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Veröffentlicht am 21.04.2021

Leah und Henry - oder eine besondere Geschichte

Hey June
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Worum geht es?
Leah ist die Hauptprotagonisten und muss von Berufswegen nach Leipzig ziehen, ihr Freund Peer ist davon weniger begeistert und sieht seine Beziehung durch die mangelnde gemeinsame Zeit von ...

Worum geht es?
Leah ist die Hauptprotagonisten und muss von Berufswegen nach Leipzig ziehen, ihr Freund Peer ist davon weniger begeistert und sieht seine Beziehung durch die mangelnde gemeinsame Zeit von Anfang an in Gefahr. Also macht er Leah einen Heiratsantrag - auf einem Blatt Papier. Mit diesem Zettel löst er allerdings jede Menge fragen in Leah aus. Und als sie den Antrag dann unterschreiben wollte, da lernt sie an diesem Abend einen Unbekannten kennen, der nicht ganz unschuldig an all den Fragen ist.


Meine Meinung:
Ich durfte das Buch in einer Leserunde lesen und fand es wunderschön. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch somit leicht zu lesen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir unter dem Cover etwas anders vorgestellt habe. Nein! Enttäuscht war ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich hatte an eine leichte Sommerliebe gedacht, ein wenig hin und her zwischen zwei Liebenden. Und was kam? Eine einzigartige und tiefgründige Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Obwohl ich bei dem Thema Oper auch etwas Angst hatte.

Die Gespräche zwischen Leah und Johnny haben mir sehr gut gefallen. Sie philosophieren über Musik und moderne Opern. Und das alles, obwohl es so rein gar nichts mit Leah’s Beruf zu tun hat. Sie hat es meiner Meinung nach irgendwie im Blut.

Das Ende kam allerdings sehr abrupt. Mir haben ein paar ruhige Momente zwischen Leah und Johnny gefehlt. Etwas Zweisamkeit. Die Schwierige Phase hatte (leider) mehr Raum, als am Ende das Schöne. Da hätte ich mir etwas mehr June und Johnny gewünscht.

Es gibt aber auch einige Stellen an denen man schmunzeln muss: ich werde meine Pizza künftig auch nur noch in 6 oder höchstens 8 Stücke schneiden, 12 Stücke sind eindeutig zu viel.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

So spielt das Leben

Kleine Wunder überall
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Inhalt:
In der Geschichte geht es um Charlotte und ihre Familie, die aus ihrem Mann Markus und den beiden gemeinsamen Kindern Merle und Finja besteht. Charlotte ist besessen von ihrem Perfektionismus und ...

Inhalt:
In der Geschichte geht es um Charlotte und ihre Familie, die aus ihrem Mann Markus und den beiden gemeinsamen Kindern Merle und Finja besteht. Charlotte ist besessen von ihrem Perfektionismus und dem Drang es immer allen Recht zu machen. Sie tut alles für ihre Lieben und vergisst sich dabei leider oft selbst. Eines Tages steht plötzlich Mutter Barbara vor der Tür, die einst die Familie verließ, um ein freies, wildes Leben auf Lanzarote zu führen. Sie ist krank und bittet ihre Tochter nun um Hilfe. Ob dies so einfach ist, nach all den Enttäuschungen?



Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist leicht und trotzdem tiefgründig. Die Hauptpersonen sind alle sympathisch und wie aus dem echten Leben gegriffen und verlieren nie den Humor und die Hoffnung auf ein Wunder. Dies hat es für mich als Leserin angenehm leichtgemacht und es kam trotz dem Thema Krankheit und Tod nie eine zu bedrückende Stimmung auf.

Die Stelle, an der Charlotte ihre Mutter endlich Mama statt Barbara nennt, war schon sehr emotional, ich kann aber verstehen, warum Charlotte solange damit gewartet hat. Die Beziehung zwischen den Beiden war nicht immer einfach, beziehungsweise existierte Jahrelang gar keine. Umso schöner ist es zu erfahren, wie beide sich langsam wieder annähern. Leider war die Reise nach Paris in meinen Augen etwas zu kurz geraten. Aufgrund des Klappentextes ging ich davon aus, dass sich Mutter und Tochter dort etwas länger bleiben und die Vergangenheit aufarbeiten.

Am Anfang konnte ich Charlottes Mann Markus nicht wirklich einschätzen und wusste nicht wohin die Reise mit ihm gehen würde. Schön aber, dass die beiden am Ende wieder zueinander gefunden haben und sich Charlotte ebenfalls ihre Fehler eingestanden hat. Wichtig ist, dass diese etwas von ihrem Perfektionismus ablegt und auch zu lässt Hilfe von anderen anzunehmen.

Früher habe ich immer gedacht, dass ich fremd küssen schon nicht verzeihen könnte. Charlotte hat mich aber irgendwie zum anders Denken angeregt. Zum Glück gab es die Situation aber noch nicht ;)


Fazit:
Also letzten Endes hat mich das Buch einfach total fasziniert, es hat mir total gut gefallen und ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen! Taschentücher sollten unbedingt parat liegen.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Die verpasste große Liebe?

Wenn es uns gegeben hätte
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Der Roman “Wenn es uns gegeben hätte” ist das erste Buch aus der Feder von Josefine Weiss und erscheint am 14. April 2021 beim FeuerWerke Verlag.

Das wunderschöne Cover ist in Pastelltönen gehalten und ...

Der Roman “Wenn es uns gegeben hätte” ist das erste Buch aus der Feder von Josefine Weiss und erscheint am 14. April 2021 beim FeuerWerke Verlag.

Das wunderschöne Cover ist in Pastelltönen gehalten und wirkt freundlich und frühlingshaft. Auf dem Cover sind Regentropfen zu sehen, oder sind es Tränen?

Das Buch erzählt uns eine Geschichte über die große Liebe. Ela und Timo lernten sich in einem Club kennen und waren ab da quasi unzertrennlich. Sie hatten diese besondere Verbindung, ohne ein Paar zu sein. Ein Jahr lang - dann ging Timo fort.

Ela lebt inzwischen in einer langjährigen Beziehung mit Sven. Ganz glücklich scheint sie aber nicht. Für Sven stehen Erfolg und Geld immer an erster Stelle und auch in ihrem gemeinsamen Loft ist Ela nie wirklich angekommen.

Jahre Später: Eines Tages bringt Ela's Mutter eine alte Kiste vorbei. In dieser enthalten sind jede menge Erinnerungen. Inklusive eines Fotos von Timo. Ihre beste Freundin Liz brennt darauf, die ganze Geschichte hinter der Aufnahme zu erfahren. Nach einem anstrengenden Arbeitstag stößt Ela auf der Straße mit einem Mann zusammen. Eisblaue Augen! Timo!

Ela verliert sich wie damals in seinen blauen Augen. Alte Gefühle sind plötzlich wieder da. Ela krempelt ihr halbes Leben um ohne zu ahnen wie wenig Zeit ihnen für ihre gemeinsamen Träume bleibt.

Das Buch ist so voller Liebe und starker Gefühle.Ich habe es an einem Tag ausgelesen und kann die Geschichte jedem nur ans Herz legen.
Danke für Ela und Timo!

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Flug ins Ungewisse

Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
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Ich muss sagen, dass ich total begeistert und bin froh, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.
In das Buch bin ich schnell hineingekommen. Der Schreibstil und auch die Schriftgröße machen das ...

Ich muss sagen, dass ich total begeistert und bin froh, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.
In das Buch bin ich schnell hineingekommen. Der Schreibstil und auch die Schriftgröße machen das lesen wirklich sehr angenehm.

Inhalt: 
Flughafen New York: Claire plant ihren Mann zu verlassen und an einem anderen Ort ein neues Leben anzufangen. Leider fliegt ihr Plan im letzten Moment auf und ihr ist klar, dass ihr Mann Rory dies nicht so einfach hinnehmen wird. Am Flughafen trifft sie auf Eva, die ebenfalls ein neues Leben beginnen möchte und so tauschen die beiden Frauen spontan ihre Bordkarten. Nach ihrer Landung in Kalifornien muß Claire allerdings feststellen, dass auch Eva ihre Gründe hatte ihr Flucht zu planen und diese Stimmen so gar nicht mit der Geschichte überein, die sie Claire am Flughafen erzählte …

Meine Meinung: 
Die zwei verschiedenen Zeitstränge haben mir persönlich sehr gut gefallen. Bei Claire geht es hauptsächlich um die Gegenwart, bei Eva hingegen eher um die Vergangenheit. Am Ende führt aber alles zusammen.
Claire war mir von Anfang an sympathisch und ich kann ihre Flucht sehr gut nachvollziehen. Mir würde es ebenfalls zu viel sein, dauerüberwacht zu werden und noch nicht einmal über mein Reisegepäck bestimmen zu können. Die Arme ist ja völlig entmündigt. Eva hingegen war mir zu Beginn etwas suspekt und ich konnte ihre Rolle nicht ganz einschätzen. Dies hat sich im Laufe der Geschichte geändert und man erfährt, wie Eva in die Sache hinein geraten ist. Fest steht, beide Frauen sind Opfer ihrer eigenen Entscheidungen im Leben geworden und beide wollen aus der Situation ausbrechen.

Am Ende habe ich mich tierisch für Claire gefreut, dass sie den Weg an die Öffentlichkeit gewagt hat und sich für sie alles zum Guten gewandt hat. Das Ende von Eva fand ich ziemlich traurig. Gerne hätte ich ihr auch einen schönen Neuanfang gewünscht. Die etwas komplizierte Verbindung zwischen Claire und Eva hätte ich nicht unbedingt gebraucht, hat der Geschichte aber auch nicht geschadet.

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Anders als erwartet

Dein erster Blick für immer
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In dem Buch geht es hauptsächlich um Maya. Diese arbeitet in einer Modeagentur und hat sich unsterblich in den fremden "Bahn-Mann" verliebt. Nach einigen Wochen bringt sie nun den Mut auf, diesem Mann ...

In dem Buch geht es hauptsächlich um Maya. Diese arbeitet in einer Modeagentur und hat sich unsterblich in den fremden "Bahn-Mann" verliebt. Nach einigen Wochen bringt sie nun den Mut auf, diesem Mann einen Zettel zuzustecken und darin um ein Date zu bitten …

Die Idee an der Geschichte finde ich super, aber man hätte in meinen Augen mehr daraus machen können. Leider hat mir die Umsetzung nicht ganz so gefallen, wie erhofft. Mir ist in dem Buch insgesamt einfach zu wenig James und Maya. Der Schreibstil der Autorin hingegen hat mir gut gefallen, ich fand aber, dass es teilweise einfach zu viele Figuren gab. Ich wusste mitten drinnen teilweise nicht mehr, wer eigentlich wer ist.

Maya war mir von Anfang an sympathisch, James hingegen war in meinen Augen ein komischer Kauz, der am liebsten den bequemsten Weg geht auch wenn dieser eigentlich nicht zu seiner Zufriedenheit ist. Die Freundschaft wischen Nena und Maya fand ich auch etwas seltsam, dafür das die beiden beste Freundinnen sich Ewigkeiten nicht beieinander melden und vor allem der engen Freundin die Verlobung zu verheimlichen. Überhaupt fehlt mir die Tiefe zu den verschiedenen Charakteren, die oberflächlich wirken und deren Entwicklung ich nicht nachvollziehen konnte.

Gerne hätte ich am Ende auch mehr über Mayas neuen beruflichen Werdegang erfahren. Es war schließlich immer ihr Traum, klar
hat sie eine Prüfung gehabt. Aber ich hätte mir mehr gewünscht, eine Beschreibung von ihrem eigenen kleinen Café und dazu mehr von dem zusammen sein mit James. Das es nach dem Bahnsteig so schnell zu Ende war, hat mich persönlich etwas enttäuscht. Auch fehlte es teilweise an Gefühlen und Emotionen - mehr knistern.

Am liebsten war mir in der ganzen Geschichte eindeutig Velma. Sie spielte zwar nur eine „Nebenrolle“, erschien mir aber sehr herzlich und besonders.

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