Platzhalter für Profilbild

Nilchen

Lesejury Star
offline

Nilchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Nilchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2018

Tolle Ergänzung zum Reiseführer in einem super Format!

Holland für die Hosentasche
0

Wer vor hat in den Urlaub nach Holland zu fahren und nicht nur einen regulären Reiseführer mitnehmen will, hat hier den perfekten Begleiter bzw. die perfekte Ergänzung zum Reiseführer gefunden! Es ist ...

Wer vor hat in den Urlaub nach Holland zu fahren und nicht nur einen regulären Reiseführer mitnehmen will, hat hier den perfekten Begleiter bzw. die perfekte Ergänzung zum Reiseführer gefunden! Es ist ein kompaktes Buch, wie es heißt für die Hosentasche. Sehr praktisch für den Urlaub, es kann jederzeit zur Hand genommen werden.
Ich hatte es im Urlaub am holländischen Strand dabei und da war das Format nicht unbedeutend, denn jedes andere Buch wäre mir bei der starken Brise weggeflattert!!!
Es werden alle wesentlichen Themen abgeklappert, von der Geografie, über die Sprache, über das Essen, die Kunst. Von allem etwas. Sehr kurzweilig, da es scheinbar eine Sammlung von Blogeinträgen ist und aus Kolumnen.
Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Vor allem dachte ich vorher, da werden nicht viele neue Fakten und Infos drin sein, aber schauen wir mal. Und – denkste! Meine Familie war schon richtig genervt, dass ich alle 5 Minuten mein neues Hollandwissen zum Besten gegeben habe!

Fazit: Tolle Ergänzung zum Reiseführer in einem super Format!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Spannend, lehrreich, mal was anderes.

Frevel im Beinhaus
0

Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen historischen Roman gelesen und musste mich wieder in diese „andere Art“ der Sprache und Umstände einfinden, aber dann fand ich es super! Wieso habe ich so lange ...

Nach langer Zeit habe ich mal wieder einen historischen Roman gelesen und musste mich wieder in diese „andere Art“ der Sprache und Umstände einfinden, aber dann fand ich es super! Wieso habe ich so lange keine historischen Stoffe gelesen??? Wirklich gut, dass ich dieses Genre für mich wiederentdeckt habe. Zu diesem Umdenken hat m mich der historische Krimi ‚Frevel im Beinhaus‘ von Petra Schier gebracht. Achtung, es ist ein Teil der Adelina-Reihe und schon der 4. Band, aber man kann ihn auch gut losgelöst lesen. Was ich in diesem Fall tat.
Allerdings werde ich die 3 vorangegangenen Bände auf meine Leseliste setzten und mich irgendwann dem vergnügen widmen. Der erste Teil „Tod im Beginenhaus“ liegt bereits auf dem SUB.
Wer Interesse an den Romanen von Petra Schier hat und die Abfolge der Reihe genau unter die Lupe nehmen will oder auch mehr über die Autorin und ihre Recherchearbeit erfahren möchte, wird sehr gut auf der Autoren-Website fündig: https://www.petra-schier.de/historische-romane.html
Nun zum Roman selbst. Er spielt Ende des 14. Jahrhunderts in Köln. Die Protagonistin ist die Apothekerin Adelina, die mit ihrem Mann, ihrem Sohn, ihrer Stieftochter und ihrem Gesindel am Alter Markt wohnt. Erst werden Knochen aus einem Beinhaus entwendet und dann kommt es noch zu einem Mord an einer Schwangeren! Die Kölner Bürger sind entsetzt. Leider wird Adelinas Umfeld in die Fälle mit hineingezogen und das Drama nimmt seinen Lauf.
Sprachlich gut geschrieben, weil es eben nicht im neuzeitlichen Deutsch verfasst ist. Natürlich, nicht in einem Deutsch das man nicht mehr versteht, aber doch den Umständen angepasst. Auch mit alten Wörtern gespickt, die man heute lang vergessen hat. Ich finde es gut und mich begeistert es auf diese Weise in die Vergangenheit abzutauchen.
Auch lernte ich viel bei der Lektüre. Ich habe mir dann doch über das ein und andere natürlich mehr Gedanken gemacht wie das damals eigentlich war. Auch hierzu hat die Autorin eine tolle Website mit mehr Hintergrundinformationen angelegt: http://www.adelinas-welt.de/. Sehr hilfreich bei der Lektüre.
Ich kenne mich leider nicht sonderlich gut in Köln aus, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für Kölner und Köln-Kenner auch eine Freude ist, dieses Buch zu lesen.
Fazit: Spannend, lehrreich, mal was anderes. Mich hat es wunderbar unterhalten und ich werde nun Petra Schier mit anderen Romanen gleich auf meine Leseliste setzten!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Für alle Einsteiger in die Welt der Erziehungsratgeber

Prachtexemplar oder Nervensäge
0

Dieser Erziehungsratgeber von Ingrid Buschmann „Prachtexemplar oder Nervensäge“ ist eine leichte Einstiegslektüre für alle Eltern, die anfangen sich mit dem Thema Erziehung auseinander zu setzen. Ich finde ...

Dieser Erziehungsratgeber von Ingrid Buschmann „Prachtexemplar oder Nervensäge“ ist eine leichte Einstiegslektüre für alle Eltern, die anfangen sich mit dem Thema Erziehung auseinander zu setzen. Ich finde es gut strukturiert, da es einerseits aufbauend ist, andererseits auch jedes Kapitel für sich gelesen werden kann.
Da alle Themen, auch mit Beispielen erläutert werden, aber das Wissen nicht sonderlich in die Tiefe geht, also auch keine Studien im Detail mit Ergebnissen erwähnt, ist es eher eine Einstiegslektüre.
Für mich persönlich war die Lektüre gut, aber nicht sonderlich viele Themen neu. Auch haben mir an der ein und anderen Stelle die schwierigen Themen gefällt bzw. die Sicht der Dinge war mir zu vereinfacht. Ein Kind verhält sich entweder wie ein Prachtexemplar oder eine Nervensäge. Da bin ich persönlich anderer Meinung, auch wenn es zu Illustrationszwecken natürlich leichter ist, es ein wenig einfacher zu gestalten. Aber genau um diesen Graubereich geht es im echten Leben doch im Grunde genommen und genau hier habe ich mir persönlich mehr erhofft.
Fazit: Für alle Einsteiger in die Welt der Erziehungsratgeber oder für alle die es nicht so wissenschaftlich haben möchte, sicher ein guter Ansatz. Für alle die sich etwas mehr Gedanken machen über die eigenen Kinder und differenzierte Hilfestellungen suchen, ist hier nicht so viel zu erwarten.

Veröffentlicht am 17.08.2018

Für Literaturliebhaber

Geteiltes Vergnügen
0

Würde ich nur den Buchumschlag in der Buchhandlung sehen und die Autorin nicht kennen, ich hätte den Roman nicht zur Hand genommen. Hätte ich trotz des Covers, den Klappentext gelesen und die Autorin nicht ...

Würde ich nur den Buchumschlag in der Buchhandlung sehen und die Autorin nicht kennen, ich hätte den Roman nicht zur Hand genommen. Hätte ich trotz des Covers, den Klappentext gelesen und die Autorin nicht gekannt, ich hätte das Buch nicht gekauft.
Mein Glück ist, dass ich Johanna Adorján kenne und ihr Debüt ‚Eine exklusive Liebe‘ als Bereicherung empfand und aktiv ‚Geteiltes Vergnügen‘ auswählte. Und wieder bin ich um eine literarischen Schatz reicher!

‚Geteiltes Vergnügen‘ ist ein Roman in dem es in der Tat kondensiert und ausschließlich um eine zwischenmenschliche Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann geht. Auch passiert im engeren Sinne nicht viel. Aber Johanna Adorján beschreibt es so intensiv, real und mitfühlend ohne dramatisch oder melancholisch zu sein, dass es Spaß macht diesen Roman zu lesen.
Beispielsweise auf Seite 16: "Allein und unglücklich in Paris, das sich nirgends so sehr vermissen lässt wie in Paris." Wobei ich hier auch sagen muss, dass nicht einzelne herausragende Sätze den Roman so stilistisch hervorheben sondern der Roman als Gesamtkonstrukt.

Fazit: Für Literaturliebhaber, die gerne die Nuancen zwischen den Zeilen wahrnehmen und sich mit den großen Fragen des Lebens geschäftigen.

Veröffentlicht am 17.08.2018

Eine Empfehlung kann ich nicht aussprechen.

Die Falle
0

Und wieder einmal bin ich auf die Marketing-Maschinerie hereingefallen! ‚Die Falle‘, der erste Thriller von Melanie Raabe wurde gefeiert und von vielen Lesern hoch gelobt. Die Filmrechte sind verkauft. ...

Und wieder einmal bin ich auf die Marketing-Maschinerie hereingefallen! ‚Die Falle‘, der erste Thriller von Melanie Raabe wurde gefeiert und von vielen Lesern hoch gelobt. Die Filmrechte sind verkauft. Ich habe diesen Thriller nicht gelesen und nun kommt der zweite Thriller auf den Markt: „Die Wahrheit“.
In „Die Wahrheit“ geht es um eine Frau, deren Mann nach einer Geschäftsreise nicht nach Hamburg zurückkehrt und sie nach 7 Jahren versucht damit abzuschließen. Dann wird er doch plötzlich gefunden und als sie ihn am Flughafen empfängt ist der Mann der dort steht ein Fremder. Mehr möchte ich zum Inhalt an dieser Stelle nicht verraten sonst spoiler ich.
Hier steckt eine gute Idee drin, aber leider einfach 100 Seiten zu lang und zu konstruiert. Ich finde, dass der Leser merkt, dass dieser Thriller vorher durchdekliniert wurde und ein Gerüst entstanden ist was dann mit Prosa zum Leben erweckt ist. Viele Seiten wiederholen die Annahmen, kauen Geschriebenes nochmals und nochmals wieder und Cliffhanger werden häufig nur durch Wissenslücken beim Leser hervorgerufen.
Ich habe viele Seiten nur überflogen und trotzdem die Geschichte als solches erfasst. Der Mehrwert den ganzen Text zu lesen ergab sich weder aus dem Aspekt des guten Schreibstils noch aus Spannungsgründen.