonders gut gefallen hat mir ihr innerer Konflikt, in welchem sie sich eigentlich durchgehen befand. Ich habe ziemlich schnell geahnt, welcher Grund sich hinter ihrer Flucht verbirgt und auch wenn es erst viel später offen ausgesprochen wurde, konnte ich sie und ihr Handeln dadurch irgendwie verstehen. Ihren Mut und die Stärke die sie beweist, indem sie sich ihren Fehlern stellt und versucht, das Vertrauen ihrer Schwestern und Connals wiederzugewinnen, dabei trotz ständiger Rückschläge nicht aufgibt, finde ich bewundernswert und machen sie in meinen Augen zu einer tollen Protagonistin mit einer großen, starken Persönlichkeit.
Während Fiona zurück auf den Shetlands beginnt, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen und darüber zu reden, was vorgefallen ist, geht Connal ihr immer mehr aus dem Weg und schottet sich ab. Er wirkt unnahbar und einzig und allein seine emotionalen Gedichte zeugen davon, wie es wirklich in ihm ausschaut. Als Leser kennt man nur diese Seite von ihm, jedoch wird häufig erwähnt, dass er vor Fionas Flucht viel offener war. Diese Wesensveränderung wird immer wieder benannt und gerade Fiona merkt diese und weiß nicht so recht damit umzugehen. Ich finde es beeindruckend wie Kathinka Engel es hier geschafft hat, diese Veränderung Connals greifbar macht, ohne dass man ihn vorher „erlebt“ hat.
Die letzten beiden Charaktere welche ich hier ansprechen möchte, sind Fionas Schwestern Effie und Nessa. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und ergänzen sich dadurch perfekt. Während Nessa die „strenge“ große Schwester ist, welche Fiona nicht so leicht verzeihen kann, ist Effie das fröhliche Nesthäkchen und freut sich unglaublich darüber, dass Fiona wieder in der Heimat ist und ihre Flucht bereut. Es ist toll zu sehen, wie die drei während der Geschichte miteinander umgehen und wie sich ihr Verhältnis ständig verändert.

Die Handlung der Geschichte ist sehr leicht zu erfassen, obwohl sie aus verschiedensten kleinen Handlungssträngen besteht, die hinterher zusammenfinden. Fiona lebt in Bristol und kehrt wegen dem Tod ihres Vaters zurück in ihre Heimat, wo sie einige Menschen erwarten, die unglaublich enttäuscht von ihr sind. Nach und nach freundet sie sich immer mehr mit dem Gedanken an, auf den Shetland-Inseln zu bleiben und nicht wieder nach Bristol zurückzukehren, jedoch gibt es noch einige Entschuldigungen und Erklärungen, die sie dafür aussprechen muss. Die Handlung ist sehr ausführlich und verständlich beschrieben und gespickt von einigen sehr emotionalen Momenten, die mich mehrfach sehr berührt haben.

Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht)

Die Handlung ist sehr facettenreich und einige Szenen haben meinen Eindruck von der Geschichte besonders geprägt.
Da waren zum einen die Momente, in welchen Nessa auf Fiona zuging und ihr so vermittelte, dass sie langsam wieder Vertrauen zu ihr aufbaut. Diese Szenen haben mich auf eine ganz besondere Art berührt, denn anhand der detaillierten, emotionalen Beschreibung konnte ich erkennen, wie viel diese Kleinigkeiten sowohl Nessa als auch Fiona bedeuten.
Außerdem mochte ich die Szenen, in welchen Fiona von Marigold getröstet und umsorgt wurde. Sie ist in dieser Geschichte die Mutterfigur und gibt Fiona den Halt, den sie braucht und von ihrer eigenen Familie nicht bekommt. Die Herzlichkeit, welche Marigold verströmt ist einfach wundervoll!
Eine weitere Schlüsselszene hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und auch wenn sie relativ typisch ist, konnte sie mich überzeugen. Und zwar meine ich die Szene, in welcher Fiona und Connal im Stall sitzen und sich das erste Mal seit Fionas Rückkehr wieder näherkommen. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum mich diese Szene so berührt hat, aber sie hat es getan und das ist schließlich der ausschlaggebende Punkt.
Zu guter Letzt möchte ich auch hier noch einmal die Gedichte Connals erwähnen, welche ich allesamt berührend und atemberaubend fand. Sie waren so emotional und haben Connal von einer ganz anderen Seite gezeigt. Die Zeilen waren voller Gefühl und ich fand es toll, dass er so auch etwas von sich preisgegeben hat, ohne dass wirklich aus seiner Sichtweise erzählt wurde. Das fand ich sehr besonders und einen guten Schachzug der Autorin, da das Erzählen aus verschiedenen Perspektiven inzwischen beinahe ein Klischee ist und sie es durch die Gedichte geschafft hat, etwas (für mich) Neues zu schaffen und dennoch Connals Gefühle nicht außenvor zu lassen.

Einen einzigen Kritikpunkt habe ich zum Ende hin dennoch, welchen ich unbedingt loswerden möchte, da er in meinen Augen echt wichtig ist.
Ich habe schon von Anfang an vermutet, dass Fiona aus einem ganz bestimmten Grund geflohen ist und spätestens nach der Hälfte war mir klar, dass sie keine Kinder bekommen kann. Das dieses Thema erst aufgegriffen und benannt wird, als Fiona es das erste Mal ausspricht, finde ich vollkommen okay, jedoch hatte ich danach das Gefühl, dass alle damit sehr schnell abgeschlossen haben. Gerade von Connal hatte ich erwartet, dass es ihn trotz allem zumindest etwas beschäftigt, da er sich so sehr eine Familie gewünscht hat. Es kam mir in dem Moment einfach komisch vor, dass er so schnell mit dem Thema abgeschlossen hat und nicht nochmal ein tieferes Gespräch mit Fiona sucht.
Auch Effies und Nessas Reaktion fand ich zwar angemessen und für Fiona wünschenswert, aber ich hatte einfach erwartet, dass es stärker thematisiert wird, vor allem, da Fiona sich so sehr wünscht, dass es kein Tabu Thema mehr ist.

FAZIT

Alles in allem fand ich das Hörbuch toll und ich kann es nur jedem ans Herz legen! Fionas Geschichte ist unglaublich berührend und die Charaktere sind sehr vielschichtig, was mir sehr gut gefallen hat.
Ich habe mich gefühlt, als wäre ich während des Hörens auf die Shetlands gereist und ich habe es genossen, der Leserin zuzuhören, welche mir diese wundervolle Geschichte erzählt hat.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Boston College - Nothing but you ~ eine leichte, süße Lovestory

Boston College - Nothing but You
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„Nothing but you“ erzählt die Geschichte von Lyla und ihre besten Freund Beck. Während Lyla eine strebsame Chemiestudentin ist und ihre Zeit hauptsächlich mit Lernen verbringt, ist ihr bester Freund Beck ...

„Nothing but you“ erzählt die Geschichte von Lyla und ihre besten Freund Beck. Während Lyla eine strebsame Chemiestudentin ist und ihre Zeit hauptsächlich mit Lernen verbringt, ist ihr bester Freund Beck einer der beliebten Eishockeyspieler der Collegemannschaft. Als Lyla nach einem schiefgelaufenen Date bei Beck aufkreuzt, beschließt sie, ihr Leben umzukrempeln und ihre Zeit am College zu gnießen und bittet ihren besten Freund, ihr dabei zu helfen, eine College-To-Do-List
Die Geschichte ist sehr leicht und süß, an einigen Stellen sehr klischeehaft und meiner Meinung eher eine gemütliche Lovestory für zwischendurch.
Punkten kann die Autorin mit einem guten, flüssigen Schreibstil, auch wenn sich hier und da noch ein paar Fehler eingeschlichen haben. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und es viel mir leicht, mich in das Buch zu vertiefen.

