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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Itadakimasu

Oishii!
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Schon lange habe ich mir bei einer Rezension so schwergetan wie bei diesem Buch. Dies liegt aber nicht daran, dass das Buch so unglaublich schlecht ist, sondern, dass ich mir unsicher bin, wie ich das ...

Schon lange habe ich mir bei einer Rezension so schwergetan wie bei diesem Buch. Dies liegt aber nicht daran, dass das Buch so unglaublich schlecht ist, sondern, dass ich mir unsicher bin, wie ich das Buch einordnen soll. Wobei ich mit diesem Problem scheinbar nicht die einzige bin, denn ich bereits auf die folgenden Genreeinordnungen im Zusammenhang mit diesem Buch gestoßen: "Geschenkbücher", "Kochbuch", und "Reisen".
Aber meine Zerrissenheit bezüglich der Bewertung des Buches kommt nicht nur durch die Vielfalt der Genre in die man das Buch einordnen kann, sondern auch daher, dass ich eine spezifische Erwartung hatte, als das Buch bei mir einziehen durfte.
Als großer Liebhaber der japanischen Esskultur wollte ich tiefer in die Welt der Izakayas eintauchen und die Möglichkeit haben, diese vielfältigen Gerichte zuhause nachzukochen. Leider wurden meine Erwartungen von Autor Stefan Braun nur bedingt erfüllt. Der Rezeptanteil dieses Buches ist nämlich eher gering einzuschätzen, vor allem wenn man sich ein Kochbuch erwartet. Zusätzlich sind sehr viele Rezepte enthalten, die mir bereits bekannt und in anderen Büchern enthalten sind. Letzteres kann ich dem Autor aber nicht vorwerfen, immerhin kann er nichts für mich gut gefülltes Kochbuchregal.
Die Rezepte sind übersichtlich und klar strukturiert dargestellt und mir persönlich gefällt auch sehr gut, dass der Autor die Namen der Gerichte in Japanisch aufführt. Nährstoffangaben sucht man in diesem Buch allerdings vergeblich. Andere Rezensionen des Buches bekritteln, dass viele der benötigten Zutaten nur schwer in Deutschland oder Österreich zu bekommen sind. Diese Kritik kann ich nur bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Natürlich werden in japanischen Rezepten typisch japanische Zutaten verwendet, die man eventuell außerhalb Japans nur schwer bekommt. Möglicherweise könnte man die eine oder andere Zutat durch ein europäisches Ersatzprodukt ersetzen, dadurch würde aber sowohl der Geschmack als auch die Authentizität leiden.
Der Hauptbestandteil des Buches sind Fotografien. Auch dies ist eigentlich wenig verwunderlich, wenn man sich die Biografie des Autors anschaut, was ich vor der Anschaffung des Buches nicht getan habe. Stefan Braun ist nämlich ein renommierter Fotograf, der sich auf kulinarische Fotographie spezialisiert hat. Seine Bilder sprechen eine eindeutige Sprache und geben meiner Meinung nach einen guten Eindruck in die vielfältige Welt der japanischen Kultur und insbesondere in die Izakayas. Ergänzt werden die Bilder mit kleinen Texten, in denen der Autor u.a. verschiedene Zutaten erklärt oder genauere Infos gibt.
Alles in allem ist dieses Buch wirklich eine bunte und authentische Mischung. Allerdings bin ich mir bezüglich der Zielgruppe des Buches nicht sicher. Kochbuchliebhaber werden aufgrund des geringen Rezeptanteils enttäuscht werden. Für Freunde von Bildbänden sind wiederum die Rezepte störend und eingefleischte Japanfans werden wohl eher wenig Neues lernen. Müsste ich diesem Buch einen Stempel aufdrücken würde ich es klassisch neudeutsch als "Coffee table book mit Rezeptfeature" nennen.
Trotz meiner sehr zwiegespaltenen Meinung möchte ich dieses Buch aber dennoch weiterempfehlen. Man sollte sich vor dem Kauf allerdings genau überlegen, was man sucht und ob dieses Buch wirklich das richtige für einen ist.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Humorvolle Reise durch bunte Wohnideen

