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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2020

Lesenswertes Buch voller Emotionen

All das Ungesagte zwischen uns
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Ich mag die Bücher von Colleen Hoover sehr gerne. Auch dieses fällt nicht aus der Reihe.
Die Autorin schafft es immer wieder eine neue Geschichte voller Emotionen zu erfinden.
In dieser geht ...


Ich mag die Bücher von Colleen Hoover sehr gerne. Auch dieses fällt nicht aus der Reihe.
Die Autorin schafft es immer wieder eine neue Geschichte voller Emotionen zu erfinden.
In dieser geht es um Morgan und ihre Tochter Clara. Dabei geht es sowohl um die Beziehung der beiden und um die Liebesbeziehungen der beiden. Und - wie der Titel schon verrät - darum, dass vieles ungesagt bleibt (aus unterschiedlichen Gründen) und die Beziehung beeinflusst. Die Mutter-Tochter-Beziehung spielt die größte Rolle dabei.

Der Text ist wie gewohnt flüssig zu lesen und sehr emotional und liebevoll geschrieben.
Mit den Charakteren kann man sich sehr gut identifiziere. Beide werden sehr gut beschrieben und sie handeln nachvollziehbar. Da die Kapitel jeweils aus Morgans und Claras Sicht beschrieben werden, erhält man Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass beide unterschiedliche Dinge wissen, sie aber nicht mit der jeweils anderen teilen; was zu Vermutungen und Drama führt - obwohl beide nur versuchen das jeweils richtige zu tun und dabei noch ihren Platz im Leben zu finden.

Natürlich ist bei Colleen Hoover immer auch ein wenig Kitsch dabei, aber tatsächlich immer eine (für meine Verhältnisse genau richtige) Menge im Verhältniss zum Drama und Traurigkeit.
Das Buch hat mich besonders in der 2. Hälfte zum Lächeln gebracht, weil es trotz der eigentlich traurigen Geschichte immer noch Raum für Witze lässt und schöne Situationen.

Das Buch ist, wie die anderen Bücher der Autorin auch, unbedingt lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2020

Ein netter Roman für Zwischendurch

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
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Das Buch hat ein schönes Cover, das sehr gut zum Thema passt und einen interessanten Klappentext, der das Buch gut beschreibt.

Julia, die Protagonistin, führt ein Leben als alleinerziehende Mutter, das ...

Das Buch hat ein schönes Cover, das sehr gut zum Thema passt und einen interessanten Klappentext, der das Buch gut beschreibt.

Julia, die Protagonistin, führt ein Leben als alleinerziehende Mutter, das mit ihrem Leben, wie sie es in Instagram zeigt, nicht überein stimmt.
Das zeigt sich insbesondere in witzigen Instagramposts, die das Bild beschreiben und hinter die Fassade blicken lassen.

Auch die anderen Charaktere sind sympatisch, bleiben manchmal jedoch etwas flach und oberflächlich.

Der Schreibstil gefällt mir gut und ist sehr flüssig zu lesen und zwischendurch gibt es humorvolle Passagen.

Die Geschichte an sich ist weniger vorhersehbar als bei anderen Büchern dieses Genres. Man weiß nicht direkt, wie das Buch ausgehen wird.

ZWischendurch gibt es einige Längen, die aber nicht wahnsinnig stören und ins Gewicht fallen - es passiert nur einfach nicht so viel in dieser Zeit.
Ein Handlungsstrang (Strichwort Vater) hat mich leider nicht überzeugt und war aus meiner Sicht auch überflüssig.

Im Ganzen ein nettes Buch, das man gut und schnell lesen kann und das einen unterhält. Aber eben auch ein Buch, dass ich wohl nicht ein 2. Oder 3. Mal lese. Dazu hat es mich dann zu wenig begeistert.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Humor
  • Cover
Veröffentlicht am 10.08.2020

Schöner, leichter Sommerroman

Wo die Sterne tanzen
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Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen und nach dem kurzen Reinlesen ins Buch stand fest, dass ich es gerne lesen möchte.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Sehr ...

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen und nach dem kurzen Reinlesen ins Buch stand fest, dass ich es gerne lesen möchte.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Sehr schön fand ich, dass die Kapitel über Neles Kindheit jeweils von einem kurzen Musicalzitat überschrieben wurde.
Auch passt der Schreibstil sich ein wenig dem Alter der Protagonisten an.

Die Geschichte hat mir im Gesamten gut gefallen. Der Handlungsort Juist ist toll gewählt und es kommen bei den Beschreibungen richtig Urlaubsstimmung auf.
Die Charaktere sind mir sympatisch, auch wenn man vor allem Nele kennenlernt. Ben und Henry bleiben beide beinahe etwas blass, was aber gar nicht so sehr stört, da es vor allem um Neles innere Konflikte geht. Die Nebencharaktere sind auch gut beschrieben.
Diese sind im Übrigen schön dargestellt und sind auch schlüssig. Inbesondere durch die Episoden aus der Vergangenheit versteht man Neles Handeln ganz gut. Ohne diese Hintergründe wären mir manche Entscheidungen eventuell etwas weniger nachvollziehbar erschienen. Die Dinge die einem während der Jugend passieren prägen nun einmal enorm.

Auch wenn der "Jetzt" Teil des Romans wenig tatsächliche Handlung hat, kommt keine Langeweile auf, weil in Neles Innerem Dinge passieren und sie viel mit sich und ihren Träumen hadert und eine Wandlung durchlebt.
Die Nebenhandlungen sind schön, ohne zu viel Raum einzunehmen. Die Autorin konzentriert sich auf Nele - und das ist auch gut so. Zu viele dominate Nebenhandlungen können aus meiner Sicht ein Buch auch kaputt machen.

Das Buch ist ein schöner Sommerroman, der Lust auf Urlaub macht und zum entspannen einläd.
Es ist nicht eines meiner Liebingsbücher geworden, dazu hat mir einfach noch ein wenig mehr gefehlt, aber auf dem Balkon in der Sonne lesen kann man es auf jeden Fall!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Ein Roman in dem Wein die Hauptrolle spielt

Saale Premium - Stürme über dem Weinschloss
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Das Buch ist der erste Teil der Familiensaga um Aenne und ihre Familie und ihrer Liebe zu Wein.

Aenne ist eine junge Frau, die - entgegen der damaligen Zeit - nach Selbstbestimmung und Liebe strebt. Anfangs ...

Das Buch ist der erste Teil der Familiensaga um Aenne und ihre Familie und ihrer Liebe zu Wein.

Aenne ist eine junge Frau, die - entgegen der damaligen Zeit - nach Selbstbestimmung und Liebe strebt. Anfangs scheint alles gut zu laufen und ihr Wunsch erfüllt sich, sie findet die große Liebe. Allerdings ist ihr Vater gegen die Verbindung, da er sich mit dessen Familie überworfen hat. Damit beginnt Aennes von Schicksalsschlägen geprägte Erzählung.

Während des Buches erfährt man einiges über die damalige Zeit, die Mode, Preise und Einstellungen der Menschen. Noch viel mehr erfährt man über Weinanbau und Sektherstellung. Und das ist einer meiner Hauptkritikpunkte: Der Wein nimmt eine größeren Stellenwert ein, als die Handlung an sich. Gefühlt besteht 2/3 des Buches aus Erzählungen um und über Wein, 1/3 erzählt nebenbei, was im Leben der Protagonistin passiert.
Und das geschieht in teil sehr großen Sprüngen, sodass man vieles erfährt, indem es von jemandem erzählt wird, nicht indem es von Aenne erlebt wird. Scheinbar wichtige Ereignisse (wie die Zeugung ihres Kindes) geschehen auf 3 - 4 Zeilen, während über die Weinherstellung über Seiten referiert wird.
Die Handlung selbst ist sehr melodramatisch und erinnert an eine Seifenoper. Aenne stolpert von einem Schicksalsschlag in den nächsten und sie kann ihre Clemens einfach nicht zum Mann nehmen; selbst als alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. Als Leser fragt man sich zwischendurch manchmal: Warum eigenlich nicht? Aenne steht sich da sehr oft selbst in Weg.

Eine Seifenoper kann zwischendurch mal nett sein, man sollte aber nicht zu hohe Erwartungen daran haben. Die Charaktere in dem Buch werden gut dargestellt, aber manchmal versteht man insbesondere Aennes Beweggründe nicht, da sie nicht so tiefgründig ausgearbeitet wurde, sondern nur so weit, wie es die melodramatische Geschichte braucht.

Das Buch ist informativer und recht unterhaltsam. Allerdings ist es kein anspruchsvoller historischer Roman, wie ich ihn erwartet habe, sondern eher eine leichte Sommerlektüre für den Balkon, die man aber auch schnell vergessen hat.
Die weiteren zwei Teile werden eher nicht bei mir einziehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Netter Sommerroman mit etwas wenig Tiefgang

Nur noch ein bisschen Glück
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Die Großstädterin Stella wird von ihrem Partner betrogen und bricht Hals über Kopf auf zu dem Haus, das sie von ihrer Mutter geerbt hat- um dann festzustellen, dass das Haus irgendwo im Nirgendwo steht ...

Die Großstädterin Stella wird von ihrem Partner betrogen und bricht Hals über Kopf auf zu dem Haus, das sie von ihrer Mutter geerbt hat- um dann festzustellen, dass das Haus irgendwo im Nirgendwo steht und weder über Wasser noch über Strom verfügt.
Ihr Nachbar Thor hilft ihr aus und schon bald beginnt das nachbarschaftliche Verhältnis schnell in sexuelle Anziehung zu kippen.

Der Beginn hat mir gut gefallen, aber auf dem Stand bleibt das Buch dann leider sehr lange. In der Mitte passiert nicht viel. Es geht hauptsächlich um die körperliche Anziehung zwischen den beiden.
Dabei gibt es für meinen Geschmack etwas viele Wiederholungen oder Ähnlichkeiten in den Szenen. Ich mag Sexszenen in Büchern gerne, wenn sie gut geschrieben sind. Aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass die Häfte aus Sex besteht, das war mir dann doch etwas zu viel. Die Seiten hätte man mit Tiefgründigerem füllen können.

Es gibt viele Charaktere, die meisten davon sind einem auch durchaus sympatisch, bleiben aber doch auch recht flach. Viel wird angeschnitten und thematisiert, aber vielleicht hätte man sich auf ein paar weniger Charaktere beschränken sollen, die man dafür ausführlicher kennenlernt.

Das Setting hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil im Gesamten gefällt mir gut, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Zum letzten Drittel des Buches kommt dann nochmal etwas mehr Spannung auf - auch wenn die Geschichte nicht besonders überraschend ausgeht.

Insgesamt ist das Buch ein netter Sommerroman, der aber für meinen Geschmack etwas mehr Tiefgang und Witz vertragen hätte und etwas mehr tatsächliche Handlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere