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Veröffentlicht am 02.01.2026

Überleben

Die vier Winde
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Elsa Familie hat es zu Wohlstand in einem kleinen Ort in Texas gebracht. Allerdings wird Elsa von allen als hässlich und schwach abgestempelt und als Leser litt ich schon mit ihr. Dann trifft sie auf Raf ...

Elsa Familie hat es zu Wohlstand in einem kleinen Ort in Texas gebracht. Allerdings wird Elsa von allen als hässlich und schwach abgestempelt und als Leser litt ich schon mit ihr. Dann trifft sie auf Raf und landet auf der Farm seiner Eltern. Dort wird sie angenommen und arbeitet hart. Doch dann trifft die große Dürre die in den dreißiger Jahren die Great Plains erfasste auch die Farm von Elsas Schwiegereltern. Furchtbare Staubstürme kommen dazu und zwingen sie, sich nach Westen, Kalifornien, auf zu machen. Es ist auch die Zeit der großen Depression, wo die Menschen keine Arbeit mehr hatten und so findet Elsa auch in Kalifornien keine bessere Zukunft.
Ein großes Thema wurde in diesem Roman angesprochen und Elsas Leid konnte ich während des Lesens gut mitempfinden. Es ist heute nur noch schwer vorstellbar was die Menschen in der Zeit ertragen mussten und der Roman stellt das gut dar.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt, die Hauptfiguren konnten mich nicht richtig packen. Aber es ist eine eindringliche Schilderung der damaligen Zeit und mit was die Menschen konfrontiert waren. Dabei sind die Themen Gier, kurzfristiger Gewinn und Ausbeutung weiterhin sehr aktuell.
Der damalige Präsident F.D. Roosevelt hat mit zahlreichen Programmen versucht, dass das Land wieder auf die Beine kommt. Die Ergebnisse des CCC und WPA Programms sieht man auch heute noch reichlich in den USA.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

So vielfältig wie groß

Gebrauchsanweisung für die USA
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Schon immer übten die USA eine gewisse Faszination für mich aus. Früher reiste ich mit dem Finger auf der Landkarte durch das Land und hatte nie die Idee mal selber dort sein zu können. Das änderte sich ...

Schon immer übten die USA eine gewisse Faszination für mich aus. Früher reiste ich mit dem Finger auf der Landkarte durch das Land und hatte nie die Idee mal selber dort sein zu können. Das änderte sich und ich konnte die USA selber ein paar Mal bereisen und bin be-geistert von der Weite, Größe und Vielfältigkeit der Natur und den netten Begegnungen. Auch bei nicht überragenden Sprachkönnen blieb jeder freundlich.
So war ich auf die „Gebrauchsanweisung“ gespannt und ich kann den Autoren gut verstehen, dass es ihn immer wieder in das Land zieht und es beruhigt, dass er immer wieder hin reisen kann. Da ergeht es ihm anders als mir.
Die beschriebenen Dinge kommen einem teilweise bekannt vor, wie die Sache mit dem Trinkgeld und auf die Zuweisung für einen Tisch warten. Umgang in den Hamptons eher nicht, aber interessant zu lesen. Was man alles besuchen sollte… eigentlich alles, aber das schafft man nicht und muss sich seine Ziele aussuchen und, oder sich einfach überraschen lassen. Und Überraschungen erwarten einen! Wobei ich da eher auf die Natur fokussiert bin als aufs daten und so.
Der Schreibstil von Adriano Sack hat mir gut gefallen und für mich hätte das Buch auch ger-ne noch länger sein können.
Mit Sicherheit ist dieses Land so vielfältig, abwechslungsreich und anders wie die beeindruckenden Landschaften ihn ihm. Wie im jedem Land gibt es gute und schlechte Seiten, hier vielleicht alles ein wenig „mehr“.
Auch wenn ich die Ausgabe aus 2014 gelesen lässt sich vieles auch heute noch wieder er-kennen. Es macht wieder Lust die USA weiter zu bereisen und sich zu freuen, schon ein paar Eindrücke gewonnen zu haben.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Schritt in die Zukunft

Ocean View Avenue – Eine Chance für die Liebe
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Der zweite Band der Reihe Ocean View Avenue. Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes war ich gleich in der Geschichte von Owen und Brooke drin.
Owen zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn zurück an ...

