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Veröffentlicht am 14.04.2024

Schokolade und Liebe

Café Alba
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1946: Die Winzerstochter Francesca, 16 Jahre alt, muß auf Wunsch ihres Vaters ihre geliebte Familie und ihre Arbeit im familieneigenen Betrieb verlassen und in einer größeren Stadt eine Stelle als Hausmädchen ...

1946: Die Winzerstochter Francesca, 16 Jahre alt, muß auf Wunsch ihres Vaters ihre geliebte Familie und ihre Arbeit im familieneigenen Betrieb verlassen und in einer größeren Stadt eine Stelle als Hausmädchen beginnen. Sie ist anfangs sehr schüchtern und unsicher. Die Hausherrin macht ihr den Einstieg auch nicht gerade leicht. Hilfe findet sie bei der Köchin, dir ihr alles zeigt. Sehr schnell lebt sie sich ein und überzeugt durch ihre Gründlichkeit. Das zum Haus gehörige Familiencafé erfreut sich großer Beliebtheit. Hier freundet sie sich mit einer Bedienung an, die sie zum Wochenmarkt begleiten darf. Dort treffen sie auf Matteo, den Sohn des Hauses. Er arbeitet mit zwei weiteren als Bäcker und Konditor. So sind das Café und die Backstube in einer Hand. Als die Kakaolieferung für das Familienunternehmen ins Stocken gerät, erzählt Francesca Matteo, dass ihre Familie sehr viele Haselnüsse hat, die man doch auch für die Schokoladenproduktion verwenden könnte. Die beiden fahren zu ihren Eltern und holen eine riesige Menge an Nüssen. Francesca hilft in der Backstube mit und entwickelt zusammen mit Matteo ein neues, revolutionäres Rezept für eine, noch nie bekannte Nougatschokolade.
Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Auch wenn das Hauptmerkmal der Geschichte die Entwicklung dieser besonderen Schokolade ist, kommen die Geschichte der Familie mit sämtlichen Höhen und Tiefen nicht zu kurz. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Drei Frauen mit dem Schicksal verbunden

Der Sommer, in dem alles begann
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Odette, Marguerite und Helene sind die drei Protagonistinnen, um die es in diesem Buch geht.
Odette arbeitet als Kindermädchen im Haushalt reicher Bürger und wird von dem Herr des Hauses geschwängert. ...

Odette, Marguerite und Helene sind die drei Protagonistinnen, um die es in diesem Buch geht.
Odette arbeitet als Kindermädchen im Haushalt reicher Bürger und wird von dem Herr des Hauses geschwängert. Nach der Geburt erfährt sie vom Tod ihrer Tochter und muß das Haus verlassen.
Marguerite lebt mit ihren Mann in Paris aber sie ziehen in die Bretagne. Dort arbeitet sie als Lehrerin und ihr Mann versucht als Krimiautor neue Inspirationen zu finden. Marguerite weiß, dass sie adoptiert wurde und versucht ihre Wurzeln zu finden. Helene ist ihre Schülerin und ein Fan ihres Mannes. Ohne es zu wissen verbindet die drei Frauen ein gemeinsames Schicksal.
Ich mußte mich zeitweise durch dieses Buch kämpfen, da mir die Zusammenhänge nicht schlüssig erschienen. Die Sprünge der Kapitel waren anfangs nicht unbedingt nachvollziehbar. Zum Schluß hin wurde die Geschichte emotional und teilweise doch recht traurig. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch. Aber wenn man sich auf sie einlässt, ist es schlußendlich eine stimmige Geschichte.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Die Geschichte Dresdens

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt
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Hannah, eine junge Frau mit Problemen bei ihrem Liebesleben, hilft 1993 bei dem archäologischen Puzzle, um die Dresdener Frauenkirche wieder aufbauen zu können. Beim durchsehen von alten Akten findet sie ...

Hannah, eine junge Frau mit Problemen bei ihrem Liebesleben, hilft 1993 bei dem archäologischen Puzzle, um die Dresdener Frauenkirche wieder aufbauen zu können. Beim durchsehen von alten Akten findet sie ein Foto von einem Pärchen auf den Trümmern des Gebäudes. Auf diesem Bild ist eine junge Frau, die ihrer Mutter und ihr selber sehr ähnlich sieht. Sie läßt sich eine Kopie des Bildes machen und konfrontiert ihre Mutter mit dem Verdacht, es könnte ihre Oma sein. Und ihre Mutter Marlene bestätigt es.
Inmitten des Bombenhagels über Dresden kämpft Lotte ums überleben. Aus ihrer Familie hat außer dieselben nur noch ihre Tante überlebt. Diese gehörte der gehobenen Gesellschaft an und muß sich mit ihrer Enkelin nun eine kleine, baufällige Wohnung teilen. Als Lotte dann auch noch Jakob mitbringt, den sie vom Selbstmord abgehalten hat, hängt der h
Haussegen schief. Doch Jacob ist ein Gewinn, denn er hilft wo er kann. Lotte arbeitet als Trümmerfrau und bekommt dadurch bessere Essensmarken. Als Jakob auch bei den Aufräumarbeiten hilft, entsteht das Foto.
Hannah sucht den Kontakt zu ihrer Oma und erfährt unglaubliches.
Der Autorin Julie Heiland ist mit ihrem Buch Schicksalsjahre ein emotionales und teilweise erschütterndes Werk gelungen, was die Kriegs, Nachkriegs und Aufbaugeschichten in einer schön-schrecklichen Symbiose aufzeigt. Von mir bekommt das Buch fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Mord im Kaiserreich

Im Schatten des Thronfolgers
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Der Roman spielt in Anstetten von April bis Juni 1909. Bei Bauarbeiten zu einer Gruft für den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie wird eine Babyleiche gefunden. Sie ist gut konserviert ...

Der Roman spielt in Anstetten von April bis Juni 1909. Bei Bauarbeiten zu einer Gruft für den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie wird eine Babyleiche gefunden. Sie ist gut konserviert (Wachsleiche), so dass ein genaue Todeszeitpunkt nicht genannt werden kann. Die Ermittlungen übernehmen Polizeiagent Pospischil und sein Assistent Frisch, die mit ihren Wiener Charme diesen Roman eine besonders angenehme Note geben. Allerdings stoßen sie bei der Bevölkerung auf eine Mauer des Schweigens. Keiner weiß etwas oder will etwas gesehen haben. Die beiden Polizisten kommen erstmal nicht viel weiter. Doch dann geschieht ein weiterer Mord.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiter empfehlen. Es ist ein sanfter Krimi ohne viel Blutvergießen. Und doch ist eine Spannung bis zum Schluß vorhanden, so dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen mochte.

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Veröffentlicht am 23.03.2024

Das unsagbar Böse

Folterknecht
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Dieses Buch ist ein Triller, der sich etwas von anderen abhebt. Ein grausamer Mörder hat es auf Frauen mittleren Alters abgesehen. Es gibt zwischen den Opfern keine Verbindung, aber jede von ihnen wird ...

Dieses Buch ist ein Triller, der sich etwas von anderen abhebt. Ein grausamer Mörder hat es auf Frauen mittleren Alters abgesehen. Es gibt zwischen den Opfern keine Verbindung, aber jede von ihnen wird mit einer grausamen Methode aus dem Mittelalter hingerichtet. Die Polizei um Hauptkommissar Schäfer stehen vor einem nicht lösbaren Fall, denn der Täter ist dem Team immer einen Schritt Voraus.
Wer schon mal in einer Ausstellung von Folterinstrumenten des Mittelalters war kann sich so annähernd vorstellen, was hier die Opfer erleiden mußten, bevor sie starben. Bei mir hat das Kopfkino ganze Arbeit geleistet, da ich solche Instrumente schon mal anfassen und aus nächster Nähe betrachten konnte.
Wer auch mal in die Abgründe von einem erdachten Serienkiller blicken möchte, ist hier genau richtig. Der Autor Tom Davids hat hier einen Triller der Extraklasse geschrieben.

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