Frau Schnecke sucht ein neues Haus
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da mir die Idee des Buches sehr gut gefallen hat und auch das Cover fand ich im Großen und Ganzen ganz ansprechend. Allerdings war ich mir zu Beginn unsicher, wie ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da mir die Idee des Buches sehr gut gefallen hat und auch das Cover fand ich im Großen und Ganzen ganz ansprechend. Allerdings war ich mir zu Beginn unsicher, wie gut das Thema beim kleinen Leser ankommen wird.
Ich durfte aber relativ schnell feststellen, dass meine Vorbehalte der Geschichte gegenüber unbegründet waren. Denn der kleine Leser war von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache und hat begeistert zugehört. Außerdem wurde das Buch seitdem es in unser Regal einziehen durfte, immer wieder bewusst von ihm ausgewählt. Dies ist meiner Meinung nach, ein eindeutiges Zeichen, dass das Buch gut ankommt, denn über mangelnde Auswahl können wir uns nicht beschweren.
Nachdem Frau Schnecke die lange Reise ins Schneckenhaus-Fachgeschäft geschafft hat, lässt sie sich von der Verkäuferin ein Modell nach dem nächsten zeigen. Durch das quasi immer gleich ablaufende Schema ist es auch für jüngere Kinder einfach dem Verlauf der Handlung zu folgen. Die Auswahl der Häuser bzw. Gebäude fand ich sehr gut gewählt und auch für Kinder ist es ansprechend, nachvollziehbar und durchaus amüsant. Etwas irritierend fand ich zuerst, dass Frau Schnecke mit ihrem Mann in einem Postkarten Haus wohnt, wo sie doch beide ihr Haus immer auf dem Rücken mit sich herumtragen.
Durch die Szenen im Fachgeschäft wurde mir dann bewusst, dass das Schneckenhaus auf dem Rücken von Frau Schnecke mehr als Kleidungsstück zu betrachten ist. Daher erinnern mich die Szenen im Geschäft auch an eine Frau, die mehr oder weniger verzweifelt versucht, dass perfekte Outfit zu finden.
Die Illustrationen sind sehr ansprechend und besonders gut gefällt mir die Farbauswahl und -zusammenstellung. Obwohl das Buch sehr bunt ist, wurde auf allzu grelle und schreiende Farben verzichtet. Dadurch wirken die Bilder meiner Meinung nach besonders stimmungsvoll. Es gibt viele kleine Details zu entdecken und es macht einfach Spaß sich die Illustrationen anzuschauen. Die Illustrationen sind keinesfalls überladen und dennoch habe ich das Gefühl, dass ich bei jedem Lesen etwas Neues entdecken kann. Das Einzige, dass mir nicht so gut gefällt, ist die Darstellung der Verkäuferin. Denn hierbei sind der kleine Leser und ich uns nicht sicher, welches Tier, das darstellen soll.
Durch dieses Buch können Kinder auf spielerische und unterhaltsame Weise die verschiedensten Wohnmöglichkeiten und Gebäudetypen kennenlernen. Auf der anderen Seite vermittelt das Buch aber auch, dass es ganz normal ist, dass wir uns ab und zu nach etwas Neuem und Schönen sehnen. Manchmal kommt in uns einfach der Wunsch auf, dass wir das Alte unbedingt durch etwas Neues ersetzen müssen, denn neu ist immer besser. In diesem Buch lernen die Kinder aber auch, dass man die alten Dinge oft noch weiternutzen kann und vor allem meistens perfekt zu uns passen.
Natürlich ist mir bewusst, dass gerade jüngere Kinder diese Botschaft nicht auf Anhieb verstehen werden können. Aber ich denke, dass es keinesfalls schaden kann, diese Dinge bereits in jungen Jahren in das Bewusstsein von Kindern zu verankern.
Alles in allem ist dies ein wirklich liebevoll gestaltetes und hochwertiges Kinderbuch, dass ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ein Buch über das Nein-Sagen: Informativ, aber nicht immer unterhaltsam

Ups, ich darf auch Nein sagen
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„Nein“ zu sagen ist gar nicht so einfach, dass wissen Kinder, aber auch sehr viele Erwachsene tun sich mit dem Thema sehr schwer. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie es als Kind nie gelernt haben. Daher ...

