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Veröffentlicht am 15.04.2022

Louise Dumas ermittelt wieder

Austern surprise - Die Inselköchin ermittelt
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Ich kenne schon den ersten Band der Inselköchin, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Genauso erging es mir jetzt bei Band zwei.

Louise Dumas hat sich gut auf der Insel Pellworm eingelebt ...

Ich kenne schon den ersten Band der Inselköchin, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Genauso erging es mir jetzt bei Band zwei.

Louise Dumas hat sich gut auf der Insel Pellworm eingelebt und will sich in der ruhigen Jahreszeit auf der Insel mit Rezepten für ein neues Kochbuch beschäftigen.

Auf der Insel findet in einem Hotel ein Treffen von Archäologen statt und Louise ist für die Verpflegung zuständig.

Bei dieser Tagung kommt ein Archäologe um. Die Polizei glaubt an einen Unfall, aber Louise gibt sich damit mal wieder nicht zufrieden und ermittelt auf eigene Faust.

Ich mag die Hauptprotagonisten sehr gerne. Sie sind mir inzwischen so richtig ans Herz gewachsen.
Die Autorin versteht es, auch die Geschichte von Rungholt mit einfließen zu lassen, was mir sehr gut gefallen hat. Wer sich für Historik interessiert, ist hier wirklich gut bedient. Auch Pellworm selbst ist wieder sehr schön beschrieben. Mir kam es so vor, wie wenn ich mit auf der Insel gewesen wäre.
Auch kommen immer wieder Abschnitte, in denen das Plattdeutsch mit eingeflochten ist.
Manchmal musste ich wirklich lachen, denn der Humor fehlt in diesem Krimi nicht.

Außerdem liebe ich es, wenn Louise kocht und man die Rezepte sogar im Buch findet.

Alles in allem ist es wieder ein Krimi, der vieles in sich vereint von Spannung, über Dialekt, Historik und super Rezepten.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.


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Veröffentlicht am 03.04.2022

Die Norderney-Saga!

Die Frauen vom Inselsalon
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Sylvia Lott hat mit ihrer neuen Norderney Saga genau meinen Geschmack getroffen.

Die Hauptpersonen der auf der Nordseeinsel angesiedelten Familiensaga vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind die Freundinnen ...

Sylvia Lott hat mit ihrer neuen Norderney Saga genau meinen Geschmack getroffen.

Die Hauptpersonen der auf der Nordseeinsel angesiedelten Familiensaga vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind die Freundinnen Frieda und Grete. Frieda kommt aus einer armen Fischerfamilie und Grete stammt aus einer wohlhabenden Berliner Familie, die jedes Jahr zur Sommerfrische auf die Insel kommt. Die beiden freunden sich an, weil Frieda sehr oft ihrer Mutter am Badekarren helfen muss und Grete dort ihr Bad nehmen muss, da sie an einer Krankheit leidet.

Es ist dies der 1. Teil der Norderney Saga, die ungefähr zehn Jahre umspannt und mit dem Beginn des 1. Weltkrieges endet.
Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge eingeteilt, was mir gut gefallen hat und man dadurch das Geschehen immer gut im Blick hatte.
Die Recherchen über die damalige Zeit sind sehr aufschlussreich . Es wurde Geschichte und fiktive Personen bestens miteinander verbunden.Ich habe einiges an Historik erfahren, was ich noch nicht wusste.

Der Roman ist sehr spannend geschrieben und auch die Insel konnte ich mir lebhaft vorstellen, obwohl ich noch nie dort war.

Auch der Friseursalon der Familie Fisser, bei dem Frieda gearbeitet hat, bekam viel Platz in der Geschichte. Man konnte sich wunderbar vorstellen, wie es dort damals zu ging. Es kamen sehr viele prominente Persönlichkeiten dieser Zeit in den Salon und man erfuhr einiges an Klatsch und Tratsch, sowie die neuesten Geschichten über Mode und was sonst noch für die Prominenz interessant war.

Ich mag den Schreibstil der Autorin gerne, denn er lässt sich sehr flüssig lesen und es kommt nie Langeweile auf.
Mich hat diese Geschichte wirklich sehr gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und gebe 5 Sterne.


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Veröffentlicht am 26.03.2022

Offen für .... fast alles!

Offen für alles
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Auf dieses Buch wurde ich aufgrund des Covers aufmerksam, weil es mir sehr gut gefallen hat.
Auch der Klappentext machte mich neugierig.

Kurz zum Inhalt: Es geht hier um drei Frauen und die Geschichte ...

Auf dieses Buch wurde ich aufgrund des Covers aufmerksam, weil es mir sehr gut gefallen hat.
Auch der Klappentext machte mich neugierig.

Kurz zum Inhalt: Es geht hier um drei Frauen und die Geschichte spielt in München, was mir besonders gut gefallen hat.
Viviane ist Frauenärztin und Mutter von zwei Mädchen, davon eine sehr pubertierend
Claudia ist mit einem Spanier verheiratet und hat eine Tochter
Außerdem Elena, sie lebt in einer WG und ist ungeplant schwanger – von einem One-Night-Stand.

