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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2021

Solide aber nicht überzeugend

Die Rabentochter
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Ich hatte von der Autorin schon durch die Moortochter gehört, aber da bin ich nur um das Buch rumgeschlichen habe es aber nie gekauft. Bei diesem Buch habe ich das Cover gesehen und dazu den Klappentext, ...

Ich hatte von der Autorin schon durch die Moortochter gehört, aber da bin ich nur um das Buch rumgeschlichen habe es aber nie gekauft. Bei diesem Buch habe ich das Cover gesehen und dazu den Klappentext, nach dem Lesen der Leseprobe war für mich klar, ich muss dieses Buch kaufen.
Man ist direkt in der Geschichte drin, denn wir lernen als erstes Rachel in ihrer aktuellen Situation in der Klinik kennen. Sie war mir von Beginn an sympathisch und was sie erleben und durchmachen musste tat mir einfach nur leid. An ihr wird uns deutlich aufgezeigt, welche merkwürdigen Wege unser Gehirn wählt wenn wir Traumatisches erleben.
Die gesamte Handlung wird uns aus zwei Perspektiven erzählt, also Vergangenheit und Gegenwart. Das macht das ganz dynamisch und eröffnet uns einen weiteren Blick auf das Geschehen. War das Buch deswegen ein Pageturner? Stellenweise... ich fand die Grundstory wirklich interessant und wollte natürlich auch wissen wie es ausgeht. Aber nachdem die Rahmenhandlung bekannt war empfand ich es stellenweise als langatmig und war sogar teilweise etwas genervt, weil ich dachte es geht nie vorwärts. Man erfährt zwar immer wieder häppchenweise neue Details und man legt sich im Kopf auch eigene Theorien zurecht, aber wenn man das Gefühl hat die Handlung stagniert werde ich zumindest schnell ungeduldig. Und auf den letzten 80 Seiten kommt Bewegung in die Sache alles geht Knall auf Fall und alles fügt sich an seinen Platz. Hat das Buch damit einen perfekten Abschluss? Also es bleibt eventuell nur eine Frage offen und alle anderen werden beantwortet, aber perfekt ist was anderes. Es geht dann wirklich Schlag auf Schlag und alles fügt sich so perfekt und für alles gibt es die passende Lösung, dass es für mich total überzogen und unrealistisch war. Ich kann dies leider hier nicht ausführen, da ich sonst das gesamte Buch spoilern würde was ich nicht möchte.
Mein Fazit zu diesem Psychothriller: eine gute Grundstory, sympathische Charaktere und passende Antihelden mit einem Ende, dass nicht offen gehalten wurde. Allerdings hat sich alles zu sehr gefügt, mit Längen in der Mitte und Überstürzung am Ende. Ich fühlte mich auf den letzten 30 Seiten ein wenig abgefertigt. Ein solider Psychothriller, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Bewegend und mitreißend

Between Your Words
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Ich habe das Cover gesehen und fand es nur unfassbar elegant und wollte einfach wissen, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt. Und dann las ich den Klappentext und musste direkt ein wenig an "50 ...

Ich habe das Cover gesehen und fand es nur unfassbar elegant und wollte einfach wissen, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt. Und dann las ich den Klappentext und musste direkt ein wenig an "50 Erste Dates" denken, aber eben doch irgendwie anders. Jedenfalls stand für mich fest, ich muss diese Geschichte lesen. Und nur mal kurz rein zu lesen funktioniert bei Emma Scott so gut wie nie und so auch dieses Mal nicht. Ruck Zuck ist man förmlich in die Geschichte hineingezogen worden. Und dies verdankt dieser Roman seinen großartigen Charakteren. Innerhalb von zwei Tagen habe ich dieses Buch wirklich gelesen und alles dabei um mich herum vergessen. Thea ist einfach so ein positiver Mensch und strahlt soviel Freundlichkeit und Herzlichkeit aus, dass es mich einfach nur tief traurig machte, dass sie dieses Schicksal erleiden muss. Jim ist der perfekte Gegenspieler, er ist düster, zurückhaltend und wirkt wirklich wie ein Bad Boy. Aber er hat ein Herz aus Gold und hat seine eigene schwere Vergangenheit zu verarbeiten. Aber gerade diese formte diesen wunderbaren Mann. Wie er sich um Thea bemüht, wie er versucht ein Muster und Hinweise zu erkennen ist wirklich wundervoll. Klar manchmal wirkt alles ein wenig zu rose, alles ein wenig zu positiv und unrealistisch. Aber Realismus habe ich für meinen Teil im Leben genug, da darf es in einem Roman schon gern mal ein wenig drüber sein. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle wirklich sehr rund lief, aber wo es Höhen gibt, da gibt es auch Tiefen und diese hat die Autorin ganz sicher nicht vergessen. Dieser Roman war einfach mitreißend, ergreifend und führte mir vor Augen wie kurz das Leben ist und das sich alles innerhalb eines Tages ändern kann. Taschentücher dürfen hier wirklich beim Lesen nicht fehlen und eins steht fest: Ich bin und bleibe Fan dieser Autorin. Kaum eine schafft es einen so liebevoll durch ein emotionales Auf und Ab zu scheuchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2021

