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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Super spannend und fesselnd

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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Cooper ist 17, hat keinen Job und lässt sich von seinem Kumpel Jason zu einem vermeintlich harmlosen Ladendiebstahl während einer Black‑Lives‑Matter‑Demo überreden – doch alles eskaliert: in der Nähe fallen ...

Cooper ist 17, hat keinen Job und lässt sich von seinem Kumpel Jason zu einem vermeintlich harmlosen Ladendiebstahl während einer Black‑Lives‑Matter‑Demo überreden – doch alles eskaliert: in der Nähe fallen Schüsse, jemand stirbt, und schon am nächsten Tag zeigen die Nachrichten vier Verdächtige mit Skimasken, darunter Cooper und seine Freunde. Jason wird verhaftet und wegen Mordes verdächtigt, Cooper glaubt aber nicht, dass sein Freund der Täter ist, und beginnt zusammen mit Jasons Schwester Monique auf eigene Faust zu ermitteln. Die Geschichte wird abwechselnd aus Coopers und Moniques Sicht erzählt, was die Figuren nahbar macht und die Handlung immer wieder neu beleuchtet; Cooper wirkt ruhig, loyal und innerlich zerrissen, Monique ist klug, entschlossen und zeigt zugleich eine verletzliche Seite, die sie sehr menschlich macht. Nick Brooks schreibt klar und direkt, mit kurzen Kapiteln, die das Tempo hochhalten, sodass man schnell in die Handlung reinkommt und kaum Luft zum Nachdenken hat, bevor die nächste Wendung kommt. Das Buch verknüpft einen spannenden Krimi mit aktuellen Themen wie Rassismus, Polizeigewalt und Racial Profiling, die nicht nur Kulisse sind, sondern das Verhalten der Figuren und die öffentliche Wahrnehmung aktiv beeinflussen. Es ist zugleich eine Coming‑of‑Age‑Geschichte: Cooper muss Verantwortung übernehmen, mit Schuldgefühlen umgehen und herausfinden, wer er sein will. Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass emotionale Momente länger nachklingen statt nur kurz aufzuflammen, aber das ist eher ein Stilpunkt; insgesamt bleibt die Spannung durch falsche Fährten und überraschende Wendungen bis zum Schluss hoch und das Ende löst die meisten Fragen stimmig auf. Für junge Leserinnen und Leser, die eine schnelle, packende Geschichte mögen, die gleichzeitig zum Nachdenken über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten anregt, ist Up in Smoke eine sehr gelungene Wahl.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Arianas Weg voller Mut, Geheimnisse und Freundschaft

Animox Origins 2. Der Stich der Wespe
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Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Schon nach ein paar Seiten war ich voll drin in Arianas Welt. Sie geht ja auf diese geheime Spionageschule für Insekten- und Spinnenwesen, und allein ...

Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Schon nach ein paar Seiten war ich voll drin in Arianas Welt. Sie geht ja auf diese geheime Spionageschule für Insekten- und Spinnenwesen, und allein diese Idee macht die Geschichte schon spannend. Ariana selbst ist eine starke, aber auch ziemlich sture Figur, die unbedingt beweisen will, was in ihr steckt. Das macht sie sehr sympathisch, weil man gut versteht, warum sie so handelt.

Die Handlung wird schnell aufregend, vor allem als Arianas wichtigster Lehrer verschwindet und sie plötzlich mit Leuten zusammenarbeiten muss, die sie eigentlich gar nicht leiden kann. Dadurch entstehen viele spannende Momente, aber auch lustige oder nachdenkliche. Die Mischung passt einfach gut. Man merkt, dass hinter allem ein größeres Geheimnis steckt, und das hält die Spannung bis zum Schluss hoch.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und trotzdem bildhaft. Man kann sich die Schule, die Prüfungen und die verschiedenen Tierwesen richtig gut vorstellen. Auch das Cover passt super zur Geschichte und macht direkt Lust aufs Lesen.

Für mich ist das Buch ein tolles Fantasy-Abenteuer, das nicht nur Action bietet, sondern auch Themen wie Freundschaft, Vertrauen und Mut schön rüberbringt. Ich würde es allen empfehlen, die gerne in andere Welten abtauchen – egal ob man die Animox-Reihe schon kennt oder nicht.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Genialer Reihenauftakt

Dragonborn (Band 1) - Das Erbe des Feuers
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Dragonborn — Das Erbe des Feuers ist ein richtig mitreißender Reihenauftakt, der sich leicht und flüssig lesen lässt und gerade für Jugendliche ab 12 Jahren viel zu bieten hat. Die Geschichte um Alex, ...

Dragonborn — Das Erbe des Feuers ist ein richtig mitreißender Reihenauftakt, der sich leicht und flüssig lesen lässt und gerade für Jugendliche ab 12 Jahren viel zu bieten hat. Die Geschichte um Alex, die entdeckt, dass in ihr ein Drache steckt und auf die geheimnisvolle Insel Skralla kommt, zieht sofort in ihren Bann und bleibt bis zur letzten Seite spannend.