Der Schreibstil ist ziemlich locker und leicht und liest sich sehr flott.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, aber nicht abwechslungsweise in Kapiteln.

Das Hauptthema des Buches ist eigentlich, dass in der Beziehung so einiges eingeschlafen ist. Es läuft nichts mehr im Bett. Man lebt nur noch nebeneinander her ohne große Kommunikation.

Claudia erzählt Viviane, dass ihr Mann fremd geht und es ihr eigentlich egal ist.

Da kommt Viviane die Idee einer offenen Beziehung. Erst ist ihr Karl total dagegen, aber so nach und nach findet er Gefallen an der Idee. Deshalb beschließen die beiden ein Experiment zu wagen.
Auch Claudia lässt sich auf eine außereheliche Beziehung ein.
Wer Elena genau ist, wird erst im Laufe der Geschichte offensichtlich.

In dem Buch geht es nicht nur um Sex, sondern auch um Vertrauen, Partnerschaft und Freundschaft, also Themen, die auch zum Nachdenken anregen.

Allerdings waren mir manche Dinge und Entwicklungen etwas zu überzogen.
Auch das Ende war mir zu viel Friede, Freude, Eierkuchen.

Im Gesamten hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und ich musste des öfteren auch sehr schmunzeln. Deshalb gibt es von mir gerne 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Ein Buch mit Tiefgang!

Das Feuer des Lebens
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Das Feuer des Lebens ist ein Roman mit absolutem Tiefgang.
Das Buch beschäftigt mich immer noch und ich werde es ganz sicherlich öfter mal wieder in die Hand nehmen. Außerdem gefallen mir die Fotos in ...

Das Feuer des Lebens ist ein Roman mit absolutem Tiefgang.
Das Buch beschäftigt mich immer noch und ich werde es ganz sicherlich öfter mal wieder in die Hand nehmen. Außerdem gefallen mir die Fotos in der Mitte des Buches sehr. Nur schade, dass es nicht aufgeführt ist, wo diese schönen Fotos aufgenommen wurden.

Es ist sehr anrührend geschrieben und hat mich dadurch auch zum Nachdenken gebracht.
Udo Schroeter hat mich in eine Welt entführt, die mich total fasziniert hat.
Er nimmt uns mit auf eine Reise ans Meer. Das Buch ist zwar nicht dick, aber trotzdem sehr tiefgründig und hinterfragt Symbole wie das Feuer, Mutmacher und den Leuchtturm.
Das Buch liest sich trotz der Tiefe sehr kurzweilig und man mag es gar nicht aus der Hand legen.

Es gibt einem den Anstoß, sich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zurück zu besinnen und die uns ausmachen.

Das Buch habe ich in meine Geschenkliste aufgenommen und werde es gerne auch an liebe Menschen verschenken.

Deshalb gibt es eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung von mir und natürlich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Eine starke Frau!

Die Dorflehrerin
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Die Dorflehrerin ist ein gefühlvoller Roman, der das Leben der damaligen Zeit sehr gut beschreibt.

Die junge Lehrerin Antonie Weber tritt im Jahre 1911 in einem total abgelegenen Bergdorf, in Tannau ...


Die Dorflehrerin ist ein gefühlvoller Roman, der das Leben der damaligen Zeit sehr gut beschreibt.

Die junge Lehrerin Antonie Weber tritt im Jahre 1911 in einem total abgelegenen Bergdorf, in Tannau im Berchtesgadner Land, ihre erste Stelle an.
Die Bewohner des Dorfes sind ihr gegenüber sehr ablehnend eingestellt. Sie hat es nicht leicht, da zu dieser Zeit eine Frau als Lehrerin kaum vorstellbar war.
Nur der Pfarrer des Ortes hält zu ihr und auch die Kinder sind total begeistert, von der Art, wie sie den Unterricht gestaltet. Prügel waren für sie an der Tagesordnung. Das gab es bei Antonie überhaupt nicht.
So nach und nach erarbeitet sie sich dann die Anerkennung der Dorfbewohner.
Aber sie muss viele Hürden nehmen, bis es so weit ist.

Antonie hatte es in ihrem Leben nicht leicht. Sie ist als Waise in München in einem Internat aufgewachsen und so wurde ihr der Beruf und das Unterrichten der Kinder zur neuen Heimat.
In der damaligen Zeit durfte eine Lehrerin nicht heiraten, denn sonst verlor sie ihre Anstellung.
Auch Antonie steht vor einer schweren Entscheidung, ob Liebe oder Beruf.

Ich habe diesen Roman wirklich mit Begeisterung gelesen und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

Es ist ein toller Roman mit einer starken Frau im Mittelpunkt. Die Autorin hat es verstanden, das harte Leben der Bewohner in einem Bergdorf mit den Naturgewalten eindrucksvoll zu beschreiben.

Wer gerne historische Romane liest, ist hier genau richtig.
Deshalb empfehle ich ihn auch sehr gerne weiter und vergebe 5 Sterne.

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