Ein mitreißender Roman über Selbstfindung, toxische Beziehungen und die Erkenntnis, dass man sich nicht mit weniger zufriedengeben sollte, als man verdient.
No Hard FeelingsDas Buch hat mich sofort gepackt – die Seiten fliegen nur so dahin, weil die Geschichte so lebendig erzählt ist. Im Mittelpunkt steht Penny, die sich in ihrem Job und ihrem Liebesleben gleichermaßen festgefahren ...
Das Buch hat mich sofort gepackt – die Seiten fliegen nur so dahin, weil die Geschichte so lebendig erzählt ist. Im Mittelpunkt steht Penny, die sich in ihrem Job und ihrem Liebesleben gleichermaßen festgefahren fühlt. Sie wird von ihrer Chefin hingehalten, die versprochene Beförderung rückt in weite Ferne, und privat dreht sich alles um Max – einen Mann, der ihr zwar Netflix und Sex bietet, aber keine wirkliche Beziehung. Penny hofft trotzdem, dass er irgendwann mehr für sie empfindet, doch es bleibt beim Wunschdenken.
Stattdessen ertränkt sie ihren Frust oft in Wein, stolpert von einem schlechten Date ins nächste und kämpft mit ihren eigenen Unsicherheiten. Ihr Mitbewohner Leo hält ihr regelmäßig den Spiegel vor, doch Penny schafft es lange nicht, aus ihren eigenen Mustern auszubrechen. Erst als sie widerwillig bei einer Therapeutin landet, beginnt langsam ein Umdenken.
Das Buch ist herrlich ehrlich, sarkastisch und dabei trotzdem nah an der Realität. Man leidet mit Penny, möchte sie manchmal schütteln, weil sie sich selbst so wenig wert ist, und hofft, dass sie irgendwann erkennt, dass sie mehr verdient. Der Schreibstil ist locker und mitreißend, und obwohl es an vielen Stellen humorvoll ist, steckt auch eine Menge Ernsthaftigkeit zwischen den Zeilen.
Am Ende bleibt für mich vor allem das Gefühl, dass man sich nicht mit weniger zufriedengeben sollte, als man verdient – und dass es sich lohnt, irgendwann für sich selbst einzustehen. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, aber auch einfach Spaß macht zu lesen!