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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2018

Hohes Lesevergnügen mit bitterem Nachgeschmack

Der rote Swimmingpool
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Wenn die Eltern sich trennen, ist das immer ein tragischer und tiefer Einschnitt. Er verändert das bisherige Leben, es verändert dich selber und das, wie du deine Umwelt wahrnimmst. Adam erlebt, wie die ...

Wenn die Eltern sich trennen, ist das immer ein tragischer und tiefer Einschnitt. Er verändert das bisherige Leben, es verändert dich selber und das, wie du deine Umwelt wahrnimmst. Adam erlebt, wie die Liebe seiner Eltern von einem Tag auf den anderen verschwindet. Wie sich der Vater zurück zieht, nicht nur von seiner Mutter sondern auch von ihm. Ein Problem, das in vielen Familien existiert. Man spürt förmlich die seelischen Qualen von Adam, sein Unverständnis. Seine Eltern waren doch sein glänzendes Vorbild. Er wird förmlich aus der Bahn geworfen und er kann beim besten Willen nicht verstehen, wie es so weit kommen konnte. Vor allem der Egoismus seiner Eltern hat mich erstaunt. Es war, als ob ihnen Adam völlig egal ist. Als ob er ein Ballast ist, dessen man sich entledigen muss. Dieses Verhalten ihm gegenüber lässt sein Verhalten in einem  ganz anderen Licht erscheinen.

Was mich wirklich von der ersten Seite an gepackt hat, war die Art und Weise, wie die Autorin die Menschen beschreibt. Einfühlsam, ehrlich, verbittert, glücklich, hart und weich. Die Beziehungen zwischen Adam, seiner Mutter und seinem Vater, aber auch zu seinem besten Freund und seiner ersten großen Liebe haben mich sehr berührt. Auch die Art und Weise wie der Roman aufgebaut ist, hat mir sehr gut gefallen. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab. Man erfährt erst relativ spät, was alles in einem relativ kurzen Zeitraum vorgefallen ist und obwohl das Geschehen nicht ohne ist, kann man Adam verstehen und sein Handeln vielleicht nicht nachvollziehen aber nachempfinden warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist.

Mein Fazit: Diese Buch geht zu Herzen und regt wirklich zum Nachdenken an. Ein Roman mit hohem Lesevergnügen aber einem bitteren Beigeschmack.

Veröffentlicht am 17.06.2017

Wunderschön berührend ...

So groß wie deine Träume
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Schon sehr lange steht dieses Rezensionsexemplar in meinem Regal. Ich hatte mich sofort angesprochen gefühlt von dem Klappentext und weiß gar nicht mehr, warum ich so lange gebraucht habe mich diesem wunderschönen ...

Schon sehr lange steht dieses Rezensionsexemplar in meinem Regal. Ich hatte mich sofort angesprochen gefühlt von dem Klappentext und weiß gar nicht mehr, warum ich so lange gebraucht habe mich diesem wunderschönen Werk zu widmen. Jetzt habe ich es durch und bin begeistert.

Wenn man ein Buch sucht, bei dem man einfach sein Gehirn ausschaltet und sich berieseln lässt, ist man hier falsch. Dieses Buch berührt einen total und hat zumindest in mir etwas angerührt. Teilweise war es sehr schwer zu lesen, da ich ständig an meinen, erst vor kurzem verstorbenen, Opa denken musste. Er war immer ein Fels in der Brandung für mich. Er liebte es im Garten herum zu werkeln (so wie Mattie) und hatte immer einen lustigen Spruch auf den Lippen.

Am Anfang war ich ein wenig unsicher, wie sich die Geschichte entwickelt aber je mehr ich gelesen habe, desto weniger konnte ich aufhören zu lesen. Die vier Hauptcharaktere habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Vor allem die quirlige und aufgeweckte Jeri. Durch ihre ungezwungene Art erobert sie die Herzen von Mattie und Don im Sturm. Sie hat diese Angst, die wir Erwachsenen immer haben, wenn wir jemanden mit einer solchen schweren Krankheit wie Mattie gegenüber treten, noch nicht entwickelt. Sie sagt einfach gerade heraus, was sie fühlt, denkt und empfindet. Ich empfinde das als einen Segen, als etwas, dass sie sich hoffentlich ihr ganzes Leben behalten möge. Es macht sie authentisch und unglaublich liebenswürdig!

