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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2020

Blutwurst oder Torte?

Bazilla - Fee wider Willen
1

Bazilla ist von ganzem Herzen Vampir. Jedenfalls bis zu ihrem zehnten Geburtstag, als ihr auf einmal Feenflügel wachsen. Der Schreck ist riesig, auch bei ihrer Familie, aber es bleibt ihr nichts anderes ...

Bazilla ist von ganzem Herzen Vampir. Jedenfalls bis zu ihrem zehnten Geburtstag, als ihr auf einmal Feenflügel wachsen. Der Schreck ist riesig, auch bei ihrer Familie, aber es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre geliebte Burg Morchelfels zu verlassen und mit ihrem Flederhamster Elvis das Feeninternat ordentlich aufzumischen.

Das Buch war schon wegen des tollen pinken/schwarzen Covers und der hübschen Zeichnungen sofort der Favorit bei meinen Kindern. Und Bazilla hatten sie schon nach den ersten Kapiteln in ihr Herz geschlossen. Sie ist so herrlich anders, als man sich eine süße kleine pinke Fee so vorstellt. Eben im Herzen trotzdem ein frecher Vampir. Die Abenteuer, die sie im Feeninternat erlebt, sind für Kinder bis ca. 10/11 Jahren spannend und die Probleme und widersprüchlichen Gefühle, die Bazilla miterlebt, konnten meine Kinder gut nachvollziehen. Unser aller Liebling war aber selbstverständlich der pummelige und verschlafene Flederhamster, den wir alle am liebsten adoptiert hätten.

"Bazilla - Fee wider Willen" hat sich als richtiges Kinderbuchhighlight herausgestellt und wir freuen uns schon auf weitere Abenteuer mit der Vampir-Fee.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 13.10.2020

Reisen auf magische Weise

Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!
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Flick zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt und entdeckt dort ein Reisebüro der besonderen, nämlich magischen, Art. Zusammen mit dem Inhaber Jonathan, mit dem sie sich bald anfreundet, reist sie durch ...

Flick zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt und entdeckt dort ein Reisebüro der besonderen, nämlich magischen, Art. Zusammen mit dem Inhaber Jonathan, mit dem sie sich bald anfreundet, reist sie durch magische Koffer in völlig fremde Welten. Auf der Suche nach Jonathans Vater müssen sie allerdings entdecken, dass das ganze Multiversum in Gefahr ist. Das Buch, das eigentlich für Kinder ab ca. 10 Jahren geschrieben ist, hat mich auch als Erwachsene sehr gefesselt. Es ist sehr fantasievoll und detailiert geschrieben, so dass man richtig tief eintauchen kann in dieses "Multiversum" voller spannender unbekannter Welten. Die Geschichte selbst beginnt sehr ruhig. Man lernt erst Jonathan, dann Flick und ihre Familie kennen und findet erst nach und nach heraus, worum es überhaupt geht. Richtig spannend und zum Teil auch lustig wird es, als die beiden dann tatsächlich in andere Welten reisen und sich auf die Suche nach Jonathans verschwundenem Vater machen. Mich hat das Buch bis zum Schluss gefesselt. Selbst die ruhigeren Passagen waren immer noch so bunt beschrieben, dass ich immer weiter lesen wollte. Mit der äußerlich ganz normalen, aber magisch begabten Flick konnte ich richtig gut mitfiebern, während Jonathan die ganze Zeit über etwas geheimnisvolles hat. Das einzige, was ich etwas schade fand, war das doch sehr offene Ende. Es bleiben noch viele Fragen offen, die dann wohl im nächsten Teil geklärt werden. Ich freu mich schon darauf

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 11.09.2020

Spannende Fortsetzung

Die 12 Häuser der Magie
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In diesem zweiten Teil der 12 Häuser der Magie werden Nic und seine Freunde ganz schön bedrängt. Wie sich herausstellt, können sie kaum jemandem vertrauen und sogar das eigene Leben ist nicht immer das, ...

In diesem zweiten Teil der 12 Häuser der Magie werden Nic und seine Freunde ganz schön bedrängt. Wie sich herausstellt, können sie kaum jemandem vertrauen und sogar das eigene Leben ist nicht immer das, was es zu sein scheint.

Mich hat die Fortsetzung der Geschichte auch wieder ganz schön gepackt. Zwar fiel mir der Einstieg nicht ganz leicht, weil ich mich erst wieder in die Story einfühlen musste, aber nach einer Weile war ich voll dabei. In diesem zweiten Teil passiert wieder so viel, dass ich dass Gefühl hatte, die Spannung lässt nie nach. Jedesmal, wenn es scheinbar etwas ruhiger wurde, kam mal wieder eine völlig unerwartete Wendung, so dass ich das Hörbuch kaum zur Seite legen konnte.
Was mir nebenbei noch gut gefallen hat, waren die inzwischen etwas gefestigten Beziehungen zwischen den Protagonisten. Die Pärchenbildung war diesmal zwar immer noch Thema, aber nicht mehr so präsent. Bei all dem, was in der Geschichte so passiert, gab es dafür aber auch kaum genug Raum.
Leider hat mich der Sprecher diesmal noch mehr gestört als im ersten Teil. An seine Art zu lesen habe ich mich zwar gewöhnt und diese bedächtige, manchmal überbetonte Sprechweise konnte ich hinter der Geschichte gut ausblenden. Aber es passte einfach so gar nicht zu der vorherrschenden Spannung, wenn die Stimme sogar bei den wildesten Kampfszenen kaum schneller wurde und sich kaum veränderte. Selbst der abrupte Cliffhanger wurde so ruhig vorgetragen, dass mir zuerst gar nicht klar war, dass das nun das Ende des zweiten Teils war. Ich glaube, ich werde die Bücher irgendwann noch einmal selbst lesen.
Davon abgesehen eine sehr gelungene Fortsetzung und ich warte nun sehr gespannt auf Teil 3.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Der erste König

Der erste König
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Während im 8. Jahrhundert Karl der Große an die Macht kommt, versucht der angelsächsische König Offa von Mercia Brittanien zu vereinen und aus vielen kleinen Königreichen ein großes zu machen. Die beiden ...

Während im 8. Jahrhundert Karl der Große an die Macht kommt, versucht der angelsächsische König Offa von Mercia Brittanien zu vereinen und aus vielen kleinen Königreichen ein großes zu machen. Die beiden verbindet eine junge Frau. Drida, die Cousine Karls, die vom Schicksal nach England verfrachtet wird und dort Offa begegnet.
Ich muss zugeben, dass ich über dieses Kapitel des Mittelalters bisher so gut wie nichts wusste. Das hat mich neugierig gemacht. Und kaum hatte ich das erste Kapitel des Romans gelesen, habe ich in dieser Geschichte festgesteckt und konnte mit dem Lesen kaum aufhören. Die Art, wie Sabrina Qunaj schreibt, hat mich richtig mitgerissen. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren werden so realitätsnah und farbig geschildert, dass sie vor dem inneren Auge lebendig werden. Sogar die "Bösewichte" in der Geschichte sind so vielschichtig, dass man sie ins Herz schließt.
Ich kann gar nicht eingrenzen, welche der Personen ich am meisten mochte bzw. am interessantesten fand. Eigentlich alle. Und von so einigen würde ich wahnsinnig gerne noch mehr lesen.
Positiv ist aber auch die Aufmachung des Buches. Ein hübsches Cover, eine Karte zur Orientierung, Personenlisten zur besseren Übersicht und ein Nachwort der Autorin, in der die geschichtlichen Gegebenheiten und die von ihr erfundenen Geschichten gut erklärt werden.
Für mich war "Der erste König" ein absolutes Lesehighlight und genau so, wie ein historischer Roman für mich sein sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2020

Die Saga von Vinland

Die Saga von Vinland
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Die Freunde Andreas und Ailmar reisen mit einer kleinen Schar Kämpfer auf Geheiß von Andreas Vater in den Norden, um dort einen Freund der Familie im Kampf zu unterstützen und um ein Eheweib für Andreas ...

Die Freunde Andreas und Ailmar reisen mit einer kleinen Schar Kämpfer auf Geheiß von Andreas Vater in den Norden, um dort einen Freund der Familie im Kampf zu unterstützen und um ein Eheweib für Andreas zu finden. Doch es kommt anders. Die zukünftige Braut wurde einem anderen versprochen und bevor es zu einem richtigen Kampf kommt, werden Andreas, Ailmar sowie Sigrid von einem Geächteten entführt und mit auf eine lange Reise ins sagenumwobene Vinland genommen.

Die Geschichte wird wirklich spannend und flüssig erzählt und es ist interessant, in das damalige raue Leben der nordischen Völker einzutauchen. Andreas, Ailmar und auch Sigrid sind sympathisch, auch gerade deswegen, weil ihnen immer mal wieder ein Fehler passiert und sie alles andere als perfekte Helden sind. Ich mochte besonders gern Sigrids taffe Art. Sie kennt ihren Platz in der Welt und ist bereit, sich den Regeln, die für die damaligen Frauen herrschen, unterzuordnen. Aber sie wehrt sich auch vehement dagegen, weniger als das, was ihr ihrer Meinung nach zusteht, zu bekommen.

Allerdings muss ich leider sagen, dass es mir schwer fiel, engere Beziehungen zu den Protagonisten zu knöpfen. Die Handlung wird in der 3. Person erzählt und dabei wird sehr wechselhaft immer wieder eine andere Perspektive gewählt. Auf die Art erfährt man als Leser zwar viel über die Denkweise und Sicht der jeweiligen Person, aber man bleibt auch irgendwie sehr auf Distanz und fühlt nicht so sehr mit.
Was mich außerdem leider im Laufe der Geschichte sehr gestört hat, war die Konzentration auf das Thema Sex und Unterwerfung der Frau. Schon klar, Gleichberechtigung war damals noch nicht angesagt. Und große Wahlmöglichkeiten in Bezug auf den Partner hatten die Frauen damals sicher auch nicht. Dass das eins der Themen in diesem Buch ist, war zu erwarten. Aber andererseits finde ich, dass nicht zwingend auf jeder Seite erneut erwähnt werden muss, dass die meisten Männer in der Geschichte ihre Triebe kaum unter Kontrolle haben und bei jeder weiblichen Person, die in ihre Nähe kommt, sehr mühsam zurückgehalten werden müssen. Andreas und Ailmar scheinen die einzigen Männer in dieser Welt zu sein, die es schaffen, sich in der Nähe einer Frau aufzuhalten, ohne sie direkt bespringen zu müssen. Mir ging es nach einer Weile sehr auf die Nerven, dass immer wieder lesen zu müssen, so dass ich manche Passagen zum Teil übersprungen habe.

Trotzdem habe ich das Buch meist mit Spannung gelesen, weil mich die Geschichte sehr interessiert hat, und würde es durchaus weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere