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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein Blick auf eine besondere Zeit

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher ...

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher und ein bisschen chaotisch – politisch wie auch im Leben der Figuren.

Die Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich:
Dieter Germeshausen ist ein eher unauffälliger Geheimdienstmann, der plötzlich Angst hat, als Doppelagent aufzufliegen. Jakob Dreiser ist ein junger Dichter, der zwar Erfolg hat, sich aber langweilt und etwas Spannendes erleben will. Wie die beiden zusammenkommen, ist witzig und überraschend.

Auch die anderen Figuren sind interessant und oft ein bisschen schräg. Sie haben alle ihre Probleme, Wünsche und Unsicherheiten. Genau das macht sie glaubwürdig und sympathisch.

Der Roman wirkt wie eine Mischung aus Spionagegeschichte, Abenteuer und Gesellschaftssatire. Obwohl es um Geheimdienste geht, gibt es kaum Gewalt. Stattdessen lebt die Geschichte von Missverständnissen, Zufällen und den kleinen Schwächen der Menschen. Das macht das Buch leicht, humorvoll und trotzdem spannend.

Magnussons Sprache ist klar und gut lesbar. Viele Gedanken bleiben im Kopf, weil sie klug, aber nicht kompliziert sind. Der Roman zeigt eine Zeit, in der viele glaubten, dass nun alles besser wird – und gleichzeitig merkt man, wie naiv diese Hoffnung war.

Für mich ist das Buch unterhaltsam, warmherzig und manchmal richtig lustig. Es erzählt von einer besonderen Zeit und von Menschen, die versuchen, ihren Platz darin zu finden.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Highlight für mich

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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A Fire in the Sky hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es eine Atmosphäre schafft, die gleichzeitig roh, düster und unglaublich fesselnd ...

A Fire in the Sky hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es eine Atmosphäre schafft, die gleichzeitig roh, düster und unglaublich fesselnd ist. Besonders Tamsyns Leben als Prügelmädchen hat mich tief beeindruckt. Diese harte, ausweglose Existenz wird so eindringlich beschrieben, dass man sofort in ihren Schmerz, ihre Wut und ihre Überlebensstrategie hineingezogen wird.

Auch die Wendung, als Tamsyn an Fell verheiratet wird, hat mich nicht losgelassen. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv und voller Spannung. Fell ist eine faszinierende Figur: brutal, unberechenbar und doch fähig zu überraschender Zärtlichkeit. Gerade diese Ambivalenz macht die Beziehung so packend – man weiß nie, ob man ihm vertrauen kann, und gleichzeitig versteht man, warum Tamsyn sich ihm nicht entziehen kann.

Die Reise zu seinem Königreich finde ich auch gut. Die Welt wirkt lebendig, gefährlich und voller Geheimnisse.
Als die Verwandlungen ins Spiel kamen, hat die Geschichte für mich etwas an Sogkraft verloren. Nicht, weil die Idee schlecht wäre, sondern weil der Fokus sich verschiebt und die emotionale Intensität der ersten Hälfte etwas in den Hintergrund rückt. Ich hoffe sehr, dass Band 2 diesen Teil wieder stärker aufgreift und die Entwicklung der Figuren weiter vertieft.

Insgesamt ist A Fire in the Sky ein mitreißender, atmosphärischer Reihenauftakt, der vor allem durch seine starken Charaktere und die düstere Grundstimmung überzeugt. Ich freue mich darauf, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Ein Abenteuer voller Rätsel, Mut und Magie

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Der zweite Band rund um Irida und die Furchtlosen hat mich richtig gut abgeholt. Die Geschichte setzt die Ereignisse aus Teil 1 spannend fort: Hohenburg ist in Gefahr, die Gegner werden immer ...

Der zweite Band rund um Irida und die Furchtlosen hat mich richtig gut abgeholt. Die Geschichte setzt die Ereignisse aus Teil 1 spannend fort: Hohenburg ist in Gefahr, die Gegner werden immer skrupelloser, und plötzlich steht sogar ein uraltes, düsteres Wesen im Raum.