Dark Romance pur

Broken Saint
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Nachdem ich "Nightfall" fast inhaltiert habe war es gar keine Frage, ich MUSSTE den zweiten Band der Confined-Reihe lesen. Und gerade der dunkle mysteriöse Dario. über den man so gut wie nichts erfährt ...

Nachdem ich "Nightfall" fast inhaltiert habe war es gar keine Frage, ich MUSSTE den zweiten Band der Confined-Reihe lesen. Und gerade der dunkle mysteriöse Dario. über den man so gut wie nichts erfährt und der das reinste Rätsel ist stellt hier den Hauptcharakter dar. Und was soll ich sagen, ich habe diesen Band geliebt. Man kann die Bücher dieser Reihe gar nicht langsam lesen, denn man muss einfach wissen wie es weitergeht. Zum ersten Mal lernen wir die Schwäche von Dario kennen und das ist Aubrey. Sie ist das ganze Gegenteil von ihm. Sie ist so gläubig, so unerfahren, so gutgläubig und so naiv, dass sie einem einen regelrechten Zuckerschock verpasst. Aber kann sie diesen dunklen Typen zähmen? Das war die Frage und die Autorin hat mich wirklich zappeln lassen bis ich darauf eine Antwort erhielt. Aber ich habe soviel über Dario erfahren und dadurch wurde alles soviel klarer und verständlicher. Und mit diesem Wissen hat er sich auch einen Platz in meinem Herzen erschlichen.
Die Handlung ist rasant und das Risiko und die Gefahr spielen immer eine Rolle, typisch Skulls eben. Aber mit Dario und Aubrey kommt ein eigenes Feuer ins Spiel. Ich habe diesen Band echt verschlungen und es blieben noch einige Fragen offen, auf deren Beantwortung ich nun im dritten Band hoffe.
Penny L. Chapman ist für mich eine Meisterin im Bereich Dark Romance. Ihre Bücher haben soviel Suchtpotenzial, dass ich regelrecht Angst vor einer Abhängigkeit habe. Jetzt freu ich mich erstmal auf Leo und Sil und dann wird sich zeigen, ob ich ohne die Skulls überhaupt noch leben kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2021

Ein Roman mit Schwächen

Die Vergessenen
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Der Klappentext erweckte mein Neugier und ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen. Ich hatte von der Autorin schon vieles in den sozialen Medien gesehen und viele Leser waren begeistert. Also ...

Der Klappentext erweckte mein Neugier und ich mag Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen. Ich hatte von der Autorin schon vieles in den sozialen Medien gesehen und viele Leser waren begeistert. Also erwartete ich etwas großes. Aber ein klein wenig wurde ich enttäuscht.
Das fing auch gleich auf den ersten Seiten an, als verschiedene Szenen geschildert wurden, viele Namen ins Spiel kamen und irgendwie gefühlt nichts vorwärts ging. Ich gebe zu ich war am Anfang schon etwas verwirrt wer nun wohin gehört und was mir die Autorin nun eigentlich mitteilen will. Gefühlt nach 100 Seiten hatte sich das Chaos etwas gelichtet und eine Struktur und ein roter Faden wurde erkennbar. Die darauf folgenden 300 Seiten waren wirklich fesselnd und mitreißend. Gegen Ende wandelte sich das Lesevergnügen dann in Unglaube und Kopfschütteln.
Bitte nicht falsch verstehen, es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, die uns immer wieder auf das Thema aufmerksam machen und dafür sorgen, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät. Und die Autorin hat hier auch ein interessantes Thema in den Mittelpunkt gerückt, aber Kathrins Verhalten machte mich echt wütend. Sie riskiert 1944 ihr Leben, um dann in den Jahren danach so zu handeln? Auch die andere Hauptprotagonistin verhielt sich am Ende total idiotisch. Ich kann darauf nicht näher eingehen sonst würde ich von der Handlung zu viel verraten. Aber es gab da Szenen, die mich wütend machten und den Kopf schütteln ließen.
Hinzu kommt, dass Manolis seine eigene manchmal merkwürdig vermittelte Geschichte mitbringt. Diese beschäftigt und beeinflusst ihn auf vielerlei Arten und wurde mir dann zu viel des Guten.
Das sind die Punkte, die mich wirklich störten und ich kann daher leider den Roman nicht so bewerten, wie ich es aufgrund des Themas vielleicht gerne tun würde.
Es wird für mich denke ich nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, aber ich hatte mir eindeutig mehr erhofft. Ein wichtiges Thema welches unbedingt Aufmerksamkeit verdient und jeder sieht die Dinge ja auch anders, was zahlreiche sehr positive Bewertungen beweisen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Alles andere als perfekt

Was perfekt war
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Ich bin ein großer Fan dieser Autorin, zwar noch nicht sehr langer aber bisher habe ich noch kein Buch gelesen, welches mir nicht gefallen hätte. Es scheint es gibt für alles Premieren. Der Klappentext ...

Ich bin ein großer Fan dieser Autorin, zwar noch nicht sehr langer aber bisher habe ich noch kein Buch gelesen, welches mir nicht gefallen hätte. Es scheint es gibt für alles Premieren. Der Klappentext verrät hier nicht wirklich worum es in dieser Geschichte geht und diese zu beurteilen ohne etwas vom Inhalt zu verraten scheint fast unmöglich. Aber ich werde es so gut es geht versuchen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen geschildert und zwar "Damals" und "Jetzt". Und genauso gegensätzlich erging es mir beim Lesen. "Damals" fand ich wunderbar und teilweise hat nur das mich durchhalten und das Buch beenden lassen. Das "Jetzt" war völlig übertrieben, völlig unrealistisch und zu deprimierend. Ich kann Quinn verstehen, dass sie mit der Situation zu kämpfen hat, denn ich war und bin in der selbigen. Aber 6 Jahre sich so zu verhalten? Es mag vielleicht so ein Verhalten bei einigen Frauen geben, ich fand es jedoch völlig überzogen und unglaubwürdig. Gerade weil ich in der selben Position bin, denke ich kann ich die Gefühle einer Frau in dieser Lage beurteilen. Teilweise fühlte ich mich durch bestimmte Formulierungen sogar angegriffen und es machte mich traurig. Aber nicht die gute Art von traurig, weil man mit den Protagonisten fühlt sondern die Art Traurigkeit, weil man sich herabgesetzt fühlt.
Graham hingegen ist geradezu übertrieben perfekt dargestellt. Er scheint der reinste Frauenversteher und fehlerfrei zu sein. Ich fand ihn sympathisch keine Frage, aber ehrlich Frau Hoover so Perfekt ?
Und dann kann dieses ach so perfekte Paar, welches geradezu mit vor Liebe zu dem Partner überquellenden Herzen herumläuft nicht über das wichtigste Thema reden, was quasi permanent wie ein riesen Elefant im Raum steht? Ach bitte. Schweigen, eine Weile ok. Aber 6 Jahre und die Liebe wird nicht geringer? Und der Mann hat immer nur Verständnis und wird nicht einmal wütend? Ihre Welt dreht sich nur, um dieses Thema, Quinn scheint fast aus nichts anderem mehr zu bestehen. Es war trostlos, deprimierend, unglaubwürdig und irgendwann nur noch wie ein zäher Kaugummi. Es scheint auch nichts anderes zu passieren.
Das "Damals" ist eine süße und kitschige Liebesgeschichte, das "Jetzt" für mich die reinste Katastrophe. Und natürlich gibt es zum Schluss das perfekte Ende. Das kann Colleen Hoover eindeutig besser.
"Was perfekt war" war alles andere als perfekt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere