Cover-Bild Die Reise ans Ende der Geschichte
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 14.02.2026
  • ISBN: 9783608125436
Kristof Magnusson

Die Reise ans Ende der Geschichte

Roman
Der große Traum vom Abenteuer: Ein Spionageroman von Kristof Magnusson
Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.
Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.
»Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.«  Isabel Bogdan
»Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!« Caroline Wahl
»Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.« Saša Stanišić

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein Blick auf eine besondere Zeit

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Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher ...

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher und ein bisschen chaotisch – politisch wie auch im Leben der Figuren.

Die Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich:
Dieter Germeshausen ist ein eher unauffälliger Geheimdienstmann, der plötzlich Angst hat, als Doppelagent aufzufliegen. Jakob Dreiser ist ein junger Dichter, der zwar Erfolg hat, sich aber langweilt und etwas Spannendes erleben will. Wie die beiden zusammenkommen, ist witzig und überraschend.

Auch die anderen Figuren sind interessant und oft ein bisschen schräg. Sie haben alle ihre Probleme, Wünsche und Unsicherheiten. Genau das macht sie glaubwürdig und sympathisch.

Der Roman wirkt wie eine Mischung aus Spionagegeschichte, Abenteuer und Gesellschaftssatire. Obwohl es um Geheimdienste geht, gibt es kaum Gewalt. Stattdessen lebt die Geschichte von Missverständnissen, Zufällen und den kleinen Schwächen der Menschen. Das macht das Buch leicht, humorvoll und trotzdem spannend.

Magnussons Sprache ist klar und gut lesbar. Viele Gedanken bleiben im Kopf, weil sie klug, aber nicht kompliziert sind. Der Roman zeigt eine Zeit, in der viele glaubten, dass nun alles besser wird – und gleichzeitig merkt man, wie naiv diese Hoffnung war.

Für mich ist das Buch unterhaltsam, warmherzig und manchmal richtig lustig. Es erzählt von einer besonderen Zeit und von Menschen, die versuchen, ihren Platz darin zu finden.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Spannende Satire

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Kristof Magnusson ist mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ein ausgezeichneter Roman gelungen, nach meiner Einschätzung eher eine Satire bzw. Parodie zum Genre „Spionagethriller“ als ein Abenteuerroman ...

Kristof Magnusson ist mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ein ausgezeichneter Roman gelungen, nach meiner Einschätzung eher eine Satire bzw. Parodie zum Genre „Spionagethriller“ als ein Abenteuerroman wie im Klappentext angekündigt. Ein raffinierter Prolog zeigt die Gefahren auf, in der Spione leben. Der Leser weiß aber lange Zeit nicht, in welche Richtung die Handlung läuft und was die Protagonisten miteinander erleben. Da ist zunächst einmal Dieter Germeshausen, ein eher einfach gestrickter kulturell desinteressierter Mann, der aus gekränkter Eitelkeit zum Doppelspion wird und der befürchten muss, dass er auffliegen wird, nachdem der Kalte Krieg beendet wurde. Dann der sympathische junge Dichter Jakob Dreiser, früh erfolgreich, sehr kommunikativ, aber von seinem Leben gelangweilt. Die von einem Botschafter der USA in Rom zurück gelassene Dominique Fishbowl, Alkoholikerin, aber mit dem richtigen Durchblick sowie die von allen unterschätzte Francesca Aquatone, die russischen Botschaftsangehörigen in Rom die italienische Sprache und wohl noch andere Dinge vermittelt. Auf diese Ausgangslage muss man erst einmal kommen, zumal es noch weitere interessante Charaktere gibt. Das Buch ist durchzogen von Seitenhieben auf die deutsche, italienische und sowjetische Gesellschaft und das Lesen bereitet höchstes Vergnügen. Gefallen hat mir auch, dass es anders als in typischen Spionagethrillern kaum Gewalt und keine Toten gibt und dass die typische schwarz-weiß-malerische Unterscheidung von Gut und Böse fehlt. Auch wenn die Handlung nicht durchweg ernst zu nehmen ist, fand ich den Roman spannend und kann ihn nur sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Mit dem Ende des "Kalten Krieges" kam die Hoffnung auf dauerhaften Frieden

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Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische ...

Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Jakob Dreier muss sich also erst an den Begriff „Russische Föderation“ gewöhnen. Was gestern noch unmöglich schien, heute gehört es zum Alltag in Rom. Die russische Botschaft feiert und lädt alles, was Rang und Namen hat dazu ein. Auch Dieter Germeshausen genießt das kostenlose Angebot von Piroggen und Krimsekt. Er mag zwar keine Feste möchte aber unbedingt den jungen Dichter Jakob Dreier kennenlernen. Nach einem ersten Wortwechsel macht Germeshausen ihm einen Vorschlag, den er nicht ablehnen kann.

Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ gab es eine Aufbruchstimmung. Die Menschen freuten sich und hofften auf dauerhaften Frieden. Spionage war nicht mehr nötig. Herr Germeshausen wollte aber noch einen letzten Coup landen. Seine Rente aufbessern und mit seiner Geliebten abtauchen. Eine Reise nach Almaty in Kasachstan ist geplant und Jakob Dreier soll ihn begleiten.

"Die Reise ans Ende der Geschichte" erinnerte mich ein wenig an die Romane von Johannes Mario Simmel. Auch er schrieb gerne über Agenten und deren Verwicklungen mit ihren Auftraggebern. Kristof Magnusson lässt seine Protagonisten reisen. Von Rom nach Almaty und auch ins Rheinland nimmt er seine Leser mit. Zuweilen zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar. So empfand ich das Buch. Daher gebe ich nur eine bedingte Leseempfehlung.

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