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Veröffentlicht am 20.05.2021

Hulda ermittelt wieder

Fräulein Gold: Scheunenkinder
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Dieses Mal geht es mit der Hebamme Hulda in das Berliner Scheunenviertel. Hier herrscht Armut und bedrückende Lebensumstände. Hulda soll der Jüdin Tamar bei ihrer ersten Geburt helfen, schnell merkt Hulda ...

Dieses Mal geht es mit der Hebamme Hulda in das Berliner Scheunenviertel. Hier herrscht Armut und bedrückende Lebensumstände. Hulda soll der Jüdin Tamar bei ihrer ersten Geburt helfen, schnell merkt Hulda das die Eltern von Tamars Mann nicht wirklich begeistert von der Schwiegertochter sind. Als dann das Baby kurz nach der Geburt verschwindet ist Hulda Neugier geweckt.

Wie schon im ersten Teil kann Hulda nicht wegsehen, sondern mischt sich ein. Auch wenn ihr das nicht immer gut bekommt und selbst diejenigen denen sie helfen will, ihre Hilfe nicht wollen. Hulda kann nicht wegsehen. Der Roman führt uns in die bedrückende Welt des Scheunenviertels mit all seinen Elend. Zudem bietet sich langsam das Gedankengut der Nationalsozialisten in den Köpfen einiger Menschen ein. Ein interessantes und bedrückende s Bild der Zeit wird sehr anschaulich beschrieben.

Auch alte Bekannte und Wegbegleiter Hulda haben erneut einen Auftritt und so fühlt man sich sofort wieder im Berlin der zwanziger Jahre angekommen.

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Gute Unterhaltung

Die Farben der Frauen
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Nach Die Kleider der Frauen und Die Bilder der Frauen schreibt Natascha Lester jetzt über Die Farben der Frauen. Wie schon in den vorhergegangen Romanen geht es um starke Frauen, die sich in besonderen ...

Nach Die Kleider der Frauen und Die Bilder der Frauen schreibt Natascha Lester jetzt über Die Farben der Frauen. Wie schon in den vorhergegangen Romanen geht es um starke Frauen, die sich in besonderen Berufen hervorging und sich nicht unterkriegen laden.
Hier spielt Leo die zentrale Rolle. Sie wandert als junge Frau kurz nach dem ersten Weltkrieg nach Amerika aus. Hier will sie sich ihren Traum erfüllen und Kosmetik herstellen, allerdings ist das zu der Zeit noch sehr verpönt. Auf dem Weg nach New York lernt sie ihre große Liebe und auch ihre größte Feindin kennen. Beides hângt untrennbar miteinander zusammen. Trotz aller Wiedrigkeiten gibt sie nicht auf und versucht ihren Traum vom Kosmetik Salon zu verwirklichen...
Der Roman erzählt von einer Zeit in der junge Frauen sich nicht schminken sollten und wie sie davon angefeindet wurden. Von einer mutigen jungen Frau die nichts auf die Meinung der Anderen gibt. Aber auch die Geschichte einer großen Liebe.
Ich hätte mir allerdings etwas mehr über die Geschichte der Kosmetik zu jener Zeit und etwas weniger zwischen menschliches Drama gewünschten. Teilweise war mir das etwas zu viel. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und ich würde es Liebhabern von historischen Romanen mit Lovestory

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Tod im Internat

Die Richterin und das Ritual des Todes
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Das Ritual des Todes ist der vierte Teil rund um die Richterin Mathilde in Südfrankreich. Diese Mal geht es um den Tod einer Schülerin in einem Eliteinternat. Zunächst sieht es nach einem tragischen Unfall ...

Das Ritual des Todes ist der vierte Teil rund um die Richterin Mathilde in Südfrankreich. Diese Mal geht es um den Tod einer Schülerin in einem Eliteinternat. Zunächst sieht es nach einem tragischen Unfall aus, doch bald ist klar es war Mord. Als kurze Zeit später auch ein Lehrer umkommt stellt sich die Frage, was geht in dem Internat vor sich?
Der Kriminalfall ist gewohnt spannend geschrieben. Der Leser ist hautnah an den Ermittlungen beteiligt und ich habe während des Lesens immer wieder neue Theorien aufgestellt. So stelle ich mir einen guten Krimi auch vor. Der Spannungsbogen war perfekt aufgebaut und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.

Da es mittlerweile der vierte Teil ist, hat habe ich die Charaktere schon gut kennengelernt und ich war gespannt wie ihre Geschichten weitergehen. Neben dem Mord geht es in Liliane Fontaines Romanen auch immer um das Private Leben der Ermittler und der Leser lernt Südfrankreich und seine Küche kennen. Mir gefallen diese kleinen Verschnaufpausen sehr gut. Aber auch die Charaktere die speziell für diese Geschichte dazugekommen waren sehr gut beschrieben und dadurch lebensecht.

Ein Krimi ganz nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Emmy ist einfach Klasse

Sturmvögel
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Ich habe lange kein Buch mehr mit einer so erfrischenden Hauptperson gelesen. Emmy ist einfach Klasse. Schon nach den ersten Sätzen hatte ich sie ins Herz geschlossen.
Wie schon erwähnt geht es um Emmy. ...

Ich habe lange kein Buch mehr mit einer so erfrischenden Hauptperson gelesen. Emmy ist einfach Klasse. Schon nach den ersten Sätzen hatte ich sie ins Herz geschlossen.
Wie schon erwähnt geht es um Emmy. Der Roman beginnt 1994 da ist Emmy 86 Jahre alt und lebt ihr Leben, so wie es ihr gefällt. Im Laufe der Geschichte lernen wir ihre Kinder Hilde, Tessa und Otto kennen, die alle so ihre Eigensarten haben. Emmys Geschichte wird in Rückblicken erzählt. Sie beginnt in ihrer Kindheit auf einer kleinen Nordseeinsel und führt dann über das Berlin der zwanziger Jahre bis ins Jahr 1994.
Emmy ist Klasse. Sie nimmt nie ein Blatt vor den Mund und bleibt vor allem immer sie selbst. Sie kämpft für die Menschen die die liebt und gibt niemals auf. Ihr Humor ist großartig.

Ich habe dieses Buch in einem Zug gelesen, so sehr hat mich die Geschichte begeistert. Mir hat es gut gefallen, das es immer wieder Sprünge zwischen den Zeilen gab. So war man im Jahr 1914 und danach wieder in den neunziger Jahren. Ich fand es sehr gut aufeinander abgestimmt.

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Veröffentlicht am 13.05.2021

Bildgewaltige Reise in die Zeit der Reformation

Das Ketzerdorf - Der Aufstieg des Inquisitors
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Ein Dorf in dem die Menschen ihrem Glauben nachgehen. Eine Frau die dem Elend und der Gewalt entkommt und ein neues Leben beginnt, ein katholischer Student der sich verliebt und ein Mann der von seinem ...

Ein Dorf in dem die Menschen ihrem Glauben nachgehen. Eine Frau die dem Elend und der Gewalt entkommt und ein neues Leben beginnt, ein katholischer Student der sich verliebt und ein Mann der von seinem Glauben besessen ist und zum Inquisitor wird. Das sind die Zutaten für diesen spannenden und bildgewaltige Roman. Er führt uns nach Leeder in Oberbayern, nach Bologna, Venedig und nach Rom. Es ist die Zeit der Reformation,, aber in Rom herrschen noch immer die Päpste.
Anhand der Geschichte von den verschiedensten Personen wird die Geschichte der Zeit spannend wiedergegeben. Es gibt Einblicke in das Leben der Reformierten und in den Alltag der Studenten in Bologna. Wir blicken hinter die Kulissen der katholischen Kirche, wo es gar nicht so keusch zugeht, wie diese es gerne dastellen. Und wir erleben wie aus einem unerwünschten Kind ein Inquisitor wird.
Der Roman ist spannend geschrieben, die Perspektive wechselt immer wieder in kurzen Kapiteln, trotzdem hätte ich nie das Gefühl das es zu schnell ging. Sehr gut gefallen haben mir die vielen Fussnoten zu den lateinischen Begriffen, allerdings hätte ich mir diese auch bei manchem bayrischen Dialog gewünscht. Die Charaktere waren bildlich beschrieben und machten das Buch zu einem echten Lesegenuss.

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