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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2025

Friends, but not just friends

Dieser Sommer wird anders
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Schon das Cover vom Buch hat mich sofort verzaubert, es ist einfach wunderschön und so sommerlich. Es ist diese Art von Buch, das ich gerne auf dem Nachttisch liegen lassen, einfach weil es beim Anschauen ...

Schon das Cover vom Buch hat mich sofort verzaubert, es ist einfach wunderschön und so sommerlich. Es ist diese Art von Buch, das ich gerne auf dem Nachttisch liegen lassen, einfach weil es beim Anschauen schon gute Laune macht. Doch das, was man im Inneren findet, ist noch viel schöner: eine Geschichte, die sich wie Sonnenlicht an einem Sommermorgen angefühlt hat.

Carley Fortunes Sprache hat mich sofort verzaubert. Ihr Schreibstil ist so malerisch, dass in meinem Kopf richtige Bilder entstanden sind und es schon fast wie ein Film gewirkt hat. Jeder Satz hat nicht nur erzählt, sondern mich wirklich so fühlen lassen, als ob ich selber vor Ort wäre. Ich liebe Bücher, die in Kanada spielen, aber dieses Setting hat mich wirklich versinken lassen. Prince Edward Island war für mich ein echtes Highlight, und es wurde nicht nur beschrieben, sondern wirklich zum Leben erweckt.

Die Beziehung zwischen Lucy und Felix hat mich echt berührt. Es war die perfekte Mischung aus Urlaubsatmosphäre und emotionaler Tiefe. Wie sie sich begegnen, sich vorsichtig annähern, obwohl sie wissen, dass sie das eigentlich nicht sollten und besonders das langsam entstehende „mehr“, ist so glaubwürdig erzählt. Ich mochte total, dass man in jedem Kapitel gespürt hat: Sie wollen sich widerstehen, aber sie schaffen es einfach nicht ganz.

Und dann noch dieser Aufbau mit den zwei Zeitlinien, Vergangenheit und Gegenwart, die sich so gut ergänzen, hat mir wirklich gefallen. Dadurch hat man die beiden noch mal so viel besser verstanden und ihre Geschichte hat eine wirkliche Tiefe bekommen. Es war nie verwirrend, sondern man hat gemerkt, wie die Vergangenheit das jetzt total beeinflusst.

Auch die kleinen, besonderen Themen, die in der Geschichte auftauchen - Austern, Blumen und Felix‘ Beruf - haben mich sehr überzeugt. Sie geben einer Geschichte so viel Tiefe und es ist eben nicht nur „Boy meets Girl“.

Wer die Tropes: Friends to Lovers, Forbidden Love, Slow Burn und viel Forced Proximity mag, für den ist dieses Buch perfekt.

„Dieser Sommer wird anders“ ist für mich das perfekte Sommerbuch. Schön geschrieben, voller Wärme und Tiefe und genau das richtige Buch, wenn man ein paar Stunden aus der echten Welt abtauchen möchte. Und besonders, weil es daran erinnert, dass manche Sommer eben doch mehr verändern können, als wir uns je vorstellen würden.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2025

Zwischen Gipfeln und Gefühlen

A Mountain Between Us
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Als ich A Mountain Between Us aufgeschlagen habe, hatte ich plötzlich das Gefühl, als würde ich mitten in den Bergen stehen. Ich habe beim Lesen immer wieder gedacht, dass manchmal vielleicht gar nicht ...

Als ich A Mountain Between Us aufgeschlagen habe, hatte ich plötzlich das Gefühl, als würde ich mitten in den Bergen stehen. Ich habe beim Lesen immer wieder gedacht, dass manchmal vielleicht gar nicht die Vergangenheit das Problem ist, sondern dass, was wir uns selber über sie erzählen und was wir aus ihr machen.

Vic kehrt nach vier Jahren wieder in ihr Heimatdorf Everstein zurück, um als Fotografin bei der Bergrettung zu arbeiten. Schon allein ihr Beruf hat mich sehr mitgerissen, denn dadurch, dass sie die Welt durch ihre Kamera sieht, merkt man, wie kreativ sie ist. Auch dass sie verletzlich und ein bisschen eigensinnig ist, hat mir sehr gefallen.

Und dann ist da Samu. Der sie stehen gelassen hat, ohne ein Wort, ohne eine Erklärung. Aber im Laufe der Geschichte hat man immer mehr von ihrer Vergangenheit mitbekommen und Samu ist mir echt ans Herz gewachsen. Besonders seine Liebe zu Tieren und seine Verletzlichkeit machen ihn zu einem echt tollem Charakter.

