Cosy Crime in bester britischer Manier
Wenn stille Wasser tödlich sindEs geht zum zweiten Mal in das beschauliche Dorf Humbleham und direkt zur Beerdigung von Lord Welbeck. Viele Dorfbewohner erweisen ihm die letzte Ehre, oder wie es Lydia ausdrückt „Die meisten wollten ...
Es geht zum zweiten Mal in das beschauliche Dorf Humbleham und direkt zur Beerdigung von Lord Welbeck. Viele Dorfbewohner erweisen ihm die letzte Ehre, oder wie es Lydia ausdrückt „Die meisten wollten doch nur sehen, wer noch alles zur Beerdigung kommt“.
Lydia ist der offizielle Grund, warum die ambitionierte Polizistin Helen sich von der Metropolitan Police in London als einfache Dorfpolizistin in ihren Heimatort versetzen ließ. Nach einem Schlaganfall benötigt ihre Mutter Lydia Hilfe im Alltag und mischt sich seither kräftig in Helens Leben ein.
Nach dem ich erst neulich eine Geschichte über ein geflutetes Dorf gelesen habe, wurde in Humbleham nur das Herrenhaus geflutet und der Earl of Welbeck musste seinen Wohnsitz in ein Nebengebäude verlegen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, denn auch dieses Nebengebäude war noch groß und imposant und in einem schönen Park gelegen, also durchaus angemessen für einen Lord.
Als am Ufer des Stausees ein toter Taucher angespült wird, verbreitet sich das Gerücht, dass im Keller des gefluteten Herrenhauses ein Schatz versteckt ist und Helen hat gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. Zum einen versucht ihre Mutter sie noch immer zu verkuppeln, dann wird ein Jugendfreund des Mordes verdächtigt und zu guter Letzt muss sie auch noch mit ihrem Ex-Freund Ben zusammenarbeiten, der von Scotland Yard zur Unterstützung geschickt wurde.
Es kommt also wieder knüppeldick für die arme Helen, aber sie behauptet sich recht gut und sammelt bei mir erneut Sympathiepunkte.
Meisterhaft bietet die Autorin immer neue Verdächtige an und führt mich in die Irre, so mag ich das.
Wer cosy crime in britischem Ambiente mag, wird diese Reihe lieben und ich hatte wieder viel Spaß bei der Mördersuche.