Ein Herzenspferd, alte Gefühle & neue Chance
Goldcrest Manor - Velvet MeadowsSchon ab den ersten Seiten hat mich Goldcrest Manor mit seiner gefühlvollen Atmosphäre und dem Setting auf dem Gestüt direkt abgeholt. Das Cover ist ein echter Hingucker, so detailliert, hochwertig und ...
Schon ab den ersten Seiten hat mich Goldcrest Manor mit seiner gefühlvollen Atmosphäre und dem Setting auf dem Gestüt direkt abgeholt. Das Cover ist ein echter Hingucker, so detailliert, hochwertig und genau passend zum romantischen, aber auch emotionalen Ton der Geschichte.
Kenzie und Julian als Protagonisten haben mich schon auf dem Klappentext neugierig gemacht. Ihre Vergangenheit, die unterschwellige Anziehung und der vorsichtige Neuanfang sind so liebevoll beschrieben. Besonders schön fand ich, wie Julian sich nach und nach öffnet, seine ruhige Art und dass er sich in schwierigen Momenten nicht zurückzieht, hat ihn für mich sehr greifbar gemacht.
Trotzdem ging mir ihre Beziehung stellenweise etwas zu schnell. Es fehlte mir manchmal ein wenig die emotionale Spannung oder das Knistern, das sich langsam oft erst aufbaut, auch wenn die beiden insgesamt ein unglaublich süßes Paar sind, das man sofort ins Herz schließt.
Ein großes Plus war für mich, wie Epilepsie in die Handlung eingebunden wurde. Die Thematik ist präsent, wird aber nicht überdramatisiert. Sie gehört zu Kenzies Leben, ohne sie zu definieren. Gerade diese Normalität in der Darstellung hat mir gut gefallen. Kleine Details haben das Ganze authentisch und gleichzeitig spannend gemacht, ohne dass die Krankheit ständig im Mittelpunkt stand.
Auch die Nebencharaktere, vor allem Archie, Brooke und Maeve. Archies sensible Art und die angedeutete Tiefe seiner Geschichte machen neugierig auf den nächsten Band. Die Dynamik zwischen den Figuren ist allgemein schön herausgearbeitet, und besonders die Freundschaften wirken ehrlich und unterstützend. Eine besondere Szene hat echt gezeigt, wie viel Zusammenhalt in der Gruppe steckt.
Einige Konflikte, etwa rund um die Familie, das Geld oder das Polo-Team, haben die Handlung zusätzlich spannend gemacht, auch wenn ich mir bei manchen Szenen nicht ganz sicher war, ob sie wirklich nötig waren. Aber genau solche kleinen Momente machen das Ganze letztlich realistischer.
Und dann dieser Cliffhanger. Ohne zu viel zu verraten: Das Ende hat es wirklich in sich und sorgt dafür, dass man Band zwei am liebsten sofort in den Händen halten möchte. Es gibt viele offene Fragen und ich bin sicher, dass da noch einiges an Drama auf uns zukommt.
Insgesamt war das Buch ein gefühlvoller, stellenweise überraschender erster Band mit ganz viel Herz, Pferden, emotionaler Tiefe und einem liebevollen Blick auf ernste Themen – ohne dabei zu schwer zu wirken. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil.
4/5 Sterne ⭐️
Vielen Dank an den Verlag und die Lesejury für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.