Auch ihre Mutter Rose hat mir sehr gefallen. Sie ist eine sehr introvertierte Frau, die sich sehr oft zurück nimmt und dadurch auch oft ihre eigenen Gefühle hinter die der anderen stellt. Auf der anderen Seite ist sie aber so voller Wärme und Herzlichkeit. Während des lesens habe ich mich oft ihn ihr wieder gefunden. 

Don und Mattie umgibt eine ganz eigenen Aura. In Rückblicken erfährt man, wie sie sich kennen und lieben gelernt haben. Sie verbindet eine so starke Liebe, das man das Gefühl hat, sie buchstäblich mit den Händen greifen zu können. Ihre Liebe ist so inspirierend und unglaublich aufbauend. 

Die Idee mit der Hochzeitstruhe und den Erinnerungen darin fand ich wunderschön. Meine Mutter und ich haben oft darüber gesprochen mir auch so eine Truhe anzulegen aber bis jetzt hat es nie geklappt (um ehrlich zu sein, haben wir auch noch keine Truhe gefunden, die unserer Vorstellung entspricht). Ich erinnere mich, dass wir früher eine solche riesige Holztruhe, noch von meiner Großmutter, hatten. In ihr wurden aber nur Handtücher oder Bettzeug gesammelt. Als Aussteuer sozusagen. Sie wäre für die Art von Erinnerungstruhe, wie sie mir vorschwebt, viel zu groß und unhandlich. Vielleicht finde ich ja bald eine solche Truhe und kann diese wunderschöne Tradition selber anfangen.

Fazit: "So groß wie deine Träume" ist ein wunderschönes, romantisches aber auch trauriges Buch, dass eine weinen und lachen lässt. Das einem zeigt, wie stark Liebe sein kann und wie selbst in der schwersten Krankheit noch Hoffnung und Zuversicht zu finden ist. Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung. Es war wunderschön!

Veröffentlicht am 03.05.2017

Zurück in die Vergangenheit .... ♥

Die fremde Königin
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Tja, wie soll man anfangen, wenn man endlich das Buch in den Händen hält, auf das man schon so lange gewartet hat? Natürlich fängt man an zu lesen und was fällt einem dabei auf? Genau, man kann, wie das ...

Tja, wie soll man anfangen, wenn man endlich das Buch in den Händen hält, auf das man schon so lange gewartet hat? Natürlich fängt man an zu lesen und was fällt einem dabei auf? Genau, man kann, wie das bei Rebecca Gablé so typisch ist, einfach nicht mehr aufhören. Vorweg: Es ist ein absoluter Lesegenuss! Es ist unglaublich gut recherchiert (so wie immer!) und die Charaktere sind wieder wunderbar ausgearbeitet. Auch wenn man den Vorgänger ("Das Haupt der Welt") nicht gelesen hat, stellt das kein Hindernis dar. Es ist zwar so leichter die einzelnen Charaktere zuzuordnen, aber wenn ich dieses Vorwissen nicht gehabt hätte, wäre das nicht schlimm gewesen.

Im Roman verschmelzen die Geschichten von fiktive und historische Persönlichkeiten, sie sind miteinander verwoben. Wirft man einen Blick in das vorangestellte Personenverzeichnis, sieht man aber, dass die Anzahl der historischen Personen deutlich überwiegt. Die meisten, wie zum Beispiel Otto I., seine Brüder Brun und Henning, kennt man schon aus dem Vorgängerband. Auch seine Söhne Luidolf und Wilhelm waren wieder dabei. Vor allem über Wilhelm habe ich mich sehr gefreut, denn seine Mutter, die Schwester von Tugumir (dem König der Heveller), ist mir in "Das Haupt der Welt" sehr ans Herz gewachsen. Von Anfang an war ich gefangen in einem Kopfkino und habe nicht gemerkt, wie die Seiten an mir vorbei geflogen sind. Ich musste mich mehr als einmal zwingen das Buch aus der Hand zu legen. Schon in "Das Haupt der Welt" hat mich das Leben von Otto des Großen fasziniert. Das hätte ich nie für möglich gehalten, denn dieser Teil der deutschen Geschichte hat mich irgendwie nie so wirklich fasziniert. Aber das ist eine weitere Fähigkeit von Rebecca Gablé, dir etwas beizubringen von dem du dachtest, du würdest dich nie dafür interessieren.

Die Geschichte spannt sich über 11 Jahre und erzählt vor allem die Geschichte und Erlebnisse von Gaidemar. Er ist ein Bastard, ohne einen Namen, ohne Titel und die Frau die er liebt, ist für ihn unerreichbar. Er wird von vielen mit Argwohn bedacht, hat es nicht leicht und muss härter für Anerkennung kämpfen als alle anderen. Des Weiteren ist die politische Situation zur damaligen Zeit sehr unsicher. Das führt dazu, dass er mehr als ein mal sich um Leib und Leben sorgen muss und zwar nicht nur auf dem Schlachtfeld. Zum Ende löst sich das Geheimnis seiner Mutter auf und sein Leben erhält eine sehr positive und schöne Wendung. Auch findet er die Liebe seines Lebens, auch wenn diese zu Beginn wirklich unter keinem guten Stern gestanden ist. Gaidemar ist ein typischer Held in Rebecca Gables Romanen. Ich muss ja gestehen, dass mir diese Helden immer sehr gefallen, auch wenn ihre Geschichten oft vorhersehbar sind und man weiß, dass es am Ende immer gut ausgehen wird. Aber dieses Wissen schmälert nie das Lesevergnügen, dass wie immer fantastisch war. Zu guter letzt noch eine Sache. Ich hatte schon lange den Wunsch, dass einmal eine Frau den Mittelpunkt einer Ihrer Geschichten spielen würde. Jetzt ist wenigstens Adelheid von Burgund ein sehr starker Gegenpol zu der eigentlichen Hauptperson. Sie ist für die damalige Zeit eine extrem taffe und mutige Frau. Sie weiß was sie will, sie weiß wie sie das erreicht und sie ist in vielem sehr modern. Manchmal habe ich ihr Verhalten nicht verstanden aber einfach, weil ich anders reagiert hätte. Ihre Geschichte ist sehr bewegt, geprägt von Kriegen, Verlusten (Der Tod ihres Sohnes Bruno hat mich so mitgenommen. Das war schrecklich!) und tiefer Liebe.

Mein Fazit: Vielleicht kann ich kein objektives Fazit liefern, denn ich liebe Rebecca Gablé. In meinen Augen ist sie eine Meistern der historischen Romane und ich hoffe, noch viel, sehr viel von ihr lesen zu können. Jeder der an Geschichte interessiert ist, der gut recherchierte Romane, Liebesgeschichten gepaart mit Verlust, Krieg und Intrigen liebt, der ist hier genauso richtig wie bei all ihren anderen Romanen ♥

Veröffentlicht am 24.04.2017

Schöne Natur und Liebe (ein bisschen Kitsch) für Zwischendurch

Das Geheimnis von Chaleran Castle
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Als ich den Titel und das Coverbild auf der Vorstellungsseite der neuen Leserunden bei der Lesejury gesehen habe, war mir irgendwie sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Der Klappentext ...

Als ich den Titel und das Coverbild auf der Vorstellungsseite der neuen Leserunden bei der Lesejury gesehen habe, war mir irgendwie sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Der Klappentext hat dann ja auch sein übriges getan. Schottland steht schon so lange auf meiner Wunschliste der Länder, die ich noch besuchen möchte. Ich habe mich also beworben und als dann die Bestätigung in meinen E-Mailkasten geflattert kam, war ich ziemlich glücklich.

Am Anfang war ich erst einmal verwirrt, weil der Prolog überhaupt nicht gepasst hat. Vor allem weil er so brutal erscheint. Im harten Kontrast zu dem, was man sich vorgestellt hatte. Es geht um die Entführung eines kleinen Mädchens mit missglückter Lösegeldübergabe. Der Tod des Mädchens ist beschlossene Sache, doch einer der Entführer spielt ein falsches Spiel. Man weiß nicht, wie es mit dem Mädchen weiter gegangen ist, denn im ersten Kapitel ist man direkt bei Felicia und ihrer liebevollen, quirligen und freundlichen Familie. Allerdings ist diese, dass wird bei jedem Blick in den Spiegel oder ihre lachenden Gesichter deutlich, nicht ihre leibliche Familie. Wie sie zu ihrer Familie gekommen ist, wird zu Beginn nicht erklärt, aber durch den Prolog kann man es sich denken. An dieser Stelle werde ich aber nicht näher darauf eingehen.