Die Chemie zwischen den beiden ist vom ersten Moment an spürbar und trotzdem überstürzen sie nichts. Sie kennen sich noch immer in- und auswendig, und doch ist es viel Unausgesprochenes zwischen ihnen. In meinen Augen würde etwas anderes als Slow Burn, wegen ihrer Vergangenheit, einfach keinen Sinn ergeben, deswegen habe ich ihn auch unfassbar geliebt. Die wechselnden Ich-Perspektiven machen das Ganze noch greifbarer. Man fühlt sehr, wie sehr beide mit sich selbst und ihren Zweifeln kämpfen.

Die Bergrettung ist ein echter Teil der Geschichte und nicht nur Hintergrund. Ich habe noch nie ein Buch mit der Thematik davor gelesen, aber ich würde es jetzt immer wieder tun. Ich fand die ganzen verschiedenen Einblicke sehr spannend. Dazu kommt dieses wunderschöne Setting in den deutschen Alpen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich direkt vor Ort.

Natürlich gibt es nicht nur Gefühle, sondern auch einige Geheimnisse und Hindernisse. Aber für mich gehört das besonders zu Second Chance dazu, und es war hier richtig gut umgesetzt. Auch die Nebenfiguren sowie andere Themen, besonders die Freunde der beiden, haben für mich super in die Geschichte gepasst.

Jenni Krawiecs Schreibstil hat mich total abgeholt, gefühlvoll und ganz nah an den Figuren. Ich habe oft vergessen, dass es ihr Debütroman ist. Es war alles so stimmig und schön beschrieben. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen und als ich das Buch zugeschlagen habe, hatte ich direkt ein bisschen Fernweh nach den Bergen.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Zwischen Zeilen und Zögern

The Right Kind of Wrong
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The Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, ...

The Right Kind of Wrong hat mich sehr berührt, denn die Geschichte von Zoe und Noah ist nicht so leicht wie manche andere Geschichten. Sie war ehrlich, leise und doch warm. Die Jubelausgabe ist wunderschön, mit dem Farbschnitt, einem minimalistischen Cover und einem so tollen Innendesign. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, habe ich mich auf die Geschichte gefreut.

Die Geschichte handelt von Zoe, die in einer WG mit ihrer besten Freundin Kate lebt, bis Kates Freund Noah einzieht. Was mich besonders beeindruckt hat, war, wie ehrlich und verletzlich Zoe ist. Ihre Unsicherheiten und ihre Gedanken, die sich im Kreis drehen, haben sehr authentisch auf mich gewirkt. Sie werden nicht als Schwäche von ihr dargestellt, sondern sind einfach ein Teil von ihr.
Noah ist am Anfang eher schwerer einzuordnen gewesen für mich, aber man merkt, dass auch er auf seine Weise gebrochen ist. Was ich geliebt habe, war, wie aufmerksam er war.
Kate wiederum ist lebendig, direkt und in ihrem Chaos trotzdem loyal, und gerade das macht die Dynamik zwischen den dreien so toll.

Ich war anfangs skeptisch bei dem Trope „Verliebt in den Freund der besten Freundin“. Wie soll das funktionieren, besonders ohne dass etwas kaputt geht? Aber Jennifer Bright hat es mit so viel Respekt gelöst, dass ich es am Ende sehr mochte. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern sie ist kompliziert und genau dadurch so glaubwürdig.

Während des Lesens habe ich manchmal innegehalten und mich selbst gefragt, wie ich mich in so einer Situation fühlen würde. Und ich habe alle in ihren Entscheidungen sehr verstanden. Das Buch hat mir total deutlich gemacht, dass es nicht immer richtig und falsch gibt, und dass Gefühle sehr kompliziert sein können.

Was diese Jubiläumsausgabe besonders macht, sind die Anmerkungen der Autorin. Sie sind immer mal wieder am Rand, fast wie Gedanken, die plötzlich auftauchen.
Sie machen das Buch viel persönlicher und ich hatte das Gefühl, nicht nur Zoes Geschichte zu lesen, sondern gleichzeitig ein bisschen mit der Autorin über die Geschichte nachzudenken.

Jennifer Brights Schreibstil hat mich besonders berührt. Er ist ruhig, manchmal fast zart und es gab viele kleine Sätze, die ich öfter gelesen habe, weil sie mich sehr berührt haben.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an Jennifer Bright für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Ein Sommer, der bleibt

Sea Side Story
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Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, in denen man wohnt – zumindest für eine Weile. Sea Side Story war für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern wie ein kleiner Film in meinem Kopf. Ich ...

Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, in denen man wohnt – zumindest für eine Weile. Sea Side Story war für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern wie ein kleiner Film in meinem Kopf. Ich habe Cadilla so lebendig von mir gesehen, als wäre ich selbst dort: das Rauschen der Wellen und der feine Sand unter meinen Füßen.

