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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Ruhestand mit Plan: Was Gloria uns beibringt

Geld und Gloria - Rente ohne Roulette (Band 1)
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Über dieses Buch habe ich im Vorfeld schon viel gehört und es wird immer wieder mal in diversen Finanzforen als Lektüre empfohlen. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob es wirklich das richtige Buch ...

Über dieses Buch habe ich im Vorfeld schon viel gehört und es wird immer wieder mal in diversen Finanzforen als Lektüre empfohlen. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob es wirklich das richtige Buch für mich ist und habe daher diverse andere Ratgeber zum Thema Geld und Finanz gelesen. Manche davon konnte mich überzeugen und andere eher weniger.
Einer der Gründe, warum ich bezüglich dieses Buches unsicher war ist, dass ich in Österreich lebe und die Befürchtung hatte, dass die Informationen zu stark auf das deutsche Rentensystem zu geschnitten sind. Glücklicherweise habe ich mich dann doch für die Lektüre entschieden.
Mit nur 192 Seiten ist dieses Buch überraschend dünn und dennoch vollgestopft mit vielen wichtigen Informationen. Sehr spannend und auch äußerst ansprechend fand ich die Kombination aus Roman und Ratgeber. Wir dürfen in diesem Buch nämlich die Hauptperson Gloria begleiten, die versucht sich auf ihre Rente vorzubereiten. Durch die Romanform ist der Text angenehm zu lesen und es wird an keiner Stelle langweilig. Wenn man sich nicht damit aufhält als für einen selbst zu berechnen, wobei ich dieses Vorgehen nicht empfehlen würde, hat man das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.
Doch dies sollte man eben nicht machen. Auch wenn die ganzen Berechnungen und Zahlen auf den ersten Blick vielleicht abschreckend wirken können, ist dies das Berechnen und sich vorbereiten, genau der Grund, warum man dieses Buch liest.
Autorin Anette Weiß nimmt einen mit diesem Buch wirklich an der Hand und führt Schritt für Schritt durch die Zahlen, Rechnungen und Fakten. Allen Mathemuffeln und Formel-Phobikern kann ich hier auch gleich die Angst nehmen, denn die meisten Berechnungen werden mit Rechner aus dem Internet erstellt. Man braucht nur Schritt für Schritt der Anleitung folgen und seine Zahlen in den Rechner eingeben.
Wie erwartet gibt es einige Informationen zu dem Rentensystem in Deutschland, diese waren für mich zwar nicht relevant, aber dennoch interessant. Positiv hervorheben möchte ich aber, dass dieses Buch auch für Österreicher und Schweizer durchaus interessant und vor allem relevant ist. Denn auch wenn das Pensions- oder Rentensystem der Länder sich unterscheidet, so sind die Rechnungen von Anette Weiß für alle Personen zutreffend. Man muss sich dann nur mehr Gedanken machen, wo man diese Zahlen herbekommt.
Ich kann nun sehr gut verstehen, warum dieses Buch so häufig in Finanzgruppen und vor allem in weiblichen Finanzgruppen empfohlen wird. Auch ich stimme jetzt in diesen Lobgesang ein und werde das Buch gerne weiterempfehlen, vor allem an die jüngere Generation. Denn man kann gar nicht früh genug anfangen sich auf seinen Ruhestand vorzubereiten.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Mit gemischten Gefühlen durch den Schnee

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits ...

