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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2024

Wie immer großartig

Das Haus der Bücher und Schatten
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Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan der Bücher von Kai Meyer und habe mich schon sehr auf seinen neuesten Roman gefreut.

Das Haus der Bücher und Schatten ist bereits der dritte Roman der im ...

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan der Bücher von Kai Meyer und habe mich schon sehr auf seinen neuesten Roman gefreut.

Das Haus der Bücher und Schatten ist bereits der dritte Roman der im graphischen Viertel Leipzig spielt. Allerdings muss man die Vorgänger nicht gelesen haben, un diesen zu verstehen. Andererseits würde ich sehr empfehlen diese zu lesen, weil sie einfach lesenswert sind.

Aber nun zu diesem Roman. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen im Jahr 1933, wo der ehemalige Kommissar Cornelius den rätselhaften Tod eines Polizisten aufklären will, und so wieder in den Polizeidienst zurück kehren will. Der zweite Strang erzählt von einer Lektorin die im Jahr 1913 in einem abgelegenen Anwesen einen exzentrischen Schriftsteller besucht.

Spannend erzählt Kai Meyer scheinbar zwei Geschichten die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Während Cornelius Geschichte in der Erzählperspektive geschrieben ist, erzählt die Lektorin uns ihre Sicht der Ereignisse selbst. Ich finde das sehr gut gemacht. So hatte ich das Gefühl ihre Geschichte mit ihr zu erleben. In Cornelius Zeit spielen dagegen mehrere Personen eine wichtige Rolle und so ist das Erzählende vielschichtiger.

Wie immer bei Kai Meyer ist Spannung von der ersten bis zur letzten Seite dabei, dazu Charaktere die alle ihre Eigenheiten haben und so erzählt er einen großartigen Roman.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Machtkämpfe im Mittelalter

Helden
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Tausend Seiten. Wow eine Herausforderung. Aber es kommt doch immer darauf an wie diese tausend Seiten gefüllt werden. Frank Schätzing hat sie mit einem spannenden Mittelalterroman gefüllt.
Obwohl ich ...

Tausend Seiten. Wow eine Herausforderung. Aber es kommt doch immer darauf an wie diese tausend Seiten gefüllt werden. Frank Schätzing hat sie mit einem spannenden Mittelalterroman gefüllt.
Obwohl ich sehr viele Romane aus dieser Zeit lese, ist der Vorgänger von Helden an mir vorbeigegangen. Aber es war auch nicht nötig und ich konnte diesen Roman ab der ersten Seite genießen.
Mit Fuchs hat Schätzing einen tollen Charakter geschaffen der zusammen mit den anderen Charakteren eine gute Mischung aus den Menschen der Zeit abgibt.
Man merkt dem Roman die intensive Recherche an, manchmal ist es vielleicht etwas langatmig aber dafür mit viel Liebe zum Detail geschrieben.
Intrigen und Machtkämpfe, Europa im Mittelalter, große Politik, kurz alles was die Menschen bewegten und mittendrin der Fuchs.
Spannend, detailreich, Mittelalter. Ich war begeistert

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Eine schreibende Frau

Die Schreiberin
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Ich lese sehr gerne Romane über Frauen die ihrer Zeit weit voraus waren. Eine von ihnen war Clara Hätzerlin. Sie lebte im fünfzehnten Jahrhunder und war Schreiberin. Zu der Zeit war es schon erstaunlich ...

Ich lese sehr gerne Romane über Frauen die ihrer Zeit weit voraus waren. Eine von ihnen war Clara Hätzerlin. Sie lebte im fünfzehnten Jahrhunder und war Schreiberin. Zu der Zeit war es schon erstaunlich das eine Frau überhaupt schreiben konnte, das sie aber damit Geld verdiente war sensationell. Clara Hätzerlin hat wirklich gelebt. Allerdings ist dieses hier keinen Biographie sondern ein fiktiver Roman.

Er beginnt im Jahr 1470, Clara ist bereits vierzig Jahre alt, und denkt an ihr Leben zurück. Beginnend mit dem Tag an dem ihr Vater beschloss das sie schreiben lernen soll und erzählt dann von wichtigen Ereignisse in ihrem Leben. Dabei treffen wir auf einige bekannte historische Personen wie die Familie Fugger.
Neben Claras Werdegang als Schreiberin kommt auch ihr privates Leben nicht zu kurz. Die Verbundenheit mit ihrem Bruder, hinterhältige Verwandtschaft und die Liebe nehmen auch ihren Teil ein.

Ein spannender, atmosphärischer und authentischer Mittelalterroman rund um eine starke Frau die ihren Weg gehen. Sehr gut recherchiert und wunderbar geschrieben. Ich war begeistert.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Ein besonderes Hotel

Hotel in den Wolken
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Maike macht seit vielen Jahren Skiurlaub in der Schweiz, hier hat sie Freunde gefunden und fühlt sich wohl. Doch als sie angeblich ein altes Hotel geerbt haben soll fällt sie aus allen Wolken. Das Hotel ...

Maike macht seit vielen Jahren Skiurlaub in der Schweiz, hier hat sie Freunde gefunden und fühlt sich wohl. Doch als sie angeblich ein altes Hotel geerbt haben soll fällt sie aus allen Wolken. Das Hotel soll abgerissen werden und die derzeitigen Bewohner bitten sie um Hilfe. Maike begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei auf die Geschichte von Flo, dem ersten Besitzer des Hotels...

Der Roman erzählt abwechseln die Geschichte von Flo und die von Maike. Mir haben beide Teile gut gefallen. Flo ist Hotelbesitzer mit Herz und Seele und es gibt interessante Gäste.. Vor allen eine englische Touristin die von Flo so fazieniert ist, das sie beschließt über ihn zu schreiben. In der Gegenwart geht es hauptsächlich um die Zukunft des schon Recht baufälligen Hotels , um Maike und um die Recherche zur Vergangenheit.
Ich lese sehr gerne Romane die in verschiedenen Zeitebenen spielen und finde es immer spannend zwischen den Zeiten zu wandeln. Hier fand ich den Teil in der Gegenwart etwas stärker als den Teil in der Vergangenheit. Maike fand ich großartig und konnte mich sehr gut auf sie einlassen. Flo war auch toll und die Vergangenheit um ihn herum wurde lebendig. Obwohl eigentlich war das Hotel der Hauptdarsteller und hat die Zeiten miteinander verbunden.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Einblicke in das Leben einer besonderen Frau

Die Pädagogin der glücklichen Kinder
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Es ist doch wirklich traurig wie viele großartige Frauen es gegeben hat, die heute kaum noch jemand kennt. Eine von ihnen war Emmi Pikler. Sie war Kinderärztin, Jüdin und Mutter.

Der Roman beschäftigt ...

Es ist doch wirklich traurig wie viele großartige Frauen es gegeben hat, die heute kaum noch jemand kennt. Eine von ihnen war Emmi Pikler. Sie war Kinderärztin, Jüdin und Mutter.

Der Roman beschäftigt sich mit ihren frühen Jahren. Ihrem Studium in Wien, dem Kennenzulernen mit ihrem späteren Mann und schließlich mit ihrer Zeit In der sie in ihrer Heimat Budapest. Diese Zeit war auch politisch sehr interessant, da es im Zeitraum zwischen 1920 und 1945 spielt. Zwar spielt die politische Situation in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie ist Jüdin, ihr Mann Kommunist, im Buch spielt das aber eher eine untergeordnete Rolle. Da geht es in erster Linie um Emmi als Person.Ihre Gedanken und ihre besonderen Methoden.

Anhand vieler Alltagssituationen hat die Autorin einen Einblick in das Leben dieser besonderen Frau gegeben . Emmi ist so lebendig beschrieben, das ich mir alles bildlich vorstellen könnte. Ich habe an ihrem Leben teilgenommen und war beeindruckt.

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