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Veröffentlicht am 13.01.2022

Drama und Glamour im Friedrichstadtpalast

Der Palast
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Ost- Berlin 1989: Die alleinerziehende Tänzerin Christine Steffen bekommt endlich die große Gelegenheit, im Friedrichstadtpalast ein Solo zu tanzen im Rahmen einer großen Show für das Jubiläum für den ...

Ost- Berlin 1989: Die alleinerziehende Tänzerin Christine Steffen bekommt endlich die große Gelegenheit, im Friedrichstadtpalast ein Solo zu tanzen im Rahmen einer großen Show für das Jubiläum für den 40. Jahrestag der DDR.

Zur gleichen Zeit sitzt Marlene Wenninger aus Westdeutschland im Palast und entdeckt auf der Bühne eine Frau, die genau so aussieht wie sie selber. Sie traut ihren Augen nicht.

Dann stehen sich Marlene und Christine gegenüber. Was ist in der Vergangenheit wirklich passiert? Werden die Frauen was herausfinden ?

Mir hat der Palast von Rodica Doehnert hervorragend gefallen. Für mich war sofort klar, dass ich tolle Buch unbedingt lesen möchte. Allein das Cover, was sehr edel gestaltet wurde und perfect zur Geschichte passt, ist mir tief ins Auge gesprungen und ich bekam Herzrasen vor Freude. Ich war auch schon mehrfach, im Berliner Friedrichstadtpalast und konnte vor Ort persönlich eine grandiose Show genießen.

Rodica Doehnert hat mir mit ihrem Buch zauberhafte Lesestunden geschenkt und sie konnte mich mit ihrem mitreißenden, bildhaften und flüssigen Schreibstil sehr überzeugen. Somit konnte ich tief in die Geschichte von Marlene und Christine ein -, und abtauchen und konnte mit ihnen und ihrem Schicksal teilhaben.

Man lernt die Protagonisten und deren Familien, die im westdeutschen Bamberg und in Ost- Berlin wohnen, sehr gut kennen. Es sind zwei völlig verschiedene Welten, in denen Marlene und Christine leben.


Fazit:

Rodica Doehnert ist mit diesem Buch ein großes Meisterwerk gelungen. Wer gerne Bücher zur deutsch- deutschen Geschichte und mitreißende Familiengeheimnisse mag, für den ist das Buch genau richtig.

Ich empfehle den Palast vom ganzen Herzen weiter und vergebe mehr wie fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Eine gigantische Zeitreise in die 70iger und 80iger Jahre

Unser kostbares Leben
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Mainheim 1972: Minka und Caro sind beste Freundinnen, Nachbarskinder und besuchen gemeinsam die Grundschule. Sie gehen oft und gerne ins Schwimmbad …. bis ihr vietnamesischer Klassenkamerad Guy dort verunglückt. ...

Mainheim 1972: Minka und Caro sind beste Freundinnen, Nachbarskinder und besuchen gemeinsam die Grundschule. Sie gehen oft und gerne ins Schwimmbad …. bis ihr vietnamesischer Klassenkamerad Guy dort verunglückt. Es ist nichts mehr so wie es mal war. Auch die Väter sind politisch hoch verstrickt. Während Minkas Vater Mitglied der SPD und Bürgermeister von Mainheim ist, ist der Vater von der eher schüchternen Caro Chef einer Schokoladenfirma. Die Mädchen gehen ihren Weg und man begleitet sie im Buch bis ins Erwachsenenalter.

Mir hat „ Unser kostbares Leben“ von Katharina Fuchs bestens gefallen. Das Buch empfand ich als sehr tiefgründig und detailliert verfasst und die Seiten flogen nur so dahin.
Die Autorin konnte mich mit ihrem lebendigen, flüssigen und spannenden Schreibstil total überzeugen. Somit konnte ich in ihren neuen Roman tief ein-, und abtauchen und hatte wunderbare Lesestunden.
Das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen und passt wunderbar zur Story.
Das Buch wurde aus Sicht von mehreren Protagonisten/ innen verfasst. Man begleitet sie in zwei Jahrzehnten bis ins Erwachsenenalter. Die Figuren wurden sehr lebendig beschrieben und es wurde nie langweilig.

Die Themen die Frau Fuchs mit in ihr Buch genommen hat, wie Umweltzerstörungen und -, Katastrophen, politische Ereignisse zu dieser Zeit, Experimente mit Medikamenten an wehrlosen Heimkindern und Tieren und die furchtbare Tierquälerei gingen mir sehr unter die Haut. Besonders berührt hat mich das Schicksal von den Heimkindern Marita und Claire, die nicht freiwillig unter Einnahme der Psychopharmaka gelitten haben.

Fazit:
Katharina Fuchs ist mit ihrem neuen Roman „ unser Kostbares Leben“ ein großes Meisterwerk gelungen und ich wurde somit bestens unterhalten. Ich durfte in ihre lebendige Zeitreise in die 70iger und 80iger Jahre abtauchen. Mir fiel es schwer, ihr Buch, das aus mehr wie 600 Seiten besteht, beiseite zu legen. Ich vergebe fünf Lesesterne und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

Eine historische Zeitreise nach Ostfriesland

Der Friesenhof
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Eine historische Zeitreise nach Ostfriesland

Ostfriesland 1949: Nach dem Tod von Onno De Fries kämpfen seine Töchter Hanna und Gesa gegen den Verkauf des Familienhofes im ostfriesischen Rysum. Deren Schwager ...

Eine historische Zeitreise nach Ostfriesland

Ostfriesland 1949: Nach dem Tod von Onno De Fries kämpfen seine Töchter Hanna und Gesa gegen den Verkauf des Familienhofes im ostfriesischen Rysum. Deren Schwager Günther – der Mann von der dritten Schwester Helga- besteht auf sein Anteil und der Kampf ums Erbe nimmt kein Ende.
Gesa nimmt eine Stelle im Teekontor in Emden an und verliebt sich in den bereits verheirateten Juniorchef Keno. Ihr Verlobter Gerold ist bis heute nicht aus dem Krieg zurück gekehrt.
Die jüngere Schwester Hanna übernimmt die Leitung auf dem Friesenhof und der polnische Hilfsarbeiter Tomek ist mehr wie nur ein guter Freund für sie.
Wie geht es mit dem Friesenhof weiter?

Mir hat der erste Teil der Teehändler Saga „der Friesenhof- auf neuen Wegen“ von Fenja Lüders bestens gefallen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Die Autorin hat es geschafft, mich auf ihre historische Reise nach Ostfriesland mit zu nehmen. Somit konnte ich in die Geschichte tief ein-, und abtauchen. Der Schreibstil war daher sehr bildhaft, flüssig und spannend.
Die meisten Figuren wurden sehr liebevoll ausgearbeitet. Natürlich gab es auch Bösewichte wie Günther.
Die Schwestern Hanna und auch Gesa haben mein Herz im Sturm erobert und wurden sehr modern für die Nachkriegszeit beschrieben. Der Zusammenhalt zwischen den Schwestern war groß geschrieben.
Besonders toll fand ich auch den Zusammenhalt auf dem Friesenhof egal ob Knecht, Flüchtlinge oder die Inhaber.
Auch die flotte Tanti- die gute Menschenkenntnisse und immer einen schlauen Spruch auf Lager hat, war mir sofort sympathisch.


Fazit:
Fenja Lüders hat mir mit dem ersten Teil ihrer Teehändler Saga zauberhafte Lesestunden beschert. Mir viel es schwer, ihr Buch zur Seite zu legen. In diesem Meisterwerk von ihr erfährt man viel über den Tee und das Leben im Marschland in der Nachkriegszeit. Auch die Liebe kam nicht zu kurz. Ich vergebe daher fünf Lesesterne und empfehle das Buch vom ganzen Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

Weil Träume unendlich sind
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DDR 1960: Die Schwestern Ruth und Marlies sind so unterschiedlich. Die ältere Schwester Marlies kämpft mutig im Widerstand und um Freiheit. Dadurch werden der sechs Jahren jüngeren Schwester Ruth vom DDR ...

DDR 1960: Die Schwestern Ruth und Marlies sind so unterschiedlich. Die ältere Schwester Marlies kämpft mutig im Widerstand und um Freiheit. Dadurch werden der sechs Jahren jüngeren Schwester Ruth vom DDR Regime Steine in den Weg gelegt. Ihr Wunsch, Physik zu studieren platzt wie eine Seifenblase. Statt dessen muss sie auf die Insel Usedom und startet dort eine Ausbildung zur Forstwirtin. Durch ein Zufall kann sie sich der Natur-, und Fledermausforschung im Wald widmen. Dann lernt sie Rolf kennen.

2021: Lena begibt sich auf die Suche nach ihrer Großtante Ruth. Durch ihre Oma Marlies erfährt Lena viel von Ruth. Marlies hatte vor kurzem einen Schwächeanfall und möchte noch mal ihre Schwester wieder sehen. Werden es Lena und Marlies schaffen Ruth wieder zu finden ?

Mir hat „ Weil Träume unendlich sind“ von Heike Fröhling sehr gut gefallen.

Es ist bereits der 2. Roman, den ich von der Autorin lesen durfte. Sie hat mich tief in ihr Buch entführt und somit konnte ich wunderbar in die Geschichte von Ruth ein-, und abtauchen. Das Cover zu diesem Buch ist mir ins Auge gesprungen. Die Autorin konnte mich mit ihrem wunderbaren flüssigen und spannenden Schreibstil total überzeugen. Ich hatte dabei oft Kopfkino und das Gefühl vor allem in der Natur, dabei zu sein.

Wir lernen Ruth kennen, eine Einzelkämpferin, Naturliebhaberin und eine starke mutige Frau, die für ihre Träume kämpft und somit die Hauptrolle in diesem Buch spielt. Ihre Schwester Marlies hingegen ist ganz anders.

Besonders gut haben mir die Naturbeschreibungen auf Usedom gefallen.

Das Buch spielt in verschiedenen Zeitsträngen. Lena im Jahr 2021 möchte gerne mehr über ihre Großtante Ruth erfahren und hinterfragt dabei gleichzeitig was ihre persönlichen Träume eigentlich sind.

Fazit:

Wer gerne Bücher in verschiedenen Zeitsträngen liest, für den ist das Buch genau richtig. Ich vergebe fünf Lesesterne und empfehle „ Weil Träume unendlich sind“ gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Eine mutige junge Frau vor einer großen Herausforderung

Die Dorfschullehrerin
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Die junge Helene Werner aus Berlin fängt bewusst eine neue Stelle in der Schule in Kirchdorf- einem hessischen Dorf an der deutsch- deutschen Grenze an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erobert sie im ...

Die junge Helene Werner aus Berlin fängt bewusst eine neue Stelle in der Schule in Kirchdorf- einem hessischen Dorf an der deutsch- deutschen Grenze an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erobert sie im Sturm die Herzen der Dorfbewohner. Keiner weiß wirklich, warum Helene vor Ort ist. Helene verliebt sich in den Landarzt Tobias und vertraut ihm ihr großes Geheimnis an.

Mir hat „die Dorfschullehrerin – was die Hoffnung verspricht“ von Eva Völler bestens gefallen. Die Autorin konnte mich mit ihrem spannenden, flüssigen und emotionalen Schreibstil total überzeugen. So konnte ich tief in das Buch ein-, und abtauchen und hatte vieles bildlich vor Augen und schöne Lesestunden. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und ist mir direkt ins Auge gesprungen.

Helene hat mein Herz im Sturm erobert. Sie ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Ihre ganze Art und Weise fand ich sehr herzlich, mutig und sie selbst motiviert. Welch ein Glück, dass sie in Isabell so eine tolle Freundin gefunden hat. Sie setzt sich auch in ihrer Freizeit sehr für ihre Schüler und Schülerinnen ein. Oft hilft Tobias ihr dabei und er hat immer ein offenes Ohr.
Eva Völler hat die Protagonisten sehr lebendig beschrieben und viele Themen wie die Flucht, die Stasi und Spitzel eingebracht. Alle Handlungen waren absolut nachvollziehbar dargestellt.

Der Roman wurde im Wechsel von Westdeutschland ( Helene) und ihrer Familie im Osten beschrieben.

Fazit:
Eva Völler ist mit der Dorfschullehrerin ein großes Meisterwerk gelungen. Wer gerne spannende Bücher zur deutsch- deutschen Geschichte liest, für den ist der neue Roman von Frau Völler bestens geeignet. Ich vergebe fünf Lesesterne und empfehle die Dorfschullehrerin gerne weiter.

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