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Nikola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2019

Gut gedacht ist eben manchmal nur gedacht und nicht gemacht. Mir ist es leider etwas zu klischeebehaftet und oberflächlich.

Gypsy Cove: Liebe mich, wenn du dich traust
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Wenn aus einer Zigeunerbucht (Gypsy Cove) unerwartet eine Liebesbucht wird.

Janie fährt nach Gypsy Cove in Mexiko, um die abrupte Scheidung ihres Mannes zu verdauen und zu erfahren, wie sie nun weiterleben ...

Wenn aus einer Zigeunerbucht (Gypsy Cove) unerwartet eine Liebesbucht wird.

Janie fährt nach Gypsy Cove in Mexiko, um die abrupte Scheidung ihres Mannes zu verdauen und zu erfahren, wie sie nun weiterleben will.
Dabei begegnet ihr auch Zade. 14 Jahre jünger, aber irgendwie trotzdem attraktiv…

Janie tritt doch als sehr unsichere, aber auch liebenswürdige Person auf, auch wenn ich mit ihr nicht wirklich warm wurde.
Sie sowie auch Zade hingen sich meiner Meinung nach manchmal an Problemen auf, um sie dann urplötzlich über Bord zu werfen oder anderem weniger Wert beizumessen.
Zudem fand ich Zades so bezeichneten „Charme“ nicht unbedingt immer so berauschend, sondern eher arrogant, was ja aber auch irgendwie Sinn der Sache war, bei mir jedoch nicht wirklich ankam.

Die Handlung ist natürlich einigermaßen zu erahnen, bot zwar auch vereinzelte Besonderheiten, die für mich jedoch nicht weiter hervorstachen. In diesem Buch geht es, wie man bei diesem Verlag vielleicht auch erahnen kann, des Öfteren auch um die intimeren Szenen zwischen den Figuren. Allerdings war mir das gerne einmal zu plump, vergleichbar mit den Charakteren. Auch die Handlung an sich finde ich irgendwie sehr klischeehaft und bot nicht unbedingt Alleinstellungsmerkmale. Davon abgesehen, ist die Geschichte an sich jedoch nicht schlecht, mir nur einfach irgendwie zu nüchtern geblieben.
Wirkliche Emotionen sind bei mir während des Lesens, abgesehen vom steigenden Genervtsein aufgrund der langsamen oder auch urplötzlichen Entwicklung, so gut wie gar nicht aufgetreten und wirklich interessant war die Thematik für mich in diesem Buch auch nicht umgesetzt. Es ist eben stark an die Klischees gebunden, etwas markantes und einzigartiges fehlte mir leider, obwohl sich die Geschichte zum Ende hin etwas besserte und angenehmer laß.

Den Schreibstil fand ich relativ nüchtern, weckte er beim Lesen eben kaum Emotionen und ließ mich auch die Charaktere nicht unbedingt immer mögen.
Ich weiß nicht, ob es an der Länge des Buches lag, denn auf den 200 Seiten ist mir vieles einfach zu schnell passiert und anderes wurde dann länger erwähnt, nur um anderes in den Hintergrund zu stellen, das dann vielleicht eine ähnlichen Länge bedarft hätte.

Alles in allem möchte ich dem Buch jedoch trotzdem 2,5/5 Sternen geben, denn in gewisser Weise ist es schon lesenswert, ich hatte mir eben nur etwas anderes erhofft und wurde so auch ziemlich enttäuscht. Deswegen ist aber auch nicht gleich das ganze Buch schlecht. Manche Szenen waren auch echt schön, aber häufiger war ich dann doch aufgrund der Vorhersehbarkeit genervt oder gelangweilt. Ich würde dieses Buch wahrscheinlich nicht noch einmal lesen, aber vielleicht seid ihr ja wie viele andere Rezensenten begeistert und könnt mir vielleicht auch dabei helfen, diesem Buch noch etwas mehr abzugewinnen. Lasst es mich dann gerne wissen. :)

Veröffentlicht am 06.08.2019

Drei Jahre Stille, doch ein „Seil loszulassen kann manchmal befreiender sein, als sich daran festzuhalten.“

Songs of our past
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Emotionen, positiv und negativ, die dich einfach überschwemmen.

Emotionen, positiv und negativ, die dich einfach überschwemmen. <3

Carrie ist nach drei Jahren zurück in Seattle und wie der Zufall es so will begegnet sie in der ersten Bar dem Mann, von dem sie sich vielleicht lieber doch hätte fernhalten sollen. Denn sofort sind die Erinnerungen wieder da und bald stellt sich die Frage, ob sie ihn mit ihrem Weggang zu sehr verletzt hat.

Carrie merkt man von vorneherein an, dass es ihr alles andere als gut geht und auch als Leser fühlt man relativ schnell mit ihr. Zwischen ihren Skizzenbucheinträgen und einzelnen Zeilen der zwölf selbstgeschriebenen Songs der Autorin erzählt Carrie die Geschichte der beiden und lässt dabei sehr deutlich werden, dass es keine überstürzte Sache war, sondern sie eher ein vernünftiges Mädchen ist, dass von der Intensität ihrer Gefühle überrascht wurde. So hat sie auch durchaus immer wieder ihre Zweifel und kann sehr objektiv ihre Situation betrachten und sich vor allem auch in andere hinein fühlen. Carrie bot oftmals Gedanken mit denen ich mich sehr gut identifizieren konnte und verströmte damit ihren ganz eigenen und wiedererkennbaren Charme.
Evan kam recht selten zu Wort, doch auch über Carrie konnte man erfahren, dass er ebenfalls nicht mit solch einer Intensität an Gefühlen für Carrie gerechnet hätte. Er hat Ängste und Sorgen, aber wenn er diese einmal ablegt offenbart sich doch eine Persönlichkeit, die man doch sehr wertschätzt.
Auch Killian, Matt und Lawrence und Mel boten ein phänomenales Leseerlebnis und lassen einen ebenso den zweiten Band herbeisehnen wie Carrie und Evan.

Die Handlung baut sich stetig auf. Vielleicht blickt man erst nach ein paar Seiten durch, wann das Erlebnis in der Vergangenheit oder der Gegenwart spielt, dafür bietet gerade dies auch seinen Charme, da man die Eindrücke der Figuren, gespickt mit den Erinnerungen und Erfahrungen verfolgt und so auch ein bisschen mehr Realität erlebt, wann erleben wir schon eine Situation völlig unbefleckt? Das prägende Element der Kunst, aber auch Glück und Leid stehen hier im Vordergrund, ohne meiner Meinung nach zu viel Dramatik als nötig zu erzeugen.
Und das Buch endet meiner Meinung nach auch wirklich gut, denn es schließt den ersten Teil ab und liefert viel Spielraum für Band zwei, auf den wir uns dann noch bis November gedulden müssen. Und bei diesem Schluss kann man gar nicht anders als unfassbar gespannt sein und den Schluss vielleicht auch als Gemeinheit bezeichnen, aber war er nicht gerade dann wirklich gut? ;)

Und natürlich wäre dieses Leseerlebnis ohne den Schreibstil nicht möglich, der einen eben mitfühlen lässt und nachdenklich stimmt über so manche Handlungen und inwieweit diese denn immer so gut sind, denn eines ist gewiss, kalt lässt einen dieses Buch gewiss nicht. Es bricht dir eher das Herz als gar nichts zu entfachen und auch wenn es komisch klingt bedanke ich mich für dieses Rezensionsexemplar und dieses Erlebnis, denn es war nichts Geringeres als ein intensives Erlebnis.

So lande ich bei vollen 5/5 Sternen, die eigentlich immer noch zu wenig sind mit
Charakteren, die dir aus der Seele zu sprechen scheinen oder dir das Herz zerreißen. Das Buch zieht dich einfach so schnell in seinen Bann und liefert einem eine emotionale Achterbahnfahrt, die einfach noch nicht zu Ende sein darf.
Deshalb: Lest dieses Buch, nehmt die Fahrt auf, beschwert euch aber hinterher nicht, dass der November noch in viel zu weiter Ferne liegt. <3

Veröffentlicht am 30.07.2019

Alice im Wunderland der Realität. // Der Zeiger der Uhr ist bis zum Schluss zu hören und hält somit die Spannung aufrecht.

Tick Tock Alice
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Alice ist mit ihrer besten Freundin Emily auf dem Weg zum Altersheim. Dort angekommen verschwindet sie spurlos und soll damit Alice‘ Welt gehörig auf den Kopf stellen, denn nun gibt es da auf einmal Botschaften ...

Alice ist mit ihrer besten Freundin Emily auf dem Weg zum Altersheim. Dort angekommen verschwindet sie spurlos und soll damit Alice‘ Welt gehörig auf den Kopf stellen, denn nun gibt es da auf einmal Botschaften vom selbsternannten „weißen Kaninchen“, der sie auffordert mit ihrem Stiefbruder Lewis, der mehr in ihr weckt als geschwisterliche Gefühle und der eher weniger gemochten Hannah zusammenzuarbeiten, um Emily zu retten. Doch wie lang wird die Uhr noch ticken, Tick Tock Alice?

Wie der Titel und das sehr schön gestaltete Cover vermuten lassen, handelt es sich bei diesem Werk um eine Adaption von Alice im Wunderland und meines Erachtens ist die Geschichte für Fans wie gemacht.
Es gibt sehr viele Parallelen, aber natürlich auch ein paar Unterschiede. Der größte und auch spannendste ist wahrscheinlich, dass dieses Buch in der ganz normalen wunderlichen Welt spielt. Um mehr zu erfahren, müsst ihr jedoch selbst zum Buch oder E-Reader greifen. ;)

Alice ist am Anfang etwas überfordert und fühlt sich wie im falschen Film, doch weil es um Emily geht, nimmt sie dies hin, um sie retten zu können. Diese Loyalität hat mir sehr gefallen. Lewis und Hannah sind hier natürlich ergänzt, wenn man es mit der Vorlage vergleicht. Lewis war ebenfalls sehr loyal und tat vieles, um Alice zu helfen, ob da nicht doch ein paar mehr Gefühle im Hintergrund lauern? ;)
Aber vor allem Hannah hatte es mir irgendwie angetan. Sie war nach der Nachricht sofort bereit zu helfen, agierte teilweise vielleicht auch etwas waghalsig, war aber auch sehr fürsorglich, verständnisvoll und auch witzig. Es hat mir sehr gefallen, das Trio auf der Suche zu begleiten.
Manchmal verhielten sie sich doch etwas kindlich, also mal ängstlich, planlos, oder auch naiv, vorwiegend, wenn es um die eigenen Gefühle ging, was ich denke einmal gut zu Alice und der Ursprungsgeschichte passt, schließlich sind es ja alles noch Kinder, mir aber nicht ganz so zusagte. Dafür fand ich die Entwicklung so mancher Beziehungen sehr angenehm.

Die Handlung war sehr ansprechend gestaltet. Wirklich bis zuletzt blieb der Leser ohne Antwort, was natürlich die Spannung immer wieder hervorbrachte und man unbedingt weiterlesen wollte.
Klar, kann man im Vorfeld vermuten, wann welche Figur zu Tage tritt, doch da eine realistische Variante der Geschichte vorliegt, war es doch irgendwie ziemlich ungewiss, was als nächstes passiert. Gut war zusätzlich, dass es für Fehler bei der Suche Konsequenzen gab, was einen natürlich auch mit den Figuren bangen lässt.
Auch wenn es doch eher ein Jugendbuch ist, fand ich die Atmosphäre in diesem Buch echt gut und die Handlungsabläufe gipfelten letztlich sehr stimmig im Finale, das den Leser vielleicht noch etwas nachdenklich, aber definitiv zufrieden zurücklässt.

Aber was wäre Atmosphäre ohne den Schreibstil. Auch diesen möchte ich positiv hervorheben, auch wenn die Spannung manchmal etwas nachließ, wenn das weiße Kaninchen nicht handelte, war ich doch oftmals sehr gefesselt und wollte wissen, wie es weitergeht.

So lande ich bei 4/5 Sternen und einer klaren Leseempfehlung für diese sehr interessante Version von „Alice im Wunderland“, die vollkommen etwas für Fans, aber auch andere Leser ist. Die Zeit verrinnt nicht nur für Tick Tock Alice manchmal schneller als gedacht.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Manchmal muss man sich ein Bild von den leisen und lauten Tönen einer Liebe machen, um sich zu entscheiden.

Manchmal ist Liebe genug
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Lola kellnert tagsüber im Café und schießt abends Bilder von der Natur in ihrer Heimatstadt. Ihre Bilder bearbeitet sie hinterher zwar, doch veröffentlichen möchte sie diese nicht, auch wenn Bernd ihr ...

Lola kellnert tagsüber im Café und schießt abends Bilder von der Natur in ihrer Heimatstadt. Ihre Bilder bearbeitet sie hinterher zwar, doch veröffentlichen möchte sie diese nicht, auch wenn Bernd ihr dazu rät.
Generell möchte sie diese Bilder niemandem zeigen, doch plötzlich ist da Noah, der sie sich ungefragt ansieht. Und plötzlich ist da mehr als lediglich Noahs Aufdringlichkeit…

Lola lebt ein unaufgeregtes Leben, ist relativ abgeklärt und möchte nach einem Ereignis am liebsten Ruhe um sich haben.
Sie erzählt die gesamte Geschichte und lässt den Leser dabei immer tiefer in ihre Vergangenheit und Emotionen blicken. Alles in allem hat es Spaß gemacht ihr zu folgen und sie mal frech, traurig, sorgenfrei oder einfach glücklich zu erleben.
Noah ergänzt Lola sehr gut, ist vielleicht etwas aufdringlich, dafür aber auch sehr gefühlvoll, romantisch und witzig.

Gerade am Anfang geht hier alles ziemlich schnell, sodass ich mir unsicher war, wo das noch hinführen soll und ob nicht der Lesegenuss darunter leiden wird. Im Nachhinein fand ich sogar die zweite Hälfte noch ein bisschen besser als die erste, da sie mich mehr bewegte. Aber auch auf den ersten 120 Seiten hat die Geschichte ihren Charme zu bieten.

Auch der Schreibstil hat das Ganze noch abgerundet. Ich habe Lola verstehen können und nachdem man schon einige Seiten mit dieser Erzählweise gelesen hat ja sogar noch besser ins Buch gefunden, obwohl Enden mich manchmal unbefriedigt zurücklassen, war dieses eben sehr schön. Nichtsdestotrotz könnte ich mir eine weitere Geschichte über die beiden oder ihre Bekannten gut vorstellen und auch lesen wollen. :)

Natürlich werden auch in diesem Buch manche Klischees nicht ausgelassen, aber da das so gut zur Handlung und den Charakteren passt, stört mich das nicht weiter.

Somit möchte ich dem Buch doch noch 5/5 Sternen geben und euch eine geeignete Sommerlektüre bieten, die ein paar entspannte Lesestunden bietet und dich vielleicht dazu bewegt dir mal wieder etwas mehr Zeit zu nehmen, wenn es um Bilder der Natur geht. ;)