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Veröffentlicht am 28.07.2020

Ein Roman in dem Wein die Hauptrolle spielt

Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss
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Das Buch ist der erste Teil der Familiensaga um Aenne und ihre Familie und ihrer Liebe zu Wein.

Aenne ist eine junge Frau, die - entgegen der damaligen Zeit - nach Selbstbestimmung und Liebe strebt. Anfangs ...

Das Buch ist der erste Teil der Familiensaga um Aenne und ihre Familie und ihrer Liebe zu Wein.

Aenne ist eine junge Frau, die - entgegen der damaligen Zeit - nach Selbstbestimmung und Liebe strebt. Anfangs scheint alles gut zu laufen und ihr Wunsch erfüllt sich, sie findet die große Liebe. Allerdings ist ihr Vater gegen die Verbindung, da er sich mit dessen Familie überworfen hat. Damit beginnt Aennes von Schicksalsschlägen geprägte Erzählung.

Während des Buches erfährt man einiges über die damalige Zeit, die Mode, Preise und Einstellungen der Menschen. Noch viel mehr erfährt man über Weinanbau und Sektherstellung. Und das ist einer meiner Hauptkritikpunkte: Der Wein nimmt eine größeren Stellenwert ein, als die Handlung an sich. Gefühlt besteht 2/3 des Buches aus Erzählungen um und über Wein, 1/3 erzählt nebenbei, was im Leben der Protagonistin passiert.
Und das geschieht in teil sehr großen Sprüngen, sodass man vieles erfährt, indem es von jemandem erzählt wird, nicht indem es von Aenne erlebt wird. Scheinbar wichtige Ereignisse (wie die Zeugung ihres Kindes) geschehen auf 3 - 4 Zeilen, während über die Weinherstellung über Seiten referiert wird.
Die Handlung selbst ist sehr melodramatisch und erinnert an eine Seifenoper. Aenne stolpert von einem Schicksalsschlag in den nächsten und sie kann ihre Clemens einfach nicht zum Mann nehmen; selbst als alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. Als Leser fragt man sich zwischendurch manchmal: Warum eigenlich nicht? Aenne steht sich da sehr oft selbst in Weg.

Eine Seifenoper kann zwischendurch mal nett sein, man sollte aber nicht zu hohe Erwartungen daran haben. Die Charaktere in dem Buch werden gut dargestellt, aber manchmal versteht man insbesondere Aennes Beweggründe nicht, da sie nicht so tiefgründig ausgearbeitet wurde, sondern nur so weit, wie es die melodramatische Geschichte braucht.

Das Buch ist informativer und recht unterhaltsam. Allerdings ist es kein anspruchsvoller historischer Roman, wie ich ihn erwartet habe, sondern eher eine leichte Sommerlektüre für den Balkon, die man aber auch schnell vergessen hat.
Die weiteren zwei Teile werden eher nicht bei mir einziehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Netter Sommerroman mit etwas wenig Tiefgang

Nur noch ein bisschen Glück
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Die Großstädterin Stella wird von ihrem Partner betrogen und bricht Hals über Kopf auf zu dem Haus, das sie von ihrer Mutter geerbt hat- um dann festzustellen, dass das Haus irgendwo im Nirgendwo steht ...

Die Großstädterin Stella wird von ihrem Partner betrogen und bricht Hals über Kopf auf zu dem Haus, das sie von ihrer Mutter geerbt hat- um dann festzustellen, dass das Haus irgendwo im Nirgendwo steht und weder über Wasser noch über Strom verfügt.
Ihr Nachbar Thor hilft ihr aus und schon bald beginnt das nachbarschaftliche Verhältnis schnell in sexuelle Anziehung zu kippen.

Der Beginn hat mir gut gefallen, aber auf dem Stand bleibt das Buch dann leider sehr lange. In der Mitte passiert nicht viel. Es geht hauptsächlich um die körperliche Anziehung zwischen den beiden.
Dabei gibt es für meinen Geschmack etwas viele Wiederholungen oder Ähnlichkeiten in den Szenen. Ich mag Sexszenen in Büchern gerne, wenn sie gut geschrieben sind. Aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass die Häfte aus Sex besteht, das war mir dann doch etwas zu viel. Die Seiten hätte man mit Tiefgründigerem füllen können.

Es gibt viele Charaktere, die meisten davon sind einem auch durchaus sympatisch, bleiben aber doch auch recht flach. Viel wird angeschnitten und thematisiert, aber vielleicht hätte man sich auf ein paar weniger Charaktere beschränken sollen, die man dafür ausführlicher kennenlernt.

Das Setting hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil im Gesamten gefällt mir gut, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Zum letzten Drittel des Buches kommt dann nochmal etwas mehr Spannung auf - auch wenn die Geschichte nicht besonders überraschend ausgeht.

Insgesamt ist das Buch ein netter Sommerroman, der aber für meinen Geschmack etwas mehr Tiefgang und Witz vertragen hätte und etwas mehr tatsächliche Handlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2020

Spannender Reihenauftakt als Hörbuch

Belladonna
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Belladonna ist ein Roman von Karin Slaughter, welcher der Auftakt der Crant-Country-Reihe ist. In deutsch ist es bereits 2003 erschienen.
Hauptperson dieser Reihe - und auch dieses Thrillers - ist Sara ...

Belladonna ist ein Roman von Karin Slaughter, welcher der Auftakt der Crant-Country-Reihe ist. In deutsch ist es bereits 2003 erschienen.
Hauptperson dieser Reihe - und auch dieses Thrillers - ist Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin.

Der Thriller beginnt eher langsam mit dem Kennenlernen von Sara, ihrer Arbeit und ihrer Gedanken.
Bei Mittagessen mit ihrer Schwester findet sie dann eine junge Frau, die übel zugerichtet zurückgelassen wurde. Obwohl Sara sich bemüht sie zu retten, stirbt sie ihr unter den Händen weg.
Damit beginnen die Ermittlungen, die von Saras Ex-Mann Jeffrey geleitet werden, und in denen Sara kräftig mit mischt.

Bereits beim Fund der jungen Frau wird klar, dass das Buch vielleicht nicht das idealste ist für eher zartbesaitete Menschen. Die Verletzungen und die Obduktion werden sehr explizit beschrieben. Mich stört es nicht und ich fand es auch nicht übertrieben viele Details im Vergleich zu anderen Autoren des Genres. Mag aber sicherlich nicht jeder.

Das Buch an sich ist spannend, aber kein rasanter Thriller, in dem es ohne Pausen vorwärts geht. Man hat genug Zeit die Charaktere kennen zu lernen und deren Dynamik - insbesondere zwischen Sara und ihrem Ex-Mann Jeffrey - zu verstehen. Auch von Saras Leben und Vergangenheit erfährt man viel.

Lange hat man keine Gewissheit, wer der Täter sein könnte, lediglich einen leisen Verdacht vielleicht, da die Ermittler zu wenig Hinweise haben. Somit bleibt es bis zum Ende spannend.
Die Auflösung war für mich auch logisch und nachzuvollziehen.

Ein paar kleinere, insbesondere medizinische, Fehler gibt es, aber die ist man ohnehin aus Serien und Filmen gewohnt sind und zur Dramaturgie beitragen - insofern kann ich darüber hinweg sehen.

Die Sprecher Nina Petri hat eine angenehme Stimme und liest das Buch unaufgeregt vor. Am Anfang musste ich mich etwas an die fast schon emotionslose Art gewöhnen - besonders bei Gesprächen, weil es dort am meisten auffällt, wenn Nina Petri etwas ruhig vorliest und am Ende ein sagte sie wütend steht. Aber nach kurzer Zeit hat es mich nicht gestört.
Insbesondere bei der Schilderung der Leichen, der Obduktion und ähnlichem - die im übrigen nicht so ganz für zartbesaitete sind - fand ich das Emotionslose sehr angenehm.

Als Fazit lässt sich sagen, dass es ein spannendes Hörbuch ist, allerdings mit Längen, das angenehm zu hören ist. Ein guter Auftakt der Reihe.
4,5 Sterne gibt es von mir (aufgerundet 5).