Der zweite Band der Reihe Ocean View Avenue. Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes war ich gleich in der Geschichte von Owen und Brooke drin.
Owen zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn zurück an die Ostküste der USA, nach Jamestown. Brooke hat in in dem Ort gerade eine Schreinerei übernommen. So treffen die Beiden zusammen und haben erst etwas Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Doch ihre Kinder gehen zusammen zur Schule und da entwickelt sich schon mal eine Freundschaft. So treffen sie immer wieder aufeinander, auch aufgrund ihrer jeweiligen Arbeit, und kommen sich immer näher.
Natürlich weiß man, dass Brooke und Owen zusammen finden. Doch der Weg dahin ist schon beschrieben. Dazu kommt noch die schöne Umgebung, die zum Träumen einlädt.
Die Geschichten von Brooke und Owen sind allein schon sehr intensiv und machen mehr von der Geschichte.
Mir hat die Geschichte gut gefallen, sie war durchaus vielschichtig und der Schreibstil ist auch angenehm.
Macht auf jeden Fall Lust mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Intensiver Ausflug in vergangene Zeiten

Rabenthron
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Im Herbst 1013 will der junge Aelfric of Helmsby einen dänischen Gefangenen beim Hof in London abliefern. Das Land wird seit Jahren von Dänen überfallen und verwüstet und Aelf-rics Vater wurde in einer ...

Im Herbst 1013 will der junge Aelfric of Helmsby einen dänischen Gefangenen beim Hof in London abliefern. Das Land wird seit Jahren von Dänen überfallen und verwüstet und Aelf-rics Vater wurde in einer der vielen Schlachten getötet und sein Onkel wurde Thane von Helmby. Keine guten Aussichten für Aelfric.
Und der derzeitige König von England, Ethelred, ist schwach, im Gegensatz zu seiner jungen Frau Emma, die sehr viel Stärke und Geschickt entwickelt.
Der Roman entwickelt sich für mich sehr angenehm. Anhand der persönlichen Geschichten der einzelnen Charaktere und den geschichtlichen Hintergründen entsteht ein gutes Bild der damaligen Zeit. Die Lebensumstände, die Politik und die Verflechtungen durch Intrigen und Bündnisse werden hier in Romanform richtig gut dargestellt.
Dazu kommt der wirklich gut zu lesende Schreibstil der Autorin. Auch ohne Vorkenntnisse über geschichtliche Hintergründe fand ich sehr gut in den Roman rein. Durch die eingeflochtenen persönlichen Erzählungen bekommt Historie ein Gesicht und wird erlebbarer.
Ein sehr schöner, guter historischer Roman.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Ohnmacht der Bevölkerung

Zwischen den Welten
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Die Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich ...

Die Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich empfand es beim Lesen total bedrückend, wie die Bürger unterdrückt wurden und werden. Wie ein Volk, welches auf Verbesserungen hoffte es noch schlimmer wurde.
So lange noch so viele Leute, wie die Revolutionsgarden hinter dem Regime stehen wird sich vermutlich und leider nicht viel für die Bevölkerung ändern.
Und es ist egal, wie es genannt wird. Wer die Macht haben und halten will, dem ist jedes Mittel Recht, auch eine Religion oder sonstige Ideologien.
Die Autorin beschreibt die Lage des Iran gut und anschaulich. Man fragt sich wie die Men-schen dort so lange unter solchen Bedingungen existieren können.
Die Weltpolitik sieht bedingt hin, oder weg, je nachdem wie nützlich ein bestimmtes Verhal-ten ist. Aber lt. der Autorin ist die Lockerung der Sanktionen nur dem Regime hilfreich.
Aber mir ging beim Lesen auch durch den Kopf, dass Meinungsfreiheit und Politik für die Bevölkerung so wichtig ist für ein gut funktionierendes Land mit lebenswerten Bedingungen. Und dass man in Deutschland nicht so tun sollte als ob wir Vorbild für alle sind, denn auch hier fängt es an, Meinungen werden abgestempelt und Ideologie möchte herrschen und dem Land geht es schlechter. Auch fand ich den offenen Brief eines iranischen Dichters aus 2020 sehr gut. Er hat der EU ein wenig den Spiegel vorgehalten. Doch ich bezweifele, dass er gegendert hat. Es hat mir gezeigt wie störend diese Lesform ist.
Ich persönlich wünsche den Iranern alles Gute und endlich eine Regierung die für die Bevöl-kerung da ist.
Dieses Buch ist sehr eindringlich geschrieben und lässt mich regelrecht wütend zurück, über das was Machthaber den Menschen antun.

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