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Veröffentlicht am 10.05.2026

Chefinspektorin Gabl mistet aus

Es ist nicht alles bio, was stinkt
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Die Kuh auf dem Cover schaut mich mit ihren seelenvollen Augen an und ich kann nicht verstehen, dass es Rinderzüchter gibt, denen das Tierwohl komplett egal ist.

Gleich an ihrem ersten Tag als Chefinspektorin ...

Die Kuh auf dem Cover schaut mich mit ihren seelenvollen Augen an und ich kann nicht verstehen, dass es Rinderzüchter gibt, denen das Tierwohl komplett egal ist.

Gleich an ihrem ersten Tag als Chefinspektorin der Kriminalpolizei Innsbruck wird Susanne Gabl mit einem Todesfall konfrontiert. Eine junge Beamtin wurde vergiftet und mit dem gewalttätigen Lebenspartner ist der Mordverdächtige auch sofort gefunden, aber gar so einfach ist es dann doch nicht, oder doch?

War die junge Beamtin womöglich einem Tierschutzskandal auf der Spur? In der idyllischen Tiroler Landschaft ist nicht alles bio, was stinkt. Wenn es ums große Geld geht, wird schon einmal ein Auge zugedrückt, Korruption und Vetternwirtschaft gibt es leider überall und die Hand aufhalten ist einfacher als gegen Missstände vorzugehen.

Agnes Dorn hat mit „Es ist nicht alles bio, was stinkt“ einen erfrischenden Landkrimi geschrieben, der die Schattenseiten der ländlichen Idylle zeigt. Mir gefällt besonders gut die Zusammenarbeit zwischen der Kripo Innsbruck und den Tiroler Kollegen. „Georg war ein durch und durch gemütlicher Mensch, der selten laut oder hektisch wurde. Davon, dass er auch einem guten Essen mit Freunden nicht abgeneigt war, erzählte sein Körper, der mit den Jahren der Friedfertigkeit seines Trägers in der Ausgestaltung weicher Formen Rechnung trug.“ Das ist einfach nett formuliert und zeigt, dass es auf dem Lande eben gemütlicher zugeht.

Ich würde mich freuen, wenn es weitere Fälle für unser Ermittlungsteam gibt und empfehle diesen witzigen Landkrimi sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Hier ist für jeden was dabei!

52 kleine & große Eskapaden in Deutschland – Für die Seele
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Mich hat mal wieder eine fiese Erkältung erwischt, die perfekte Gelegenheit also, mir mit „52 kleine & große Eskapaden für die Seele“ also etwas Gutes zu tun.

Schön die erste Seite zeigt mir, hier bin ...

Mich hat mal wieder eine fiese Erkältung erwischt, die perfekte Gelegenheit also, mir mit „52 kleine & große Eskapaden für die Seele“ also etwas Gutes zu tun.

Schön die erste Seite zeigt mir, hier bin ich richtig, es geht um Abenteuer, Lächeln, Kleine Fluchten, Lebensfreude und Ab nach Draußen.

Es beginnt im Norden, daher überblättere ich die beiden ersten Kapitel und starte gleich im Süden, mir ist gerade etwas nach Heimatnähe. Zelten ist nicht so meines, aber gut zu wissen für alle Freunde des Wildcampens, dass es einen Ort in Deutschland gibt, an dem das erlaubt ist, wenn auch immer nur für eine Nacht. Da kann der Sonnenaufgang noch so schön sein, dass wäre mir zu viel Arbeit, das Zelt nur für eine Nacht aufzubauen. Yoga auf dem SUP am Kahler See haut mich auch noch nicht um, aber dann kommt es: ein Weinschlafwagen in Langenlohnsheim, das merke ich mir.

Warum nicht mal das kleinste Bundesland besuchen und am Bostalsee einen Miniurlaub genießen? Oder Radwege testen, den Lautertal-, Sauertal- und Raubritter-Radweg, das klingt doch spannend. Vieles hat hier tatsächlich mit Camping zu tun, aber es gibt auch immer Alternativen zum Zelten, wie etwa einen Schäferwagen.

Einfach mal die Uhr ablegen und die Stadt der Sonnenuhren besuchen, von Röttingen habe ich bisher noch nie gehört. Himbeeren pflücken auf dem Weg zur Cadolzburg, nächtigen im „AmVieh-Theater“, was für ein Name und mir bislang völlig unbekannt, die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte, wenn man mal andere bayerische Seen entdecken möchte, als den Chiemsee oder Starnberger See.

Wer sich körperlich verausgaben will, dem wird ein Aufenthalt auf dem Demeterhof Freytag empfohlen, da „dürfen große und kleine Gäste mit anpacken und die Kühe mit frischem, saftigem Grün verwöhnen.“

Eine Auszeit in einem Kloster, der Geißenpfad im Schwarzwald oder familienfreundliche Preise im Naturfreundehaus am Bodensee, der Süden hat viel zu bieten.