"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits Bücher von und mit Otto kennt, weiß bereits was ihn erwarten wird. Denn das Konzept ist im Großen und Ganzen immer das gleiche. Daher gleich mein Rat zu Beginn, wer bereits nicht so positive Erfahrungen mit Otto gemacht hat, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.
Unser erstes Abenteuer mit Otto war ein klein wenig durchwachsen. Die Geschichte selbst fanden wir zwar sehr schön und auch interessant, aber ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell abgehandelt wurde. Ich schob dies damals auf den Fakt, dass im dritten Teil gleich drei Länder bereist und damit beschrieben wurden. Daher habe ich mir von diesem Buch mehr erhofft. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht wirklich erfüllt.
Mittlerweile bin ich mir relativ sicher, dass dies einfach ein Teil von Madlen Ottenschlägers Stil ist. Die Übergänge von einer Seite zur nächsten sind manchmal äußerst sprunghaft und man hat das Gefühl, dass man eine Seite überblättert hat. Inzwischen habe ich mich zwar an den Stil gewöhnt, so richtig begeistert davon bin ich aber nicht. Mir wäre oft lieber, wenn das eine oder andere Themen weggelassen, dafür der Rest ausführlicher beschrieben worden wäre.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle wieder die äußerst gelungenen Illustrationen von Stefanie Reich. Die Bilder sind stimmungsvoll und es kam bei uns definitiv Weihnachtsstimmung auf. Die gedeckten Farben passen wieder wunderbar ins Gesamtkonzept und das ganze Buch strahlt einen unvergleichlichen Retrocharme aus, so wie eben Otto selbst auch.
Madlen Ottenschläger hält sich in diesem Buch mit den Beschreibungen der Reiseroute sehr zurück. Dies finde ich sehr schade, denn wir hätten gerne mehr über Finnland erfahren und wo die Familie genau unterwegs ist. Dafür gibt sie den finnischen Traditionen und Bräuchen viel Raum. Und natürlich auch dem Thema Weihnachten. So darf natürlich ein Besuch im Dorf des Weihnachtsmannes nicht fehlen. Herausfordernd, aber auch sehr authentisch, fand ich, dass die Autorin an vielen Stellen finnische Begriffe verwendet.
Beim vorherigen Otto Buch hatten der kleine Leser und ich eine geteilte Meinung. Da mich die Sprunghaftigkeit in der Erzählung doch sehr störte griff ich nicht gerne zu dem Buch. Der kleine Leser hat es aber immer wieder aus dem Regal herausgeholt und wollte es vorgelesen bekommen. Was ich dann natürlich auch getan habe.
Dieses Mal sind wir aber beide nicht wirklich begeistert, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass bereits der Einstieg in das Buch ein wenig holprig ist. Eine sanfte Einführung wie im vorherigen Band sucht man hier nämlich vergeblich. Denn Otto, Mama Rike, Papa Jakob und Anton sind bereits auf dem Weg nach Finnland, wenn wir zu ihnen stoßen. Ich denke, dass dies alles dazu führt, dass das Buch eher ein trauriges Dasein im Bücherregal des kleinen Lesers fristen muss.
Als Fazit kann ich sagen, dass Freunde von Otto auch in diesem Band wieder voll auf ihre Kosten kommen werden, da sich das Duo Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich mehr oder weniger an das gewohnte Konzept haltet.
Wir waren zwar gerne ein zweites Mal mit Otto auf Reisen, musste dabei aber einige Abstriche in Kauf nehmen. Daher bezweifle ich, dass wir Otto noch auf weiteren Reisen begleiten werden.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein Platz im Herzen – Mit Hase und Igel durch emotionale Herbstgeschichten

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln
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Obwohl es von Hase und Igel, den beiden ungleichen Freunden, schon einige Bücher gibt, sind wir bis dato noch nie mit ihnen in Berührung gekommen. Dies hat sich nun geändert und die beiden haben sich einen ...

