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Veröffentlicht am 20.10.2020

June und Mason gehen neben Andie und Cooper unter

Madly
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June ist intelligent, abenteuerlustig und wunderschön. Aber sie selbst sieht das nicht. Sie trägt ein Geheimnis auf der Haut, das niemand außer ihre beste Freundin Andie kennt, und so soll es auch bleiben. ...

June ist intelligent, abenteuerlustig und wunderschön. Aber sie selbst sieht das nicht. Sie trägt ein Geheimnis auf der Haut, das niemand außer ihre beste Freundin Andie kennt, und so soll es auch bleiben. Nicht mal Mason, der ihr seit Monaten Avancen macht, kann sie überzeugen.
Mason hat sich schon in June verliebt, als sie ihm die Ananasscheibe in die Hemdtasche geschoben hat. Alles was er will, ist ein einziges Date mit ihr, um ihr zu zeigen, dass er es ernst meint, doch sie wehrt sich vehement. Dann dreht Mason den Spieß auf einmal um, und June findet sich so verloren wieder wie noch niemals zuvor.
Nachdem ich den Vorgänger "Truly" nicht mehr aus der Hand legen konnte, habe ich mich wirklich auf "Madly" gefreut. Ava Reed hat eine so leichte und lockere Schreibweise, dass die Seiten sich quasi von allein umblättern.
June und Mason haben wir im ersten Teil der Reihe schon erlebt, doch jetzt rücken sie in den Fokus, während Andie und Cooper in den Hintergrund rutschen. June und Mason haben mir in "Truly" gut gefallen. Sie haben sich gegenseitig genervt und geärgert, nur um trotzdem irgendwie klar zu kommen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass sie eine eigene Geschichte bekommen.
June ist jemand, der immer einen Spruch auf Lager hat. Sie lässt sich nichts gefallen und kämpft für das, was sie möchte. Ich kann mir gut vorstellen, mit jemandem wie ihr befreundet zu sein. Mason ist der coole, reiche Typ, der aber keine große Sache daraus macht. Ich kann ihn mir gut als Weiberheld vorstellen, bin aber heilfroh, dass er das komplette Gegenteil davon ist. Er kümmert sich um seine Freunde wie um eine Familie, gibt ihnen ein Zuhause und macht sich Sorgen um sie. Er ist wie ein großer Bruder für Andie und Cooper.
Die romantischen Szenen zwischen June und Mason haben mir gut gefallen. Obwohl June es sich nicht eingesteht, herrscht eine immense Anziehung zwischen ihr und Mason. Ich mochte vor allem die Beschreibung von Junes Gefühlen, wenn sie und Mason sich nahe waren. Diese innere Zerrissenheit ist unglaublich gut dargestellt.
Junes Beweggründe kann ich gut nachvollziehen. Sie hat seit ihrer Kindheit gelernt, dass ihr Makel sie anders macht, dass sie ihn verstecken muss. Dadurch hat sie eine Mauer um sich herum errichtet, die bisher nur Andie einreißen konnte. Mason versteht natürlich nicht, was in June vorgeht. Das macht es für ihn schwer, sie von sich zu überzeugen. Das Date, das er sich für sie beide ausdenkt, ist daher umso schöner. Auch seine Reaktion, als June sich ihm endlich öffnet, ist mehr als süß.
Trotzdem hat mich eine Sache sehr gestört: Für mich gab es keine wirkliche Handlung und keinen roten Faden. June und Mason haben sich nicht weiterentwickelt, sie sind einfach umeinander herum getanzt und waren dann auf einmal zusammen. Bei Andie war es im ersten Teil anders. Sie hat ihre Ängste überwunden, hat einen Job gefunden und ist an ihren Herausforderungen gewachsen. Mason hat sich vielleicht noch dahingehend verändert, dass er sich die Firma seines Vaters näher angeschaut und deren Beziehung sich verbessert hat, aber bei June ist nichts passiert. Sie hat ihr Praktikum absolviert und fertig.
Nichtsdestotrotz habe ich "Madly" gern gelesen. Ich konnte es nicht erwarten, Andie, Cooper, June und Mason wieder zu begegnen und ein neues Abenteuer mit ihnen zu erleben. Die Geschichte war unterhaltsam und manchmal etwas nervenaufreibend, und das Ende war einfach schön. Ich freue mich schon auf den dritten Teil, in dem es dann um Zoey und Dylan gehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

Andie goes to Seattle

Truly
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Fast ohne einen Cent in der Tasche zieht Andie nach Seattle, um mit dem College zu beginnen. Ihre beste Freundin June ist bereits seit einem Semester da und gibt Andie Starthilfe. Als die beiden abends ...

Fast ohne einen Cent in der Tasche zieht Andie nach Seattle, um mit dem College zu beginnen. Ihre beste Freundin June ist bereits seit einem Semester da und gibt Andie Starthilfe. Als die beiden abends in einen Club gehen, lernt Andie den geheimnisvollen Cooper kennen, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht und der ihr Leben noch komplizierter macht, als es sowieso schon ist.
Andie ist ein unglaublich tiefgründiger Hauptcharakter. Sie ist alles andere als perfekt, hat Ecken und Kanten und einige Macken, aber genau das macht sie liebenswert. Sie ist schüchtern, introvertiert und hat einen absoluten Ordnungsfimmel. Diese Eigenschaften behindern sie beträchtlich, was ihre Geschichte umso spannender macht.
Cooper hat ein sehr großes Päckchen zu tragen, was wir aber erst nach und nach erfahren. Seine Art ging mir manchmal ein bisschen auf die Nerven, aber wie er sich um Andie sorgt und sich um sie kümmert, hat mir sehr gut gefallen. Ich war auf jeden Fall sehr erleichtert, dass er zwar als gutaussehend beschrieben wird, aber ihm die Mädels nicht nachrennen und Andie um ihn kämpfen muss. Das war entspannend.
Ich hatte es ein bisschen schwer, in die Story hineinzukommen und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Ich habe Ava Reed viel mit Laura Kneidl verglichen. Doch als ich damit aufgehört und mich einfach fallen gelassen habe, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Vorrangig geht es um Andie und Cooper und wie sie zueinander finden. Die Kapitel sind abwechselnd aus ihren beiden Perspektiven geschrieben. Nebenbei lernen wir die Charaktere und ihre Vergangenheiten kennen, was sie ausmacht und was sie für Probleme haben.
June und Mason fand ich super niedlich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe, in dem sie im Mittelpunkt stehen sollen.
Den Konflikt von Andie fand ich nachvollziehbar, auch ihre Reaktion darauf. Sie war die ganze Zeit stark, aber irgendwann knickt sie ein. Wie Cooper ihr dann seine Geschichte entgegenknallt, hat mir nicht gefallen, aber zu ihm passt es tatsächlich. Die Auflösung war dann wunderschön, auch dass die letzte Szene sowohl aus Andies als auch aus Coopers Perspektive geschrieben ist, fand ich klasse. Auch der Epilog hat mir gefallen.
Insgesamt ist "Truly" ein wunderbarer Auftakt in eine New Adult-Trilogie. Die Figuren waren liebenswert, die Geschichte war wunderschön, obwohl ein paar zusätzliche Kapitel nicht geschadet hätten. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

#Hessa geht in die zweite Runde

After truth
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Tessa hat ihre  leidenschaftliche Beziehung zu Hardin beendet, nachdem er sie hintergangen und bloßgestellt hat. Doch die Leere in ihrem Herzen wird nicht kleiner und frisst sie immer mehr auf. Bei der ...

