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Veröffentlicht am 22.03.2020

Tot bist du perfekt

Tot bist du perfekt
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Du erwachst in einem Krankenhaus, dein Mann Tim hat Tränen in seinen Augen. Erst denkst Du an einen schweren Unfall, doch dann heißt es, es wurde jahrelang daran gearbeitet, dass Tim seine perfekte Frau ...

Du erwachst in einem Krankenhaus, dein Mann Tim hat Tränen in seinen Augen. Erst denkst Du an einen schweren Unfall, doch dann heißt es, es wurde jahrelang daran gearbeitet, dass Tim seine perfekte Frau zurückbekommt.

Was sich seltsam anhört, wird dem Leser gleich zu Beginn erklärt. Denn „Du“ bist eine künstliche Intelligenz (KI). Der Thriller hat zwei Erzählebenen, welche gut voneinander zu trennen sind. Die erste ist, ich nenne sie jetzt einfach die „Du-Ebene“, denn der Leser scheint hier direkt angesprochen zu werden und wird dadurch förmlich selbst zu der KI. Das erschwert etwas das Lesen, da es ungewohnt ist. Daneben gibt es die „Dritte-Person-Ebene“. Hier erzählt eine unbekannte Person aus Abbies Leben und wie es sich entwickelte.

Durch diese beiden Ebenen begleitet der Leser sowohl die echte als auch die KI-Abbie auf ihrem Weg zu sich selbst und erhält einiges an Input, über das er selbst nachdenken kann. Was macht eine KI, die darauf programmiert ist, zu lernen und Emotionen zu haben? Welche Rechte hat sie, und wem gehört sie? Diese und weitere Fragen stellen sich während der gesamten spannenden Geschichte. Dabei gerät immer mehr in den Hintergrund, dass Abbie eine KI ist. Der Leser fiebert mit ihr mit.

Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und haben mich emotional mitgenommen. Die Wendungen waren zahlreich, und einige überraschend. Auch nach Ende der Geschichte bleibt ein mulmiges Gefühl zurück, und man denkt über das Gelesene nach.

„Tot bist du perfekt“ ist zwar etwas anstrengend zu lesen auf der „Du-Ebene“, schaffte es aber trotzdem, ein wunderbares Kopfkino zu erzeugen.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penguin Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Herz verloren – Hund gefunden – Zettel und ihre Geschichten

Herz verloren - Hund gefunden
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Jeder kennt sie. Sie hängen überall. Am Schwarzen Brett im Supermarkt, im Hausflur oder an der Straßenlaterne. Doch, wer oder was steckt hinter diesen Botschaften? Dieser Frage ist Autorin Frauke Lüpke-Narberhaus ...

Jeder kennt sie. Sie hängen überall. Am Schwarzen Brett im Supermarkt, im Hausflur oder an der Straßenlaterne. Doch, wer oder was steckt hinter diesen Botschaften? Dieser Frage ist Autorin Frauke Lüpke-Narberhaus nachgegangen.

Die Antworten finden die Leser in diesem Buch. Untergliedert in die Bereiche „Suche“, „Protest“, „Kunst“ und „Botschaft“. Neben Fotos von den Zetteln, welche durchaus auch für sich alleine stehen können, erhält der Leser mehr Informationen über deren Schreiber und die Hintergründe, warum dieser den Zettel geschrieben hat. Zwischendurch gibt es interessante Interviews mit Menschen, welche sich mit dem Thema befasst haben.

Dieses Buch macht einfach nur Spaß. Es ist gut geschrieben und liest sich schnell. Wobei man durch die vielen Fotos zum Glück auch wieder etwas „gebremst“ wird. Denn dieses Buch sollte man genießen und auf sich wirken lassen. „Herz verloren – Hund gefunden – Zettel und ihre Geschichten“ hat mich begeistert.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Hilfe, ich hab Hypochonder!

Hilfe, ich hab' Hypochonder
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Dieses Büchlein ist DER perfekte Ratgeber für Hypochonder und alle, die es noch werden wollen. Nachdem erst einmal festgestellt ist, welcher Hypochonder-Typ der Leser ist, gibt es verschiedene Rubriken, ...

Dieses Büchlein ist DER perfekte Ratgeber für Hypochonder und alle, die es noch werden wollen. Nachdem erst einmal festgestellt ist, welcher Hypochonder-Typ der Leser ist, gibt es verschiedene Rubriken, wie z.B. Essen und Trinken, Forschung oder auch Ratschläge aus der Praxis. Zwischen den einzelnen Rubriken zeigt dieses Büchlein auch Erklärungen zu den Ursachen der Hypochondrie, Berufe für Hypochonder oder auch eine morgendliche Checkliste auf.

Immer wieder erfährt der Leser Umfrageergebnisse des „Instituts für Intuitive Prognostik“, welche sehr aufschlussreich und interessant sind. Man merkt beim Betrachten der Bilder und den abwechslungsreich gestalteten Seiten, mit wie viel Leidenschaft sich die Autoren diesem Thema genähert haben. Einem Hypochonder dürfte hier sehr geholfen werden. Endlich gibt es ein Nachschlagewerk genau für seine Bedürfnisse.

„Hilfe, ich hab Hypochonder!“ ist ein kreatives Buch, welches ein Lächeln ins Gesicht des Lesers zaubert. Ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Cartoons für die moralische Elite mit Bildung, Geld & gutem Geschmack

Cartoons für die moralische Elite mit Bildung, Geld & gutem Geschmack
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Nach einem Vorwort von Wigald Boning erwarten den Betrachter Cartoons, deren Sinn sich manchmal nicht beim ersten Blick offenbart. Man muss schon sehr genau hinsehen. Manches muss länger betrachtet werden, ...

Nach einem Vorwort von Wigald Boning erwarten den Betrachter Cartoons, deren Sinn sich manchmal nicht beim ersten Blick offenbart. Man muss schon sehr genau hinsehen. Manches muss länger betrachtet werden, um es zu verstehen. Die Cartoons sind mal mehr, mal weniger lustig, und wahrscheinlich wird jeder Betrachter die Zeichnungen anders einordnen.

Til Mette geht mit offenen Augen durch die Welt und schafft es, durch seine Beobachtungen den Punkt der Sache zu treffen. Das Buch ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Da gibt es das Spießerehepaar, die gelangweilten Partygäste, Obdachlose und weitere Figuren.

Die einzelnen Cartoons regen zum Nachdenken und Diskutieren an. Sie eignen sich auch, um dieses Buch in Gesellschaft zu betrachten. Langweilig wird ein solcher Abend dann definitiv nicht. Mich hat dieses Buch gut unterhalten.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Kalte Haut

Kalte Haut
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Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlerteam bekommen es in Berlin mit einer Mordserie zu tun. Erste Hinweise deuten auf ein politisches Tatmotiv hin. Der soeben aus den USA zurückgekehrte Polizeipsychologe ...

Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlerteam bekommen es in Berlin mit einer Mordserie zu tun. Erste Hinweise deuten auf ein politisches Tatmotiv hin. Der soeben aus den USA zurückgekehrte Polizeipsychologe Dr. Babicz soll bei der Aufklärung helfen. In den USA hatte er es mit einem ähnlichen Serienmörder zu tun und konnte den Fall dort zügig aufklären.

Kommissarin Muth hat es nicht nur mit diesem Fall nicht einfach. Daneben gibt es auch noch einen privaten Nebenschauplatz, der zum Nachdenken anregt, der Hauptgeschichte aber keinen Raum nimmt.

Diese ist von Beginn an spannend, und, auch wenn der Leser anfängt, die Lösung zu erahnen, bleibt diese Spannung weiterhin bestehen. Die gut ausgearbeiteten Figuren erreichen den Leser emotional. Man fiebert förmlich mit. Ein guter Schreibstil unterstützt dies.

Autor Martin Krist ist eine sehr gute Geschichte gelungen, die mit wenigen, dafür aber geschickt platzierten Wendungen den Leser auch mal in die Irre führt.