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Rebecca1120

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Lesbar, aber mir streckenweise zu langatmig

DIE WAHRHEIT
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Seit sieben Jahren lebt Sarah allein mit ihrem Sohn. Ihr Mann gilt seit dieser Zeit als vermisst, da er von einer fünftägigen Kolumbien-Dienstreise nicht mehr zurückkam. Doch dann erhält Sarah vom Auswärtigen ...

Seit sieben Jahren lebt Sarah allein mit ihrem Sohn. Ihr Mann gilt seit dieser Zeit als vermisst, da er von einer fünftägigen Kolumbien-Dienstreise nicht mehr zurückkam. Doch dann erhält Sarah vom Auswärtigen Amt die Information, dass ihr Mann lebt und zurückkommt. Beim Wiedersehen am Flughafen begegnet sie einem Fremden. Handelt es sich um einen Betrüger?
Welche Ziele verfolgt er? Lest selbst…
Das Buch liest sich sehr angenehm. Allerdings sind mir die Beschreibungen zu Sarahs Gefühlen, Gedanken und Zweifeln zu langatmig. So richtig anfreunden konnte ich mich mit der jungen Frau nicht. Da war mir Philipp, der Fremde, schon eher sympathisch. Durch die zwischendurch immer wieder eingefügten Kapitel mit seinen Gedanken haben in meinen Augen erst Spannung in die Geschichte gebracht. Es sind im Buch aber auch immer wieder interessante Denkansätze zu finden. Beispielsweise wird der Kuss als Austausch von Körperflüssigkeiten geschildert, der nur dem Test der Kompatibilität der Gene dient. Mal ‚ne etwas andere Sicht!
Insgesamt ein lesbarer Thriller, der es aber nicht geschafft hat mich zu fesseln.

Veröffentlicht am 15.09.2016

interessante Frauengeschichte vor historischem Hintergrund

Bühlerhöhe
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Das Cover des Buchs hatte mich überhaupt nicht angesprochen. Aber als eine Kollegin mir dieses Buch empfohlen hat, habe ich dann doch mit dem Lesen begonnen und habe es die gesamten mehr als 400 Seiten ...

Das Cover des Buchs hatte mich überhaupt nicht angesprochen. Aber als eine Kollegin mir dieses Buch empfohlen hat, habe ich dann doch mit dem Lesen begonnen und habe es die gesamten mehr als 400 Seiten auch nicht bereut.
Zur Handlung: Rosa ist Jüdin und flieht mit ihrer Schwester Rachel als Hitler die Macht ergreift nach Israel, um dort beim Aufbau des jungen jüdischen Staates zu helfen. Als in Deutschland nach dem Krieg ein Gesetzt zur Entschädigung der Juden beschlossen werden soll, erhält Rosa den Auftrag Bundeskanzler Adenauer während seines Gesundheitsurlaubs im Hotel „Bühlerhöhe“ vor einem Anschlag zu schützen. Sie wird dafür auserkoren, da sie als Kind jedes Jahr ihre Sommerferien stets dort verbracht hat und die Gegend kennt.
Liebevoll hat Brigitte Glaser die Gefühle und Ängste von Rosa beschrieben. Ich mochte Rosa von Anfang an, auch wenn sie mir manchmal recht zaghaft erschien. Aber im entscheidenden Moment hat sie ja dann auch kompromisslos und schnell reagiert.
In meinen Augen ist dies ein sehr unterhaltsamer, lesenswerter Roman.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

toll recherchiert und liebevoll in spannender Geschichte umgesetzt

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
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Dies war mein erster historischer Roman von dieser Autorin und ich bin echt begeistert von ihrem Schreibstil. Die Figuren sind sehr glaubhaft umschrieben. Der Leser wird durch die mittelalterlichen Begriffe ...

