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Veröffentlicht am 15.06.2021

Eine historische Forschungsreise nach Surinam

Frau Merian und die Wunder der Welt
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Die Naturforscherin und Malerin Maria Sybilla Merian flüchtet mit ihren zwei Töchtern nach einer gescheiterten Ehe in die Niederlande. Sie träumt von einer großen Forschungsreise in einen Urwald von Surinam ...


Die Naturforscherin und Malerin Maria Sybilla Merian flüchtet mit ihren zwei Töchtern nach einer gescheiterten Ehe in die Niederlande. Sie träumt von einer großen Forschungsreise in einen Urwald von Surinam und nimmt uns mit in eine exotische Welt voller Vielfalt von Pflanzen und exotischen Tieren. Dann lernt sie den geheimnisvollen Jan de Jong kennen.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Das farbenfrohe Cover mit den kräftigen Farben ist mir direkt ins Auge gesprungen. Die Autorin hat es geschafft, mich in eine Welt voller Wunder und exotischen Pflanzen und Tieren einzuführen. Beim Lesen hatte ich die Forschungsarbeit von Frau Merian vor meinen Augen. Ihr Schwerpunkt lag unter anderem bei Schmetterlingen und Insekten. Man erfährt viel wissenswertes über die Botanik. Ich habe auch beim Lesen die Leidenschaft der Autorin für die Natur gespürt.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und historisch, zog sich allerdings an einigen Stellen etwas in die Länge.

Frau Merian hat lange für ihr Ziel gekämpft. Oft wurden ihr Stolpersteine in den Weg gelegt. Daher ist sie für mich eine starke Frau, die nicht aufgibt, um für ihre Träume zu kämpfen. Sie hat mir als Hauptfigur des Buches gut gefallen.

Fazit:

Wer Pflanzen, die Natur und exotische Tiere mag, für den ist das Buch genau richtig. Eine interessante und historische Forschung einer starken Frau im 17. und 18. Jahrhundert. Ich vergebe insgesamt 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2021

Ein Wiedersehen im Palais Heiligendamm

Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten
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Endlich ist der zweite Teil „ stürmische Zeiten“ von Palais Heiligendamm erschienen und es war ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren aus der Hoteliersfamilie in Heiligendamm.

Die Zeiten haben ...

Endlich ist der zweite Teil „ stürmische Zeiten“ von Palais Heiligendamm erschienen und es war ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren aus der Hoteliersfamilie in Heiligendamm.

Die Zeiten haben sich geändert. Der erste Weltkrieg ist vorbei – der viele Spuren hinterlassen hat. Das Hotel wurde mittlerweile frisch renoviert und die Handlung spielt in den zwanziger und dreißiger Jahren in der weißen Stadt an der Ostsee und in Berlin. Zeiten, die nicht leicht sind. Von der Währungskrise, Gründung der NSDAP und deren Brutalität die Angst und Schrecken verbreiten bis hin zum Judenhass. Darunter ist auch Elisabeths Schwester Johanna mit Familie betroffen. Paul gerät durch seine Liebe zu Carl in die Hände der NSDAP und bringt dadurch unruhige Zeiten und eine große Gefahr in seine gesamte Familie rein. Die Familie Kuhlmann droht zu entspalten.

Das Lebenswerk von Elisabeth ist das geliebte Hotel, sie übernimmt dadurch eine große Verantwortung. Sie heiratet endlich Julius- doch dann tritt ein trauriges Schicksal ein und sie muss überlegen, ob ihr ihre eigene kleine Familie oder ihre Karriere wichtiger ist. Auch Köchin Minna geht ihren Weg und begegnet ihrer Liebe.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Bereits auf den ersten Seiten traf ich auf viele liebevolle Protagonisten wieder, die ich in mein Herz geschlossen habe. Auf den ersten Seiten findet der Leser eine Übersicht von dem Personenverzeichnis, die in dem Buch mit spielen.

Michaela Grünig hat mich mit ihrem flüssigen und bildhaften Schreibstil sehr überzeugen können. Es wurde nie langweilig und die Handlungen im Buch selbst waren nachvollziehbar und spannend.

Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte so tief in das Buch eintauchen und wurde auf 524 Seiten bestens unterhalten.
Das Cover ist sehr passend zur Story und historisch mit Blick auf die Ostsee.


Fazit:
Der Autorin ist mit Palais Heiligendamm stürmische Zeiten ein großes Meisterwerk gelungen. Michaela Grünig hat Leidenschaft, Liebe, Spannung pur und dramatische Szenen super mit eingebaut. Ich empfehle das Buch vom ganzen Herzen weiter und vergebe fünf Sterne plus.



  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Geschichte
Veröffentlicht am 14.05.2021

Eine mitfühlende Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart

Weil ich an uns glaubte
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In dem Roman „ Weil ich an uns glaubte“ von Heike Fröhling geht es um zwei Geschichten in unterschiedlichen Zeitebenen, die ineinander verwoben sind.

In der Gegenwart geht es um die 29- jährige Lena, ...

In dem Roman „ Weil ich an uns glaubte“ von Heike Fröhling geht es um zwei Geschichten in unterschiedlichen Zeitebenen, die ineinander verwoben sind.

In der Gegenwart geht es um die 29- jährige Lena, die durch Zufall erfährt, dass ihre Oma noch am Leben ist. Dadurch verändert sich Lenas Leben, als sie Marlies trifft und ihr die Geschichte von Günther und Marianne erzählt. Zudem hinterfragt Lena viel, auch ihre Beziehung zu Max und ihr bisheriges Leben wird durcheinander gewirbelt.

Die Vergangenheit spielt in den 40er und 50er Jahren in Ostdeutschland zu DDR Zeiten. Es geht um Marianne und Günther, die ihre Liebe nicht leben durften. Eine besondere Zeit der innerdeutschen Teilung, einem strengem Regime und Beschattungen.

Das Buch wird aus Sicht von Marianne und Lena erzählt. Dabei kommen viele Geheimnisse ans Licht, die die Gegenwart beeinflussen.

Der Schreibstil von der Autorin ist sehr tiefgründig, spannend und emotional. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Hauptprotagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Mir hat der Erzählstrang von Marianne aus der Vergangenheit besonders gut gefallen, weil dieser sehr ergreifend und emotional verfasst wurde. Auch die Briefe von Günther haben mich sehr berührt. Ich musste öfters mit den Tränen kämpfen.



Fazit:

Der Autorin ist eine sehr bewegende und spannende Geschichte gelungen, die ans Herz geht. Wer gerne Familiengeschichten in Gegenwart und Vergangenheit liest, für den ist das Buch sehr geeignet. Ich vergebe daher fünf Lesesterne und empfehle das Buch gerne weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

Ein gelungener und ereignisreicher Abschluss der Hebammen- Saga

Ein neuer Anfang
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Berlin Neukölln 1957:
Der 2. Weltkrieg hat im Leben von den drei Hebammen Edith, Margot und Luise große Spuren hinterlassen. Oberhebamme Luise kümmert sich um vier Pflegekinder, die sie zusammen mit ihrem ...

Berlin Neukölln 1957:
Der 2. Weltkrieg hat im Leben von den drei Hebammen Edith, Margot und Luise große Spuren hinterlassen. Oberhebamme Luise kümmert sich um vier Pflegekinder, die sie zusammen mit ihrem Mann Max im 2. Weltkrieg vor einem Bombenangriff retten konnte. Margot leidet noch immer unter dem Verlust ihrer Liebe und Jule- die Tochter von Edith startet eine Ausbildung zur Hebamme.

Viele Frauen gaben in Zeiten wie diesen ihren Beruf bzw. Ausbildung auf, um eine Familie zu gründen und zu heiraten. Ledige Frauen die schwanger wurden, wurden in diesen Zeiten wie diesen von der Gesellschaft nicht akzeptiert. Sie gingen daher oft zu sog. Engelmacherinnen- dieser Eingriff war nicht ungefährlich.

Linda Winterberg hat den letzten Teil der Hebammen- Saga wie alle ihre Bücher sehr flüssig und spannend geschrieben. Zudem konnte sie mich total mit ihrem bildhaften Schreibstil überzeugen.
Das Buchcover ist sehr passend zur Story- ein typisches Bild von Berlin in den fünfzigern und oben sind die drei Hebammen Edith, Margot und Luise zusehen.
Ab der ersten Seite empfand ich das Buch als was sehr besonderes und die Autorin hat es geschafft mich in die Neuköllner Frauenklinik zu entführen. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Protagonisten wurden sehr liebenswürdig und warmherzig beschrieben und auch die Freundschaft der drei Frauen gleicht wie eine Familie, weil sie beruflich und privat zusammen halten und viele Babys auf die Welt holen.
Ich wurde sehr gut unterhalten. Besonders schön fand ich auch die Beschreibung der neuen Hebammen Schülerinnen Marion, Helga und Jule. Drei junge Frauen einer neuen Generation, die zusammen halten wie Pech und Schwefel.

Fazit:
Linda Winterberg ist mit der großen Hebammen- Saga ein großes Meisterwerk gelungen. Wer gerne spannende und historische Bücher über Berlin mag, für den ist das Buch bestens geeignet.
Ich bin sehr traurig, da dies der letzte Teil der Hebammen -Saga ist. Ich vergebe fünf Sterne plus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

spannend, berührend und emotional- von der ersten bis zur letzten Seite

Das Mädchen im Nordwind
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Die 34- jährige Tischlerin Sofie Berger aus Hamburg nimmt sich nach einem schweren Schicksalsschlag eine längere Auszeit auf Island. Sie renoviert dort im Rahmen einer Work and Travel Aktion ein Haus, ...

Die 34- jährige Tischlerin Sofie Berger aus Hamburg nimmt sich nach einem schweren Schicksalsschlag eine längere Auszeit auf Island. Sie renoviert dort im Rahmen einer Work and Travel Aktion ein Haus, begegnet Björgvin und findet alte Briefe von Luise aus der Vergangenheit.

Die 17- jährige Luise ist Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie und lebt mit ihrer Familie in Lüneburg. Als Juden haben sie es 1936 in Deutschland nicht einfach und es kommen immer mehr Verbote der Nazis auf sie zu. Über ihren Bruder Heinrich lernt Luise den Isländer Jonas kennen und verliebt sich in ihn. Luise spürt, dass sie mir ihrer Familie schnellstmöglich die Heimat verlassen muss. Gelingt ihr die Flucht?

Das Mädchen im Nordwind ist mein erstes Buch von Karin Baldvinsson. Es geht um zwei Geschichten, eine in der Gegenwart von Sofie und eine aus der Vergangenheit von Luise, die ineinander fließen.

Das Cover ist sehr passend zu dem Buch. Es zeigt eine junge Frau in Island, die am Meer auf ein Haus schaut. Der bildhafte Schreibstil ist sehr flüssig und feinfühlig und die Handlung ist absolut nachvollziehbar. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr beiseite legen und die Seiten flogen nur so dahin. Die Handlung war sehr emotional und spannend, mir sind öfters die Tränen runter gelaufen und ich konnte mich sowohl in Luise und Sofie sehr gut hineinversetzen. Mir haben beide Geschichten gefallen und die Hauptprotagonisten und alle anderen waren mir von Anfang an sympathisch.

Die Autorin beschreibt in der Geschichte zudem die Landschaften und das Leben von und in Island, so konnte ich mir alles schön bildhaft vorstellen.

Fazit:
Wer gerne spannende, emotionale Geschichten aus Gegenwart und Vergangenheit mag, für den ist das Buch genau richtig Karin Baldvinsson ist mit „dem Mädchen aus dem Nordwind“ ein großes Meisterwerk gelungen. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne plus !!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere