Intrigen, Geheimnisse, coole Twists
Dunkelste NachtGabriel kann einfach nicht glauben, dass sein Vater Selbstmord begangen haben soll. Die Ermittlungsergebnisse sind eindeutig, doch Gabe – wie er sich nennt – ist misstrauisch. Er lässt seinen Vater privat ...
Gabriel kann einfach nicht glauben, dass sein Vater Selbstmord begangen haben soll. Die Ermittlungsergebnisse sind eindeutig, doch Gabe – wie er sich nennt – ist misstrauisch. Er lässt seinen Vater privat nochmals obduzieren. Hier versucht offenbar die Polizei, einen Mord zu vertuschen. Aber warum? Um das herauszufinden, kontaktiert er Burke Broussard, einen Privatermittler, der früher mit seinem Vater im aktiven Polizeidienst unterwegs war. Aufgrund seiner Befangenheit übernimmt seine Mitarbeiterin Molly Sutton den Fall. Die beiden finden schnell heraus, dass ein alter Mordfall, an dem Gabes Vater trotz Ruhestand noch arbeitete, eine große Rolle spielt. Jemand scheint es auf ihn abgesehen zu haben - und auch Gabe und Molly sind in großer Gefahr, denn der Mörder hat seine Augen überall…
„Am Ende beschloss er, sich dem Unvermeidlichen zu stellen, denn er war kein Mann, der weglief.“
Molly und Gabe sind zwei außerordentlich interessante Protagonisten. Ich mochte beide sehr gern und fand es schön, dass die Autorin dafür gesorgt hat, dass die beiden nicht nur ermittlungstechnisch ein tolles Team sind, sondern sich auch privat näherkommen. Das hat die Handlung hin und wieder aufgefrischt und mich positiv vom eigentlichen Geschehen abgelenkt. Karen Rose versteht es generell, ihre Charaktere gekonnt in Szene zu setzen. So gibt es ziemlich viele Nebenfiguren, die unterschiedlicher und zum Teil zwielichtiger nicht sein könnten. Ihnen hat Rose auf authentische Art Leben eingehaucht und sie unglaublich realistisch dargestellt.
Wie wir es von Karen Rose bereits gewohnt sind, ist ihr Schreibstil auch hier wieder zeitgemäß und wortgewaltig. Sie entführt uns in gefährliche Welten und sorgt mit ihrer bildhaften Ausdrucksweise für jede Menge Kopfkino. Die Story ist mit 768 Seiten nicht gerade kurz geraten, jedoch ist man so im Leseflow, dass die Seiten geradezu dahinfließen. Das mag durchaus an den unerwarteten Wendungen liegen, die Rose in ihre brutalen Gewaltszenen mit hat einfließen lassen, um ihre Leser maximal zu verwirren.
Fazit: Mit „Dunkelste Nacht“ ist Karen Rose ein genialer Auftakt ihrer neuen New-Orleans-Reihe gelungen, in der es um Intrigen und dunkle Geheimnisse geht. Eine spannende Story, die nachdenklich stimmt und mich mit coolen Twists voll begeistert hat!