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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2025

Warmherzige Geschichte mit wunderschönen Illustrationen

Die Windmacherin
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Inhalt: Kurz nach dem Krieg werden viele Kinder zur Erholung aufs Land geschickt. So auch der 11-jährigeTobias. Doch statt wie erhofft bei einer liebevollen Familie auf einem Bauernhof mit vielen Tieren ...

Inhalt: Kurz nach dem Krieg werden viele Kinder zur Erholung aufs Land geschickt. So auch der 11-jährigeTobias. Doch statt wie erhofft bei einer liebevollen Familie auf einem Bauernhof mit vielen Tieren und Kindern wohnen zu können, wird er bei der mürrischen und wortkargen Lothe untergebracht, die ihn nur ungern aufnimmt. Sie lebt allein in einem kleinen Häuschen direkt an den steil abfallenden Klippen.
Dort entdeckt der neugierige Tobias in einem verschlossenen Zimmer fantasievolle Kinderzeichnungen und kommt nach und nach Lothes trauriger Vergangenheit und dem Geheimnis der Windmacherin auf die Spur.

„Die Windmacherin“ ist bereits der 3. Teil der wunderschönen Jahreszeiten Reihe von Maja Lunde (Autorin) und Lisa Aisato (Illustratorin).
Die Geschichte wird aus der Sicht des 11-jährigen Tobias erzählt und ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen. Der Erzählstil von Maja Lunde ist so warmherzig und schön zu lesen, dass ich bewusst langsam gelesen habe, um das Buch länger genießen zu können. Dazu kommen die außergewöhnlichen und wundervollen Illustrationen, die die Charaktere, sowie die kleine Insel zum Leben erwecken und das Buch zu etwas ganz Besonderem machen.
Nach dem ersten Durchblättern des Buches hatte ich wegen einiger Illustrationen eine Fantasygeschichte erwartet, doch so ist es nicht. Obwohl die Geschichte sehr berührend und mit viel Wärme erzählt wird, wird sie stets von einer etwas melancholischen, traurigen Stimmung begleitet. Der erst kurz zuvor beendete Krieg und ein dramatisches Erlebnis sind noch tief in Tobias’ Seele verwurzelt und machen ihm zu schaffen. Ebenso merkt er schnell, dass auch Lothe ein trauriges, noch nicht verarbeitetes Geheimnis hat. Trotzdem ist es eine Geschichte, belastet, sondern eher Hoffnung macht, denn man ahnt, dass sich alles zum Guten wenden wird. Auch das Ende hat mir richtig gut gefallen.

Fazit: „Die Windmacherin“ ist für mich das Highlight dieser Reihe und es wird einen ganz besonderen Platz im Bücherregal bekommen!

Veröffentlicht am 23.03.2025

Ein "Riesen"-Spaß für die ganze Familie

Diese miesen Riesen
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Wir kennen schon das Bilderbuch „Wo Drachen wachen“ von Susannah Lloyd und Paddy Donnelly, in dem der Ritter einen Drachen sucht, und sind total begeistert davon.
Von der Grundidee her (dummer Ritter sieht ...

Wir kennen schon das Bilderbuch „Wo Drachen wachen“ von Susannah Lloyd und Paddy Donnelly, in dem der Ritter einen Drachen sucht, und sind total begeistert davon.
Von der Grundidee her (dummer Ritter sieht nicht, was für alle anderen offensichtlich ist) ist „Diese miesen Riesen“ genauso aufgebaut, doch das ändert nichts an unserer Freude an diesem tollen Buch. Meine Enkel ( 4 und 6 Jahre alt ) konnten kaum abwarten, sich das Buch anzuschauen und suchten sofort begeistert nach Hinweisen auf den Riesen, so dass das Vorlesen und Betrachten ein „Riesen“-Spaß war und eine ganze Weile dauerte. Auf den ganzseitigen Illustrationen gibt es viele witzige Details, so dass man eventuell auch beim mehrfachen Anschauen noch neue Kleinigkeiten entdecken kann.
Die Geschichte wird aus der Sicht des Ritters erzählt, der sich für besonders schlau hält, doch die Illustrationen zeigen meistens genau das Gegenteil. Das edle Fräulein und sogar das Pferd sehen den Riesen und die Gefahr, in der sie sich befinden, während der Ritter bis zum Schluss nichtsahnend ist.
Schön, dass es auch in diesem zweiten Teil eine weibliche Heldin gibt - vom Ritter überheblich „törichtes Fräulein“ genannt. Mein Favorit ist aber wieder das Pferd …
Der Text ist relativ kurz, leicht verständlich und in unterschiedlichen Schriftgrößen gehalten. Hier haben auch Leseanfänger Spaß am Selberlesen.

Fazit: „Diese miesen Riesen“ ist eine lustige Rittergeschichte mit viel Wortwitz und tollen Illustrationen. Für Mädchen und Jungen ab 4 Jahren, aber ich bin mir sicher, dass die ganze Familie Spaß daran haben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2025

Sogar besser als Teil 1

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel
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Schon Teil 1 „Hilda Hasenherz - Das Abenteuer im Fuchswald“ hat meinem 6-jährigen Enkel und mir sehr gut gefallen. Deshalb freuten wir uns sehr auf die Fortsetzung und wir wurden nicht enttäuscht!
Auch ...