„Nein“ zu sagen ist gar nicht so einfach, dass wissen Kinder, aber auch sehr viele Erwachsene tun sich mit dem Thema sehr schwer. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie es als Kind nie gelernt haben. Daher fand ich die Idee des Buches großartig und habe mich voller Freude an das Lesen bzw. eigentlich an das Vorlesen gemacht.
Ich habe dann allerdings recht schnell feststellen müssen, dass dies kein Buch ist, dass man einfach so vorlesen kann oder zumindest ich konnte es nicht. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es sich bei diesem Buch um eine Mischung aus Vorlesebuch und Erziehungsratgeber handelt. Manche Teile sind dann eben dafür gedacht, dass man sie mit dem Kind zusammenliest und manche Abschnitte sind „nur“ für die Eltern gedacht. Ich habe ein wenig gebraucht, um mich an dieses System zu gewöhnen. Ich habe mich dann dafür entschieden, dass ich das Buch zuerst einmal allein durchlese und danach erst mit dem Vorlesen beginne. Meiner Meinung nach ist dies das beste Vorgehen mit diesem Buch. Da man dann bereits auf die Themen vorbereitet ist und die einzelnen Geschichten mit dem Kind besser durchbesprechen kann.
Den Ratgeber Teil fand ich sehr interessant und informativ, wenn ich auch nicht in allen Punkten mit der Autorin konform gehe. Dies muss man aber auch nicht. Manche Dinge, die die Autorin Inke Hummel anspricht, waren für mich aber doch Augen öffnend. Ich habe auf jeden Fall sehr viel gelernt und versuche diese Dinge auch in den Alltag mit meinem kleinen Leser zu integrieren und ihm weiterzugeben.
Leider haben mich die Vorlesegeschichten nicht wirklich überzeugen und begeistern können. Meiner Meinung nach merkt man den Geschichten viel zu sehr den Erziehungsauftrag an. Dadurch wirkt alles zu konstruiert. An manchen Stellen waren die Geschichten auch sehr langatmig. Mir ist bewusst, wie wichtig und auch ernst das Thema „Nein sagen“ ist. Dennoch hatte ich mir einen größeren Unterhaltungswert der Geschichten erhofft. Mir ist bewusst, dass dies ein äußerst schwieriges Unterfangen ist. Das Problem, das ich hier sehe, ist, dass das Buch einfach nur ungern gelesen werden wird, da dem kleinen Leser die Geschichten nicht besonders gut gefallen haben. Dies ist aber sehr schade, da die Botschaft, die das Buch vermittelt wirklich wichtig und gut ist.
Auch wenn ich das Buch leider nur mittelmäßig bewerten kann, weil uns die Vorlesegeschichten nur bedingt gefallen haben, ist dies doch ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde. Meiner Meinung nach ist dies ein großartiges Buch für Kindergärten oder Volksschulen, wo die Kinder dann auch miteinander darüber diskutieren können.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ruhestand mit Plan: Was Gloria uns beibringt

Geld und Gloria - Rente ohne Roulette (Band 1)
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Über dieses Buch habe ich im Vorfeld schon viel gehört und es wird immer wieder mal in diversen Finanzforen als Lektüre empfohlen. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob es wirklich das richtige Buch ...

Über dieses Buch habe ich im Vorfeld schon viel gehört und es wird immer wieder mal in diversen Finanzforen als Lektüre empfohlen. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob es wirklich das richtige Buch für mich ist und habe daher diverse andere Ratgeber zum Thema Geld und Finanz gelesen. Manche davon konnte mich überzeugen und andere eher weniger.
Einer der Gründe, warum ich bezüglich dieses Buches unsicher war ist, dass ich in Österreich lebe und die Befürchtung hatte, dass die Informationen zu stark auf das deutsche Rentensystem zu geschnitten sind. Glücklicherweise habe ich mich dann doch für die Lektüre entschieden.
Mit nur 192 Seiten ist dieses Buch überraschend dünn und dennoch vollgestopft mit vielen wichtigen Informationen. Sehr spannend und auch äußerst ansprechend fand ich die Kombination aus Roman und Ratgeber. Wir dürfen in diesem Buch nämlich die Hauptperson Gloria begleiten, die versucht sich auf ihre Rente vorzubereiten. Durch die Romanform ist der Text angenehm zu lesen und es wird an keiner Stelle langweilig. Wenn man sich nicht damit aufhält als für einen selbst zu berechnen, wobei ich dieses Vorgehen nicht empfehlen würde, hat man das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.
Doch dies sollte man eben nicht machen. Auch wenn die ganzen Berechnungen und Zahlen auf den ersten Blick vielleicht abschreckend wirken können, ist dies das Berechnen und sich vorbereiten, genau der Grund, warum man dieses Buch liest.
Autorin Anette Weiß nimmt einen mit diesem Buch wirklich an der Hand und führt Schritt für Schritt durch die Zahlen, Rechnungen und Fakten. Allen Mathemuffeln und Formel-Phobikern kann ich hier auch gleich die Angst nehmen, denn die meisten Berechnungen werden mit Rechner aus dem Internet erstellt. Man braucht nur Schritt für Schritt der Anleitung folgen und seine Zahlen in den Rechner eingeben.
Wie erwartet gibt es einige Informationen zu dem Rentensystem in Deutschland, diese waren für mich zwar nicht relevant, aber dennoch interessant. Positiv hervorheben möchte ich aber, dass dieses Buch auch für Österreicher und Schweizer durchaus interessant und vor allem relevant ist. Denn auch wenn das Pensions- oder Rentensystem der Länder sich unterscheidet, so sind die Rechnungen von Anette Weiß für alle Personen zutreffend. Man muss sich dann nur mehr Gedanken machen, wo man diese Zahlen herbekommt.
Ich kann nun sehr gut verstehen, warum dieses Buch so häufig in Finanzgruppen und vor allem in weiblichen Finanzgruppen empfohlen wird. Auch ich stimme jetzt in diesen Lobgesang ein und werde das Buch gerne weiterempfehlen, vor allem an die jüngere Generation. Denn man kann gar nicht früh genug anfangen sich auf seinen Ruhestand vorzubereiten.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Mit gemischten Gefühlen durch den Schnee

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits ...

"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits Bücher von und mit Otto kennt, weiß bereits was ihn erwarten wird. Denn das Konzept ist im Großen und Ganzen immer das gleiche. Daher gleich mein Rat zu Beginn, wer bereits nicht so positive Erfahrungen mit Otto gemacht hat, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.
Unser erstes Abenteuer mit Otto war ein klein wenig durchwachsen. Die Geschichte selbst fanden wir zwar sehr schön und auch interessant, aber ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell abgehandelt wurde. Ich schob dies damals auf den Fakt, dass im dritten Teil gleich drei Länder bereist und damit beschrieben wurden. Daher habe ich mir von diesem Buch mehr erhofft. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht wirklich erfüllt.
Mittlerweile bin ich mir relativ sicher, dass dies einfach ein Teil von Madlen Ottenschlägers Stil ist. Die Übergänge von einer Seite zur nächsten sind manchmal äußerst sprunghaft und man hat das Gefühl, dass man eine Seite überblättert hat. Inzwischen habe ich mich zwar an den Stil gewöhnt, so richtig begeistert davon bin ich aber nicht. Mir wäre oft lieber, wenn das eine oder andere Themen weggelassen, dafür der Rest ausführlicher beschrieben worden wäre.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle wieder die äußerst gelungenen Illustrationen von Stefanie Reich. Die Bilder sind stimmungsvoll und es kam bei uns definitiv Weihnachtsstimmung auf. Die gedeckten Farben passen wieder wunderbar ins Gesamtkonzept und das ganze Buch strahlt einen unvergleichlichen Retrocharme aus, so wie eben Otto selbst auch.
Madlen Ottenschläger hält sich in diesem Buch mit den Beschreibungen der Reiseroute sehr zurück. Dies finde ich sehr schade, denn wir hätten gerne mehr über Finnland erfahren und wo die Familie genau unterwegs ist. Dafür gibt sie den finnischen Traditionen und Bräuchen viel Raum. Und natürlich auch dem Thema Weihnachten. So darf natürlich ein Besuch im Dorf des Weihnachtsmannes nicht fehlen. Herausfordernd, aber auch sehr authentisch, fand ich, dass die Autorin an vielen Stellen finnische Begriffe verwendet.
Beim vorherigen Otto Buch hatten der kleine Leser und ich eine geteilte Meinung. Da mich die Sprunghaftigkeit in der Erzählung doch sehr störte griff ich nicht gerne zu dem Buch. Der kleine Leser hat es aber immer wieder aus dem Regal herausgeholt und wollte es vorgelesen bekommen. Was ich dann natürlich auch getan habe.
Dieses Mal sind wir aber beide nicht wirklich begeistert, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass bereits der Einstieg in das Buch ein wenig holprig ist. Eine sanfte Einführung wie im vorherigen Band sucht man hier nämlich vergeblich. Denn Otto, Mama Rike, Papa Jakob und Anton sind bereits auf dem Weg nach Finnland, wenn wir zu ihnen stoßen. Ich denke, dass dies alles dazu führt, dass das Buch eher ein trauriges Dasein im Bücherregal des kleinen Lesers fristen muss.
Als Fazit kann ich sagen, dass Freunde von Otto auch in diesem Band wieder voll auf ihre Kosten kommen werden, da sich das Duo Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich mehr oder weniger an das gewohnte Konzept haltet.
Wir waren zwar gerne ein zweites Mal mit Otto auf Reisen, musste dabei aber einige Abstriche in Kauf nehmen. Daher bezweifle ich, dass wir Otto noch auf weiteren Reisen begleiten werden.

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