Dies war mein erster historischer Roman von dieser Autorin und ich bin echt begeistert von ihrem Schreibstil. Die Figuren sind sehr glaubhaft umschrieben. Der Leser wird durch die mittelalterlichen Begriffe in die damalige Zeit zurückversetzt. Beispiele hierzu wären: Nachrichter, Lochhüter, Lochwirt. Ich konnte von Anfang an, ohne den vorherigen Teil gelesen zu haben, in die Handlung einsteigen. Die Bösewichte und deren Intrigen haben mich beim Lesen regelrecht kribbelig gemacht. Silvia Stolzenburg hat also beim Schreiben alles richtiggemacht. Zumal es ihr auch sehr gut gelungen ist die Spannung in der Geschichte zu halten. Beeindruckt war ich von den Beschreibungen der medizinischen Tinkturen, deren Wirkungsweise sowie von der Beschreibung der Körpersäfte-Theorie bezogen auf die Fruchtbarkeit. Derartige Informationen hatte ich bisher noch nirgends gelesen. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.
Für alle, die gern mittelalterliche Romane lesen, ist dieses Buch in meinen Augen erste Wahl. Von mir gibt es eine 100%ige uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

unterhaltsam, aber nicht mitreißend

Zeugin des Schweigens
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In diesem Krimi geht es um die jahrzehntelange Verschwiegenheit des kleinen irischen Dorfes – Scaffolton. Aus Übermut und Leichtsinn brechen junge Leute in drei zurzeit leerstehenden Villen ein, genießen ...

In diesem Krimi geht es um die jahrzehntelange Verschwiegenheit des kleinen irischen Dorfes – Scaffolton. Aus Übermut und Leichtsinn brechen junge Leute in drei zurzeit leerstehenden Villen ein, genießen den Luxus und geben sich ihren Phantasien hin. Durch Zufall findet einer von ihnen die Tagebücher der verstorbenen Lady Cameron und gemeinsam mit seinem Freund, Chefreporter Jack Mitchell beginnt die Suche nach der dunklen Vergangenheit dieser reichen Familie.
Das Buch lässt sich gut und schnell lesen. Allerdings hat es mich nicht so wirklich in seinen Bann gezogen. Familiengeheimnisse sind ja immer spannend, aber hier ist es dem Autor in meinen Augen nicht gut gelungen diese Spannung aufzubauen.
Es wird beschreiben wie Jack als Hauptakteur versucht durch seine Artikel die verschlossene Dorfgemeinschaft, in der Fremde immer Außenseiter bleiben, aufzurütteln damit sie endlich ihr Schweigen brechen. Aber wie das von Wolfgang Wiesmann geschildert wird, erscheint es mir nicht sehr vielversprechend. Was mir auch zu unklar zum Ausdruck kommt ist die Episode als Jack von drei IRA-Anhängern gefoltert wird. Derartige Marter hätten doch in Jack mehr Ängste auslösen und psychische Schäden anrichten müssen. Auch seine Brandverletzungen haben ihn nicht beeinträchtigt. All das habe ich vermisst.
Somit möchte ich für das Buch auch nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

sehr unterhaltsam mit überraschendem Ende

Ihr letzter Sommer
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In diesem Buch geht es um Rebecca Winter (genannt Becky), die seit über zehn Jahren als vermisst gilt und nun wieder auftaucht. Schnell wird klar, dass es nicht die echte Becky ist, sondern eine junge ...

In diesem Buch geht es um Rebecca Winter (genannt Becky), die seit über zehn Jahren als vermisst gilt und nun wieder auftaucht. Schnell wird klar, dass es nicht die echte Becky ist, sondern eine junge Frau, die ihr sehr ähnlich sieht und sich als Becky ausgibt. Aber diese Frau ahnt nicht, was sie damit auslöst….
Der Leser wird abwechselnd mit den Ereignissen aus der Zeit vor Beckys Verschwinden konfrontiert und dann von den Geschehnissen des „Double“ (ihren richtigen Namen erfährt man im ganzen Buch nicht) berichtet. Der Schreibstil ist lebendig, anschaulich und die beschriebenen Figuren glaubhaft dargestellt, so dass es mir äußerst leicht gefallen ist in die Handlung einzusteigen. Allerdings hatte ich nach Lesepausen innerhalb eines Kapitels etwas Schwierigkeiten wieder einzuordnen in welchem Zeitfenster ich mich beim Lesen gerade befinde. Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Spannung über die gesamte Zeit zu halten und sie am Ende sogar noch zu steigern.
Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich fast bis zum Schluss im Unklaren über den Tathergang gelassen wurde und am Ende von den Wendungen total überrascht war. Denn das Ende war so was von unvorhersehbar in meinen Augen, dass ich dafür einen Stern mehr in der Bewertung vergebe als ursprünglich geplant.
Darum kann ich dieses Buch auch uneingeschränkt weiterempfehlen.