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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Der Totensucher

Der Totensucher
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Vor zwei Jahren wurde die Tochter von Adrian Speer entführt. Nach dem Ende seiner Suspendierung wagt er einen Neuanfang in einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen. Das Pikante an dem ersten ...

Vor zwei Jahren wurde die Tochter von Adrian Speer entführt. Nach dem Ende seiner Suspendierung wagt er einen Neuanfang in einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen. Das Pikante an dem ersten Fall von Speer, seinem Partner und dem Ermittlerteam ist, dass eines der Opfer ein aktuelles Foto von Speers Tochter auf dem Handy hat.

Zu Beginn ist dieser Thriller, abgesehen von den Morden, etwas ruhig. Sowohl das neue Ermittlerteam als auch der Leser lernen sich näher kennen. So baut man früh eine emotionale Bindung, insbesondere zu Speer, auf. Diese begleitet den Leser durch die gesamte Geschichte, welche immer mehr Fahrt aufnimmt.

Die Spannung steigt an, und es folgt eine Wendung auf die andere. Irgendwann konnte ich meinen E-Book-Reader nicht mehr aus der Hand legen und verschlang diesen Thriller an einem Stück. Selbst nach Beendigung bleibt eine gewisse Anspannung erhalten.

Autor Chris Karlden versteht es, den Leser zu fesseln. Ein guter Schreibstil sorgt für ein angenehmes Lesegefühl. So liebe ich Thriller, und ich freue mich, bald die Fortsetzung zu lesen.

Veröffentlicht am 06.09.2020

Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir

Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir
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Cloés Karriere in einer Werbeagentur geht ihrem Höhepunkt entgegen. Sie soll die neue Chefin werden. Privat läuft es ebenfalls gut. Doch dann wird sie eines Abends von einem Schatten verfolgt. Niemand ...

Cloés Karriere in einer Werbeagentur geht ihrem Höhepunkt entgegen. Sie soll die neue Chefin werden. Privat läuft es ebenfalls gut. Doch dann wird sie eines Abends von einem Schatten verfolgt. Niemand glaubt ihr, als bald darauf merkwürdige Dinge geschehen. Sie trifft durch Zufall auf Hauptkommissar Gomez, der sich inoffiziell auf die Suche nach dem Schatten begibt.

Cloés geheimnisvoller Schatten verursacht auch beim Leser eine Gänsehaut. Zusammen mit ihr beginnt eine Zeit des Zweifelns. Was ist wahr, was Einbildung? Hat Cloé etwa psychische Probleme und lebt in einer anderen Realität, die nur sie wahrnimmt?

Die gut ausgearbeiteten Figuren erreichen den Leser emotional, und man erlebt die gesamten Aufs und Abs der Geschichte hautnah mit. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel, unterstützt durch geschickt eingebaute Wendungen.

Es fällt schwer, eine Rezension ohne Spoiler zu schreiben, da hier viele kleine Details das große Gesamtbild der Geschehnisse ergeben. Diese muss der Leser selbst entdecken. Der Roman liest sich gut und schnell, so dass das Buch trotz seiner vielen Seiten schnell zu Ende ist.

Das ausgelöste Kopfkino hält noch lange nach Beendigung des Thrillers an, ebenso die verursachte Gänsehaut.

Veröffentlicht am 06.09.2020

… und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee

... und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee
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Micky Beisenherz schreibt erfolgreich Kolumnen, schreibt aber auch für TV-Formate und ist Moderator. In diesem Buch sind Kolumnen verschiedenster Arten zusammengetragen. Aufgelockert werden diese durch ...

Micky Beisenherz schreibt erfolgreich Kolumnen, schreibt aber auch für TV-Formate und ist Moderator. In diesem Buch sind Kolumnen verschiedenster Arten zusammengetragen. Aufgelockert werden diese durch Cartoons. Leider sind diese von einem schrägen und engen „Strichrahmen“ umgeben, der beim Betrachten der Cartoons „flimmert“ und den Text darüber „tanzen“ lässt. Dies störte beim Lesen ungemein und rückt die durchaus guten Texte in den Hintergrund. Je nach Größe des Cartoons, bzw. seiner Rahmung wurde mir beim Lesen schwindelig und übel. Dies minderte den Lesespaß erheblich.

Mit seinen Kolumnen trifft der Autor den Nagel auf den Kopf. Wenn man zudem in einem ähnlichen Alter wie Beisenherz ist, versteht man diese gut. Jüngeren Lesern dürfte das eine oder andere Phänomen unbekannt sein. Man merkt beim Lesen deutlich, dass Beisenherz mit offenen Augen durch die Welt geht und dadurch viel Inspiration für seine Kolumnen bekommt.

Den Leser erwartet ein gutes Buch, welches für viele Schmunzler sorgen wird.

Veröffentlicht am 23.08.2020

Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals

Grandhotel Schwarzenberg – Der Beginn einer neuen Zeit
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Anna Gmeiner verliebt sich im Jahre 1905 in den Salzsieder Michael. Die Stadt Bad Reichenhall ist dabei, sich zu einem exklusiven Kurort zu entwickeln. Doch der jungen Liebe ist kein Glück beschieden. ...

Anna Gmeiner verliebt sich im Jahre 1905 in den Salzsieder Michael. Die Stadt Bad Reichenhall ist dabei, sich zu einem exklusiven Kurort zu entwickeln. Doch der jungen Liebe ist kein Glück beschieden. Beide träumen von einem besseren Leben. Michael bricht daher nach Amerika auf. Eigentlich sollte Anna ihm folgen, doch ein schreckliches Verbrechen verändert alles. Anna muss einen anderen Mann heiraten.

Diese Geschichte ist ein gelungener Auftakt einer dreiteiligen Familiensaga. Der Leser ist nah dran an Anna und ihren Emotionen. Man fühlt mit ihr mit, man hofft mit ihr mit. Obwohl die wichtigsten Figuren gut ausgearbeitet sind, stellt Anna alle in den Schatten.

Die damalige Gesellschaft ist sehr gut dargestellt. Die Aufteilung in die Welt der Reichen und Schönen, die sich über alles andere erhaben fühlen, und der Alltag sowie das Leben des gewöhnlichen Arbeiters werden dem Leser nahe gebracht. Es ist eine besondere Welt, in die Anna im Laufe der Ereignisse gerät.

Handeln bestimmt den Alltag. Liebe hat sich dem gesellschaftlichen Leben unterzuordnen. Die Frauen dieser Zeit sind dem Willen ihres, oder eines, Mannes ausgeliefert. Sie selbst haben nichts zu sagen, sollen nur brav lächeln. Dies ist kein Leben für Anna, denn sie ist anders und kämpft sich durch die Tiefen ihres Schicksals hindurch, soweit die damaligen Moralvorstellungen es zulassen.

Gute Wendungen und interessante Geschehnisse halten den Leser am Buch. Die Geschichte selbst hat noch Entwicklungspotential und bietet somit für die folgenden Teile noch genug Raum zur Entfaltung und Spannungsaufbau.

Ich empfehle „Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ gerne weiter und freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung.

Ich danke Sophie Oliver und der Literaturtest Agentur für Buch-PR und Buchmarketing für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 23.08.2020

Das Erbe der Töchter

Das Erbe der Töchter
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Cari erbt nach dem Tod ihrer Mutter einen antiken Bernsteinanhänger, Fotos sowie ein Tagebuch. Dieses Erbe führt sie nach Italien, auf die Suche nach ihren Wurzeln. An der italienischen Riviera stößt sie ...

Cari erbt nach dem Tod ihrer Mutter einen antiken Bernsteinanhänger, Fotos sowie ein Tagebuch. Dieses Erbe führt sie nach Italien, auf die Suche nach ihren Wurzeln. An der italienischen Riviera stößt sie auf ein geheimnisvolles Labyrinth, welches dem Bernsteinanhänger gleicht.

„Das Erbe der Töchter“ liest sich einigermaßen gut. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeiten und Personen innerhalb eines Kapitels erschließt sich nicht immer direkt. Dies stört den Lesefluss. Da es sich um eine Geschichte mit vielen Irrungen und Wirrungen handelt, schadet dies der Spannung.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, richtig „mitgenommen“ hat mich allerdings keine. Wendungen wurden eingebaut und führen den Leser immer wieder in eine andere Richtung, denn ganz so einfach lässt sich das Geheimnis des Bernsteinanhängers nicht lüften.

Autorin Juliet Hall lässt den Leser dieses Geheimnis zusammen mit den Protagonisten lösen, der Leser bekommt keinen Wissensvorsprung, höchstens eine kleine Ahnung. Ein gutes Buch für gemütliche Lesestunden.