Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Mit dieser Familie braucht man keine Feinde

Nordseerätsel
0

Obwohl ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, ist Nordseerätsel mein erstes Buch mit Ralphael Freesen, dem Detektiv von der Insel Föhr. Dabei habe ich bereits zwei Vorgängerbände verpasst, die ...

Obwohl ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, ist Nordseerätsel mein erstes Buch mit Ralphael Freesen, dem Detektiv von der Insel Föhr. Dabei habe ich bereits zwei Vorgängerbände verpasst, die es gleich auf meine Wunschliste schaffen.

Schon nach den ersten Seiten ist mir klar, dass hier eine dichte Geschichte auf mich wartet. Unglaublich, was die Autorin alles hineinpackt. Rückblenden in ein Verschickungsheim auf Föhr, die Bändigung des Womanizers Raphael und natürlich das große Rätselspiel eines alten Mannes, der im Stile von Agatha Christie seine Familie und Erben gerne mal vorführt und ihnen dabei einen Gewinn von 100.000,00 Euro vor die Nase hält.

Die Dynamik innerhalb dieser Familie, wie jeder dem anderen den Gewinn nicht gönnt und es sich mal wieder zeigt, dass Geld den Charakter verdirbt, das alles ist höchst amüsant zu lesen. Dass ausgerechnet der esoterisch angehauchte Typ, der sich selbst Sommerwind nennt und gerne mal Bäume umarmt, der sympathischste der Familie ist, hätte ich auf den ersten Blick auch nicht gedacht.

Heike Denzau erzeugt eine Spannung, die mich immer wieder die Seiten umblättern lässt, ich muss unbedingt die Rätsel lösen und als dann auch noch der Tod einzieht, auf Mörderjagd gehen. Immer wieder werde ich dabei mit unerwarteten Wendungen überrascht und am Schluss wird es auch noch höchst dramatisch, einfach klasse.

Nordseerätsel hat mich begeistert und ausgezeichnet unterhalten. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Verwirrender Beginn, spannender Mitteilteil, schockierendes Ende

Alpenglühen
0

Alpenglühen startet mit einem unheimlichen Nachbarn, viel Blut, aber keiner Leiche und es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge erkennbar werden.

Die Autorin spielt mit ihren Protagonisten und mit ...

Alpenglühen startet mit einem unheimlichen Nachbarn, viel Blut, aber keiner Leiche und es dauert eine Weile, bis die Zusammenhänge erkennbar werden.

Die Autorin spielt mit ihren Protagonisten und mit meinen Gefühlen. Nicht nur Hauptkommissar Florian Forster weiß lange nicht, wem er trauen kann und wer gut und wer böse ist.

Ich tappe im Dunkeln und erst spät erkenne ich, wie raffiniert mich die Autorin an der Nase herumgeführt hat, klasse.

Alpenglühen entführt mich in das beschauliche Allgäu, welches sich nur vordergründig als Idylle entpuppt. Ich mag diesen Wechsel von geschürten Erwartungen und der Realität und vergebe 5 Sterne für diese Achterbahnfahrt der Gefühle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Nervenzerfetzende Spannung im schönen Wien

Mörderische Wahrheiten
0

Nach den fesselnden Entwicklungen um Carlotta Fiores Privatleben und dem fiesen Cliffhanger aus „Wiener Totenlieder“, geht es im zweiten Teil endlich weiter. Und gleich mit erheblichem Tempo, denn es scheint ...

Nach den fesselnden Entwicklungen um Carlotta Fiores Privatleben und dem fiesen Cliffhanger aus „Wiener Totenlieder“, geht es im zweiten Teil endlich weiter. Und gleich mit erheblichem Tempo, denn es scheint wieder einen Serienmörder in Wien zu geben. Die Morde an Jugendlichen erinnern sehr an einen Serienmörder, der vor 30 Jahren geschnappt wurde, aber dieser kann es nicht sein, da er erst kürzlich im Gefängnis verstorben ist. Die Jugendlichen wollen sich trotzdem nicht einsperren lassen und leider wird allzu oft der falschen Person das Vertrauen geschenkt. Als Leserin sehe ich das Unheil kommen, aber muss hilflos mitansehen, wie es zu weiteren Morden kommt.

Wobei Täter und Motiv für mich bis zum Schluss im Dunkeln liegen, Theresa Prammer gelingt es meisterlich mich an der Nase herumzuführen und liefert immer neue Verdächtige, weshalb ich nicht aufhören kann zu lesen, „Mörderische Wahrheiten“ ist einfach zu spannend.

Wie fühlt man sich wohl als Familie eines Serienmörders? Hat die Ehefrau wirklich nichts geahnt von den Untaten ihres Mannes? Kann ich meinen freundlichen Nachbarn trauen oder steckt womöglich in einem von ihnen ein Untier?

Zentrale Figur neben Carlotta ist wieder einmal Konrad Fürst, der ehemalige Polizeibeamte, mit dem größten Wissen über den verstorbenen Serientäter, aber seit seinem Erwachen aus dem Koma kann sich Fürst an nichts mehr erinnern. Was für ein schreckliches Gefühl muss das sein, wenn du schon einen Großteil deines Lebens gelebt hast und dich an nichts davon mehr erinnern kannst? Oder ist das auch eine Chance auf einen Neubeginn? Alles besser machen?

Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, während alles auf den großen Showdown zusteuert.

Theresa Prammer schafft authentische Figuren mit Herz, deren Schicksal mich nicht kalt lässt. Mein Herz blutet und ich wünsche mir so sehr, dass die Suche des Vaters nach der verschwundenen Tochter nach so vielen Jahren ein Happyend bekommt.

Wer sich selbst in der spannenden Welt von Carlotta verlieren möchte, dem empfehle ich, unbedingt mit „Wiener Totenlieder“ zu starten und dann die „Mörderische Wahrheiten“ zu erfahren, obwohl beide Bände unterschiedliche Mordfälle beinhalten. Aber es lohnt sich beide Bücher zu lesen und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den dritten Teil.

Ich vergebe verdiente 5 Sterne für diese mitreißende Reihe und halte Ausschau nach weiteren Büchern von Theresa Prammer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2025

Wer sich in Gefahr begibt….

Über die Toten nur Gutes
0

Nirgendwo wird so viel gelogen wie an Beerdigungen heißt es so schön. Da werden aus Unsympathen in den Trauerreden plötzlich Heilige, aber schließlich darf man über Tote nicht schlecht reden.

Mads Madsen ...

Nirgendwo wird so viel gelogen wie an Beerdigungen heißt es so schön. Da werden aus Unsympathen in den Trauerreden plötzlich Heilige, aber schließlich darf man über Tote nicht schlecht reden.

Mads Madsen ist Trauerredner und er macht seine Sache wirklich gut. Er recherchiert über die Toten, bevor er seine Rede hält, will sie kennenlernen und berührt mit seinen Reden.

Mads Familie hält ihn für seltsam und ist der Meinung, er sollte lieber Radiosprecher werden als sich dauernd mit Toten zu beschäftigen. Dabei ist es eher seine Familie, die chaotisch ist. Der Vater, der sich im Bingo einen erbitterten Kampf leistet, die perfekten Geschwister, die gerne mit Abwesenheit glänzen, aber zum Glück gibt es noch Malteserdame Bobby, die ihr Herrchen innig liebt, manchmal fast zu sehr 😉.

Von Mads Schwester Famke würde ich mich übrigens sehr gerne mal zum Essen einladen lassen, während der Beschreibung was sie alles aufgetischt hat, ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Bereits bei der ersten Beerdigung muss ich herzhaft lachen, Mads hält so eine schöne Rede und dann erlebt der Leser eine witzige Überraschung, ich mag diesen Humor.

Es wird turbulent, gefährlich und berührend als Mads eine Trauerrede für seinen ehemaligen Jugendfreund Patrick halten soll und daher recherchiert, was dieser aus seinem Leben gemacht hat, als sich ihre Wege ungewollt getrennt hatten.

Ich habe Tränen gelacht beim Bingo und das ist eine Altersbeschäftigung, deren Reiz ich noch nie verstanden habe. Mads und seine Familie und Freunde sind so liebenswert skurril, dass man sie einfach gernhaben muss.

Gestorben wird immer, daher ist „Über die Toten nur Gutes“ der Start in eine neue Reihe und ich bin schon sehr gespannt, was für aberwitzige Abenteuer Mads und seine Umgebung als Nächstes erleben werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2025

Jeder sollte einen Aspro haben

Man sieht nur mit der Schnauze gut
0

Beim Stöckchen spielen mit seinem Chef, wie der Mischlingsrüde sein Herrchen nennt, kommt dieser bei einem explosiven Unfall abhanden und fortan lebt Aspro bei der ermittelnden Polizistin mit Familie. ...

Beim Stöckchen spielen mit seinem Chef, wie der Mischlingsrüde sein Herrchen nennt, kommt dieser bei einem explosiven Unfall abhanden und fortan lebt Aspro bei der ermittelnden Polizistin mit Familie. Zu seinem Namen ist der Hund gekommen, weil seine neue Chefin festgestellt hat: „wenn ich mit ihr spazieren gehe, verschwindet ihre Migräne“. Dazu muss man wissen, dass ASPRO ein bekanntes Kopfschmerzmittel in Österreich ist.

Die Menschenwelt aus der Hundeperspektive betrachtet ist witzig, mit einem guten Schuss Ironie und bringt mich immer wieder zum Lachen.

„Der sinnloseste Monat überhaupt ist der Februar. Er macht den Winter zu lang und zögert den Frühlingsbeginn ohne wirklichen Grund hinaus.“ Da hat der Aspro wirklich recht, ich bin mit ihm einer Meinung, der Februar kann weg. Wobei, da ist Buchmesse in Stuttgart, na, die verschieben wir in den März, passt also. 🤣

Aspro ist clever, viel schlauer als Lassie und Kommissar Rex zusammen und da er seine Gedanken mit uns teilt, merken wir Leser das auch.

Man sieht nur mit der Schnauze gut ist amüsant und wird von mir gerne weiterempfohlen. Ich würde mich freuen, wenn es bald sogar einen ganzen Hundekrimi mit Aspro geben würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere