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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gelungen

Der Augenjäger
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Während Dr. Suker tagsüber einer der besten Augenärzte ist, wird er zum Alptraum der Frauen, die er in seinem Keller gefangen hält. Auf das Schlimmste gequält, begehen die meisten seiner Opfer Selbstmord.

Da ...

Während Dr. Suker tagsüber einer der besten Augenärzte ist, wird er zum Alptraum der Frauen, die er in seinem Keller gefangen hält. Auf das Schlimmste gequält, begehen die meisten seiner Opfer Selbstmord.

Da die Beweise gegen Dr. Suker nicht ausreichen, wendet sich die Polizei an die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev. Sie ist ein Medium und soll Hinweise erfühlen, damit Dr. Suker auf immer weggesperrt werden kann. Alina ahnt nicht, auf welchen Wahn sie sich einlässt. Ihr werden förmlich die Augen geöffnet.

Auch ist Alexander Zorbach wieder mit von der Partie. Mehr sei dazu nicht verraten, denn wer den Roman „Der Augensammler“ gelesen hat, weiß, was dort mit Zorbach geschehen ist. Autor Sebastian Fitzek schreibt in seiner „Warnung“ zu Beginn, dass „Der Augensammler“ nicht mehr so spannend ist, wenn der Leser mit „Der Augenjäger“ beginnt. Das kann ich nur bestätigen. Die Geschehnisse, durch die sich „Der Augenjäger“ auf den Vorgänger bezieht, werden verständlicher, wenn man diesen gelesen hat.

Ein spannender Roman, wie sollte es bei Fitzek auch anders sein? Wieder hat der Autor das Grauen in vielen seiner Facetten dargestellt, und die Wendungen der Geschichte sind unerwartet.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend

Der Augensammler
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Eine tote Mutter, ein entführtes Kind und der Vater hat nur 45 Stunden, um sein Kind zu finden. Schafft er es nicht, ist sein Kind tot und ihm fehlt das linke Auge. Der Augensammler hat es geschafft, ein ...

Eine tote Mutter, ein entführtes Kind und der Vater hat nur 45 Stunden, um sein Kind zu finden. Schafft er es nicht, ist sein Kind tot und ihm fehlt das linke Auge. Der Augensammler hat es geschafft, ein harmloses Kinderspiel in ein perfides Spiel um Leben und Tod zu verwandeln.

Der Enthüllungsjournalist Alexander Zorbach landet im Visier der Ermittler. Da trifft er auf die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen kann – alleine durch den Körperkontakt. Alina behauptet, dass sie wahrscheinlich den Augensammler behandelt hat.

Auch, wenn ihre Visionen merkwürdige Fehler aufweisen, versucht Zorbach mit ihrer Hilfe, den Augensammler zu finden, denn er hat bereits wieder einen kleinen Jungen in seiner Gewalt.

Dieses Buch startet mit dem Epilog und genau wie das zeitliche Ultimatum als Countdown, denn auch die Seitenzahl wird kleiner, je mehr Seiten gelesen sind. Dadurch wird die Spannung noch mehr auf die Spitze getrieben und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Aus verschiedensten Sichtweisen erzählt, nimmt der Leser neben den Ermittlungen der Polizei auch an dem verzweifelten Versuch des entführten Jungen teil, sich zu befreien. Interessant war auch wieder die Erwähnung und Begegnung mit bereits bekannten Figuren – aus vorherigen Romanen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durch und durch ein Fitzek-Roman

Der Seelenbrecher
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Drei Frauen verschwinden, nach ihrem jeweiligen Auftauchen sind sie seelisch gebrochen. Der Seelenbrecher, wie er genannt wird, „begräbt“ seine Opfer in ihren Körpern. Dazu hinterlässt er Botschaften auf ...

Drei Frauen verschwinden, nach ihrem jeweiligen Auftauchen sind sie seelisch gebrochen. Der Seelenbrecher, wie er genannt wird, „begräbt“ seine Opfer in ihren Körpern. Dazu hinterlässt er Botschaften auf kleinen Zetteln.

Viele Jahre später wagt ein Professor ein Experiment mit Freiwilligen. Sie sollen eine Patientenakte lesen. Mehr nicht. Auch der Leser des Romans liest diese Patientenakte mit. Es geht um Caspar, der sein Gedächtnis verloren hat und in einer Klinik behandelt wird.

