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Redrose

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Frühlingsgefühle an der Nordsee

Nordseewellen und Frühlingszauber
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Julia K. Rodeit entführt mich in ihrer neuen Reihe an die Nordsee. Genauer gesagt nach Greetsil, einem idyllischen Fischerdorf, welches ich vor vielen Jahren auch schon einmal besucht habe. Und dieses ...

Julia K. Rodeit entführt mich in ihrer neuen Reihe an die Nordsee. Genauer gesagt nach Greetsil, einem idyllischen Fischerdorf, welches ich vor vielen Jahren auch schon einmal besucht habe. Und dieses Buch macht Lust, Greetsil wieder einmal zu erkunden. Ich sehe mich schon mit einem Krabbenbrötchen wie Svea und Thies am idyllischen Hafen spazieren oder von den Zwillingsmühlen den Blick in die Landschaft schweifen lassen.

Aber wer sind eigentlich Svea und Thies? Svea ist nach Greetsil gereist, um ihre Oma zu unterstützen und trifft dabei auf ihre alten Jugendfreunde, die Brüder Eric und Thies. Aber war die Jugendzeit wirklich so idyllisch, wie sie es in Erinnerung hatte?

Die Rivalität der Brüder setzt sich im Erwachsenenleben fort und ich drücke die Daumen, dass Svea die richtige Entscheidung trifft.

Die Geschichten der Autorin sind wie aus dem Leben gegriffen. Wer kennt nicht die Frauen, die bei Beförderungen gerne zugunsten von Männern übergangen werden? Wenn Beziehungen stärker gewichtet werden als Leistung? Und trotzdem trifft der Begriff Wohlfühlroman hier absolut zu.

Wenn es draußen kalt und windig ist, dann träume ich mich mit Julia K. Rodeit an die Nordsee, lass mich von Oma Anni mit selbstgemachter Limonade, frischem Kakao und roter Grütze verwöhnen und beobachte amüsiert den Balztanz von Eric und Thies 😉. Hach, ist das schön hier.

Und weil es mir so gut gefallen hat, freue ich mich schon sehr darauf, auch den Sommer in dieser Jahreszeiten-Reihe zu erleben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Südtirol: teuflisch oder idyllisch?

Teufel, tanz mit mir!
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Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein ...

Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein Problem, da jeder Band auch einzeln gut lesbar ist.

Das Thema des Buches, die Hexenverfolgung in Europa in den Jahren 1440 bis 1750, die sich noch weit in die heutige Zeit hineinzieht, macht schnell klar, dass das kein Wohlfühlkrimi wird. Minderheiten die Schuld am Elend eines Landes zu geben, ist leider auch in der heutigen Zeit noch populär, auch wenn es zumindest in Europa hoffentlich keine Hexenverbrennungen und Teufelsaustreibungen mehr gibt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwergefallen, da für mich nicht immer klar erkennbar war, wann wir uns in der Vergangenheit und wann in der Gegenwart befunden haben, aber gegen Ende nahm die Story immer mehr Fahrt auf und mit dem Ende konnte mich die Autorin überraschen.

Carmelas Nonna sowie ein Nachfahre von Sigmund Freud sorgen dafür, dass es trotz des ernsten Themas und diverser grausamer Morde in diesem Krimi auch etwas zu lachen gibt.

Ich habe mich bei den lebendigen Ortsbeschreibungen an meine Südtirol-Urlaub erinnert und bin schon gespannt, wie es in dieser Reihe weitergeht.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Nostalgischer Südtirolkrimi

Commissario Tasso auf dünnem Eis
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Commissario Tasso ist mir gleich sympathisch. Der Römer und ich mögen beide keinen Schnee. Blöd nur für Tasso, dass er in Südtirol ermittelt, dem verschneiten Winterparadies schlechthin.

1962 liefen die ...

Commissario Tasso ist mir gleich sympathisch. Der Römer und ich mögen beide keinen Schnee. Blöd nur für Tasso, dass er in Südtirol ermittelt, dem verschneiten Winterparadies schlechthin.

1962 liefen die Ermittlungen noch etwas anders, der technische Fortschritt hat seither viele Änderungen gebracht. Und auch die Rolle der Frau bei der Polizei hat sich gewandelt, sie sind nicht mehr nur Sekretärinnen, die Kaffee kochen dürfen 😉.

Nur mürrisch akzeptiert Tasso, dass er sich um die junge Mara kümmern soll, die Tochter des Bürgermeisters darf ihm als Praktikantin ein wenig über die Schulter schauen. Und als Tasso in einem Mordfall in einem Hotel in Meran ermitteln muss, ist Mara mittendrin.