Irida bleibt eine super sympathische Heldin. Man merkt, wie sie wächst, zweifelt, mutig ist und trotzdem menschlich bleibt. Besonders stark fand ich die Szenen rund um die alte Ruine. Die Atmosphäre ist so bildhaft beschrieben, dass man fast meint, den Staub und die Kälte der Steine zu spüren. Die Mischung aus Geheimnis, leicht melancholischer Stimmung und kleinen Gänsehautmomenten hat mir richtig gefallen. Es steht richtig viel auf dem Spiel – und genau das macht die Geschichte so spannend

Auch die Rätsel sind gut gemacht – nicht zu leicht, nicht zu schwer. Man knobelt automatisch mit, ohne dass es sich künstlich anfühlt. Und zwischen all der Action gibt es viele ruhigere Momente, in denen es um Vertrauen, Freundschaft und Selbstvertrauen geht. Das wirkt nie belehrend, sondern sehr natürlich.

Insgesamt ist es eine flotte, spannende Fortsetzung mit viel Herz, Magie und Abenteuer. Für mich ein richtig gutes Jugend-Fantasybuch, das Lust auf den nächsten Band macht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

entspannter durch Hausaufgaben

Lernen ohne Streit
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Lernen ohne Streit von Trixi Tumert ist ein praktischer Ratgeber für Eltern, die den täglichen Hausaufgabenstress loswerden wollen. Tumert schreibt locker und direkt, ohne viel Theorie, und liefert viele ...

Lernen ohne Streit von Trixi Tumert ist ein praktischer Ratgeber für Eltern, die den täglichen Hausaufgabenstress loswerden wollen. Tumert schreibt locker und direkt, ohne viel Theorie, und liefert viele konkrete Tipps, die man sofort ausprobieren kann. Es geht darum, wie Eltern klare Absprachen treffen, Routinen einführen und Kindern Schritt für Schritt mehr Verantwortung fürs Lernen zurückgeben, ohne sie allein zu lassen.

Besonders hilfreich sind die kurzen Übungen und Gesprächsformeln, die sich leicht in den Alltag einbauen lassen — kein großer Zeitaufwand, sondern kleine Änderungen mit großer Wirkung. Die Autorin nimmt Eltern die Schuldgefühle und zeigt, wie man Konflikte entschärft, statt sie eskalieren zu lassen. Für Familien mit Grundschulkindern ist das Buch besonders geeignet, weil die Vorschläge praxisnah und alltagstauglich sind.

Für die meisten Familien ist Lernen ohne Streit ein guter Begleiter: kurzweilig, motivierend und voll mit umsetzbaren Ideen, die den Hausaufgabenalltag deutlich entspannter machen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

rauer Nordsee‑Krimi

Seemannsgrab für Norderney
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In Seemannsgrab für Norderney landet Jan de Fries wieder mitten in einem Fall, der nach Meer riecht: Eine Leiche, ein Hinweis, der ihn betrifft, und bald führt die Spur auf die Insel. Dirk Trost erzählt ...

In Seemannsgrab für Norderney landet Jan de Fries wieder mitten in einem Fall, der nach Meer riecht: Eine Leiche, ein Hinweis, der ihn betrifft, und bald führt die Spur auf die Insel. Dirk Trost erzählt flott und ohne viel Schnickschnack, die Kapitel sind kurz, das Tempo bleibt hoch und die Nordsee‑Stimmung sitzt — Hafen, Wind und ein aufziehender Sturm sorgen für ordentlich Atmosphäre. Die Figuren sind bodenständig gezeichnet, Jan bleibt der abgeklärte Typ, der sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Die Handlung bietet genug Wendungen, um neugierig zu bleiben, ohne sich in unnötigen Nebenplots zu verlieren. Für alle, die regionale Krimis mit maritimem Flair mögen, ist das ein kurzweiliger, stimmiger Band.

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