Kurz vor Weihnachten wird die Klinik von einem Schneesturm eingeschlossen. Jedoch konnte noch ein Patient eingeliefert werden. Der mitgekommene Sanitäter ist nun gemeinsam mit Ärzten und Patienten dem Seelenbrecher ausgeliefert – denn er hat in der Klinik zugeschlagen und niemand weiß, wer sein nächstes Opfer sein wird. Ausgerechnet in dieser Situation beginnt Casper, sich Stück für Stück an seine Vergangenheit zu erinnern.

Es war eine gute Idee von Sebastian Fitzek, eine Geschichte in eine Geschichte einzuflechten. Auch, wenn man erkennt, dass man eine „Patientenakte“ liest, fiebert der Leser mit. Genauso sollte es auch den Freiwilligen des Experimentes ergehen. Wird die Lektüre dieser Patientenakte Einfluss auf das weitere Leben seiner Leser haben? Nach dieser Lektüre bleibt auch die Frage, ob die Realität auch das ist, was wir wahrnehmen. Die Opfer des Seelenbrechers erleben ihre schlimmsten Stunden wieder und wieder. Dabei sind sie längst (körperlich) in Sicherheit – in der Realität, aber nicht in ihrer Wahrnehmung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gänsehaut garantiert

Die Therapie
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Josy, die 12-jährige Tochter des Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet spurlos. Vier Jahre vergehen und Larenz hat sich mittlerweile in sein Ferienhaus auf einer kleinen Insel zurückgezogen.

Eines Tages ...

Josy, die 12-jährige Tochter des Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet spurlos. Vier Jahre vergehen und Larenz hat sich mittlerweile in sein Ferienhaus auf einer kleinen Insel zurückgezogen.

Eines Tages taucht Anna Spiegel auf, die an Wahnvorstellungen leidet. Sie möchte von Larenz therapiert werden, obwohl er keine Patienten mehr behandelt. Sie sieht in ihren Wahnvorstellungen ein kleines Mädchen, Charlotte, eine ihrer erfundenen Romanfiguren. Die Geschichte von Charlotte hat erschreckend viele Parallelen zu der von Josy. Diese Anna ist eine mysteriöse Person, vor der Larenz gewarnt wird. Doch, bei allem, was sie weiß, kann sie dadurch das Rätsel um Josy lösen?

Ein starker Roman, der den Leser mitnimmt in die Welt der Schizophrenie und all ihrer Facetten. Was ist die Wahrheit? Und wenn sie scheinbar gefunden wird, ist sie auch real? Bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten, und die Wahrheit – genau wie die Realität – liegt wie immer im Auge des Betrachters. Chapeau zu diesem Roman. Erstklassig und absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Empfehlenswert

Amokspiel
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Es sind zwei menschliche Wracks, die in diesem Roman aufeinander treffen. Da ist einmal Jan May, der nicht glauben kann, dass seine Verlobte bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Zum anderen Ira Samin, ...

Es sind zwei menschliche Wracks, die in diesem Roman aufeinander treffen. Da ist einmal Jan May, der nicht glauben kann, dass seine Verlobte bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Zum anderen Ira Samin, eine Kriminalpsychologin, die den Selbstmord ihrer ältesten Tochter nicht überwunden hat.

Jan May ist fest davon überzeugt, dass der Staat oder die Regierung etwas mit dem Verschwinden seiner Verlobten zu tun hat. Denn, je mehr May nachforscht, was geschehen ist, desto mehr wird sein Leben ruiniert. In seiner Verzweiflung wird er zum Geiselnehmer in einem Radiosender. Durch ein grausiges „Spiel“ will er seiner Forderung Nachdruck verleihen, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio gebracht wird. Wahllos ruft er Menschen an, nennen sie nicht die korrekte Parole, stirb eine Geisel.

Ausgerechnet Ira Samin soll mit dem Geiselnehmer verhandeln. Dabei ist sie selbst ein körperliches und seelisches Wrack, welches kurz vor dem eigenen Suizid steht. Doch sie stellt sich dieser Aufgabe, obwohl ihr viel Gegenwind entgegen schlägt. Kann eine selbst kranke Frau diesen Mann davon abhalten, die Geiseln zu töten?

Ein Roman, der Hochspannung verspricht und auch das ganze Buch über hält. Während man sich am Anfang die Frage stellt, warum Jan May glaubt, seine Verlobte sei noch am Leben – im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass es nicht nur darum ging. Welcher Figur kann man trauen, welche spielt ein falsches Spiel und wer ist hier der wirkliche „Feind“? Das Lesen des Buches war ein reines Mitfiebern mit den Figuren, ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Absolut empfehlenswert.