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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Unterhaltsam und amüsant

König Ludwig und der verschwundene Mops
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Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen ...

Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen und den Entführer leiden zu lassen.

Ludwigs Cousine, Herzogin Sophie, hat ganz andere Probleme, sie soll heiraten. Dazu hat sie zwar keine Lust, aber ihre Eltern haben sich schon einen passenden Schwiegersohn ausgesucht.

Der dritte Band der Reihe ist wieder sehr humorvoll, vor allem Ludwig lässt sich wieder allerhand einfallen, unter anderem ist er incognito als Pralinenverkäufer unterwegs, um einen Briefkasten zu beobachten. Dass das zu witzigen Szenen führt, kann man sich vorstellen. Gerade gegen Ende, als der Entführer gestellt werden soll, kommt es zu regelrecht slapstickartigen Szenen. Mir macht diese Reihe nach wie vor Spaß, auch wenn ich immer das reale Schicksal Ludwigs und Sophies im Hinterkopf habe.

Die Auflösung passt, als Leser:in kann man zwar nicht unbedingt mitraten, das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Kriminalfall ist zwar immer präsent, tritt aber doch ziemlich in den Hintergrund, bei all den wahnwitzigen Ideen und Vorstellungen Ludwigs, die oft auch seine Bediensteten fast in den Wahnsinn treiben. Sophie ist der ruhigere Pol, der Ludwig auch einmal bremst, beide zusammen ein wirklich originelles Ermittlerteam.

Dieser dritte Band ist wieder unterhaltsam und humorvoll, wenn auch nicht unbedingt historisch korrekt. Wessen Krimi auch mal humorvoll und der Ermittler ein gekröntes Haupt sein darf, sollte zugreifen.

Veröffentlicht am 16.02.2026

OMG!

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Fast viereinhalb Jahre mussten die Fans der Reihe um Fabian Risk warten, bis endlich ein neuer Roman erschienen ist. Wie in der realen Welt, sind auch in der Reihe mehrere Jahre vergangen. Über den Inhalt ...

Fast viereinhalb Jahre mussten die Fans der Reihe um Fabian Risk warten, bis endlich ein neuer Roman erschienen ist. Wie in der realen Welt, sind auch in der Reihe mehrere Jahre vergangen. Über den Inhalt will ich gar nicht so viel erzählen, und am besten liest man auch gar nicht den Klappentext, der wieder einmal zu viel spoilert.

Fabian Risk scheint mittlerweile einigermaßen in seinem Leben angekommen zu sein. Er trauert natürlich noch, hat aber einen guten Draht zu seiner Tochter, die mittlerweile studiert und ihrem Vater ein bisschen Glück in der Liebe gönnen würde. Eigentlich wollten die beiden zu Beginn des Romans das Wochenende miteinander verbringen, doch dann gibt es erst einen Stromausfall, und schließlich wird Fabian zu einem neuen Fall gerufen. Dass dieser sich als ein wahrer Albtraum entwickeln würde, konnte er da noch nicht ahnen.

Neben Fabian trifft man auch ein paar bekannte Kolleg:innen von ihm wieder, und sogar die Dänin Dunja Hougard ist überraschenderweise wieder mit von der Partie. Ziemlich früh lernt man auch bereits die Antagonist:innen kennen, deren Taten nicht nur auf vielen Ebenen sehr perfide sind, sondern auch mehr als erschreckend.

Ich hatte schnell den Eindruck, als hätte Stefan Ahnhem zunächst vielleicht gar keinen neuen Band geplant, auf Grund der, wie soll ich sagen, Weltlage, aber nicht umhin gekonnt, dieses Thema aufzugreifen. Dass dieses so aktuell wirkt, ist wohl das erschreckendste an diesem Roman, macht aber auch einen Teil der Spannung aus.

Und spannend ist der Roman, ich mochte ihn kaum aus der Hand legen. Was hier geschieht ist so unglaublich, und dennoch kann man sich vorstellen, dass es real sein könnte, dass Menschen dazu fähig sein könnten. Erzählt wird aus einigen Perspektiven, auch auf Seiten der Antagonist:innen, das erhöht die Spannung zusätzlich, denn als Leser:in weiß man oft ein bisschen mehr als die Ermittler:innen, was einen zusätzlich mitfiebern lässt.

Ich bin ziemlich geflasht von dem Roman, der sehr spannend ist, aber leider auch sehr aktuell. Unbedingte Leseempfehlung für Genrefans!

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Die Message ist angekommen

Das Jahr des Dugong – Eine Geschichte für unsere Zeit
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Der Vermögensverwalter Toby Markham wacht nach einem Unfall an einem Ort auf, den er nicht zuordnen kann, zudem besucht ihn eine Anwältin, da man ihm den Prozess machen wolle.

John Ironmonger konnte ...

Der Vermögensverwalter Toby Markham wacht nach einem Unfall an einem Ort auf, den er nicht zuordnen kann, zudem besucht ihn eine Anwältin, da man ihm den Prozess machen wolle.

John Ironmonger konnte mich schon mehr als einmal überzeugen, und ist so auf meiner Liste der Autoren gelandet, deren Werke ich unbedingt alle lesen möchte. Nach dem Wal und dem Eisbär lockte mich nun das Dugong, auch Gabelschwanzseekuh oder Seeschwein genannt, das man auch auf dem Cover bewundern kann, und zu dem sich ein bisschen Recherche lohnt.

Allerdings tritt das Dugong im Roman nicht selbst auf, sondern die Geschehnisse finden im Jahr des Dugong statt, wie auch der Titel schon sagt. Nein, das hat nichts mit einem chinesischen oder anderen Horoskop zu tun, man muss schon den Roman lesen, um den Titel zu verstehen.

John Ironmonger schafft es gut, die unklare Stimmung, die zu Beginn herrscht, fühlbar zu machen, es hat schon etwas fast gruseliges. Später wird deutlich, worum es geht, aber auch das gibt zunächst ein ungutes Gefühl.

Wie man es vom Autor nicht anders erwartet, hat auch dieser Roman mit den sich verändernden Umweltbedingungen zu tun. Man kann nur hoffen, dass es doch noch zu einem rechtzeitigen Umdenken kommt.

Toby Markham ist kein sympathischer Protagonist, in Rückblenden erlebt man ihn in verschiedenen Situationen, die ihn in ein eher schlechtes Licht rücken. Erst im späteren Verlauf bekommt man ein besseres Bild von ihm. Andere Charaktere lernt man nur am Rande kennen, manche hinterlassen aber durchaus Eindruck.

Der Roman ist kurz, eher eine Novelle, aber knackig, seine Message kommt an, er sollte gelesen werden.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Sehr empfehlenswerte Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum

Der Schlächter der Anderson-Station
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Die Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum erzählt die Geschichte des Colonel Frederick Lucius Johnson, der als Schlächter der Anderson-Station bekannt wurde. Doch wie war es wirklich und wie wurde er ...

Die Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum erzählt die Geschichte des Colonel Frederick Lucius Johnson, der als Schlächter der Anderson-Station bekannt wurde. Doch wie war es wirklich und wie wurde er zu dem Fred Johnson, den die Crew der Rozinante bereits im ersten Band trifft?

Die Kurzgeschichte soll zwischen Band 1 und Band 2 gelesen werden, und so habe ich es auch gemacht. Es macht Sinn, wenn man Fred Johnson bereits kennt, und sich wahrscheinlich gefragt hat, wie er zu diesem nicht gerade netten Zusatznamen kam. Hier wird Fred Johnson nun ein gutes Stück greifbarer, und ich bin gespannt darauf, ihn in der Reihe wiederzutreffen.

Diese erste Kurzgeschichte zur Reihe macht diese ein wenig runder, und sollte, wie bereits erwähnt nach dem ersten Band gelesen werden.

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  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.02.2026

Mit dem zweiten Band hat mich die Reihe endgültig gepackt

BRZRKR 2
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Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, ...

Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, die Jahrtausende umfasst.

Zudem erhält man auch einen näheren Blick auf diejenigen, die mit seinen Fähigkeiten experimentieren. Diese Experimente geschehen zwar mit seiner Zustimmung, da er sich erhofft, mehr über sich zu erfahren, vor allem über seine Unsterblichkeit, lassen aber Zweifel entstehen.

Die rote Farbe, die in Band 1 noch dominierte, wird hier ein wenig zurückgenommen, trotzdem bleibt es natürlich relativ blutig, das gehört einfach zu diesem Protagonisten dazu. Die Zeichnungen sind erneut gelungen und sehr atmosphärisch. Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie inklusive zusätzlichem Artwork.

In Band 2 zieht für mich die Spannung deutlich an, der Cliffhanger am Ende macht dies nicht besser.

Spätestens jetzt hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich muss einfach weiterlesen. Gerne empfehle ich die Reihe an erwachsene Leser:innen, für die es ein auch blutig sein darf, man sollte aber unbedingt die Bände der Reihe nach lesen.

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