Dann arbeite ich mich jetzt über die Mitte zum Norden vor, auch wenn hierfür mehr Zeit als ein Wochenende notwendig ist, aufgrund der langen Anreise.

Übernachten im schwebenden Zelt klingt spannend, aber dann doch eher für gelenkige junge Leute, sicherlich auch ein Spaß für Kinder, für mich darf es lieber eine Hobbithöhle sein. Der Andreasberg, einer der dunkelsten Orte Deutschlands und damit ideal fürs nächtliche Sternegucken, klingt spannend.

Wer acht Tage Zeit hat, kann auch den Malerweg mit 116 Kilometern wandern, an der sich Landschaftliche Highlights und Meisterwerke aneinanderreihen. Wer nicht von Heuschnupfen geplagt ist, kann im Heu übernachten und Kindheitsträume wahr werden lassen und Winterfreunde kommen im Taunus auf ihre Kosten.

Digital Detox im Kloster Langwaden, Eselwandern in der Vulkaneifel, auch in der Mitte Deutschlands gibt es viele Anregungen für kleine Auszeiten, für die Esel muss ich noch meinen Mann überzeugen 😉.

„Einschlafen, während die Wellen sanft an die Wände klatschen, so ein Hausboot auf Rügen klingt schon reizvoll. Mit dem Kajak unterwegs oder in einem Schlafstrandkorb den Sonnenaufgang begrüßen. Historische Festungen, herrliche Badeseen, historische Mühlen, Hofcafés laden zur Rast ein. Von Hof zu Hof die Vorräte für zuhause auffrischen und „das Landleben von seiner schönsten Seite genießen“.

Die Bilder machen Lust und Laune gleich den nächsten Kurztrip zu buchen, vielleicht zu den Festspielen auf der Tecklenburg?

Ich habe jede Menge tolle Anregungen mitgenommen und wenn ich auch gerade nur auf dem Sofa gereist bin, gute Laune hat das trotzdem gemacht.

Sehr gerne empfehle ich “52 kleine & große Eskapaden für die Seele“ weiter, sei es als Anregungen für einen Ausflug, einen Urlaub oder einfach nur, um mit schönen Bildern und Ideen die Seele ein wenig baumeln zu lassen.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Schatzsuche durch Luxemburg

Jagd durch Luxemburg
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Millionär Charles Cannes hat sein großes Vermögen mit harten Bandagen erarbeitet, während seine Familie es genießt, sein Geld mit vollen Händen auszugeben. Doch nach seinem Tod soll es mit dem Luxusleben ...

Millionär Charles Cannes hat sein großes Vermögen mit harten Bandagen erarbeitet, während seine Familie es genießt, sein Geld mit vollen Händen auszugeben. Doch nach seinem Tod soll es mit dem Luxusleben vorbei sein, denn wer erben möchte, muss geheimnisvolle Hinweise entschlüsseln, die in ganz Luxemburg verteilt sind. Und hier zeigt sich die Gier der Menschen.

Während das zu verteilende Vermögen gut für alle reichen würde und mit Zusammenarbeit das Ziel vermutlich leichter erreicht werden könnte, spielen nicht alle fair. Allianzen werden gebildet, aber wem kann man wirklich trauen? Enkelin Charlie, welche als Einzige nicht geldgierig ist und sich mit ihrem Opa sehr gut verstanden hatte, lässt sich trotzdem auf das Spiel ein, aber nicht jeder möchte, dass sie ihr Ziel erreicht.

Jagd durch Luxemburg zeigt, was Menschen für Geld alles machen und dass hier die Freundschaft wirklich aufhört. Menschliche Schwächen werden offenbart und am Ende wird klar, der Verstorbene hat seine Familie ziemlich gut eingeschätzt und wartet mit einer letzten Überraschung auf.

Was für eine spannende Geschichte eines Krimidebütanten, dessen Namen ich mir wohl merken muss. Und nebenbei bemerkt zeigt das Buch, dass Luxemburg durchaus eine Reise wert ist.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Wenn die Büchse der Pandora geöffnet wird

Fischkopp-Vendetta
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Oke Oltmans ist schwer geprüfter Dorfpolizist in Hohwacht. Eigentlich möchte er nur mit seinem E-Bike seine Runden abfahren und nach Feierabend Tiere präparieren, aber wieder einmal kommt es anders, als ...

Oke Oltmans ist schwer geprüfter Dorfpolizist in Hohwacht. Eigentlich möchte er nur mit seinem E-Bike seine Runden abfahren und nach Feierabend Tiere präparieren, aber wieder einmal kommt es anders, als er denkt.

Immerhin hat er sich schon an seinen ewig sabbelnden Kollegen gewöhnt, Vincent Gott, die Kölner Frohnatur, die einfach nicht kapiert, dass ein Moin völlig als Gespräch ausreicht. Aber in der Hochsaison wird er auch noch mit Yuki Takahashi beglückt. Die Japanerin, die täglich mit ihrem Bonsai spricht und ihn von den Vorzügen des grünen Tees überzeugen will, entpuppt sich allerdings als absoluter Glücksgriff, als schon wieder ein Mord die Hohwachter Bucht erschüttert.

Während die Presse bereits titelt: „Hohwacht sehen und sterben“ oder „Wie halten Sie es im Horror-Dorf aus?“, muss Oke hilflos mitansehen, wie LKA und BKA die Ermittlungen an sich reißen. Gleichzeitig fürchtet er auch noch, dass seine Gattin Inse auf Abwegen wandelt und sich in ihren Chef verguckt hat. „Da radelte er, ein alter, etwas aus der Form geratener Polizist, der keine Ahnung hatte, warum seine Ehe den Bach runterging und warum die Hohwachter Bucht schon wieder Schauplatz zweier Morde geworden war.“

Auch der fünfte Fall hat es wieder in sich und ich freue mich sehr, die inzwischen bekannten Gesichter wiederzusehen. Neben den Polizisten habe ich wieder viel Spaß mit Wencke Husmann, die beste Freundin von Inse, die die Touristen mit Nacktwanderungen unterhält, aber sich auch für die gerade stattfindende Esoterik-Messe interessiert, Familie Bachmann, die von Hohwacht offensichtlich nicht genug bekommen kann und sich mit Bekannten einen alten Bauernhof gekauft hat und natürlich ist, wenn es ums Geld verdienen geht, auch Malgorzata Rieken nicht weit.

Sie alle sorgen dafür, dass ich mich in Hohwacht schon wie zuhause fühle, vielleicht sollte ich mich bei Familie Bachmann mal erkundigen, ob in ihrem Bauernhof auch für mich noch ein Zimmerchen frei ist 😉.

Fischkopp-Vendetta ist wie eine frische Meeresbrise, die mir den Kopf frei pustet und süchtig nach mehr macht. Sehr gerne empfehle ich die gesamte Reihe weiter.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Wenn die wahre Gefahr von innen kommt.

Merano infernale
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Ich bin gerade zurück vom Südtiroler Krimifestival und Elisabeth Florin versetzt mich erneut dahin.

Ispettore Emmenegger, kurz Emmi genannt und seine Kollegin Eva Marthaler haben gerade geheiratet, aber ...

Ich bin gerade zurück vom Südtiroler Krimifestival und Elisabeth Florin versetzt mich erneut dahin.

Ispettore Emmenegger, kurz Emmi genannt und seine Kollegin Eva Marthaler haben gerade geheiratet, aber ein friedliches Eingewöhnen in die neue Situation ist ihnen nicht vergönnt. Eva ist Leiterin der Carabinieri in Meran, da sie als Ehepaar nicht mehr gemeinsam bei der Mordkommission ermitteln können. Allerdings herrscht ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen den Carabinieri und der Polizia di Stato und ich bin schon gespannt, wie sie gemeinsam diesen Spagat bewältigen werden.

Eine Frau wurde brutal ermordet und für sinnlose Eifersüchteleien ist es nicht die Zeit. Emmi und Eva müssen gegen alle Widerstände zusammenarbeiten und dabei erfährt Eva mehr über Emmis Vergangenheit, als ihr lieb ist.

Ich mag die Protagonisten dieser Reihe. Die harten Rocker aus dem Motorradclub Flying Taifl, Schauspieltalent Paul, der dieses Mal so richtig glänzen kann und sogar den neuen Kollegen von Emmi, der den denkbar schlechtesten Ruf bei der Polizei hat, schließe ich langsam in mein Herz. Sie alle sind nicht perfekt, aber authentisch und das gefällt mir so gut. Ich spüre die innere Zerrissenheit, aber auch den Zusammenhalt dieser so besonderen Truppe und das ist in Merano Infernale überlebenswichtig.

Gleich mehrere Gegner wollen die Auflösung ihres aktuellen Falles verhindern und die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. In Poirot-Manier versammelt Emmi am Schluss alle Beteiligten und schließt immer neue Verdächtige aus, bis endlich Klarheit herrscht. Was für ein grandioses Finale dieses spannenden Falles, der mir zusätzliche Einblicke in das Seelenleben der Protagonisten verschafft und mich ihnen noch näherbringt.

Ich genieße eine Führung durch die Landesfürstliche Burg in der Meraner Altstadt und möchte gerne auf den Spuren von Emmi und Eva wandeln. Natürlich werde ich auch wieder kulinarisch verwöhnt, wie immer in Südtirol und kann am Ende sogar den absoluten Seelentröster nachbacken, die Südtiroler Buchweizentorte mit Preiselbeeren.

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