Schon Teil 1 „Hilda Hasenherz - Das Abenteuer im Fuchswald“ hat meinem 6-jährigen Enkel und mir sehr gut gefallen. Deshalb freuten wir uns sehr auf die Fortsetzung und wir wurden nicht enttäuscht!
Auch „Das Abenteuer auf der Adlerinsel“ bietet wieder jede Menge Spaß, interessante neue Figuren, Spannung, echte Freundschaft und viele lustige Ideen. Dieses Mal werden die vier kleinen Freunde - Hilda Hasenherz, Igromir, der Igel, Eicho das Eichhörnchen und Robinius, das Rotkehlchen - von dem doch sehr ängstlichen Hasen Prinz Lämpchen begleitet, der seine Mutter befreien will, die auf der Adlerinsel von dem Hasenkönig Håson Kleeblatt als seine Königin gefangen gehalten wird.
Alle tierischen Charaktere werden sehr liebevoll beschrieben und egal ob Freund oder Feind - man muss keinen wirklich fürchten. Mit Witz, Mut und Zusammenhalt schaffen es die kleinen Helden, deren Anführerin natürlich Hilda ist, Prinz Lämpchens Mutter zu befreien.
Die einzelnen Kapitel haben eine überschaubare Länge und der kindgerechte, lebhafte und verständliche Text (auch wenn einzelne Tiere einen etwas ungewöhnlichen Dialekt sprechen) wird von den niedlichen und liebevollen Illustrationen begleitet.
Ich glaube, mir persönlich hat dieser 2.Teil sogar noch besser gefallen.

Fazit: Ein fantasievolles und spannendes Abenteuer mit viel Humor und liebenswerten kleinen Helden, die durch ihre Freundschaft und die Hilfe anderer Tiere ein großes Abenteuer bestehen.
Ein großer Spaß nicht nur für Kinder ...

Veröffentlicht am 10.12.2024

Schöne Weihnachtsgeschichte

Das Geheimnis der Weihnachtskiste
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Lisa Ahland erzählt diese schöne Weihnachtsgeschichte lebendig und unterhaltsam. Mit der kleinen Stadt Husum an der Nordsee und dem Weihnachtsmuseum (das es tatsächlich in Husum gibt) hat sie ein wunderschönes ...

Lisa Ahland erzählt diese schöne Weihnachtsgeschichte lebendig und unterhaltsam. Mit der kleinen Stadt Husum an der Nordsee und dem Weihnachtsmuseum (das es tatsächlich in Husum gibt) hat sie ein wunderschönes und heimeliges Setting gewählt. Ihre Charaktere beschreibt sie authentisch und sympathisch. Rike, die Protagonistin, mochte ich sofort gern, aber auch die anderen Charaktere - Peer, Swantje, die netten Nachbarn und natürlich Jasper, ja sogar Valley, die Rike gegenüber oft abweisend, gedankenlos und weihnachtsmuffelig ist - fand ich alle sympathisch. Es geht um ein altes Geheimnis, natürlich um Liebe, aber vor allem um die Mutter Tochter Beziehung von Rike und Valley, was mir gut gefallen hat. Beim Lesen entsteht eine wunderbare warme und vorweihnachtliche Atmosphäre und am besten genießt man dieses Buch gemütlich unter einer Decke mit einem heißen Getränk.
Die Auflösung des Geheimnisses ist traurig und erschütternd, doch die daraus resultierenden Folgen (in den letzten Jahrzehnten, sowie dann andererseits auch nach der Auflösung) fand ich etwas zu extrem und daher unglaubwürdig. Da es sich bei „Das Geheimnis der Weihnachtskiste“ aber um einen lockeren Unterhaltungsroman handelt, ist das für mich trotzdem ok.
Ich habe dieses warmherzige und berührende Weihnachtsbuch sehr gerne gelesen und bedaure jetzt, dass unsere Familie keine Weihnachtskiste besitzt.

Veröffentlicht am 25.09.2024

Rasant und spannend

Eulenschrei
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Wieder einmal hat Max Bentow es geschafft, mich mit seinem neuen Thriller in Atem zu halten. „Eulenschrei“ ist spannend, grausam und bizarr - und ungeheuer fesselnd. Durch die einfache Sprache mit den ...

Wieder einmal hat Max Bentow es geschafft, mich mit seinem neuen Thriller in Atem zu halten. „Eulenschrei“ ist spannend, grausam und bizarr - und ungeheuer fesselnd. Durch die einfache Sprache mit den meist kurzen Sätzen, sowie dem hohen Spannungsbogen, hatte ich das Buch viel zu schnell durchgelesen.
Charlotta Weiss, die Nils schon in dem Fall „Engelsmädchen“ unterstützt hat, gefällt mir sehr gut. Meiner Meinung nach bringt sie wieder etwas mehr Schwung in die Reihe. Sie ist Kriminalpsychologin und arbeitet inzwischen offiziell in Nils Team bei der Polizei. Sie kann die Mikromimik der Menschen lesen, was besonders bei Verhören sehr von Vorteil ist. Zudem besitzt sie die außergewöhnliche Sensibilität, sich in die Psyche des Täters hineinzuversetzen. Dies veranlasst sie oft zu Alleingängen und ihre ungewöhnliche Ermittlungsmethoden sind oft äußerst riskant. Charlotta und Nils Trojan sich ein tolles Team, und Charlotta - eigentlich eine Einzelgängerin - wirkt in diesem Fall deutlich angepasster, als im Vorgänger-Band. Bei den beiden gibt es kein Kompetenzgerangel, sondern sie arbeiten gut zusammen.
Die Mordfälle sind grausam und sehr speziell - ganz wie vom Autor gewohnt. Der Täter schlägt mehrmals zu und immer nimmt er etwas vom Körper seines Opfers mit und lässt sein „Markenzeichen“ da.

Fazit: Ein fesselnder Thriller mit einem hohen Tempo und sehr gut gezeichneten Protagonisten.