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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Toller Krimi

Tag der Wahrheit
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Dieses Mal stehen zwei Beamte des BKA im Vordergrund und man lernt erstaunlich viel über diese. Sie haben beide ihre Ecken und Kanten und und mit Problemen in ihrem Privatleben zu kämpfen, während der ...

Dieses Mal stehen zwei Beamte des BKA im Vordergrund und man lernt erstaunlich viel über diese. Sie haben beide ihre Ecken und Kanten und und mit Problemen in ihrem Privatleben zu kämpfen, während der Einsatz alles von ihnen abverlangt. Und da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie den Problemen nicht gerecht werden können und Menschen in ihrem Umfeld mit Unverständnis reagieren. Viele der genannten Kleinigkeiten über die beiden lassen sie authentisch und greifbar wirken und mir waren sie deshalb ziemlich sympathisch.

Der Krimi hat auf alle Fälle mein Interesse geweckt und ich bin gespannt darauf, ob die nächsten Bände genauso spannend sein werden. Die Kombination der beiden Beamten verspricht auf alle Fälle sehr viel Konfliktpotential. Zudem ist der Handlungsort einmal ein anderer.

Der Schreibstil ist ziemlich detailliert und ausschweifend, weshalb es zu einigen Längen kommt. Jedoch nutzt der Autor diese Passagen geschickt um dem Leser die Umgebung näher zu beschreiben und so lernt man viel über den Rhein-Sieg-Kreis und andere Orte. Und dadurch das der Schreibstil angenehm flüssig ist stören die Längen nicht weiter.

Der Fall hat es auf alle Fälle in sich und ist vor allem sehr aktuell und nicht ohne. Immer wieder hört man ja von Gruppen, die sich radikalisieren um ihre Meinung durchzusetzen und genau das passiert hier.

Fazit:
Alles in allem ist es ein toller Auftakt für eine Krimireihe und ich bin gespannt darauf, was für Fälle die Ermittler noch lösen werden. Wahrscheinlich werden diese nicht ganz so hochkarätig und brisant wie dieser hier werden, aber das ist nicht weiter schlimm.

Veröffentlicht am 13.09.2020

Tolles Buch

How to Be Gay. Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe
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Besonders gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen, denn es wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt und man erfährt einiges über die aktuelle Situation vieler LGBT weltweit. Hauptsächlich geht es jedoch ...

Besonders gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen, denn es wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt und man erfährt einiges über die aktuelle Situation vieler LGBT weltweit. Hauptsächlich geht es jedoch um LGBT in Großbritannien, wobei die Adresslisten am Ende des Buches an Deutschland angepasst wurden.

Vieles war mir im Vorfeld schon bekannt, da ich schon einige Sachbücher in die Richtung gelesen habe und somit habe ich jetzt nicht viel neues erfahren. Was ich jedoch wirklich schön finde an dem Buch ist, dass hier eben nichts geschönt wird und einige wirklich wichtige Themen wie STD/STI angesprochen werden. Und auch sonst kommen Themen vor, denen ich bisher in solchen Sachbüchern noch nicht begegnet bin und die Erklärungen sind durchgehend einfach und verständlich gehalten. Gegen Ende des Buches gibt es zudem ein Kapitel welches sich an Eltern wendet.

Die kleinen Illustrationen lockern das alles ein wenig auf und sind teilweise sehr witzig. Zudem kommen immer wieder verschiedene Menschen aus der LGBT-Szene zu Wort und oft liest es sich so, als würde die Autorin einem selbst das erklären. Natürlich spiegeln diese Aussagen nur einen Bruchteil der Erfahrung derjenigen wieder und das wird auch immer wieder erwähnt. Nur weil man selbst noch nicht mit Diskriminierung und Anfeindungen konfrontiert wurde heißt es nicht, dass sie nicht existiert. Nicht umsonst ist das Thema outen so ein riesiges Thema, welches angesprochen wurde. Heterosexualität ist nun einmal die Norm und leider gibt es genug Menschen, die nichts anderes akzeptieren.

Es ist vieles wirklich sehr umgangssprachlich gehalten, was wirklich gut zum Thema passt. Schließlich gibt es nichts schlimmeres als Oberlehrerhafte Aufklärungsbücher mit kuriosen Bildern/Fotos. Auf diese wird hier verzichtet, was ich aber ganz okay finde. Schließlich weiß man ja was gemeint ist und so ein geschriebener Text ist ohnehin meist aussagekräftiger als eine schlechte Illustration/Grafik.
Man bekommt einen relativ guten Einblick über die verschiedenen sexuellen Orientierungen und Identitäten, weshalb sich das Sachbuch auch wunderbar als Einstiegslektüre eignet. Wobei das Hauptaugenmerk hier eindeutig auf Lesben, Schwulen und Transsexuellen liegt. Für ein ultimatives Sachbuch über Sex und Identität fehlt mir einfach das Wissen zu all jenen Orientierungen, die hier nur als eine Art Randerscheinung dienen. Und wenn man es ganz genau nimmt geht es hauptsächlich nur um schwule cis-Männer, was für ein so inklusives Buch einfach nur traurig ist. Wer also mehr über alles jenseits von LGBT wissen möchte wird hier wahrscheinlich nicht fündig.

Fazit:
Gerade für Neugierige und diejenigen ohne viel Vorwissen eignet sich dieses Buch. Man bekommt wirklich viel Wissen vermittelt. Natürlich ersetzt es kein Gespräch mit LGBT-Leuten, jedoch verschafft es fürs erste einen guten Einblick. So wirklich inklusiv ist das Buch jetzt nicht, aber im Titel steht ja auch "gay" und darum geht es ungeachtet des Klappentextes hauptsächlich.

Veröffentlicht am 07.09.2020

Toller Thriller

Meereskalt
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Was war das nur wieder für ein aufregender und fesselnder Thriller? Vor allem ab der Hälfte konnte ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen und ich wollte einfach nur wissen, ob ich mit meiner Vermutung ...

Was war das nur wieder für ein aufregender und fesselnder Thriller? Vor allem ab der Hälfte konnte ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen und ich wollte einfach nur wissen, ob ich mit meiner Vermutung bezüglich des Täters richtig lag. Zudem lassen einen die relativ kurzen Kapitel mit Cliffhanger am Ende nur so über die Seiten fliegen. Wie gewohnt gibt es auch dieses Mal einige brutale Gewaltszenen, die aber nicht sehr detailliert beschrieben werden.
Auch dieses mal halten die geschickt platzierten Wendungen die Spannung oben und einige davon haben es ganz schön in sich und kommen vollkommen überraschend. Dadurch musste ich nicht nur einmal meine Vermutung was den Täter betrifft revidieren und ich finde es immer wieder toll, dass man bei den Thrillern des Autors so gut mit raten kann.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die vielen Handlungsstränge, die nach und nach zusammen geführt werden und bei denen man anfangs gar nicht erahnt wo sie mal hinführen werden. Dadurch wird der Thriller relativ vielschichtig und man muss aufmerksam lesen, damit alle versteckten Hinweise findet. Vor allem die Übergänge fand ich gelungen und ziehen die lustigen Stellen das alles nicht ins Lächerliche, sondern geben einem als Leser Hoffnung.

Man erfährt wieder viel neues über die Komissare Finkel und Silber und die beiden sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Beide haben ihre Ecken und Kanten und man erfährt einiges über ihr Privatleben, wobei der Fokus natürlich immer auf dem Fall liegt.

Bei den Thrillern des Autors habe ich immer wieder das Bedürfnis direkt zum nächsten Band zugreifen und das ist auch dieses Mal der Fall. Er schafft es einfach immer wieder interessant Fälle nachvollziehbar zu konstruieren und gibt einem dabei tiefe Einblicke in die Polizeiarbeit. Allein was das betrifft merkt man auf jeden Fall einen deutlichen Unterschied zwischen den Reihen rund um den Kommissar Donner und Finkel/Silber. Man merkt einfach, dass der Autor selbst Polizist ist und somit auch sehr genau weiß wovon er schreibt.

Den halben Punkt Abzug gibt es für die Auflösung des Falles, da es mir dann doch etwas zu konstruiert war.

Fazit:
Obwohl es sich um einen Teil einer Reihe handelt kann man ihn gut ohne Vorwissen lesen, da die Fälle in in sich abgeschlossen sind und alles nötige erklärt wird. Mir hat der Thriller wirklich gut gefallen und ich bin gespannt darauf, wie die Reihe weiter gehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Gutes Buch

Ein Versteck unter Feinden
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Erst einmal möchte ich direkt vorweg anmerken, dass es sich hierbei um ein mehr oder weniger erzählendes Sachbuch handelt samt passenden eher nüchtern gehaltenen Schreibstil. Mich hat das dadurch alles ...

Erst einmal möchte ich direkt vorweg anmerken, dass es sich hierbei um ein mehr oder weniger erzählendes Sachbuch handelt samt passenden eher nüchtern gehaltenen Schreibstil. Mich hat das dadurch alles an diverse Geschichtsbücher erinnert.

Was mir richtig gut gefallen hat war die kurze zeitliche Einordnung der einzelnen Geschehnisse. Dadurch hat man einen groben Überblick und kann annähernd verstehen warum bestimmte Dinge passiert sind und der Widerstand halt so aufgebaut war. Man erfährt wirklich viel über die Niederlande und wie sich der II. Weltkrieg dort ausgewirkt hatte. Unter anderem wird einiges von all jenen berichtet, die untergetauchte Menschen unterstützten. Hauptsächlich geht es um das "Hohe Nest" in dem lange Zeit direkt vor den Augen der NSB-Anhänger(Nationalsozialistische Partei in den Niederlanden) viele Menschen Unterschlupf fanden.

Im letzten Drittel erfährt man wirklich viel über die einzelnen Lager und wie unterschiedlich diese waren und wie viel über diese bekannt war. Der Teil war wirklich erschreckend und es zeigt einfach mal wieder, dass Worte all dem nicht gerecht werden können was in diesen Lagern passiert ist.

Um mich in das ganze richtig hineinzufinden brauchte ich erst einmal 50 Seiten und dann war ich voll drinnen. Es werden halt ziemlich viele Ereignisse auf ziemlich wenigen Seiten beschrieben und somit ist klar, dass nicht alles ausführlich erläutert wird. Deshalb habe ich auch einen Stern abgezogen, da mir an manchen Stellen einfach zu viele Informationen fehlten. Diese bräuchte man allein um die unendlich vielen auftauchenden Personen besser auseinander halten zu können. Was ich zudem ziemlich irritierend fand waren die teils doch sehr detaillierten Dialoge, die im starken Kontrast zu dem Rest stehen. Hier kann man als Leser absolut gar nicht beurteilen wie viel davon überhaupt gesagt wurde. Zudem wechseln die Zeitformen teilweise in die Gegenwart, was aber absolut gar nicht zu dem was Beschrieben wird passt.

Fazit:
Mir hat der Schreibstil jetzt nicht so zugesagt, weil eben zu viele Informationen fehlten, aber alles in allem ist es eine gut recherchierte Biografie. Vor allem finde ich es gut, dass der Widerstand in den Niederlanden thematisiert wurde.

Veröffentlicht am 18.08.2020

Tolles Buch

Die Nadel im Galaxienhaufen
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Hauptsächlich wegen der unzähligen lustigen Analogien hat das Lesen unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb habe ich auch relativ selten Lesepausen eingelegt. Man lernt erstaunlich viel beim Lesen und ...

Hauptsächlich wegen der unzähligen lustigen Analogien hat das Lesen unglaublich viel Spaß gemacht und deshalb habe ich auch relativ selten Lesepausen eingelegt. Man lernt erstaunlich viel beim Lesen und es ist wirklich interessant was man so alles über die verschiedenen Galaxien erfährt. Das Buch ähnelt im Aufbau einer Reise ins Weltall und so erfährt man viel über die die einzelnen Planeten unserer Galaxie, aber auch über die Sterne und weitere Galaxien.

Man erfährt außerdem einiges über den aktuellen Forschungsstand und über die ganzen Raumfahrt und Erkundungsmissionen, die schon stattgefunden haben bzw. noch stattfinden werden.

Immer wieder gibt es kleine niedliche Comic-Schaubildchen, die das alles etwas auflockern. Auch sonst ist der Schreibstil recht bildhaft und so schafft es der Autor selbst komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären. Und so bekommt man als Laie einen recht guten, aber eher kurzen Einblick in die Astrophysik.


Fazit:

Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten und ich finde es immer wieder schön über Bücher mit leicht verständlich Erklärungen zu dieser Thematik zu stolpern. Es geht nicht zu sehr in die Tiefe und ich habe mich nicht von all dem Wissen erschlagen gefühlt, obwohl das Buch eine ganze Menge Informationen beinhaltet.