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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2024

Anna

Ich bin Anna
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Ich war bisher immer begeistert von den Romanen von Tom Saller. Er beschreibt in seinen Büchern ganz besondere Menschen mit ganz besonderen Geschichten und dabei gleicht kein Buch dem Anderen.

Hier jetzt ...

Ich war bisher immer begeistert von den Romanen von Tom Saller. Er beschreibt in seinen Büchern ganz besondere Menschen mit ganz besonderen Geschichten und dabei gleicht kein Buch dem Anderen.

Hier jetzt also Anna Freud, die Tochter des berühmten Siegmund Freud. Dieses Buch ist wie eine Therapie Sitzung und beschreibt so die Beziehung der Beiden. Ich muss gestehen daß ich mich in dieses Buch erste einmal einlesen musste. Ich musste mich auf Anna einlassen um ihre Geschichte zu genießen. Aber es ist mir gelungen und so konnte ich den Roman genießen. Gut gefallen hat mir das der Autor abwechseln Anna und ihren Vater erzählen lässt. Vater und Tochter haben eine etwas unterschiedliche Sicht auf die Dinge die geschehen und durch den Wechsel der Perspektive hatte auch ich zwei verschiedene Sichten auf das Geschehen.
Ein Roman über eine besondere Vater Tochter Beziehung.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Spannender Krimi aus dem historischen Köln

Flammender Himmel über Köln
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Spannender Krimi aus Köln im Jahr 1910.
In einem einsamen Haus werden die Leichen von einem Mann und einer Frau gefunden und es stellt sich die Frage, war es Mord oder doppelter Selbstmord.? Kriminalkommissar ...

Spannender Krimi aus Köln im Jahr 1910.
In einem einsamen Haus werden die Leichen von einem Mann und einer Frau gefunden und es stellt sich die Frage, war es Mord oder doppelter Selbstmord.? Kriminalkommissar Ehrmanns glaubt nicht an Selbstmord und nimmt die Ermittlungen auf.

Ich mag an historischen Krimis immer besonders in die Ermittlungsarbeit der damaligen Zeit zu blicken, die ja ganz anders war als heute. Das finde ich hier sehr gelungen und auch die Rolle der arbeitenden Frauen war ein Teil der Geschichte, alles sehr gut recherchiert. Dazu ein wirklich spannender Fall mit unerwarteten Wendungen. Natürlich das wichtigste bei einem Krimi.
Dazu dann Charaktere die authentisch beschrieben sind. Ob nun der Kriminalkommissar, sein Assistent mit seiner Kinderschar oder die schlagfertige Bürokraft. Alle haben mir gut gefallen.

Spannend, authentisch, einfach gut.

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Freud in Hamburg

Freud schweigt
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Ich mag Romane in denen sich Fiktion mit realen Personen der Geschichte mischt. Hier geht es um Sigmund Freud der als junger Mann in Hamburg seine Verlobte Martha besucht. Zufällig findet er ein totes ...

Ich mag Romane in denen sich Fiktion mit realen Personen der Geschichte mischt. Hier geht es um Sigmund Freud der als junger Mann in Hamburg seine Verlobte Martha besucht. Zufällig findet er ein totes Baby in einem Fleet und gerät dadurch in eine Geschichte voller Intrigen. So lernt er die junge Elfie kennen die in einer Heilanstalt lebt und die ein Geheimnis zuhaben scheint. Außerdem lernt er drei junge Menschen kennen die sich irgendwie über Wasser halten. Natürlich spielt auch die Familie seiner Verlobten eine Rolle.
Die Geschichte führt uns zum einen in die feine Hamburger Gesellschaft und zum Anderen zu den ganz Armen und schafft so einen Querschnitt der Hamburger da. Aber es gibt auch eine spannende Geschichte rund um Elfie die immer wieder neue Fragen aufwirft.
In einem zweiten Etzählstrang erleben wir Sigmund Freud am Ende seines Lebens im Londoner Exil, auch dieser Teil hat mir gut gefallen.
Ich möchte vor allem die unterschiedlichen Figuren, ob nun Freud oder Elfie, Martha und ihre Schwester oder all die andern Charaktere haben die Geschichte bereichert und zu einem Erlebnis gemacht.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Zwei unterschiedliche Leben

Das Mädchen mit dem blauen Stern
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Dieses Buch hat mir die Tränen in die Augen getrieben und mich sehr nachdenklich zurück gelassen.
Zwei Mädchen deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten treffen zufällig an einem unwirklichen Ort ...

Dieses Buch hat mir die Tränen in die Augen getrieben und mich sehr nachdenklich zurück gelassen.
Zwei Mädchen deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten treffen zufällig an einem unwirklichen Ort aufeinander. Die Eine Ella
wächst im Wohlstand auf und muss auch in dem von den Nazis besetzten Krakau keine Not leiden. Ihre Sorgen gelten der Stiefmutter, die sich mit einem Deutschen einlässt . Die Andere Sadie, eine Jüdin, die gerade noch der Räumung des Ghettos entkommen ist und nun in der Kanalisation lebt unter unvorstellbaren Bedingungen. An einem Gitter lernen sie sich kennen und Ella riskiert viel um Sadie zu helfen.

Der Roman erzählt abwechselnd aus Ellas und aus Sadies Sicht. So erlebt man zunächst einmal zwei sehr unterschiedliche Leben. Wobei die von Sadie sehr unter die Haut geht. Ich hatte das Gefühl mit ihr im Versteck zu sitzen und durch die Kanäle zu kriechen. Ella dagegen entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer sehr mutigen Frau die mich beeindruckt hat.
Ein emotionaler und bachwirkender Roman gegen das Vergessen.

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Veröffentlicht am 09.02.2024

Interessant

Das Lächeln der Königin
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Vor einhundert Jahren wurde die Büste der Nofretete zum ersten Mal in Berlin ausgestellt. Ein hervorragender Grund einen Roman darüber zu schreiben, wie die Königin vom Nil nach Berlin kam.

In diesem ...

Vor einhundert Jahren wurde die Büste der Nofretete zum ersten Mal in Berlin ausgestellt. Ein hervorragender Grund einen Roman darüber zu schreiben, wie die Königin vom Nil nach Berlin kam.

In diesem Buch geht es allerdings weniger um die Ausgrabungen in Ägypten, sondern um John Simon einem jüdischen Geschäftsmann und großem Kunstfreund.
Ich finde die Idee des Buches sehr gut. Nicht die Ausgrabungen in den Vordergrund zu stellen, sondern den Geldgeber in Berlin. Den Kunstfreund der dafür sorgt das die Königin nach Berlin kommt. Der vor dem ersten Weltkrieg mit dem Kaiser verkehrt und in den zwanziger Jahren mit dem aufkeimenden Antisemitismus zu kämpfen hat. Diesen Teil fand ich sehr spannend und interessant und auch sein Briefwechsel mit Borchert, der in Ägypten die Ausgrabungen tätigte aben mir gut gefallen.
Etwas schwach dagegen blieb die Beschreibung seines Familienlebens. Zwar werden auch das schwierige Verhältnis zu seiner Frau erzählt, aber irgendwie konnte ich mich da nicht so richtig hineinfinden. Auch er selbst ist mir fremd geblieben. Das war etwas Schade da mir das Buch sonst gut gefallen hat und es interessant fand die Geschichte aus der Sicht von John Simon zu lesen. Ich finde es immer interessant Romane über Menschen zu lesen, die wirklich gelebt haben, deren Wirken aber nicht der großen Mehrheit bekannt ist, die wichtiges geleistet haben. Denn auch er hat dafür gesorgt das wie hunder Jahre später immer noch die Büste der Nofretete besuchen können.

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