Tessa hat ihre  leidenschaftliche Beziehung zu Hardin beendet, nachdem er sie hintergangen und bloßgestellt hat. Doch die Leere in ihrem Herzen wird nicht kleiner und frisst sie immer mehr auf. Bei der Diner Party ihres Bosses steht Hardin auf einmal vor ihr, und alle Erinnerungen kommen zurück.
Hardin hat nichts zu verlieren… außer Tessa. Nach ihrer Trennung merkt er erst, was für ein tiefes Loch ihre Abwesenheit reißt. Jetzt muss er alles tun, um sie zurück zu bekommen. Aber kann er das? Kann er sich ändern? Und will er sich überhaupt ändern?
Nach dem turbulenten Ende des ersten Teils musste ich sofort in den Nachfolger eintauchen. Mir war natürlich klar, dass Tessa und Hardin wieder zueinander finden und dass die Beziehung so holprig bleibt, aber ich hatte, ehrlich gesagt, gehofft, dass sich nun beide besser im Griff haben.
Tessa stürzt sich in ihr Praktikum bei Vance Publishing und versucht auch, ihr restliches Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, aber sie kommt einfach nicht von Hardin los.
Dieses Mal erleben wir die Geschichte auch aus dessen Sicht und erfahren, was er denkt und fühlt. Das hat mir gut gefallen, zumal seine Emotionen wirklich gut beschrieben und herausgearbeitet sind.
Es gab viele Stellen, bei denen ich wirklich empört war oder laut lachen musste. Ich kann also nicht behaupten, dass das Buch bei mir keine Emotionen auslöst. Hardin sagt teilweise wirklich verletzende Dinge zu Tessa, und sie vergibt ihm immer wieder. Ich persönlich hätte ihn schon längst in die Wüste geschickt. Auf der einen Seite finde ich es schön, dass die beiden nicht ohne einander können und dass Tessa an das Gute im Menschen glaubt und Hardin verzeiht, aber auf der anderen Seite hat sie es nicht nötig, sich so behandeln zu lassen. Die erotischen Szenen sind diesmal irgendwie auch nicht so gut gelungen wie im ersten Teil. Die zwei Ausnahmen sind die Szene im Hotel in Seattle und die Yoga-Stunde. Diese beiden haben mir wirklich gut gefallen.
Die Trennung erfahren wir aus Sicht von beiden Protagonisten. Während es für Tessa Stück für Stück leichter wird, wird es für Hardin immer schwerer. Die Vergleiche, die die beiden ziehen, fand ich unheimlich gut. Das ewige Hin und Her gehört bei Tessa und Hardin einfach dazu, aber auch das hat mir im ersten Teil besser gefallen. Hardin hat immer wieder Wege gesucht, Tessa zu sehen und Zeit mit ihr zu verbringen, doch jetzt versucht er nur noch sie zu kontrollieren. Irgendwann hatte ich auch einfach im Gefühl, wann sich die nächste Katastrophe anbahnte.
Die britische Literatur spielt eine geringere Rolle als noch im Vorgänger, aber sie ist trotzdem da. Hardin vergleicht sich mit Mr. Darcy und Tessa mit Elizabeth Bennet. Und ganz am Schluss lässt er sich sogar ein berühmtes Zitat tätowieren.
Am Ende erwartet uns wieder ein Cliffhanger. Das finde ich tatsächlich sehr clever von Anna Todd, denn so hält sie ihre Leser fest und fordert sie auf, an der Serie dran zu bleiben.
Mir ist aufgefallen, dass die Buchtitel immer sehr gut zur Geschichte passen. Beim ersten Teil habe ich gedacht, dass der englische Titel, der einfach "After" lautet, besser passt als der deutsche ("After Passion"). Bei diesem Teil ist es für mich tatsächlich andersherum. Sowohl der deutsche Titel "After Truth" als auch der englische Titel "After We Collided" passen zum Inhalt des Buches, aber ich bin der Meinung, "After Truth" beschreibt die Situation besser.
Ich habe das Hörbuch bei Storytel im englischen Original gehört. Von Elizabeth Louise bin ich immer noch beeindruckt, vor allem da sie Hardins Stimme so herrlich spricht. Shane East fand ich nicht so passend, weil er viel zu alt klingt für einen 20-jährigen College Studenten.
Es ist meistens so, dass der Anfang einer Reihe sehr stark ist und die nächsten Teile dann nachlassen. Genauso ist es hier auch. "After Truth" hat mir trotzdem gut gefallen, aber die Auseinandersetzungen von Tessa und Hardin werden anstrengender und immer weniger nachvollziehbar. Es war auch nicht mehr so, dass ich unbedingt weiterhören wollte, weil ich von der Geschichte nicht loskam. Nichtsdestotrotz habe ich das Hörbuch genossen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2020

449 Seelen - mir reicht schon meine eigene

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Unsere Welt ist durchzogen von Wunder, Magie und Dunkelheit. Ohne dass wir es merken, sind auf der ganzen Welt die Schattenjäger aktiv, bekämpfen Geister und Ungeheuer, um die Menschen vor deren düsteren ...

