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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Wertvolle Botschaften, leuchtende Bilder – leider ohne erzählerischen Tiefgang

Wir schaffen das, kleines Faultier!
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Gleich zu Beginn möchte ich die ansprechende Optik und Haptik des Buches hervorheben. Denn das Buch ist in DIN A4 Format gehalten, ist wertig gebunden und Titel und Autor sind mit Goldfolie versehen. Für ...

Gleich zu Beginn möchte ich die ansprechende Optik und Haptik des Buches hervorheben. Denn das Buch ist in DIN A4 Format gehalten, ist wertig gebunden und Titel und Autor sind mit Goldfolie versehen. Für die Seiten wurde zu meiner großen Freude auch nicht das dünnste Papier verwendet, so dass man auch bei kleinen und noch etwas ungeschickten Händen nicht ständig Angst haben muss, dass sie die Seiten beim Umblättern beschädigen.
Die Illustrationen sind großartig, ausdrucksstark und stimmungsvoll. Es wurde vornehmlich zu kräftigen Farben gegriffen, so dass man das Gefühl hat, dass die Bilder wirklich strahlen und leuchten. Die eine oder andere Szene könnte ich mir auch gut als Poster im Kinderzimmer vorstellen. Der Stil der Zeichnungen ist eine Mischung aus realistisch und verspielt. Damit meine ich, dass die Tiere sehr realistisch dargestellt sind und auch für kleinere Leser klar und deutlich erkennbar sind. Die Hintergründe sind in einem eher verspielten und verwaschenen Stil dargestellt. Dadurch heben sich die vielen kleinen Details auch sehr gut vom Hintergrund ab. Dem kleinen Leser macht es besonders viel Spaß auf jeder Seite Schnecki, die Freundin und Gehilfin vom Faultier zu suchen. Besonders gut gefallen hat dem kleinen Leser, dass auch Schnecki einen Motorradhelm trägt, als Faultier und Schnecki zusammen mit der Vespa unterwegs sind.
Die Kernaussage oder besser Kernaussagen des Buches haben mich auch angesprochen und ich empfinde es auch als sehr wichtige Botschaften. Denn in diesem Buch geht es um Zusammenhalt, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Alles meiner Meinung nach wichtige Dinge, die man nicht früh genug lernen kann.
Außerdem möchte ich dem Autor Chris Saunders auch noch ein Lob aussprechen, dass er so ungewöhnliche Helden für sein Buch gewählt hat. Denn immerhin geht es in diesem Buch um einen Eilauftrag für eine Überraschungstorte. Und weder die Schnecke noch das Faultier sind für ihr rasantes Tempo berühmt.
Allerdings muss ich leider auch ein wenig Kritik an der Geschichte üben. Denn auch wenn mich das Buch optisch sehr anspricht, muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen konnte. Den kleinen Leser übrigens auch nicht und dessen Meinung ist in diesem Fall sogar noch wichtiger, immerhin gehört er zur eigentlichen Zielgruppe des Buches. Die Geschichte hat einige Schwächen und viele Fragen bleiben leider offen bzw. muss man sich vieles mit Hilfe der Bilder zusammenreimen. Im Vergleich zu anderen Büchern fehlt der Geschichte einfach das gewisse etwas.
Alles in allem kann ich dem Buch leider nur eine mittelmäßige Bewertung geben. Da ich zwar von der Optik und der Aussage des Buches restlos begeistert bin, aber das Gesamtkonzept einfach nicht stimmig ist.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Von Buns, Bowls & Begeisterung – Ein Kochbuch mit Geschmack

Goldstücke – Die Hans im Glück Burger, Bowls und Drinks
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Bücher und Kochen zählt definitiv zu meinen Leidenschaften. Daher freue ich mich immer, wenn ich ein neues Kochbuch entdecke. Für mich ist ein gutes Kochbuch mehr als eine schnöde Sammlung von Rezepten. ...

