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Veröffentlicht am 22.01.2026

Anders

It's a free country!
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Originaltitel “America the Beautiful?” aus 2023
Die hier geschilderte Reise fand bereits 2019 statt. Ein Roadtrip mit Besuch vieler National-parks, wobei ich mir durchaus etwas anderes vorgestellt habe. ...

Originaltitel “America the Beautiful?” aus 2023
Die hier geschilderte Reise fand bereits 2019 statt. Ein Roadtrip mit Besuch vieler National-parks, wobei ich mir durchaus etwas anderes vorgestellt habe. Mir persönlich kamen die Eindrücke in den Nationalparks zu kurz. Die oft sprachlos machende Natur wird angedeutet, dafür werden andere Themen, die der Autorin so durch den Kopf gingen, erwähnt. Vieles lässt sie aus selbst gemachten Zeitdruck gefühlt links liegen.
Dass die Natur außerhalb der Parks toll und schützenswert ist, ist natürlich richtig. Dass der Mensch vieles zerstört stimmt besonders die Gier nach Geld. Auch zu viele Touristen kön-nen zerstören, doch ohne die Touristen können die Parks auch nicht existieren.
Das Land wurde den Natives weggenommen, doch die werden heutzutage auch nicht mehr auf die Annehmlichkeiten von Technik verzichten. Es wurde Raubbau betrieben, Abholzung der Wälder und besonders der Redwoods.
Ich habe selber einige Roadtrips mit Besuch von Nationalparks gemacht. am Straßenrand sieht man Bäume, doch dahinter ist dann kahle Fläche für die Holzindustrie (Oregon).
Ohne fossile Brennstoffe wird es erstmal nicht gehen, denn Strom muss auch erzeugt werden.

Gestört haben mich dann einige Aussagen: Dass die Fahrt durch die Ebenen North Dakotas die Hölle für jede Autofahrerin ist, hat irritiert. Nur für Autofahrerinnen, oder so im Allge-meinen?
Gedanken über die Spirale der Autorin fand ich seltsam mit der Aussage deshalb an einem Baum zu weinen.
Die Behauptung, dass die „Dust Bowl“ durch Überweidung, Tierhufe, entstanden ist, ist schlichtweg falsch. Tierhufe hätten das Präriegras mitsamt Wurzeln stehen gelassen. Die Dust Bowl entstand durch falsche, exzessive Landwirtschaft.
Warum die Autorin gerade zur Hochsaison reist und sich dann über Touristenmengen und Hitze wundert ist mir ein Rätsel.
Den einstigen Präsidenten Roosevelt sexistisch und rassistisch zu nennen passt dann in unse-re Zeit, wo vieles nicht mehr politisch korrekt ist. Es war damals eine andere Gesellschaft und er hat viel für die Nationalparks getan. Mir ist es lieber, dass man sagen kann was man denkt, ohne erhobenen Zeigefinger.
Der größte Aufreger ist allerdings dieses unsägliche Gegendere. Dauernd innen (man sucht die Fußnote zum ). Als ob man z.B. die Bezeichnung Freunde nicht richtig interpretieren kann und ist das im englischen auch so? Im Original fand ich keine. Dann kann man gerne den Begriff „horny“ übersetzen, oder wenn sich eine Person das Pronomen „they“ gibt. Un-säglich mit dem Pronomen, interessiert das im Zusammenhang mit der Erzählung? Nein, es irritiert. Es taucht ein CIS-Mann auf. Netterweise sortiert sich die Autorin selber in der libe-ralen Phase ein. Aber ohne und diversen Dingen hätte sich das Buch besser gelesen.
Das Buch gibt Denkanstöße und dann wieder nicht. Das Gegendere ist furchtbar. Mir fehlt mehr die Beschreibung von der tollen Natur, gerade weil ich einiges selber sehen durfte. Ja, so ein Roadtrip lässt den Alltag für einige Zeit vergessen und ist eine grandiose Erfahrung, die man bestimmt nochmal machen möchte.
Ich hatte mir hier etwas anderes vorgestellt und das Buch lässt mich zwiegespalten zurück.
Und warum belässt man nicht den Originaltitel, wenn man doch einen Englischen wählt?

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Reiselust und Heimat

Wunderschöne Welt
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Geschichten von der Moderatorin der Sendung „Wunderschön“.
Andrea Grießmann erzählte kurze Geschichten von den Reisen zur Sendung, von den Dreh-arbeiten. Kurzweilig geschriebene Begegnungen in verschiedenen ...

Geschichten von der Moderatorin der Sendung „Wunderschön“.
Andrea Grießmann erzählte kurze Geschichten von den Reisen zur Sendung, von den Dreh-arbeiten. Kurzweilig geschriebene Begegnungen in verschiedenen Ländern. Wie es zum Bei-spiel passieren kann, dass man eine Termite isst.
Aber auch wesentlich privateres wird Thema, wie der Begriff Heimat und wo die Autorin aufgewachsen ist. In die Welt zu reisen ist bereichernd und Reisegeschichten machen neugierig. So kam beim Lesen durchaus die Idee auch mal nach Marokko zu reisen.
Der Bereich mit der Heimat hat mich nicht ganz so mitgerissen, aber es ist gut zu verstehen was Andrea Grießmann einem näher bringen möchte.
Gerne hätte ich noch mehr über die Reisen gelesen und die Rote Beete Suppe habe ich mir gleich notiert.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Tolles Setting

Autumn Creek
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Nach einer gescheiterten Beziehung verlässt Willow Chicago um auf der Mountain View Ranch in Montana zu arbeiten, ein Praktikum zu machen. Sie wird herzlich willkommen ge-heißen und Willow lebt sich schnell ...

Nach einer gescheiterten Beziehung verlässt Willow Chicago um auf der Mountain View Ranch in Montana zu arbeiten, ein Praktikum zu machen. Sie wird herzlich willkommen ge-heißen und Willow lebt sich schnell ein. Die Natur, der Ort Autumn Creek und die Tiere ziehen Willow schnell in ihren Bann. Aber auch Aidan weckt bei Willow ein besonderes Interesse.
Die Geschichte wird in einer ruhigen Art erzählt, die besonders bei den Naturbeschreibungen sehr angenehm ist. Jedenfalls konnte ich dieses Gefühl in der Natur nachvollziehen. Da hätte ich gerne noch mehr von gelesen.
Das sich da eine Beziehung anbahnt ist schnell klar, doch beide müssen erst zu ihrer Vergan-genheit stehen.
Ohne großartige Höhen und Tiefen entwickelt sich die Geschichte und verbreitet ein positi-ves Gefühl.
Da kann ich wirklich, ich sage mal Druckfehler drüber weg sehen. Was ich aber ganz be-fremdlich fand war, dass ein Fohlen im Herbst geboren wird. Als ob man eine romantische Szene im Stall unbedingt mit einer Fohlengeburt verbinden muss. Die Natur steuert es bis heute so, dass Fohlen im Frühjahr zur Welt kommen. Dann werden Rinder im Frühherbst auf eine nördliche Bergweide getrieben, wo am nächsten Morgen bereits Schnee liegt, und sich dann dort selbst überlassen? Hätte man dieses Setting nicht so aufbauen können, dass es zur Jahreszeit passt? Dann trifft Willow auf eine ältere Frau in der Buchhandlung von Autumn Creek, die Cowboyklamotten trägt und Willow sie deshalb als Cowgirl erkennt. Das ist dann einfach zu simpel in der Beschreibung.
Vielleicht bin ich nicht mehr das richtige Alter für solche Romane. Wobei ich die bombastische Natur Nordamerikas liebe, Reiterin war.
Das Cover ist einfach toll und der dazu passende Farbschnitt sieht sehr gut aus.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Überleben

Die vier Winde
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Elsa Familie hat es zu Wohlstand in einem kleinen Ort in Texas gebracht. Allerdings wird Elsa von allen als hässlich und schwach abgestempelt und als Leser litt ich schon mit ihr. Dann trifft sie auf Raf ...

Elsa Familie hat es zu Wohlstand in einem kleinen Ort in Texas gebracht. Allerdings wird Elsa von allen als hässlich und schwach abgestempelt und als Leser litt ich schon mit ihr. Dann trifft sie auf Raf und landet auf der Farm seiner Eltern. Dort wird sie angenommen und arbeitet hart. Doch dann trifft die große Dürre die in den dreißiger Jahren die Great Plains erfasste auch die Farm von Elsas Schwiegereltern. Furchtbare Staubstürme kommen dazu und zwingen sie, sich nach Westen, Kalifornien, auf zu machen. Es ist auch die Zeit der großen Depression, wo die Menschen keine Arbeit mehr hatten und so findet Elsa auch in Kalifornien keine bessere Zukunft.
Ein großes Thema wurde in diesem Roman angesprochen und Elsas Leid konnte ich während des Lesens gut mitempfinden. Es ist heute nur noch schwer vorstellbar was die Menschen in der Zeit ertragen mussten und der Roman stellt das gut dar.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt, die Hauptfiguren konnten mich nicht richtig packen. Aber es ist eine eindringliche Schilderung der damaligen Zeit und mit was die Menschen konfrontiert waren. Dabei sind die Themen Gier, kurzfristiger Gewinn und Ausbeutung weiterhin sehr aktuell.
Der damalige Präsident F.D. Roosevelt hat mit zahlreichen Programmen versucht, dass das Land wieder auf die Beine kommt. Die Ergebnisse des CCC und WPA Programms sieht man auch heute noch reichlich in den USA.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

So vielfältig wie groß

Gebrauchsanweisung für die USA
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Schon immer übten die USA eine gewisse Faszination für mich aus. Früher reiste ich mit dem Finger auf der Landkarte durch das Land und hatte nie die Idee mal selber dort sein zu können. Das änderte sich ...

Schon immer übten die USA eine gewisse Faszination für mich aus. Früher reiste ich mit dem Finger auf der Landkarte durch das Land und hatte nie die Idee mal selber dort sein zu können. Das änderte sich und ich konnte die USA selber ein paar Mal bereisen und bin be-geistert von der Weite, Größe und Vielfältigkeit der Natur und den netten Begegnungen. Auch bei nicht überragenden Sprachkönnen blieb jeder freundlich.
So war ich auf die „Gebrauchsanweisung“ gespannt und ich kann den Autoren gut verstehen, dass es ihn immer wieder in das Land zieht und es beruhigt, dass er immer wieder hin reisen kann. Da ergeht es ihm anders als mir.
Die beschriebenen Dinge kommen einem teilweise bekannt vor, wie die Sache mit dem Trinkgeld und auf die Zuweisung für einen Tisch warten. Umgang in den Hamptons eher nicht, aber interessant zu lesen. Was man alles besuchen sollte… eigentlich alles, aber das schafft man nicht und muss sich seine Ziele aussuchen und, oder sich einfach überraschen lassen. Und Überraschungen erwarten einen! Wobei ich da eher auf die Natur fokussiert bin als aufs daten und so.
Der Schreibstil von Adriano Sack hat mir gut gefallen und für mich hätte das Buch auch ger-ne noch länger sein können.
Mit Sicherheit ist dieses Land so vielfältig, abwechslungsreich und anders wie die beeindruckenden Landschaften ihn ihm. Wie im jedem Land gibt es gute und schlechte Seiten, hier vielleicht alles ein wenig „mehr“.
Auch wenn ich die Ausgabe aus 2014 gelesen lässt sich vieles auch heute noch wieder er-kennen. Es macht wieder Lust die USA weiter zu bereisen und sich zu freuen, schon ein paar Eindrücke gewonnen zu haben.

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