  • Sprecherin
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Cover
Veröffentlicht am 30.04.2020

Pias 15. Fall - unterhaltsam, wenn auch nicht der beste der Reihe

Ostseegruft
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Pia steht am Grab ihrer Schulfreundin, als ein Unbekannter auftaucht und erklärt, dass ihr Tod kein Unfall gewesen ist.
Bevor man ihn näher befragen kann ist er verschwunden.
Für Pia ist das Grund genug ...

Pia steht am Grab ihrer Schulfreundin, als ein Unbekannter auftaucht und erklärt, dass ihr Tod kein Unfall gewesen ist.
Bevor man ihn näher befragen kann ist er verschwunden.
Für Pia ist das Grund genug sich in einen spannenden, sehr persönlichen Fall zu vertiefen.

Der Krimi startet eher gemächlich und nicht so actionreich, sodass man die Personen kennen lernt und alte Bekannte trifft, sofern man die Reihe kennt.
Das Lesen der vorherigen Teile ist kein Muss für das Verständniss des Buches, hilft aber ungemein um das Privatleben Pias zu verstehen.

Der Schreibstil ist wie immer angenehm und gut zu lesen.
Eva Almstädt gelingt es auf sehr angenehme Weise den Fall mit Pias Privatleben zu verbinden, sodass man sie als Person richtig kennen lernen kann - und auch die Schwierigkeiten davon eine Mutter und Polizistin zu sein.

Den Fall selbst spinnt sie geschickt vorwärts, immer neue Verdächtige tauchen auf und Ideen, die man als Leser hat werden schnell wieder verworfen und dann doch nocheinmal überdacht.
Schließlich gibt es auch noch ein Zusammenhang zu einem sehr alten offenen Fall.
Ich als Leserin habe zumindest bis zur Auflösung den Täter nicht mit Sicherheit festlegen können und war daher von dem Ende durchaus überrascht.

Das Ende ist für mich auch menschlich, logisch und psychisch schlüssig, auch wenn einige Fragen offen bleiben, die ich gerne beantwortet hätte. Das ist für mich aber der einzige wirklich Minuspunkt.

Das Buch ist nicht das beste der Reihe, aber es lässt sich gut lesen und bietet Unterhaltung und ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren.

  • Cover
  • Spannung
  • Atmosphäre
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 27.03.2020

Eine Geschichte mit Magie und Witz aber ohne große Überraschungen

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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Das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

In die Geschichte startet man dann auch gut. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, wirkt ...

Das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

In die Geschichte startet man dann auch gut. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, wirkt aber fast ein wenig altmodisch und passt so sehr gut in die Zeit der Geschichte.
Die eigentliche Geschichte entwickelt sich jedoch eher langsam. Mich hat das nicht gestört aufgrund des schönen Schreibstils und der tollen Beschreibungen. Langeweile kam für mich nicht auf. Wer allerdings Spannung pur sucht, für den ist dieses Buch definitiv nichts!
Die Charaktere Lelani und Haze gefallen mir beide ausgesprochen gut. Lelani als Hauptperson macht während des Buches eine Entwicklung durch, die auch für den Leser spürbar ist. Haze ist ein sympatischer, lustiger Typ und die Dialoge zwischen den beiden sind teilweise wirklich klasse. Allerdings ist es schwieriger, sich in Haze hinein zu fühlen, da man von seinem Innenleben kaum etwas mitbekommt.
Die zweite männliche Person, die bald dazu stößt ist nicht ganz so leicht zu durchschauen und sorgt für Spannung in dem Dreiergespann.

Ein kleines Minuspunkt an dem Buch stellt jedoch die Vorhersehbarkeit der Geschichte da. Mit dem Prolog und den ersten Kapiteln steht eigentlich schon fest wie das Buch enden wird und wirklich Überraschendes war für mich nicht dabei.
Eventuell ändert sich das aber noch im 2. Teil, der im November erscheint.

Insgesamt ist das Buch gute Unterhaltung mit liebeswerten Charakteren und einem tollen Schreibstil. Wer Spannung sucht, für den ist das Buch nicht wirklich etwas, wer aber einfach in eine magische Welt eintauchen möchte, dem kann in das Buch empfehlen!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Fantasie