Alex ist eine tolle Hauptfigur: sie wirkt echt, verletzlich und trotzdem mutig. Man spürt ihre Angst, plötzlich „anders“ zu sein, und gleichzeitig wächst in ihr etwas, das sie selbst lange nicht kannte. Das macht sie nahbar und spannend zu verfolgen.

Die Welt auf Skralla und die Akademie sind so bildhaft beschrieben, dass man sofort Bilder im Kopf hat. Die Aschlinge, die Drachen und die alten Geheimnisse wirken glaubwürdig, weil immer wieder kleine historische Andeutungen eingestreut werden. Die Mischung aus Magie, Drachen und politischen Gefahren ist abwechslungsreich und sorgt dafür, dass es nie langweilig wird.

Die Handlung ist flott, voller Action und hat immer wieder überraschende Wendungen. Besonders gegen Ende nimmt die Spannung noch einmal richtig zu — ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet, Freundschaften und Konflikte fühlen sich echt an, und auch Humor kommt nicht zu kurz.

Kurz gesagt: Für mich spannend, sehr gut zu lesen, mit tollen Charakteren und unerwarteten Wendungen, besonders zum Ende hin — fesselnd bis zur letzten Seite und macht richtig Lust auf Band 2.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Hier muss man tief eintauchen

Flut aus schwarzem Stahl
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Dieses Buch beinhaltet eine komplexe, große Welt die faszinieren kann wenn man es erstmal geschafft hat die 4 Protagonisten aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird auseinander zu halten. Das ...

Dieses Buch beinhaltet eine komplexe, große Welt die faszinieren kann wenn man es erstmal geschafft hat die 4 Protagonisten aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird auseinander zu halten. Das fiel mir relativ lange schwer und hat das Lesen so anfangs etwas behindert. Die Welt Ascarlia wirkt von Anfang an wie ein Ort, der schon viel durchgemacht hat: alte Machtstrukturen, ein Hof voller Intrigen und ein Volk, das sich irgendwie zwischen Tradition und Angst bewegt. Und dann tauchen diese Gerüchte auf — Schiffe aus dem Norden, Krieger mit Tätowierungen, ein Kult, der eigentlich längst Geschichte sein sollte. Man spürt sofort, dass da etwas Großes aufzieht.

Thera, die für die Schwesterköniginnen arbeitet, wird losgeschickt, um herauszufinden, was an den Gerüchten dran ist. Parallel dazu verfolgt man ihren Bruder, der seine ganz eigenen Pläne hat und sich davon verspricht, bei den Königinnen Eindruck zu schinden. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein.
Die Atmosphäre ist durchgehend düster, manchmal brutal, aber nie sinnlos. Es geht viel um Schuld, Macht, alte Fehden und darum, wie weit Menschen gehen, wenn sie etwas zu verlieren haben.

Viele Szenen sind so bildhaft beschrieben, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu stehen. Und es gibt genug Wendungen, um einen immer wieder neu reinzuziehen.

Fazit: Ein dunkler, dichter Fantasy‑Auftakt mit einer komplexen Welt und einer Bedrohung, die langsam, aber unaufhaltsam näherkommt. Der Einstieg ist wegen der vielen Figuren etwas anstrengend, aber wenn man dranbleibt, bekommt man eine richtig starke Geschichte, die Lust auf den nächsten Band macht.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Hat mich tief berührt

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Dieses Buch hat mich auf eine sehr persönliche Weise getroffen. Die Autorin schreibt schlicht und klar, aber mit einem leisen poetischen Unterton, der sich fast unbemerkt ins Herz schiebt. Es gibt keine ...

Dieses Buch hat mich auf eine sehr persönliche Weise getroffen. Die Autorin schreibt schlicht und klar, aber mit einem leisen poetischen Unterton, der sich fast unbemerkt ins Herz schiebt. Es gibt keine Dialoge, nur Erinnerungen und Gedanken. Die Menschen bleiben namenlos, das hat es für mich sehr ehrlich gemacht.

Entstanden ist das Buch nach dem Tod ihres Mannes. Ihre Beziehung war nicht einfach. Da war Liebe, ja, aber auch ein langsames Sich-Verlieren, ein Auseinanderdriften, das beide gespürt haben. Diese Mischung aus Nähe und Distanz, aus Zuneigung und Schmerz, zieht sich durch jede Seite. Und genau das hat mich sehr berührt.

Vieles davon kenne ich selbst. Dieses Gefühl, jemanden zu lieben und trotzdem zu merken, dass man sich nicht mehr richtig findet. Diese Ambivalenz, die gleichzeitig vertraut und schmerzhaft ist. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass jemand Worte für Dinge findet, die ich selbst lange nicht aussprechen konnte.

Es ist ein stilles Buch, aber eines, das lange nachwirkt. Es zeigt schonungslos wie kompliziert Liebe manchmal ist.

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