Unsere Welt ist durchzogen von Wunder, Magie und Dunkelheit. Ohne dass wir es merken, sind auf der ganzen Welt die Schattenjäger aktiv, bekämpfen Geister und Ungeheuer, um die Menschen vor deren düsteren Fähigkeiten zu schützen. Roxy ist eine von ihnen und ist mit ihrem Dasein eigentlich relativ zufrieden. Als sie auf Shaw trifft, der sein Gedächtnis verloren hat, ändert sich auf einmal alles. Roxy hat sich geschworen, niemals tiefere Gefühle für einen Mann zu entwickeln, doch Shaw macht ihr das zunehmend schwer. Und dann ist da auch noch das Geheimnis, das Roxy unter allen Umständen bewahren will.
Laura Kneidl und Bianca Iosivoni haben es wieder einmal geschafft, neue übernatürliche Elemente in unsere Welt einzubauen. Für die ganze Reihe haben sie sechs Bände geplant, die uns auf einige Urban Fantasy-Abenteuer mitnehmen wollen.
Die Schattenjäger gliedern sich in fünf unterschiedliche "Fraktionen" mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. In vielen Großstädten auf der ganzen Welt haben sie ihre Hauptquartiere und agieren aus organisierten Missionen heraus. Diese Konstellation bietet jede Menge Potential für die gesamte Reihe.
Roxy und Shaw haben mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr unterschiedliche Charaktere, passen aber sehr gut zusammen. Ihr Umgang miteinander hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Ich denke, in den nächsten Büchern erfahren wir über die beiden noch ein bisschen mehr. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass Shaw auch eine dunkle Vergangenheit haben könnte. Vielleicht war er mal einer von den Bösen. Ich hoffe, dass das irgendwann aufgelöst wird.
Auch die anderen Figuren haben es mir angetan, obwohl noch niemand tiefergehend beleuchtet wird. Also es ist schwer, die einzelnen Shadowhunter auseinander und im Gedächtnis zu behalten, aber während der Geschichte unterstützen sie Roxy und Shaw wirklich gut.
Lyx ist bekannt dafür, dass sie ihre Bücher, wenn auch nur minimal, mit Illustrationen schmücken. Auch in diesem Buch werden wir nicht enttäuscht: Auf der letzten Seite finden wir eine wunderschöne Zeichnung von Roxy und Shaw sowie zusätzlich die Charakterkarten der beiden.
Was mich ein bisschen gestört hat, ist, dass die Geschichte so unfertig gewirkt hat. Ja klar ist "Schattenblick" erst der Auftakt einer ganzen Reihe, aber trotzdem hat mir am Ende irgendetwas gefehlt. Roxy ist mit ihrem Schicksal immer noch nicht weiter, weder hat sie ihren Bruder gefunden noch alle Geister gebannt. Wir bekommen einen Ausblick auf das nächste Abenteuer und auf einmal ist das Buch zu Ende.
Trotzdem hat "Schattenblick" mich überzeugt. Ich liebe Roxy und Shaw, möchte sie unbedingt weiter begleiten und möchte auch mehr über die anderen Schattenjäger erfahren. Großes Kompliment an die beiden Autorinnen, dass sie es geschafft haben, so eine umfangreiche und doch so detaillierte Geschichte so spannend zu erzählen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2020

Lange dagegen gesträubt, dann doch getraut und nun absolut süchtig

After passion
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Tessa Young ist die vorbildlichste Schülerin, die man sich vorstellen kann, und sie ist neu am College. Voller Tatendrang stürzt sie sich in ihre Vorlesungen. Doch dann lernt sie Hardin kennen mit seinen ...

