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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2020

Familiengeschichte im Berlin der 30 er Jahre

Die Galerie am Potsdamer Platz
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Die Galerie am Potsdamer Platz spielt im Berlin der 30 er Jahre. Es geht um die Familie Waldmann. Vor Jahren hat Helena Waldmann ihre Tochter Anna Verstößen. Nach deren Tod steht ihre Tochter Alice vor ...

Die Galerie am Potsdamer Platz spielt im Berlin der 30 er Jahre. Es geht um die Familie Waldmann. Vor Jahren hat Helena Waldmann ihre Tochter Anna Verstößen. Nach deren Tod steht ihre Tochter Alice vor Helenas Tür und möchte Antworten. Obwohl Helena ihre Enkelin ablehnt, bleibt Alice in Berlin und wird von Onkel und Tante in die Familie aufgenommen. Zusammen mit ihrem Onkel will sie die Gallerie die die Familie vor dem Krieg betrieben hat wieder eröffnen.

Für mich war der Roman in erster Linie ein Familienroman, obwohl der Konflikt zwischen Alice und Helena ziemlich schnell in den Hintergrund gerät. Es geht um das Lebensgefühl der 30 er Jahre, die Anfänge der Nationalsozialisten, um Kunst und um die Liebe. Alice war eine Hauptperson mit Ecken und Kanten und manchmal etwas sehr nachtragend. Auch die anderen Charaktere waren gut dargestellt und ich bin gerne mit ihnen durch Berlin gewandert.

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Veröffentlicht am 02.02.2020

Plätschert so dahin

Die Frauen von Richmond Castle
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Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Es ist eine nette Geschichte aber leider nicht mehr. Es geht in erster Linie um Blue einer jungen Frau aus reichem Elternhaus, die mehr sein möchte ...

Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Es ist eine nette Geschichte aber leider nicht mehr. Es geht in erster Linie um Blue einer jungen Frau aus reichem Elternhaus, die mehr sein möchte als nur Tochter und Schriftstellerin werden will. An ihrem 21 ten Geburtstag ruft ihr Vater die Männerwelt dazu auf , Blue mit einem Liebesbrief zu erobern. Natürlich ist ihr das mehr als peinlich. Neben Blue wird tritt Delfine in Erscheinung. Sie ist aus der Arbeiterschicht und will aus der Ehe mit einem gewalttätigen Mann ausbrechen. Dann ist da auch noch Mühe Blues Stiefmutter, die sich selbst immer im Schatten der ersten Frau ihres Mannes sieht. Wir begleiten die drei Frauen und ihr Umfeld ein Jahr lang...

Die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen und Personen und Orte sind lebhaft beschrieben, aber irgendwie konnte ich mich in keiner der Figuren hineinversetzen oder mit ihnen warm werden. Es war eine nette Geschichte mit manchmal zu netten und verständisvollen Charakteren

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Veröffentlicht am 23.01.2020

Eine junge Frau versucht ihren Weg in einer Männerwelt zu gehen

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (Die Gärtnerin von Kew Gardens 1)
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Charlotte hat einen großen Traum. Sie möchte nach ihrem Botanik Studium unbedingt in Kew Gardens arbeiten. Doch Charlotte lebt 1920 und zu dem Zeitpunkt sind dort ausschließlich Männer als Wissenschaftlicher ...

Charlotte hat einen großen Traum. Sie möchte nach ihrem Botanik Studium unbedingt in Kew Gardens arbeiten. Doch Charlotte lebt 1920 und zu dem Zeitpunkt sind dort ausschließlich Männer als Wissenschaftlicher tätigt. Doch sie schafft es und erhält sogar die Chance mit ihrer großen Liebe Dennis auf Expedition zu gehen. Doch dann geschieht ein furchtbarer Unfall und ihr Leben gerät aus den Fugen. Charlotte muss dich entscheiden. Lebt sie ihren Traum oder heiratet sie den reichen Victor, der sie und ihre Familie aufnehmen würde.

Das Buch besticht vor allem durch die wunderbaren Beschreibungen der Pflanzenwelt von Kew Gardens man kann die Blumen quasi riechen. Aber auch Charlotte ist eine tolle Hauptdarstellerin und ich bin gerne mit ihr durch die Geschichte gegangen. Ich würde den Roman als Famielienroman bezeichnen, da wir neben Charlotte auch viel über ihre Familie erfahren, aber natürlich ist es auch eine Liebesgeschichte. Für wen schlägt Charlottes Herz? Und dann ist da auch noch der Aufbruch einer Frau in eine von Männern dominierten Welt.

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Veröffentlicht am 21.01.2020

Spannende Historie

Der Attentäter
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Nichts ist spannender als das wahre Leben. Nach diesem Motto richtet sich der Thriller Der Attentäter. Es geht um eines der berühmtesten Attentate der Geschichte. Den Mord an dem österreichischen Thronfolger ...

Nichts ist spannender als das wahre Leben. Nach diesem Motto richtet sich der Thriller Der Attentäter. Es geht um eines der berühmtesten Attentate der Geschichte. Den Mord an dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie. Allerdings geht es nicht um die Folgen, die das ganze für Europa hatte, sondern um die Menschen die darin verwickelt waren.

Das Buch beginnt wenige Tage vor dem Attentat. Der Leser begleitet die jungen Verschwörer und erfährt einiges über ihre Beweggründe. Die letzten Tage im Leben von Franz Ferdinand und Sophie werden beleuchtet. Und anhand eines fiktiven Ermittlers erleben wir das Versagen der Behörden.

Obwohl man ja ganz genau weiß was passieren wird ist das Buch sehr spannend geschrieben. Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, total irrational auf ein anderes Ende zu hoffen.
Ich habe Sympathien und Mitleid vor allem für Sophie empfunden und auf der anderen Seite so etwas wie Verständnis für die Attentäter.

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die historischen Tatsachen wären perfekt recherchiert und in die Romanhandlung geflochten.

Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Drei Frauen,drei Schicksale, eine Stadt

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Die Geschichte beginnt an Weihnachten des Jahres 1918 in Berlin. Der erste Weltkrieg ist gerade beendet und die Menschen litten unter den Folgen. Drei junge Frauen versuchen ihr Leben neu zu ordnen. Da ...

Die Geschichte beginnt an Weihnachten des Jahres 1918 in Berlin. Der erste Weltkrieg ist gerade beendet und die Menschen litten unter den Folgen. Drei junge Frauen versuchen ihr Leben neu zu ordnen. Da ist zu einem Vera die den Matrosen Benno kennenlernt und ihn versteckt, dann ist da Hanna die als Krankenschwester an der Front war und jetzt nach Hause kommt. Und Fritzi die aus einem Dorf an der Ostsee nach Berlin kommt, um ihren Verlobten zu suchen. Alle drei Frauen wollen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und alle drei stoßen auf Wiederstand.

Das Buch fängt perfekt die Stimmung im Nachkriegs Berlin ein und lässt den Leser mit den drei Frauen mitfiebern. Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich, aber jede ist auf ihre Art sehr sympathisch. Mir gefällt es sehr gut, das wir drei Geschichten lesen, dadurch ist das Buch sehr interessant und es hat keine in die Länge gezogen Passagen. Keine der Geschichten drängt sich in den Vordergrund, und so liest man einen wunderbaren Berlinroman über Frauen die ihren Weg gehen.

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