Durch ihre Arbeit als Journalistin für ein Reisemagazin bekommt sie die Chance nach Schottland, auf die Isle of Skye zu fahren. Diese Insel ist für sie ein Sehnsuchtsort (und für mich auch um ehrlich zu sein). Sie spürt eine Anziehungskraft, weiß aber nicht genau warum. Ihr erster Empfang auf der Insel ist etwas ruppig aber auch herzlich, denn bei dem Versuch ihr Hotel zu finden, das zu so später Stunde schon geschlossen ist, landet sie unfreiwillig im Vorgarten von einem charmanten und gut aussehenden jungen Herren (dem Tierarzt der Insel). Wie sich später herausstellt, ist er der Sohn der Burgbesitzer wo Felicia am zweiten Tag zufällig ein Zimmer bekommt. Gerade dieses Schloss ist es, dass sie völlig in den Bann zieht. Ihr irgendwie eine Form von Geborgenheit schenkt, die sie sich so recht gar nicht erklären kann.

Eine Romanze darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn sie zunächst mit einigen Irrungen und Wirrungen verknüpft ist und das gärtnern eine entscheidende Rolle spielt ^^

Mir hat der Stil der Autorin sehr gefallen. Sie schreibt sehr leicht, sehr flüssig und sie lädt regelrecht ein, in der Geschichte zu versinken und sich nach Schottland, mit seinen weiten, saftigen Hügeln, Tälern und Bergen zu träumen. Auch die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen, auch wenn mir manchmal der Tiefgang etwas gefehlt hat. Mir waren sie in manchen Moment zu oberflächlich.

Ganz besonders schön fand ich die Liebesgeschichte zwischen Sofia und Logan um 1920, die man durch ihre aufbewahrten Liebesbriefe nachvollziehen konnte.

Allerdings gibt es einen Manko, der mich ein wenig gestört hat und das war das Ende. Es kam wirklich Knall auf Fall und man hatte das Gefühl, als müsste die Autorin ganz schnell ein Ende finden. Das war schade, denn die Geschichte an sich hatte Potential und sie hat mir wirklich Freude gemacht zu lesen. Auch fand ich dieses Friede-Freude-Eierkuchen-Gehabe etwas too much. Für mich ist dass dann doch ein bisschen zu viel Kitsch und Zuckerguss.

Mein Fazit: Alles in allem fand ich "Das Geheimnis von Chaleran Castle" einen gelungene Roman, mit wunderschönen Naturbeschreibungen, einer tragischen aber romantischen Liebesgeschichte, sympathischen Protagonisten und einem schönen Schreibstil.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Einmal Weltraum und zurück ...

Das Erbe der Sterne
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Am Anfang wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Man ist zusammen mit "Charlie" auf dem Mond und weiß, das man vor irgendetwas fliehen muss. Man spürt seine Angst, seine Erschöpfung. Man merkt, ...

Am Anfang wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Man ist zusammen mit "Charlie" auf dem Mond und weiß, das man vor irgendetwas fliehen muss. Man spürt seine Angst, seine Erschöpfung. Man merkt, das er Probleme hat mit seinem Anzug und das er sehr geschwächt ist. Sein Freund ist das genaue Gegenteil. Irgendwann ist er so schwach, dass er von seinem Freund in eine Höhle gelegt wird und dieser ihm verspricht, zurück zu kommen und ihn zu holen. Man spürt aber, dass dies nie passieren wird. Nicht weil er sein Versprechen nicht halten würde, sondern weil es ganz einfach unmöglich ist.