Tessa Young ist die vorbildlichste Schülerin, die man sich vorstellen kann, und sie ist neu am College. Voller Tatendrang stürzt sie sich in ihre Vorlesungen. Doch dann lernt sie Hardin kennen mit seinen Tattoos und Piercings, der voller Wut und Feuer ist. Tessa weiß, dass sie sich von Hardin fernhalten muss, aber es gelingt ihr einfach nicht. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen und ihm scheint es ganz genauso zu gehen. Allerdings hütet er ein Geheimnis, das Tessas Welt erschüttern wird.
Ich habe mich lange vor dieser Reihe gesträubt, weil ich dachte, das ist nichts für mich, aber jetzt habe ich mich doch durchgerungen, sie zu beginnen. Und ich muss sagen, ich war wirklich begeistert. Mir gefiel das Setting in einem US-amerikanischen College. Es gab einen ausgewogenen Wechsel zwischen den Vorlesungen, den Freizeitaktivitäten und den Szenen zwischen Hardin und Tessa. Das ständige Hin und Her zwischen den beiden war absolut verständlich. Dadurch dass sie so unterschiedlich sind und trotzdem eine so starke Anziehung haben, gibt es einfach eine gewisse Reibung, die irgendwohin muss.
Tessa und Hardin mag ich sehr gern. Sie sind beide tiefgründige Charaktere, haben ihre eigene Geschichte und sind alles andere als perfekt. Ihre gemeinsamen Szenen haben mir größtenteils auch gefallen. Ihre Gefühle füreinander und die Entwicklung der Beziehung fand ich authentisch. Es gibt viele schöne, aber genauso viele traurige oder nervenaufreibende Momente, und es hat viel Spaß gemacht, Tessa zu begleiten. Hardin taucht irgendwie immer wieder an den unterschiedlichsten Orten auf, um Tessa zu sehen, und jedes Mal entwickelt sich eine andere Szene. Dadurch wurde es nie langweilig.
Die erotischen Szenen sind unglaublich gut geschrieben. Ich mochte sogar Hardins dirty talk, was ich normalerweise gar nicht mag, aber mit dem britischen Akzent hat es einfach gepasst. Wie er Tessa alles Schritt für Schritt zeigt, erklärt und beibringt, fand ich sehr anziehend.
Das einzige, was mich genervt hat, war das ständige "Ich liebe dich". Hardin fällt es schwer, seine Gefühle überhaupt zu zeigen und diese zu akzeptieren, aber die drei besonderen Wörter wirft er um sich wie ein Baum sein Laub im Herbst.
Die Beziehung von Tessa und Hardin wird wiederholt mit den britischen Klassikern wie Stolz und Vorurteil oder Sturmhöhe verglichen, was ich irgendwie passend und niedlich finde. Ich mochte es sehr, dass alle beide so literaturbegeistert sind.
Die Auflösung kam für mich komplett unerwartet. Ich wusste, dass noch irgendetwas kommen muss, weil es gegen Ende zu gut lief, aber das hätte ich nicht gedacht. Je weiter die Szene fortschritt, desto mehr konnte ich es mir denken, aber als Hardin es tatsächlich ausgesprochen hat, war ich einfach sprachlos. Dass das Buch so abrupt endet, hat mich wirklich protestierend zurückgelassen, aber glücklicherweise konnte ich die Reihe direkt fortführen.
Ich habe das Hörbuch bei Storytel auf Englisch gehört, und ich muss sagen, dass ich wirklich süchtig war. Normalerweise höre ich Hörbücher beim Autofahren oder beim Einkaufen, aber dieses habe ich in jeder freien Minute gehört.
"After Passion" hat mich sehr positiv überrascht. Ich habe es eigentlich nur angefangen, weil ich mal wieder Lust auf einen New Adult-Roman hatte. Ich habe nicht erwartet, dass es mich so gefangen nimmt, dass ich wirklich nicht aufhören konnte. Ein paar Szenen haben mir nicht gefallen, aber insgesamt war es sehr lesens- und hörenswert.

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