Bücher und Kochen zählt definitiv zu meinen Leidenschaften. Daher freue ich mich immer, wenn ich ein neues Kochbuch entdecke. Für mich ist ein gutes Kochbuch mehr als eine schnöde Sammlung von Rezepten. Denn ein gutes Kochbuch besticht durch eine ansprechende Optik, interessante Rezepte und appetitanregende Bilder. Wirklich gut ist es dann, wenn man es nicht nur zur Hand nimmt, wenn man wirklich etwas Kochen möchte, sondern auch wenn man einfach nur ein wenig schmökern möchte.
Der erste Eindruck des Buches war bereits sehr gut. Die Aufteilung der Rezepte war für mich klar, strukturiert und ansprechend. So widmet sich das Buch zuerst einmal den Basics, hier werden verschiedene Buns und eine Standardsauce vorgestellt. Das es nur eine Sauce gibt, hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert, bis ich festgestellt habe, dass es weiter hinten im Buch noch eine Vielzahl an Saucenrezepten vorhanden sind.
Besonders gut gefällt mir, dass neben den klassischen Rindfleischburgern, von denen ich persönlich kein Fan bin, auch noch eine Vielzahl an alternativen Pattys vorgestellt wird. So findet meiner Meinung nach in diesem Buch jeder etwas nach seinem Geschmack, egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan. Die meisten Burgerkochbücher beschränken sich meistens leider auf diverse Fleischvarianten und bieten, wenn man Glück hat eine vegetarische Alternative, meistens das klassische Gemüselaibchen an. Die hier vorgestellten vegetarischen und veganen Alternativen sind allerdings so schmackhaft, dass sich auch eingeschworene Fleischtiger darauf gestürzt haben.
Natürlich gibt es auch ein umfangreiches Kapitel zu den Beilagen, denn meistens möchte man ja auch etwas zu seinem Burger dazu essen. Auch hier gab es neben den klassischen Beilagen wieder einige positive Überraschungen. Und falls man mal keine Lust auf Burger hat, wird man sicher im Kapitel Salate und Bowls fündig.
Abgerundet wird das Buch dann noch durch ein Cocktails & Drinks Kapitel. Hier möchte ich besonders hervorheben, dass es auch eine große Anzahl an alkoholfreien Drinks gibt, die wirklich eine schmackhafte Alternative zu den klassischen Cocktails darstellen.
Die Rezepte sind sehr übersichtlich aufgebaut und jedes Rezept wird auch durch ein Bild gezeigt. Das wirklich jedes Rezept bildlich dargestellt wird, finde ich sehr positiv, leider ist dies ja nicht in jedem Kochbuch der Fall. Die Bilder sind sehr ansprechend und machen Lust darauf, dass Rezept nachzukochen. Auf eine Angabe der Nährstoffzusammensetzung und der Kalorien der Gerichte wird in diesem Buch allerdings verzichtet. Dies nur als kleiner Hinweise für all jene, denen dieser Punkt bei einem Kochbuch wichtig ist.
Durch die kunterbunte Mischung an klassischen und modernen Rezepten und der Vielfalt der Gerichte hat mich dieses Buch wirklich begeistert. Das Nachkochen ist einfach und gelingt gut, wenn man sich an die Hinweise im Buch hält. Ich möchte dieses Buch all jenen ans Herz legen, die mehr als nur den klassischen Rindfleisch Burger machen wollen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Energien reinigen statt Schafe zählen

Einschlafrituale für dein Kind
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Ich denke, ich wage mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass für die meisten Eltern das Thema Schlafen ein sehr wichtiges ist. Ein Kind das nicht (ein-) schlafen kann, führt unweigerlich ...