Obwohl es von Hase und Igel, den beiden ungleichen Freunden, schon einige Bücher gibt, sind wir bis dato noch nie mit ihnen in Berührung gekommen. Dies hat sich nun geändert und die beiden haben sich einen Platz in unserem Herzen erobert, wenn auch mit einem etwas holprigem Start.
Der erste Eindruck des Buches war durchwegs positiv. Das Cover vermittelt bereits einen sehr guten Eindruck in welchem Stil die Illustrationen des Buches sein werden. Grelle und schreiende Farben sucht man hier vergeblich, dafür bekommt man liebe- und stimmungsvolle Bilder, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Die Tiere sind sehr realistisch dargestellt und es kommen nie Zweifel auf um welches Tier es sich denn handelt. Die gedämpften Farben passen hervorragend zu den Geschichten und vermitteln eine wundervolle und kuschlige Herbststimmung.
Im Buch sind elf Geschichten enthalten die sich, je nach Alter des Kindes, entweder zum Vorlesen oder auch zum Selbstlesen eignen. Aufgrund des Titels „Geschichten zum Einkuscheln“ dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um ein Gute Nacht Buch handeln würde. Allerdings musste ich feststellen, dass es sich, zumindest für uns, eher um ein Buch für einen kuschligen Nachmittag handelt. Ich habe es zwar als Einschlafbuch probiert, allerdings wurde dies am zweiten Tag vom kleinen Leser kategorisch abgelehnt. So schade ich dies auch fand, kann ich den kleinen Leser doch auch verstehen.
Viele der Geschichten beginnen mit einem melancholischen und träumerischen Unterton und auch die Themen, die behandelt werden, sind nicht ganz einfach. Denn es geht um Angst, Wut, um Unsicherheiten, Trauer, aber natürlich auch um Zusammenhalt und Freundschaft. Gerade für sehr feinfühlige Kinder können diese Themen gerade vor dem Schlafengehen zu aufwühlend sein. Das Buch bietet viel Raum für Gespräche mit dem Kind, man kann die Geschichten aber natürlich auch einfach nur lesen und wirken lassen.
Besonders hervorheben möchte ich, dass der Autor Michael Engler in diesem Buch zwar viele emotional schwierige Themen anspricht, dies aber auf eine sehr feinfühlige und kindgerechte Art und Weise macht. Es gibt weder einen erhobenen Zeigefinger noch wird einem alles mit dem Holzhammer eingetrichtert. Die Geschichten sind zauberhaft, durchdacht und auch für Erwachsenen ansprechend, berührend und lehrreich.
Die Altersempfehlung des Buches ist mit 5 Jahren angegeben und dies finde ich sehr passend. Der kleine Leser unterschreitet das empfohlene Lesealter deutlich und ich habe gemerkt, dass der Erklärungs- und Redebedarf nach dem Lesen sehr groß war. Ich möchte damit sagen, dass man das Buch durchaus auch mit jüngeren Kindern lesen kann, allerdings sollte man sich auf jedem Fall im Anschluss die Zeit nehmen, um das Gelesene mit dem Kind zu besprechen.
Normalerweise gebe ich kein Statement zum Preis eines Buches ab. In diesem Fall möchte ich allerdings eine Ausnahme machen, da ich über den im Vergleich niedrigen Preis überrascht und begeistert bin. Vor allem wenn man die hochwertige Verarbeitung des Buches berücksichtigt und die Länge der einzelnen Geschichten. Außerdem ist dies meiner Meinung nach ein Mitwachsbuch. Damit meine ich, dass dies ein Buch ist, dass ein Kind sehr lange durch die Kindheit begleiten kann, ohne langweilig zu werden. Je nach Alter des Kindes wird es die angesprochenen Themen anders auffassen und verarbeiten, aber immer eine Menge daraus lernen und nicht zu vergessen, eine kuschlige Zeit haben.
Trotz eines etwas holprigen Starts mit dem Buch sind wir mittlerweile absolut begeistert und ich möchte dieses Buch wirklich aus ganzem Herzen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Wenn Freundschaft nicht auf Anhieb klappt

Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern
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Das bunte Cover mit dem lustigen und interessanten Löwen auf dem Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Als ich dann den Titel gelesen und bemerkt habe, dass es in diesem Buch um das Thema Freundschaften ...

Das bunte Cover mit dem lustigen und interessanten Löwen auf dem Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Als ich dann den Titel gelesen und bemerkt habe, dass es in diesem Buch um das Thema Freundschaften schließen geht, wusste ich sofort, dass dieses Buch in unserem Bücherregal einziehen muss. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist auch noch, dass Pina Gertenbach für die Illustrationen zuständig war. Ihr Buch „Schokotorte für alle“ durfte bereits früher in diesem Jahr bei uns einziehen und hat sowohl den kleinen Leser wie auch uns Erwachsene begeistert.
Pina Gertenbachs Illustrationsstil ist unglaublich farbenfroh, strahlend und leuchtend. Die Bilder strahlen viel Wärme aus und bestechen durch kleine liebevolle Details. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Bilder auch ohne Worte bereits die Geschichte erzählen. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind ausdrucksstark und auch für kleinere Kinder gut verständlich. Sehr interessant finde ich, dass die Tiere einerseits sehr realistisch dargestellt sind, so dass man, im Gegensatz zu anderen Büchern, nie raten muss um welches Tier es sich handelt. Andererseits nimmt Pina sich ein wenig künstlerische Freiheit heraus. In diesem Fall kommt der Löwe, der Hauptcharakter des Buches, mit einer pinken Mähne daher.
Doch nicht nur die Illustrationen sind in diesem Buch ein absoluter Volltreffer, sondern auch die Geschichte. Der Löwe ist gerade in eine neue Wohnung gezogen und muss feststellen, dass er sich einsam fühlt. Deswegen macht er sich auf die Suche nach Freunden. Mit den besten Absichten im Gepäck stürzt er sich im wahrsten Sinne des Wortes auf jedes Tier, das ihm begegnet. Das dabei auch das eine oder andere schief geht, ist fast selbstverständlich. Es ist wirklich äußerst lustig den Löwen dabei zu beobachten, wie er versucht Freunde zu finden, aber auch ein wenig traurig, wenn man merkt, dass er trotz seiner guten Vorsätze viele Probleme damit hat. Der kleine Leser war von Anfang an mit Feuereifer bei der Geschichte dabei und hat an vielen Stellen herzhaft lachen müssen.
Das empfohlene Lesealter des Buches wird vom Baumhaus Verlag mit 4 Jahren angegeben. Meiner Meinung nach kann dieses Buch aber auch mit jüngeren Kindern gelesen werden, vor allem wenn das Kind bereits Bücher mit einer etwas größeren Textmenge gewohnt ist. Hier wurde das Buch mit dem 2,5-jährigen kleinen Leser gelesen. Dieser hatte weder Schwierigkeiten mit der Länge der Geschichte noch mit dem Verständnis.
Dieses Buch zeigt auf charmante und liebevolle Weise, dass es nicht immer leicht ist, auf andere zuzugehen und Freundschaften zu schließen. Auch wenn man die besten Absichten hat und es eigentlich nur gut meint, kann dies beim Gegenüber anders ankommen. Missverständnisse und Fehler gehören einfach zum Leben dazu. Die Frage ist immer nur wie man mit diesen Dingen umgeht. Autorin Lucy Astner gibt kindgerechte Antworten auf diese Fragen, ohne dabei den erhobenen Zeigefinger auszupacken.
Der Baumhaus Verlag hat es wieder einmal geschafft, ein Kinderbuch auf den Markt zu bringen, bei dem das Gesamtkonzept einfach stimmig ist. Grandiose Illustrationen, eine unterhaltsame Geschichte und eine wertvolle Botschaft. Es macht einfach unglaublich viel Spaß dieses Buch vorzulesen, wie auch dieses Buch vorgelesen zu bekommen.
Obwohl der kleine Leser ein sehr gut gefülltes Bücherregal hat, wird regelmäßig dieses Buch ausgesucht. Dies sagt meiner Meinung nach bereits am meisten aus. Daher möchte ich abschließend nur noch einmal sagen, dass ich dieses Buch wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Für Fans und Anfänger – Fortgeschrittene bitte weiterblättern

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Prinzipiell koche ich sehr gerne und nehme mir auch gerne ausreichend Zeit dafür. Leider lässt der Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen dies nicht immer zu. In solchen Situationen bleiben ...

Prinzipiell koche ich sehr gerne und nehme mir auch gerne ausreichend Zeit dafür. Leider lässt der Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen dies nicht immer zu. In solchen Situationen bleiben drei Möglichkeiten: Man greift zu fertig Produkten, man isst außer Haus bzw. lässt sich außer Haus Essen liefern oder man findet schnelle Rezepte. Da ich die letzte der drei Varianten bevorzuge und immer wieder auf der Suche nach schmackhaften und schnellen Rezepten bin, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden.
Der erste Eindruck des Buches war auch sehr positiv. Mir gefällt die klare Einteilung in die drei Kategorien morgens, mittags und abends. Auch das jedes Rezept mit einem ansprechenden Bild dargestellt ist vermittelt einen guten Eindruck. Doch beim genaueren Hinschauen und vor allem Nachkochen der Rezepte sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die meine Euphorie ein wenig gedämpft haben.
In dem Großteil der pikanten Frühstücksrezepte werden Eier verwendet. An sich habe ich kein Problem mit Eiern, versuche aber die Eiermenge pro Woche in Grenzen zu halten. Die meisten der vorgestellten Rezepte waren für mich jetzt auch keine besondere Offenbarung oder etwas völlig Neuartiges. Steffen Henssler fühlt sich sogar bemüßigt die Zubereitung von weichgekochten Eiern und Spiegeleier als Rezept aufzuführen. Die meisten Rezepte dieses Kapitels würde ich persönlich als mehr oder weniger bekannte Klassiker titulieren, an der einen oder anderen Stelle wurden sie von dem beliebten Fernsehkoch ein wenig aufgepeppt.
Für die Mittagsrezepte wechselt Steffen Henssler dann seine Lieblingszutat. Hier gibt es weniger Eier, dafür sehr viel Fleisch und Käse. An dieser Stelle muss ich aber auch dazu sagen, dass einige vegetarische Gerichte vorhanden sind und diese auch mit einem Veggie Symbol extra gekennzeichnet sind. Wobei ich denke, dass es für Vegetarier bessere Bücher gibt, die eine größere Auswahl an Rezepten bieten. Was ich persönlich schade finde, ist, dass sich meiner Meinung nach nur sehr wenige der Mittagsrezepte zum Mitnehmen und Aufwärmen eignen. Steffen Henssler schreibt im Mittagswissen zum Thema Kantinen-Food, das in Deutschland täglich rund 14 bis 18 Millionen Menschen in einer Kantine essen. Da hätte es sich meiner Meinung nach angeboten, wenn man mehr mitnehmtaugliche Rezepte als Alternative zum Kantinenessen in das Buch aufgenommen hätte.
Die Rezepte für das Abendessen unterscheiden sich, vor allem, was die Lieblingszutaten betrifft, nur geringfügig vom Mittag. Dafür sind die Rezepte ein wenig aufwändiger, die Zutaten ein wenig teurer und auch für die Bewirtung von Gästen geeignet.
Sehr gut gefällt mir, dass die Mengenangaben immer für zwei Personen sind. Weniger gut finde ich dafür, dass auf eine Nährstoffangabe verzichtet wurde. Die Zeitangaben in Kochbüchern sind meiner Erfahrung nach, eher sportliche Richtwerte und in den wenigstens Fällen wirklich zutreffend. Vor allem ungeübte Köche sollten etwas mehr Zeit einplanen.
Die Zutatenlisten der Rezepte haben bei mir an mancher Stelle für Verwunderung gesorgt. Denn bei den Spinatspätzle zum Beispiel fehlt unter der Zutatenliste zum Beispiel das Mehl. Dieses wird bei den "Außerdem" Zutaten aufgeführt und die Mengenangabe findet man erst, wenn man sich das Rezept komplett durchliest.
Im Vorwort schreibt Steffen Henssler "Es war wieder mal Zeit für ein neues Kochbuch".
Und ich finde, dass sagt bereits alles, was man über dieses Buch wissen muss, es geht ums Geld. Meiner Meinung nach richtet sich dieses Buch vor allem an Fans des Koches oder an Kochneulinge, die noch über keinen großen Fundus an Rezepten und Wissen verfügen.

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