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Veröffentlicht am 02.07.2021

Magie, Krimi und Liebe

The Witch Queen. Entfesselte Magie
1

In „The Witch Queen -Entfesselte Magie“ von Verena Bachmann geht es um die junge Hexe Enju, die in der Bar ihrer Tante arbeitet und an der natürlich mehr dran ist, als es auf den ersten Blick scheint. ...

In „The Witch Queen -Entfesselte Magie“ von Verena Bachmann geht es um die junge Hexe Enju, die in der Bar ihrer Tante arbeitet und an der natürlich mehr dran ist, als es auf den ersten Blick scheint. Durch unglückliche Umstände wird sie in die Mordserie verwickelt, die die Stadt heimsucht und ist gezwungen, sich der Aufklärung dieser Verbrechen anzunehmen. Zusammen mit dem attraktiven Anführer der Beasts (das sind im wesentlichen Gestaltwandler). Die Geschichte startet ziemlich spannend -wie könnte es bei dieser Prämisse auch anders sein?- und es gibt jede Menge fantastische Dinge in dieser Welt voller Hexen und Beasts zu entdecken, u.a. die ziemlich wankelmütige Magie.

Und spätestens bei dieser Konstellation sind mir die Parallelen zur „Stadt der Finsternis“ – Reihe von Ilona Andrews doch recht deutlich geworden. Auch dort hat die Magie gemacht was sie wollte, es gab eine toughe Protagonistin mit einem coolen Schwert, die Handlung ereignete sich um diverse Verbrechen und der Love Interest und Ermittlungspartner der Protagonistin war ein dominanter Gestaltwandler. Dort war es ein Löwe, hier ist es ein Drache. Es gibt auch noch einige weitere Ähnlichkeiten, aber ich denke, das Prinzip ist klar...
Ich mochte diese Reihe sehr gerne und möchte es nicht als Kritikpunkt anbringen, dass sich die Autorin vermutlich etwas von Ilona Andrews hat inspirieren lassen. Problematisch für mich persönlich war nur, dass ich gelegentlich Vergleiche gezogen habe, und „The Witch Queen“ dabei meist den Kürzeren gezogen hat.

So bin ich zum Einen mit der Beziehung zwischen Enju und Kayneth, dem Drachen, nicht ganz warm geworden (es kann natürlich nicht jeder die Chemie von Kate und Curran haben…). Es wirkt nur alles ganz schön erzwungen: Sie, jede Menge Geheimnisse, schlagfertig aber etwas tollpatschig, er der große, gutaussehende Alpha mit Beschützerinstinkt und sonst leider relativ wenig Charakter.
Auch die Welt an sich hätte viel mehr Potential geboten, es gab noch so viele andere magische Wesen und Strukturen, aber das wurde alles recht schnell abgehandelt, statt es auszufeilen. Ich hätte so gerne mehr über die Geschichte und das Zusammenleben der einzelnen Kreaturen gelesen, aber darauf lag hier offenbar nicht der Fokus. Und es ist für mich ziemlich schade, wenn solche tolle Ideen nur als Füllstoff für die taktgebende Lovestory dienen.

Vielleicht hatte die Autorin sich auch etwas viel damit vorgenommen, in nur einem Band eine ganze neue Welt zu etablieren, ein Verbrechen aufzuklären und dann noch eine möglichst glaubhafte Romanze zu integrieren. Ich schreibe das nur selten, aber diesem Buch hätte es gut getan, wenn man es auf 2 Bände aufgeteilt und ausführlicher geschrieben hätte, damit die Protagonisten Zeit haben, sich richtig kennenzulernen und eine Verbindung zueinander aufzubauen, damit die Welt ihr Potential entfalten kann und für den Krimianteil -der an sich schon spannend war- ließe sich bestimmt auch noch etwas mehr Tiefgang finden.

Zum Schluss möchte ich aber noch betonen, dass ich das Buch keineswegs schlecht fand. Wie schon erwähnt war wahrscheinlich mein persönliches Problem, dieses Buch mit einer meiner Lieblingsreihen im Hinterkopf zu lesen und dadurch übermäßig kritisch zu sein. Aber dieses Buch war dennoch sehr unterhaltsam und die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der zu der Geschichte wunderbar gepasst hat. Und wer noch nicht „Stadt der Finsternis“ gelesen hat, wird hier jede Menge Neues entdecken und bestimmt begeistert sein.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2021

Ragnarök für Kinder

The Last Goddess, Band 2: A Kiss Stronger Than Death
2

The Last Goddess setzt genau an der Stelle an, wo Band 1 geendet hat, und das war ja ein ziemlich fieser Cliffhanger. Leider wurde dieser ziemlich schnell entschärft und dann ist erst Mal das 

halbe Buch ...

The Last Goddess setzt genau an der Stelle an, wo Band 1 geendet hat, und das war ja ein ziemlich fieser Cliffhanger. Leider wurde dieser ziemlich schnell entschärft und dann ist erst Mal das 

halbe Buch so gut wie überhaupt nichts passiert, bevor es mit Ragnarök und den eigentlichen Ereignissen drumherum weiterging. Das ist richtig Schade, weil Band 1 meines Erachtens auch ziemlich gebrauch hat um in die Gänge zu kommen, und gerade wo endlich Fahrt aufgenommen wurde, gab es eine Vollbremsung. Eigentlich war es unnötig, daraus 2 Bücher, man hätte einfach die erste Hälfte von diesem Teil - der wie es scheint nur da war, um die Romanze halbwegs klar zu kriegen- weglassen können, dann hätte man eine gute Unterhaltungslektüre bekomme. Und hätte man die Romanze weggelassen, oder wenigstens etwas besser verpackt, als Blair immer nur daran denken zu lassen, wie toll Ryan aussieht und wie toll ihre Freundschaft war und blablabla, wäre sie noch besser gewesen. Ich weiß natürlich, dass das hier Romantasy sein sollte, aber die Lovestory hab ich diesmal null abgekauft, es hat mich auch nicht interessiert, ob sie sich am Ende kriegen. Ich wollte mehr über Ragnarök und die nordische Mythologie und die anderen Walküren lesen, aber auf mindestens jeder zweiten Seite hat Blair schon wieder Ryan angeschmachtet! Das war nicht romantisch, es hat genervt! Und ich verstehe immer noch nicht, was die beiden aneinander finden, außer, dass sie eben schon so lange Freunde sind und hach so gut aussehen. 

Dass es hauptsächlich um Blair und Ryan ging, hab ich ja glab ich schon erwähnt. Dadurch wurde leider viel Potential der anderen Figuren verschenkt, gerade die anderen Walküren konnte ich kaum auseinanderhalten, da der erste Band schon lange her ist und sie hier kaum Beachtung gefunden haben. Das ist echt Schade, weil eigentlich jede von ihnen eine coole Eigenart/ Magie hat, aber das kaum noch rüberkam. Auch Zevs Figur war irgendwie verschenkt, dabei hätte seine Geschichte so viel Potenzial gehabt! Aber er hatte irgendwie nur Cameo Auftritte und ein richtiges Gespräch zwischen ihm und Blair gab es auch nicht mehr, was ich sehr bedauerlich finde.

Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Ragnarök. Was, bitte, war das? Ich möchte nicht spoilern, aber das war schon ziemlicher Kindergarten. Wenn die alten Wikinger wüssten, was aus ihrer Sage vom Weltuntergang geworden ist -sie würden sich wahrscheinlich nochmal mit ihren Schiffen anzünden lassen. Bei mir ist überhaupt keine apokalyptische Stimmung aufgekommen, was nicht nur an der Interpretation einiger Protagonisten lag (Hallo, Midgardschlange), sondern auch an der Umsetzuung der Schlacht, an Blair und ihren nervigen Gedankengängen (ich fühle mich so schuldig, Ryan ist so toll, aber ich bin eine starke junge Frau, ich weiß nicht was ich machen soll, blablabla). Es gab auch einige Logikfehler, gerade zum Ende hin, und einige wichtige Gespräche, die gefehlt haben und Themen die geklärt hätten werden sollen, bzw. die ziemlich schnell abgehandelt wurden (Maeve, die Stadt und Valhalla nach Ragnarök, Ryan und die Unsterblichkeit (?)...)

Abgesehen davon war es aber unterhaltsam und die Idee hat mir prinzipiell gefallen. Nur die Umsetzung finde ich sehr Schade.

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Spannende Dystopie mit Tiefgang

Cainstorm Island – Der Gefangene
1

Cainstorm Island- Der Gefangene setzt beinahe nahtlos an seinen Vorgängerband an. Nach Emilios Flucht landet er nun ausgerechnet in Asaria, dem privilegierten Land dieser Welt.
Auch hier gibt es wieder ...

Cainstorm Island- Der Gefangene setzt beinahe nahtlos an seinen Vorgängerband an. Nach Emilios Flucht landet er nun ausgerechnet in Asaria, dem privilegierten Land dieser Welt.
Auch hier gibt es wieder jede Menge Action, aber man lernt viel mehr von dieser wunderbar durchdachten Welt kennen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin hat eine gute Mischung aus spannender Handlung und teilweise fast philosophischen Elementen geschaffen. So zeigt sich, dass der Schein manchmal trügt, und das bezieht sich nicht nur auf Asaria, sondern auch auf so manchen Charakter. Allgemein bin ich mit den Figuren, alten wie neuen diesmal besser klar gekommen; sie wirkten insgesamt etwas dreidimensionaler.
Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, das an dystopischer Spannung mit seinem Vorgänger mithalten kann!

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Actionreiche Dystopie

Cainstorm Island – Der Gejagte
1

Cainstorm Island handelt von einer zweigeteilten Welt -auf der einen Seite die privilegierten und reichen Leute, auf der anderen die unterlegen von Cainstorm Island. Hier lebt auch der 17 jährige Emilio, ...

Cainstorm Island handelt von einer zweigeteilten Welt -auf der einen Seite die privilegierten und reichen Leute, auf der anderen die unterlegen von Cainstorm Island. Hier lebt auch der 17 jährige Emilio, der täglich ums Überleben kämpfen muss. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, schnelles Geld zu verdienen, lässt er sich einen Chip implantieren, der Bilder von seinem Sehnerv zu Unterhaltungszwecken live überträgt. Als dann etwas schreckliches übertragen und von aller Welt gesehen wird, wird er plötzlich zum Gejagten -und die Action der Geschichte geht so richtig los.
Sie war schon von Beginn an spannend, aber tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mit jeder Seite noch die Spannung zu steigern. Das lag auch zu einem großen Teil daran, dass die Ereignisse wirklich unvorhersehbar waren und es viele Elemente gab, die ich so noch nie gelesen habe. Die Welt ist wunderbar durchdacht und das dystopische Setting wirklich gut gelungen, auch die vielen technischen Details haben mir gut gefallen. Dazu kommt, dass viel aktuelle Themen aufgegriffen wurden die eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben und einen nochmal zum Nachdenken anregen. Damit konnte man immer wieder etwas neues entdecken und das hat beim Lesen sehr viel Spaß gemacht.
Davon abgesehen ist auch der Schreibstil mitreißend und schnörkellos, er passt sehr gut zur Handlung und zur Stimmung der Geschichte. Das einzige Problem hatte ich etwas mit den Figuren, sie waren zwar alle gut ausgestaltet, haber so richtig identifizieren konnte ich mich mit keinem von ihm, ich hoffe dass sie im nächsten Band noch greifbarer werden.
Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um ein sehr stimmiges und spannendes Gesamtpaket, das sich in dem Genre definitiv abheben kann und auf dessen Fortsetzung ich mich sehr freue!

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Veröffentlicht am 01.06.2021

sehr aktuelle Urban Fantasy

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
5

"All our Hidden Gifts"von Carolin OˋDonoghue ist ein alles andere als durchschnittlicher Urban-Fantasy Roman. Er handelt von der 16-jährigen Maeve, die auf ein altes Tarot-Karten Set stößt und plötzlich ...

"All our Hidden Gifts"von Carolin OˋDonoghue ist ein alles andere als durchschnittlicher Urban-Fantasy Roman. Er handelt von der 16-jährigen Maeve, die auf ein altes Tarot-Karten Set stößt und plötzlich ihr Talent für das Legen der Karten uns aussprechen erstaunlich akkurater Vorhersagen entdeckt. Recht bald läuft das ganze allerdings etwas aus dem Ruder und ihre ehemaligen Freundin Lily verschwindet.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, da auch schon ziemlich schnell die Karten ins Spiel kommen und von Beginn an ein Spannungsbogen erzeugt wurde. Nur mit der Protagonistin hatte ich direkt einen schwierigen Start, da sie schon auf den ersten Seiten einen ziemlich unreifen und unreflektierten Eindruck macht. Leider kamen dann im lauf der Geschichte noch einige Informationen hinzu, die sie mir regelrecht unsympathisch machten, sodass ich auch zum Ende des Buches und trotz einiger Einsichten ihrerseits nicht so richtig warm geworden bin.
Einer der Hauptgründe, dieses Buch zu lesen, war für mich die Sache mit den Tarotkarten und den wahren Vorhersagen. Leider nahm der Relevanz für die Geschichte mit fortschreitender Handlung immer mehr ab, was ich sehr schade finde, da das Ganze noch mehr Potenzial gehabt hätte. Zumal Maeves Auskünfte teilweise auch recht allgemein waren.
Abgesehen davon machte das die Handlung aber auch rech unvorhersehbar, und ich hatte keine Vermutungen, worauf das alles hinauslaufen würde. Es gab noch einige Nebenhandlungen, die teilweise etwas von der Suche nach Lily und der Magie der Karten abgelenkt haben, aber sehr aktuelle gesellschaftliche Themen umfassen, wie ich es in einem Urban-Fantasy Roman noch nicht gelesen habe. Und diese Themen waren gut und wichtig, es ging um Toleranz, den Mut zu ich selbst zu stehen und um Rassismus und Diskriminierung. Wie gesagt, alles Themen, die sehr wichtig sind und gerade in der Jugendliteratur einen guten Einfluss ausüben dürften. Mir persönlich hat das alles jedoch fast zu viel Raum eingenommen und die Verknüpfung mit der Haupthandlung, wirkte dann beinahe etwas zu gewollt.Vielleicht bin ich auch einfach mit falschen Erwartungen in das Buch gestartet, denn zu dem Zeitpunkt wollte ich mich einfach nur von Tarotkarten verzaubern lassen und keine Gesellschaftskritik lesen. Definitv ist es aber lobenswert, was die Autorin hier alles integriert hat, vor allem Roe hat finde ich wirklich eine Vorbildfunktion.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass sich das Buch sehr gut und sehr schnell gelesen hat, aber mit der Sprache ging es mir ähnlich wie mit Maeve. Sie war sehr jugendlich und ich bin einfach nicht hundertprozentig mit ihr warm geworden, auch wenn sie keinesfalls schlecht war.
Die Geschichte des Buches ist an sich abgeschlossen, aber es wird wohl zumindest noch eine Fortsetzung geben. Ob ich diese noch lese, weiß ich nicht, aber da zum Ende dieses Bandes wieder mehr Magie auftauchte, gebe ich ihm vielleicht noch eine Chance.

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  • Fantasy