Ich denke, ich wage mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass für die meisten Eltern das Thema Schlafen ein sehr wichtiges ist. Ein Kind das nicht (ein-) schlafen kann, führt unweigerlich dazu, dass auch die Eltern nicht schlafen können. In den meisten Fällen geht es da auch nicht um nur eine Nacht mit wenig Schlaf, sondern es wird zu einem Dauerzustand. Und dann versteht man plötzlich auch, warum Schlafentzug als Foltermethode gilt.
Mein kleiner Leser hat bereits seit Geburt an FOMO (Fear of missing out), also die Angst irgendetwas verpassen zu können. Daher wehrt er sich mit Händen und Füssen gegen den Schlaf und das ins Bett bringen ist für alle eine große Herausforderung. Daher habe ich mit großem Interesse dieses Buch gelesen, da ich die Hoffnung hatte, hier etwas Neues zu lernen.
Der erste Eindruck des Buches war durchaus auch sehr gut. Die Aufteilung des Buches klang durchdacht, da die Autorin sich zuerst allgemein dem Thema Schlaf widmet und sich danach intensiver mit den Bedürfnissen und möglichen Ritualen der Kinder in verschiedenen Altersklassen beschäftigt. Obwohl mich manche Altersbereiche nicht mehr oder noch nicht interessieren, habe ich das Buch von vorne bis hinten durchgelesen.
Der erste Teil, also die allgemeinen und meist wissenschaftlich fundierten Informationen zum Thema Schlaf haben mir gut gefallen und ich habe sie interessiert gelesen. Da ich aber bereits einige Literatur zu dem Thema gewälzt habe, war für mich persönlich nicht mehr besonders viel Neues dabei. Jemand der sich zum ersten Mal mit dieser Thematik auseinandersetzt, kann hier allerdings viel lernen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und auch die wissenschaftlichen Fakten werden ansprechend und nicht trocken erklärt. Doch bereits hier merkt man, dass die Autorin ein Faible für Esoterik und Spiritualität hat. Daher möchte ich an dieser Stelle gleich anmerken, wer mit diesen Themen nichts anfangen kann, sollte meiner Meinung nach, die Finger von diesem Buch lassen.
Nach der allgemeinen Einführung geht es gezielt um Einschlafrituale für Kinder zwischen 0 und 10 Jahren. Die Kapitel sind an sich sehr gut gegliedert und zeigen verschiedene Möglichkeiten auf wie man seinem Kind helfen kann, den Tag abzuschließen und leichter in den Schlaf zu finden. Sehr viele der Rituale haben allerdings einen spirituellen oder esoterischen Touch. Nach dem Einführungskapitel habe ich so etwas in der Art schon befürchtet. Es geht sehr viel um den Energieaustausch zwischen Eltern und Kind und darum, wie man als Eltern seine Energie reinigen und zur Ruhe bringen muss, bevor man das Kind ins Bett bringt. Mit gewissen Ansätzen von Autorin Ksenija Rodos kann ich mich auch noch anfreunden, aber alles in allem, war mir das Ganze als wissenschaftlich geprägter Mensch ein wenig zu viel des Guten.
Ich denke, dass dieses Buch sich vor allem an werdende Eltern richtet, die noch wenig Erfahrung mit dem Thema haben. All jene, die sich bereits ein wenig oder intensiver mit dem Thema beschäftigt haben, werden hier kaum etwas Neues erfahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesem Buch eine bessere Bewertung gegeben hätte, wenn ich es gelesen hätte, bevor der kleine Leser auf die Welt gekommen ist.
So muss ich leider eine mittelmäßige Bewertung abgeben, da der Zugewinn an Informationen sich bei mir persönlich in Grenzen hält und ich mich mit den spirituellen Inhalten zur sehr bedingt identifizieren konnte.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Mit Sauerteig auf Du und Du – dank Christina Bauer

Einfach backen mit Sauerteig
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Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Christina Bauer und ihren Rezepten. Daher bin bereits sehr voreingenommen an dieses Buch herangegangen. Denn ich war mir eigentlich sicher, dass mir ...

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Christina Bauer und ihren Rezepten. Daher bin bereits sehr voreingenommen an dieses Buch herangegangen. Denn ich war mir eigentlich sicher, dass mir dieses Buch gefallen wird. Glücklicherweise hat mich mein Gefühl auch nicht getäuscht.
Ich backe leidenschaftliche gerne, wenn ich auch leider in der letzten Zeit nicht mehr so oft dazu komme, wie ich es gerne möchte. Meistens sind es immer wieder die gleichen Rezepte, bei denen ich weiß, dass sie gelingen und allen gut schmecken. Trotzdem bleibt der Wunsch wieder mal etwas Neues auszuprobieren und vor allem sich mal in unbekannte Gebiete vorzuwagen.
Natürlich habe ich es schon einmal mit einem Sauerteig probiert und gebe ganz ehrlich zu, dass das Ergebnis mich nicht wirklich überzeugen konnte. Nach der Lektüre von Christinas Buch weiß ich zumindest, was ich falsch gemacht habe. Sauerteig ist für mich noch immer der Endgegner, denn auch mit Christinas Buch ist es mir noch nicht gelungen ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Dies liegt aber weder an Christina Bauer noch an ihren Rezepten, sondern ist einzig und allein meine Schuld.
Dieses Buch ist mehr als nur eine weitere Rezeptsammlung. Denn bevor es überhaupt ans Backen geht, gibt es eine sehr umfangreiche und informative Einführung in die Welt des Sauerteigs. Diese richtet sich natürlich eher an Anfänger wie mich, doch ich bin mir relativ sicher, dass auch bereits erfahrene Sauerteig-Bäcker noch das eine oder andere lernen können. Dieser Informationsteil besticht durch klarverständliche und einfache Erklärungen und setzt meiner Meinung nach kein Vorwissen vorraus. Christina Bauer nimmt einen hier wirklich an der Hand und führt Schritt für Schritt durch.
Das gleiche gilt auch für den Rezeptteil. Hierbei hat mir besonders gut gefallen, dass es neben einer großen Fülle an klassischen Sauerteigrezepten, wie Brot und Kleingebäck auch eine weitere Vielzahl an Dingen gibt, die man mit Hilfe von Sauerteig herstellen kann. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Pizza und Focaccia Rezepte enthalten sind, denn beides habe ich auswärts bereits mit großem Genuss verspeist. Sehr überraschend war für mich aber der zwar sehr kleine, aber doch vorhandene Teil mit dem Süßgebäck. Dies war mir bis zu dem Zeitpunkt nämlich völlig unbekannt, dass man auch Süßspeisen mit Sauerteig herstellen kann. Sobald ich ein wenig sicherer im Umgang mit Sauerteig bin, werde ich mich sicher an den Strietzel und die Zimtknoten heranwagen.
Die Rezepte sind ebenfalls sehr übersichtlich dargestellt und man sieht auf den ersten Blick, welche Zutaten für das jeweilige Gebäckstück benötigt werden. Garniert ist das Ganze dann noch mit appetitanregenden und sehr schönen Fotos. Eine Neuheit war für mich, dass Uhrzeiten bei den einzelnen Arbeitsschritten angegeben sind. Dies finde ich sehr hilfreich und erleichtert das Planen der Arbeit. Denn eines darf man nicht vergessen, mit Sauerteig zu arbeiten verlangt deutlich mehr Planung und Zeitmanagement als das Arbeiten mit Germ (Hefe). Wie Christina Bauer selbst in ihrem Buch schreibt: Sauerteig braucht Zeit – wie die besten Dinge im Leben eben auch.
Mich hat Christina Bauer auch mit diesem Backbuch wieder absolut überzeugen können. Auch wenn meine Ergebnisse noch nicht perfekt sind, hat sie es geschafft, mir die Angst vor dem Endgegner Sauerteig zu nehmen und ich bin mir sicher, dass ich es früher oder später schaffen werde, ein Ergebnis zu erzielen, dass auch meinen kritischen Gaumen überzeugen wird.
Dieses Buch verdient auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich möchte es allen Bäckerinnen und Bäckern ans Herz legen, die so wie ich, gerne in die Welt des Sauerteiges eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Wenig Mord, viel Masche – Cozy Crime mit Fokus auf Gemütlichkeit

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Das Genre „Cozy Crime“ ist für mich noch immer etwas relativ neues und ich habe bis dato noch nicht viel Bücher dieses Genres gelesen. Ich habe aber relativ schnell festgestellt, dass mir dieses Genre ...

Das Genre „Cozy Crime“ ist für mich noch immer etwas relativ neues und ich habe bis dato noch nicht viel Bücher dieses Genres gelesen. Ich habe aber relativ schnell festgestellt, dass mir dieses Genre liegt. Da ich zwar gerne Krimis lese, aber nur wenn sie nicht zu blutrünstig sind. Stricken zählt leider nicht zu meinen Fähigkeiten, wobei ich gerne nähe und sticke. Trotzdem dachte ich mir, dass dieses Buch genau in mein Buch-Beuteschema passen würde. Leider musste ich relativ schnell feststellen, dass ich mich da getäuscht habe.
Wobei es nicht darum geht, dass das Buch per se schlecht ist. Die Atmosphäre des Buches hat mir gut gefallen und auch das, wie erwartete sehr dominante, Strickthema hat mich nicht gestört. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet und interessant. Eigentlich alles gute Voraussetzungen für ein angenehmes Leseerlebnis. Mein Problem mit dem Buch liegt einzig und allein daran, dass der Krimianteil des Buchs äußerst überschaubar ist.
Die erste Hälfte des Buches besteht aus der Einführung der Charaktere, viel Gestricke und Gerede. Erst danach kommt der eigentliche Kriminalfall und dieser ist auch nicht besonders ausgeklügelt und die Anzahl der Verdächtigen ist von Beginn an relativ gering. Jedenfalls wenn man während des Lesens ein bisschen mitdenkt und eins und eins zusammenzählt. Überraschungen gab es in diesem Buch kaum welche für mich.
Für mich war es das erste Buch von Susanne Oswald und ich bin mir nicht sicher, ob ich noch einmal zu einem Buch von ihr greifen werde. Natürlich passiert so etwas immer wieder und in den meisten Fällen hätte ich damit auch kein Problem. In diesem Fall tut es mir aber wirklich leid, denn ich mag die Art und Weise wie Susanne Oswald schreibt. Sie hat ein Gespür für Worte und ihre Charakterbeschreibungen haben mir gut gefallen. Auch die Einbindung ihres Lieblingsthemas Stricken hat mir gut gefallen.
Dennoch muss ich sagen, dass dieses Buch für mich einfach zu viel Cosy und zu wenig Crime war. Und dies ist ein Mischungsverhältnis, dass mich persönlich einfach nicht glücklich macht.
Krimifans würde ich wirklich von diesem Buch abraten, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich eingefleischte Krimifans sowieso von Cosy Crime Büchern fernhalten. Schweren Herzens muss ich aber sagen, dass ich dieses Buch prinzipiell nur bedingt weiterempfehlen kann, da leider nicht besonders viel passiert, außer Gespräche unter Freunden und ganz viel Gestricke.

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