Die beiden Protagonisten beschreiben ebenfalls ein typisches Collegepaar. Sie, Lyla, die Chemiestudentin die ihre Kurven versteckt und den Großteil des Tages mit Lernen verbringt. Er, Beck, der heiße, beliebte Eishockeyspieler mit der schweren Vergangenheit. Kennengelernt haben sich die beiden als Laborpartner im Chemiekurs und sind dadurch irgendwie beste Freunde geworden.
Als Lyla beschließt, ihr Leben zu ändern und ihre College To-Do-List in angriff nimmt, hatte ich gehofft, dass die klischeehaften Protagonisten durch vielschichtige Charaktere ausgetauscht werden, was jedoch nur bei Beck der Fall war.
Beck konnte mich dadurch weitaus mehr überzeugen als Lyla. Seine Gedankengänge waren nachvollziehbarer und durch seine Vergangenheit und die große Last auf seinen Schultern war er vielschichtiger und seine Emotionen schienen tiefgründiger.

Die Handlung des Buches war schlüssig und die College-To-Do-Liste von Lyla hat dem Ganzen eine gute Struktur gegeben, ließ die Geschichte aber auch vorhersehbarer werden. Leider gab es dadurch wenig Überraschungsmomente, wenn man einmal von den Finalen Szenen absieht. Diese haben das Ende noch einmal aufgepeppt und haben mich neugierig gemacht, wie die Geschichte der Beiden weitergehen könnte.


Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht)


Wie bereits erwähnt gab es durch die To-Do-Liste viele vorhersehbare Momente. Dazu gehört zum Beispiel der siebte Punkt ihrer Liste: unglaublicher Sex. Mir war direkt klar, dass sie diesen Punkt mit Beck abschließen würde…
Dies ist nur ein Beispiel dafür und auch wenn ich die Idee der Liste echt gut finde (bin selber ein Listen-Mensch) hat mich das gestört. Ich hätte mir gewünscht, dass Lyla sich mehr Zeit lässt, dass sie bei manchen Punkten vielleicht mehr Probleme hat und dass eben nicht alles so reibungslos klappt. Ein bisschen Überraschung hätte der Geschichte gutgetan!

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Zeit zwischen dem Streit der beiden Protagonisten und der Versöhnung, kaum beschrieben wird. Laut Buch vergehen einige Wochen, welche aber nur wenige Seiten umfassen. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, da es so eine emotionale Phase ist, in welche ich mich so nur schlecht hineinversetzen konnte.


FAZIT

Insgesamt empfand ich das Buch durch seinen leichten Schreibstil als eine süße Lovestory für zwischendurch. Mir persönlich haben an einigen Ecken die Überraschung und die Emotionen gefehlt, aber für Leser, die Klischees mögen und gerne eine klare, beinahe reibungslose Geschichte lesen, ist das Buch sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Man of the year ~ Scandal Love – Politik trifft auf süße Lovestory

Man of the Year - Scandal Love
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„Scandal Love“ handelt von Robert, dem Bürgermeister New Yorks, welchen nach seiner zweiten Amtszeit als Gouverneur kandidieren möchte, und Adeline Blake alias Addie Brennan, der Tochter des derzeitigen ...

„Scandal Love“ handelt von Robert, dem Bürgermeister New Yorks, welchen nach seiner zweiten Amtszeit als Gouverneur kandidieren möchte, und Adeline Blake alias Addie Brennan, der Tochter des derzeitigen Gouverneurs und Eventplanerin. Sie ist nach etlichen Skandalen untergetaucht, hat einen neuen Namen angenommen und versteckt ihre wahre Identität. Er kennt ihre Identität dennoch und ist angehalten Geheimnisse über ihren Vater zu erfahren um den Gouverneur bei der Wahl zu schlagen, weshalb er sie als Eventplanerin engagiert. Mit der starken Anziehungskraft zwischen ihnen haben sie jedoch beide nicht gerechnet.
Als ich die Leseprobe gelesen habe war ich mir noch nicht sicher, ob das Buch wirklich etwas für mich ist, da die Politik in den USA einfach nicht mein Fachgebiet ist und ich durch das ganze Wahlsystem nicht wirklich durchblicke… dennoch habe ich es gewagt, um mich einfach mal auszutesten und es war ein schönes Buch, was mir die Zeit versüßt hat.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Protagonistin Adeline Blake, die mir schon in der Leseprobe super sympathisch war. Dieser Eindruck hat sich im Laufe des Buches nur noch verstärkt. Sie ist unglaublich stark, zielstrebig, entschlossen und, was mir am besten gefiel und mich einige Male zum Schmunzeln gebracht hat, sie ist schlagfertig und lässt sich nicht durch Kommentare von Robert verunsichern.
Robert und Adeline bilden ein sehr gutes Team. Sie sind sich nicht zu ähnlich, haben aber dennoch ihre Gemeinsamkeiten und sie gehen erwachsen miteinander um. Es war eine sehr willkommene Abwechslung, dass die zwei einfach miteinander geredet haben, um ein Problem zu klären.
Die Geschichte selbst fand ich ganz interessant, weil mit der Politik mal ein ganz anderes Themengebiet aufgegriffen wurde. Ich konnte die ganzen Hürden, die sich Robert und Adeline in den Weg gestellt haben gut nachvollziehen und obwohl es nicht einfach für die Beiden war, gab es kein unnötiges, übertriebenes Drama, wodurch die Handlung sehr authentisch wirkt. Außerdem existiert eine leichte konstante Spannung, da man sich ständig fragt, wie Addie wohl reagiert, wenn sie irgendwann erfährt, dass Robert von ihrem Geheimnis weiß.
Mein Kritikpunkt an dem Ganzen ist die erste Buchhälfte. Die Charaktere sind auch hier bereits sehr authentisch und gut gezeichnet, aber die Handlung ist noch sehr zäh und sehr Politik lastig, was ich anders erwartet hatte. Die zweite Hälfte hat mir dann jedoch viel besser gefallen, sodass ich das Buch insgesamt positiv bewerten würde. Hier gab es mehr Handlung, mehr Spannung und es wirkte insgesamt runder.

Achtung Spoiler! (Das Fazit ist wieder spoilerfrei und ich habe es kenntlich gemacht)

Um direkt bei meinem Kritikpunkt zu bleiben: Ich fand es sehr schade, dass die Annäherungen zwischen den beiden Protagonisten erst mit der zweiten Hälfte begannen, auch wenn ich verstehe, dass sie sich erst besser kennenlernen und ihre Zweifel überwinden müssen, so hätte ich es besser gefunden, wenn es in der ersten Hälfte zumindest mal den ein oder anderen Schlagabtausch mehr gegeben hätte.
Eben diese Schlagabtausche fand ich sehr amüsant, sie haben das Buch zum Leben und mich zum Lachen gebracht. Wie schon erwähnt gefiel mir ebenfalls sehr gut, dass die beiden Protagonisten über ihre Probleme geredet haben, anstatt diese totzuschweigen. Das beste Beispiel dafür ist denke ich die Szene, in welcher Addie erfährt, dass Robert die ganze Zeit über wusste. Ich habe gedacht, dass sie abhauen würde (so enttäuscht wie sie war, hätte das nämlich das Klischee erfüllt), weshalb ich positiv überrascht war, dass sie dennoch geblieben ist, um sich Roberts Erklärung anzuhören.
Das Ende kam dann doch etwas plötzlich und hätte ausführlicher sein und mehr in die Tiefe gehen können. Allerdings hat mich das Ende selbst sehr erleichtert. Dass Robert Martin gefeuert hat war längst überfällig (auch wenn sich Addie und Robert ohne ihn nie kennengelernt hätten) und auch Roberts Entscheidung für Addie und gegen den Gouverneurssitz fand ich sehr gut. Vor allem da ich während des Lesens immer mal wieder das Gefühl hatte, dass er nicht wirklich weiß, ob er die Politik wirklich als seinen einzigen Lebensinhalt will, oder ob er es nur um seines Vaters Willen macht.


FAZIT

Insgesamt war es eine schöne Geschichte mit erfrischenden Protagonisten, die mich an einigen Stellen positiv überrascht haben, da eben nicht alle Klischees erfüllt wurden.

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