Danach gibt es einen großen Sprung zurück zur Erde, ins London des Jahres 2027.. Es gibt fliegende Passagierraumschiffe (oder wie auch immer man das beschreiben soll), man kann zum Mond fliegen als Tourist und die Menschheit ist prinzipiell technisch hoch spezialisiert. Zusammen mit dem Wissenschaftlern Dr. Victor Hunt befindet man sich an Board solch eines Schiffes. Er und noch ein paar weitere Wissenschaftler sind auf dem Weg in die IDCC-Zentrale. Sie wissen nicht warum, nur dass es äußerst dringlich ist. Hunt ist deshalb so von Bedeutung, da er eine Apparatur entwickelt hat, ein sogenanntes Trimagniskop, das im Laufe der Geschichte noch von großer Bedeutung sein wird. Dort angekommen wird ihnen offenbart, dass auf dem Mond eine unglaubliche Entdeckung gemacht wurde. Es wurde ein toter Raumfahrer gefunden, der wie ein Mensch aussieht, aber unfassbare 50.000 Jahre alt ist! Also zu einer Zeit gelebt hat, in der wir noch in Höhlen hausten und Grunzlaute von uns gaben.

Alleine schon diese Tatsache hat mich unglaublich neugierig gemacht. Mr. Hogan hat ein sehr gutes Gespür für Spannung, auch wenn es sich am Anfang alles ein bisschen zieht. Sobald aber Hunt "Charlie", so wird der tote Raumfahrer genannt, gesehen hat und die ganze Forschungsmaschinerie los geht, ist es einfach so, dass man bzw. ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man versucht alle Gedankengänge nach zu vollziehen, um nichts zu verpassen. Ich fand oft viele Schlussfolgerungen logisch und auch jede Wendung hat für mich Sinn gegeben. Neue Erkenntnisse wurden eingearbeitet, Altes wiederlegt und hin und wieder stand man vor einer unüberwindbaren Mauer, die aber durch eine neue Erkenntnis bzw. andere Sichtweise (hier hat mir zum Ende Professor Danchekker extrem gut gefallen!) überwunden wurde. Das Ende wieder rum hat mich total umgehauen. Ich habe damit nicht gerechnet, denn die zuvor gemachte Schlussfolgerung klang für mich so logisch und es waren nicht mehr viele Seiten bis zum Schluss ^^

Ich finde die Idee, dass es außer uns und den Lebewesen auf diesem Planeten noch etwas da draußen geben muss, sehr spannend. Ich meine, wer von uns hat nicht schon einmal in den Himmel geschaut und sich vorgestellt, was man alles in diesen Weiten finden könnte? Ich habe das oft gemacht. In "Das Erbe der Sterne" gibt es neben Charlie und seiner Art auch noch eine weitere Art, die schon vor 24 Millionen Jahren gelebt hat. Sie waren technisch hoch spezialisiert und haben sogar Erkundungsreisen zur Erde unternommen. Dabei haben sie Lebewesen, Pflanzen und eine Vorstufe des heutigen Menschen mitgenommen. All dies haben sie getan, weil es auf ihrem Planeten "Minerva" zu einer drastischen Veränderung von Konzentrationen der Atmosphäre kam, was ein Aussterben der dortigen Flora und Fauna zur Folge hatte. Sie sind extrem große, überhaupt nicht menschenähnliche Wesen und wurden von den Lunariern (Charlie und seine Art wird so genannt - nach ihrem Fundort) als Große Riesen beschrieben. Sie scheinen friedlebend gewesen zu sein, aber man weiß nicht, warum sie irgendwann das Sonnensystem und ihren Planeten verlassen haben. Falls die Bedingungen auf Minerva wirklich nicht mehr lebenswert gewesen wären, warum haben sie dann die Lunarier dort gelassen und sind nicht wieder zurück zur Erde geflogen? Das war das einzige, was ich an der Story nicht so logisch fand. Klar, passt es soviel besser, denn wenn die Ganymeder sich so entschieden hätten, dann gäbe es uns Menschen ja auch nicht. Ihr fragt euch sicher jetzt, woher wussten denn die Menschen von diesen Wesen? Nun ja, auf dem Jupiter wird unter dem Eis ein Raumschiff von ihnen gefunden. Darin befinden sich tote Ganymeder und auch etliche Exponate aus der frühen erdzeitlichen Geschichte.

Ich könnte noch so viel zu diesem Buch schreiben, aber ich möchte nicht Spoilern. Jeder von euch, der an Science-Fiction interessiert ist, sollte sich dieses Buch kaufen oder ausleihen. Es ist wirklich, wirklich gut und eine klare Leseempfehlung von mir!