Cadilla, ein kleiner spanischer Küstenort, ist nicht nur der Ort, sondern so viel mehr. Irgendwo zwischen Rettungsschwimmern, Surfern und dem Meer ist ein Stück meines Herzens geblieben. Die Atmosphäre hat sich so intensiv angefühlt, besonders die ganzen Gespräche zwischen Luz und Rico. Die Freundschaften, die Konflikte, das Chaos im Kopf, das man gerade nach dem Abi so gut kennt. Und obwohl die Geschichte viel Leichtigkeit hat, gibt es auch ernste Momente, die mich sehr berührt haben.

Luz und Rico sind das Herz der Geschichte. Luz ist mutig, aber in ihr stecken auch Zweifel und Sehnsucht. Sie wollte eigentlich einen Roadtrip mit ihrem Bruder machen, aber am Ende ist sie als Rettungsschwimmerin alleine in einem spanischen Küstenort gelandet. Und dann ist da Rico, der coole, unnahbare Surfer, voller Ecken und Kanten. Er hatte schon so viel durchmachen müssen und ich habe mich selber auch ein bisschen in ihn verliebt.

Ich habe beide geliebt, jede ihrer Begegnungen so gerne gelesen, jedes Streitgespräch, jedes Annähern, jede flüchtige Berührung.
Anfangs verstehen sie sich gar nicht und es knistert eher aus Spannung als aus Romantik, aber man merkt schnell, dass es auch besonders an der Feindschaft zwischen den beiden Gruppen liegt.
Man spürt die Konflikte, die zwischen Rettungsschwimmern und Surfern sind, aber auch die, die in den Figuren selbst herrschen .

Die Tropes, die Stefanie Neeb hier eingebaut hat, sind wie Sommersprossen auf der Haut: wunderschön und besonders. Enemies to Lovers, verbotene Gefühle, Sommerromanze mit Tiefe, Konflikte zwischen Gruppen, und vielleicht das Schönste: Coming of Age, nicht plötzlich, sondern mit kleinen Entscheidungen.

Für mich war Sea Side Story ein unfassbar schönes Buch. Ich habe jede Seite genossen und war am Ende echt ein bisschen traurig, Cadilla wieder verlassen zu müssen. Wer also ein Buch mit Sommer, Gefühlen und Spannung sucht, wird hier definitiv glücklich.

5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an Stefanie Neeb für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Große Freundschaften und kleine Schicksale

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
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Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Fantasybuch so sehr ans Herz wachsen könnte, denn eigentlich lese ich Fantasy eher selten. Doch „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” hat mich vollkommen überrascht: ...

Ich hätte nie gedacht, dass mir ein Fantasybuch so sehr ans Herz wachsen könnte, denn eigentlich lese ich Fantasy eher selten. Doch „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” hat mich vollkommen überrascht: sanft und wunderschön geschrieben, ist dieses Buch wie ein sanfter Spaziergang durch eine märchenhafte Welt.

Tao zieht mit nichts als ihrer Gabe und einem störrischen Maultier durchs Land. Ihre kleinen Vorhersagen sind vielleicht unspektakulär, aber oft voller Bedeutung. Ob Ernteglück oder verlorene Schlüssel: Sie sieht das, was wirklich zählt. Als sie mit zwei ungewöhnlichen Weggefährten zusammen weiterreist, nimmt das Schicksal seinen Lauf, der voller Wärme, Humor und sanfter Tiefe ist.

Was ich besonders fand, war die Ruhe, mit der diese Geschichte erzählt wird. Es gibt keine großen Schlachten, stattdessen sind die Charaktere liebevoll dargestellt. Jeder hat seine eigenen Narben und Geschichten und gemeinsam entsteht zwischen Reisen und Gesprächen eine Found Family. Die sanfte Entwicklung ihrer Beziehung hat mir sehr gut gefallen.

Julie Leongs Schreibstil ist ruhig und dennoch fesselnd. Sie hat es geschafft, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Ihre Figuren haben von Anfang bis Ende echt und verletzlich aber auch auf ihre eigene Weise stark gewirkt. Sie hat Themen wie Zugehörigkeit sehr berührend in die Geschichte eingebunden, ohne dass diese überfordern. Besonders Taos innerer Konflikt war unfassbar gut dargestellt.

Obwohl ich sonst selten Fantasy lese, war ich traurig, als ich die letzte Seite umblätterte. Nicht weil etwas fehlte, sondern weil sich das Buch so schön angefühlt hat. Es hat mir gezeigt, dass Magie und Schicksal oft in kleinen Momenten des Lebens stecken. Ich freue mich schon jetzt auf alles, was Julie Leong noch schreiben wird und kann „Die Wahrsagerin kleiner Schicksale” nur wärmstens empfehlen – selbst (oder gerade) für diejenigen, die sonst keine Fantasy lesen.

4,5/5 Sterne ⭐️

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

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