Toll finde ich, wie die beiden voneinander lernen und ihre gegenseitigen Vorbehalte überwinden, ein ungewöhnliches, aber interessantes Team.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich freue mich schon auf weitere. Schon nach wenigen Seiten hat sie mich gepackt und in die Geschichte gezogen. Ich schaudere bei den eisigen Wetterbedingungen und ziehe meine Decke ein wenig höher. Ermitteln von der Couch aus ist definitiv ein Vorteil gegenüber dem richtigen Polizeialltag 😉

Sympathische Protagonisten, ein spannender Mordfall und das Winterwonderland Südtirol, welches auch kulinarisch punkten kann, mir hat dieser Einstieg in die Reihe richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Morde in Südtirol, nur in Büchern selbstverständlich 🤣.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Mordet die Mafia in Ostfriesland?

Matjes al dente
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Bereits zum 13. Mal unterhält uns das Autorenduo mit seinen Mordsgeschichten um das Trio Henner, Rosa und Rudi.

Postbote Henner findet mal wieder eine Leiche und ganz Neuharlingersiel ist in Aufregung. ...

Bereits zum 13. Mal unterhält uns das Autorenduo mit seinen Mordsgeschichten um das Trio Henner, Rosa und Rudi.

Postbote Henner findet mal wieder eine Leiche und ganz Neuharlingersiel ist in Aufregung. Neben Polizist Rudi muss natürlich auch Lehrerin Rosa sich einmischen, das Trio Infernale ist komplett.

Bei dieser Reihe begeistert mich, dass die Autorinnen immer wieder aktuelle Themen aufgreifen. So habe ich erst kürzlich etwas über den Trend zu Seebestattungen gelesen und finde dieses Thema auch im Buch wieder, spannend. Und selbstverständlich gibt es mit dem Ostfriesischen Hanf Himmel einen der ersten Hanf-Vereine in der Region, war die Beteiligung des Opfers an diesem Verein womöglich der Grund für ihre Ermordung? Oder kommt die Mafia ins Spiel, schließlich ist der Ehemann der Toten ein Italiener. Herrlich wie hier mit Klischees gespielt wird.

Es kommt zu einem kleinen Cross-Over mit den Protagonisten aus Klaus-Peter Wolfs Ostfriesenkrimis, hier oben kennt man sich schließlich und dann lernt Rosa auch noch einen Mann kennen. Wird sie endlich mal Glück in der Liebe haben?

Mir gefällt der Kosmos dieser Ostfriesen-Truppe, die Frotzeleien untereinander und die freche Möwe auf dem Cover. Ein Buch, um ein wenig Meer-Luft zu schnuppern, zu lachen und sich einfach gut unterhalten zu lassen.

Mir hat es wieder viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf viele weitere Fälle um unser Trio.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Gartenkrimi vom Feinsten

Anbandelt
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Ist ein Wüstengarten nicht ein Widerspruch in sich? Die Gartenfreundinnen vom Klub der Grünen Daumen wollten sich eigentlich nur anschauen, was in einem Wüstengarten für Pflanzen gedeihen, aber schon stolpern ...

Ist ein Wüstengarten nicht ein Widerspruch in sich? Die Gartenfreundinnen vom Klub der Grünen Daumen wollten sich eigentlich nur anschauen, was in einem Wüstengarten für Pflanzen gedeihen, aber schon stolpern sie über einen leblosen Mann.

Dass sich die Geschichte dann aber so entwickelt, wie es die Protagonisten in „Anbandelt“ erleben, damit hätte ich jetzt auch nicht gerechnet.

Wie lebte es sich in einer Kommune der 1970er Jahre und was ist eigentlich aus den Kindern geworden, die in der damaligen Zeit geboren wurden?

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Vera und Eva im Bliamal, dem Wohlfühlcafé, welches Kräuterfee Johanna inzwischen betreibt. Hier könnte ich es mir auch gut gehen lassen, mit einer Bananenschnitte natürlich und über die verrückten Vorstellungen der Anhänger der Manosphere tratschen oder Gartentipps erhalten. Auch wenn ich selbst keinen Garten habe, schwarze Daumen und so, finde ich es immer wieder interessant, wieviel Wissen Johanna auf spielerische Art und Weise vermittelt.

Nicht fehlen dürfen natürlich wieder die informativen Kapitelüberschriften. Dieses Mal lerne ich zum Beispiel, dass Bienen beim Kontakt mit Hanfpflanzen nicht berauscht werden oder dass genetisch gesehen, Hühner die nächsten lebenden Verwandten des Tyrannosaurus Rex sind.

Ich hatte wieder jede Menge Spaß, die knapp 460 Seiten waren viel zu schnell durchgesuchtet und ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer der Damen vom Klub der Grünen Daumen.

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