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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2020

Das war leider kein Buch für mich

Das Hospital der Hoffnung
2

Lesegrund:

Als ich das Buch gesehen habe, hat mich der Inhalt direkt angesprochen. Ich mag ja historische Geschichten und bei dieser hat mich besonders das Setting und die Verbindung zum Hospital gereizt.

Handlung:

Die ...

Lesegrund:

Als ich das Buch gesehen habe, hat mich der Inhalt direkt angesprochen. Ich mag ja historische Geschichten und bei dieser hat mich besonders das Setting und die Verbindung zum Hospital gereizt.

Handlung:

Die Geschichte beginnt im Jahr 1892, in dem der Bau des Hospital de Sant Pau die Bewohner von Barcelona begeistert. Maria ist die Tochter einer Amme und träumt davon Krankenschwester zu werden. Ihre reiche Freundin Aurora, die Tochter eines angesehenen Arztes, schreibt sich als erste Frau zum Medizinstudium ein. Und dann ist da noch der junge Bildhauer Lluis, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und große Pläne, aber auch ein großes Geheimnis hat, welches die drei auf schicksalhafte Weise verbindet …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Tania Juste hat mir leider nicht so gut gefallen. Die Autorin schreibt extrem bildhaft und detailverliebt, was ich zum Beginn okay, aber mit der Zeit immer zäher und langatmiger empfunden habe. Charaktere:

Die Charaktere sind, für meinen Geschmack, leider etwas zu blass geblieben. Ich konnte leider kaum spannende Facetten an ihnen entdecken und dadurch konnten mich auch die Figuren nicht richtig begeistern. Manche Entwicklungen sind sehr absehbar und andere Dinge extrem klischeehaft. Das fand ich leider eher anstrengend.

Spannung:

Den Spannungsbogen habe ich bei diesem Buch leider fast komplett vermisst. Durch den ausufernden Schreibstil, insbesondere rund um den Bau des Hospitals, musste ich mich manchmal zu sehr zum weiterlesen überreden, was mir die Freude daran häufig genommen hat. Das fand ich echt schade, da durch die verschiedenen Erzählstränge Potenzial für mehr Spannung gegeben gewesen wäre.

Emotionen:

Dadurch, dass mir die Charaktere leider nicht wirklich authentisch und nahbar erschienen sind konnte ich nicht großartig mit ihnen mitfühlen. Mir wirkte vieles zu gewollt und oft nicht sehr authentisch. Besonders letzteres ist mir persönlich immer sehr wichtig.

“Das Hospital der Hoffnung” hat mich leider ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Die Geschichte ist sehr zäh und die Charaktere waren mir zu blass und wirkten oft zu klischeehaft auf mich. Sehr schade, denn ich hatte mich mehr davon versprochen.

Meine Bewertung: 1,5 von 5

  • Cover
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.08.2020

Schicksalssterne

Schicksalssterne
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“Schicksalssterne” ist der neue Roman der Autorin Sarah Lark. Auf dieses Buch habe ich mich besonders wegen der Thematik rund um Pferde und auch weil es in Neuseeland spielt, gefreut. Ob es mich dann aber ...

“Schicksalssterne” ist der neue Roman der Autorin Sarah Lark. Auf dieses Buch habe ich mich besonders wegen der Thematik rund um Pferde und auch weil es in Neuseeland spielt, gefreut. Ob es mich dann aber auch so gut unterhalten konnte wie erhofft? Ihr dürft gespannt sein.

In dieser Geschichte geht es um die Protagonisten Mia und Julius. Mia ist eine jüdische Bankierstochter, die sich im Jahr 1910 in den adligen Offizier Julius verliebt. Gemeinsam wandern die beiden nach Neuseeland aus, wo sie sich eine Pferdezucht aufbauen wollen. Doch als der Krieg ausbricht werden sie der Spionage für die Deutschen verdächtig und getrennt interniert. Durch den Einsatz der jungen Wilhelmina kann das Gestüt gerettet werden, aber nach dem Krieg ist nichts mehr wie zuvor …

Der Einstieg in dieses Buch ist mir gut gelungen. Sarah Lark hat einen bildhaften und flüssigen Schreibstil, der sich problemlos lesen lässt. Was ich etwas störend fand waren die ausschweifenden Beschreibungen, die sich häufig bei den Nebensächlichkeiten finden liessen. Dadurch wirkten manche Passagen etwas zäh und langatmiger als sie hätten seien müssen.

Die Charaktere hat Frau Lark solide ausgearbeitet, aber ich muss gestehen, dass ich mit keinem von ihnen so richtig warmgeworden bin. Es gibt viele Klischee’s und die einzige, die mehrere Facetten und eine Entwicklung geboten hat, war die Protagonistin Mia. Die anderen Charaktere wirkten leider oftmals nur wie Staffage auf mich. Manche Nebencharaktere sind mir mehr in positiver Erinnerung, als der Protagonist Julius, was echt schade ist.
Die Handlung ist recht abwechslungsreich, aber es geht passagenweise manchmal sehr detailliert um ein Thema, wodurch die Spannung etwas gelitten hat. Ich hätte etwas mehr Tempo und ein paar Spannungsmomente wichtig gefunden, denn so war die Geschichte zwar okay, aber, für mich, leider auch nicht mehr.

“Schicksalssterne” ist ein etwas langatmiger Roman, mit guten Ansätzen, aber leider einer oftmals eintönigen Umsetzung. Ich hatte mir mehr von der Geschichte erhofft.

Meine Bewertung: 3 von 5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.02.2019

Tolle Ansätze bei schwächelnder Umsetzung

Agathe
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“Agathe” ist ein Roman der Autorin Anne Cathrine Bomann. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil der Klappentext ganz nach meinem Geschmack klang. Ich habe mich auf eine besondere und bewegende Geschichte ...

“Agathe” ist ein Roman der Autorin Anne Cathrine Bomann. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil der Klappentext ganz nach meinem Geschmack klang. Ich habe mich auf eine besondere und bewegende Geschichte gefreut, aber ob ich die auch bekommen habe? Das erfahrt ihr jetzt.
In dieser Geschichte begegnet man als Leser/Leserin einem Psychiater kurz vor dem Ruhestand. Er ist der Protagonist, als welcher er aber nicht namentlich genannt wird. Der Psychiater zählt nur noch die Tage bis zu seinem Ruhestand und ist von seiner Arbeit und den Patienten eher genervt. Doch eine neue Patientin lässt sich nicht abwimmeln – Agathe. Auch für den Psychiater ändern die Gespräche mit Agathe einiges und so scheint es plötzlich die Möglichkeit neuer Freundschaften zu geben und auch neue Zuversicht …

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen. Anne Cathrine Bomann hat einen flüssigen, aber auch etwas sachlichen Schreibstil, mit dem sie bei vielen Dingen, für meinen Geschmack, zuviel Raum für Interpretationen lässt. Es gibt auch einige langatmige Passagen, die mir nicht gefallen haben, weil Frau Bomann da auf Dinge eingeht, die nichts mit den wirklich wichtigen Inhalten zu tun hatten und die Handlung daher eher zäh wirken liessen. Insgesamt gab es mir zuviel Drumherum, als Momente die auf den Punkt genau das treffen, was bedeutsam ist. Das fand ich echt schade. Die Themen des Buches haben mir gut gefallen und es gibt durchaus Passagen, die zum Nachdenken anregen. Leider fand ich die Umsetzung nicht so berührend, wie ich es mir gewünscht hätte. Mir fehlte es an der Nähe zu den Charakteren und auch an ein bisschen mehr Tiefgang, besonders bei Agathe und dem Protagonisten. Vielleicht lag es mit an der Kürze des Büchleins, aber mir blieben, die Themen, die viel Potenzial hatten leider zu oberflächlich, weshalb alles eher nur angerissen, statt fertig, auf mich wirkte.

“Agathe” ist ein Roman mit Themen, die viel Potenzial bieten. Leider war mir die Umsetzung zu unausgereift und mir fehlte die Tiefe und Nähe zu den Charakteren. Es war eine nett zu lesende, etwas zähe Story, von der ich mir deutlich mehr erhofft hatte!

Meine Bewertung: 2,5 von 5

  • Cover
  • Figuren
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 28.10.2018

Ich liebe diese Reihe

Throne of Glass 5 – Die Sturmbezwingerin
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“Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin” ist der fünfte Band der “Throne of Glass” Buchreihe der Autorin Sarah J. Maas. Wie einige von euch bestimmt schon mitbekommen haben ist diese Reihe eine meiner ...

“Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin” ist der fünfte Band der “Throne of Glass” Buchreihe der Autorin Sarah J. Maas. Wie einige von euch bestimmt schon mitbekommen haben ist diese Reihe eine meiner liebsten Fantasyreihen und daher freue ich mich natürlich auf jede Fortsetzung. Nun bin ich auch endlich dazu gekommen den fünften Teil zu lesen und verrate euch heute wie er mir gefallen hat.

Dieser Teil der Reihe beginnt nachdem Celaena, unter ihrem wahren Namen, Aelin Galathynius, in ihre Heimat zurückgekehrt ist, um ihren Platz als rechtmäßige Königin von Terrasen einzunehmen. Doch schon nach kurzer Zeit müssen Aelin und ihre Freunde feststellen, dass der Weg zum Thron mit mehr als einem Gegenspieler versehen ist. Nicht nur, dass ihr in politischer Hinsicht Steine in den Weg gelegt werden ist ein Problem, sondern auch die Tatsache, dass der dunkle Valg – König Erawan kurz davor ist seinen ganz eigenen Krieg noch mehr auszuweiten, um sowohl Sterbliche, als auch die Fae zu versklaven. Als dann auch noch Maeve, die Königin der Fae, ganz eigene Pläne zu mehr Macht verfolgt, wird Aelin klar, dass sie sich schon bald fragen muss, was sie opfern wird, um ihre Welt zu retten …Der Einstieg in dieses Buch ist mir dank des wunderbaren und angenehm zu lesenden Schreibstils von Sarah J. Maas, sehr gut gelungen. Ich liebe die Mischung, wie die Autorin, die Welt und die verschiedenen Orte darstellt, sodass ich keine Probleme hatte mir alles bildhaft vorzustellen. Die Ausarbeitung der Charaktere ist, für mich, jedes Mal wieder ein ganz großer Pluspunkt dieser Reihe. Es gibt soviele interessante, vielschichtige und markante Charaktere, dass mir einige von ihnen gut in Erinnerung bleiben. Die Mischung aus Antagonisten und Heldenfiguren ist ausgewogen und beide Seiten sind glaubhaft dargestellt. Ein besonderes Highlight ist ganz klar die Protagonistin Aelin. Sie hat seit dem ersten Band eine so große Entwicklung durchgemacht und dennoch gibt es immer wieder neue Facetten zu entdecken, die ihre bereits bekannten, besonderen Eigenarten ergänzen.

Die Geschichte hat verschiedene Erzählstränge, durch die die Autorin nicht nur einen allumfassenden Rundumblick ermöglicht, sondern auch von Anfang an die Spannung auf einem guten Niveau hält. Lediglich zu Beginn hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, aber das war auch das einzige, was mich nicht komplett überzeugen konnte. Nach diesen wenigen Passagen, stieg die Spannung kontinuierlich an und gegen Ende hat es Sarah J. Maas zusätzlich geschafft mich komplett zu verblüffen und zu schockieren. Ein Detail beim Finale lässt manches leider, rückblickend, etwas konstruiert wirken, aber im gesamten war das für mich kein großes Manko. Ich fiebere schon jetzt auf den Moment hin, wenn ich den nächsten Band aufschlagen kann, um zu erfahren, wie es mit Aelin, Rowan, Aedion, Dorian, Lysandra, Manon, Elide und Co weitergehen wird.“Throne of Glass – Die Sturmbezwingerin” ist eine gelungene Fortsetzung einer grandiosen Reihe. Tolle fantastische Elemente, detailliert ausgearbeitete Charaktere und eine spannende Handlung haben mir schöne Lesestunden beschert!

Meine Bewertung: 4,5 von 5

Veröffentlicht am 18.10.2018

Hippie

Hippie
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“Hippie” ist der neue Roman des Autors Paulo Coelho. Auf dieses Buch habe ich mich schon seit einiger Zeit gefreut, da der Inhalt, einfach toll klang. Das Cover ist liebevoll gestaltet und passt, ebenso, ...

“Hippie” ist der neue Roman des Autors Paulo Coelho. Auf dieses Buch habe ich mich schon seit einiger Zeit gefreut, da der Inhalt, einfach toll klang. Das Cover ist liebevoll gestaltet und passt, ebenso, wie die innen befindliche Karte mit der Reiseroute des Magic Bus’ sehr gut zum Inhalt des Buches.

In dieser Geschichte geht es um den jungen Protagonisten Paulo. Paulo stammt aus Brasilien und liebt es die Welt zu bereisen. Als Paulo in Amsterdam auf die Holländerin Karla trifft entwickeln sich bald Gefühle zwischen den beiden. Als Karla Paulo erzählt, dass sie mit dem Magic Bus auf dem Hippie Trail Richtung Kathmandu fahren möchte, beschließt Paulo kurzerhand die letzte Fahrkarte für sich zu nutzen und mitzureisen. Auf der Fahrt lernen sie einige interessante Menschen kennen und erleben nicht nur in Gesprächen vieles, was sie inspiriert …
Der Einstieg in diesen Roman ist mir gut gelungen. Paulo Coelho hat einen sehr schönen, angenehm zu lesenden Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Dem Autor gelingt es hervorragend die feinen Nuancen, sowohl bei den Charakteren als auch bei den Geschehnissen, so darzustellen, dass sie mich bewegt und zum nachdenken gebracht haben. Mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte mich Paulo Coelho ebenfalls überzeugen. Sowohl die Haupt – als auch die Nebencharaktere sind facettenreich und haben ihre ganz eigenen Ecken und Kanten, die sie in Erinnerung bleiben lassen. Auch die Entwicklung der einzelnen Personen hat mir gefallen, vorallem weil es dem Autor gelingt diese, realistisch darzustellen.

Die Themen des Buches sind abwechslungsreich und spannend. So gibt es zum einen die verschiedenen Sinnsuchen der Reisenden im “Magic Bus”, spirituelle Themen, persönliche Entwicklungen, aber auch Freundschaften und Liebe. Mit der Liebesgeschichte konnte mich der Autor leider nicht ganz überzeugen, weil am Ende alles sehr einfach abgehandelt wird. Das hat, in meinen Augen, nicht ganz so gut zum vorherigen Handlungsablauf gepasst und wirkte daher etwas übereilt.
Die Geschichte lässt sich spannend lesen und ich habe einige der Entwicklungen interessiert mitverfolgt. Was ich auch sehr gelungen fand waren die Momente, in denen Paulo Coelho, politsche Aspekte in die Story eingeflochten hat oder auch Situationen, in denen die Reisenden Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt sind. Hier bin ich oft ins Nachdenken gekommen und konnte den Charakteren ihre Emotionen auch komplett abnehmen.

“Hippie” ist eine abwechslungsreiche und teilweise nachdenklich stimmende Geschichte, die mir durch ihre Themenvielfalt und die toll gezeichneten Charaktere sehr gut gefallen hat!

Meine Bewertung: 4 von 5