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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2019

Smarter Mörder

Tödliche neue Welt
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In diesem gut gelungenen Krimi vermittelt Paul Weiler nebenbei, wie weit die technischen Möglichkeiten mittlerweile entwickelt sind. Es erschreckend und zugleich faszinierend was alles möglich ist.

Zur ...

In diesem gut gelungenen Krimi vermittelt Paul Weiler nebenbei, wie weit die technischen Möglichkeiten mittlerweile entwickelt sind. Es erschreckend und zugleich faszinierend was alles möglich ist.

Zur Handlung:

Im Münster der nahen Zukunft bricht ein junger Künstler während einer Kunstaktion tot zusammen. Man geht von einem natürlichen Tod infolge seiner Lebensführung aus. Als sich ein europäischer Geheimdienst einschaltet und von ähnlichen Todesfällen berichtet, müssen Hauptkommissar Ivens und seine Kollegin Herwig ermitteln. Die Ermittlungen bringen den Hauptkommissar an seine persönliche Schmerzgrenze und betreffen ihn sogar privat.

Meine Meinung:

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Handlung war gut durchdacht und die technischen Details waren geschickt platziert. Es war nicht unbedingt der spannendste Krimi, aber ein sehr raffinierter.

Ich würde mich freuen, wenn die Ermittler Ivens und Herwig noch weitere Kriminalfälle lösen könnten.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Der Zweck heiligt nicht alle Mittel -- Mit seiner aggressiver Rhetorik konnte der Autor mich nicht erreichen

CHANGE!
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Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil mich der Klappentext angesprochen hat. Ich bin auch der Meinung, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und einiges verändert werden sollte. Nachhaltigkeit ...

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, weil mich der Klappentext angesprochen hat. Ich bin auch der Meinung, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und einiges verändert werden sollte. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind schon lange Themen, die mich interessieren.

Graeme Maxton ist Ökonom und daher dachte ich dass das Wirtschaftssystem im Vordergrund steht. Für mich sind das Geld- und Wirtschaftssystem mit dem dauernden Zwang zu Wachstum, ein Hauptgrund für unsere Probleme. Der Autor schießt sich aber in diesem Buch nur auf den Klimawandel ein und seine radikalen Lösungsansätze führen in Richtung einer Regierung nach chinesischem Vorbild.

Ein Satz aus dem Buch:

„Das Interesse der Allgemeinheit muss Vorrang haben gegenüber den Rechten einzelner, auch in Fällen, in denen dies dem demokratischen Gedanken zu widersprechen scheint.“

Für mich stellt sich bei solchen Aussagen die Frage, ab wann fängt die Diktatur an?

Für Herrn Maxton ist das Bevölkerungswachstum ein riesiges Problem und da wird es für mich schon sehr heikel, wenn er von Steuerung bzw. Abbremsen des Bevölkerungswachstum spricht. Mit welchen Mitteln und nach welchen Auswahlkriterien?

Er ist ein Kritiker des Kapitalismus, schlägt dann aber kommerzielle Modelle vor, in denen jeder Person weltweit, jährlich eine bestimmte Zahl an Flugmeilen zusteht. Diese 'Flugmeilen' könnten über eine Marktplatz/Börse gehandelt werden. So können sich Vielflieger die benötigten Meilen einfach von „armen“ Menschen kaufen, die eh nicht das Geld für einen Flug haben. Wie hilft das aber dem Klima?

Fazit: Man kann das Buch durchaus lesen um zu verstehen mit welchen Hintergrundgedanken manche Diskussionen geführt werden. Echte Lösungsansätze habe ich darin nicht gefunden.

Es gibt einige Vordenker wie z.B. Michael Braungart mit seinem 'Cradle to Cradle' – Konzept, das viel mehr Aufmerksamkeit verdienen müsste und wirklich ansprechende Lösungsansätze bietet.

Veröffentlicht am 22.05.2019

Eine Liebe zwischen den Fronten und den Kulturen

Piccola Sicilia
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Nach Bella Germania ist Daniel Speck wieder ein fantastischer Roman gelungen. Ich habe die 18 h Laufzeit sehr genossen und konnte mit den Protagonisten mitleiden. Luise Helm und Michael Rotschopf tragen ...

Nach Bella Germania ist Daniel Speck wieder ein fantastischer Roman gelungen. Ich habe die 18 h Laufzeit sehr genossen und konnte mit den Protagonisten mitleiden. Luise Helm und Michael Rotschopf tragen die Geschichte mit viel Gefühl vor. Einfach nur toll!

Wie schon bei Bella Germania spielt Herr Speck mit den Zeiten und verbindet historische Ereignisse mit seiner Romanhandlung. Hier geht es hauptsächlich um die junge Jüdin Yasmina, die als Waisenkind, von einer Arztfamilie adoptiert wurde und dem deutschen Fotografen Moritz, der Propagandafilme im Auftrag der Wehrmacht produziert. Ihre Weg kreuzen sich während der Wirren des 2. Weltkriegs.

Eher eine Nebenhandlung spielt in der Neuzeit und erzählt die Geschichte von der Berliner Archäologin Nina, die schon Jahre auf der Suche nach ihrem verschollenen Großvater ist. Dem Fotografen Moritz, der laut ihrer Mutter und Großmutter als verschollen gilt.

Im Verlauf der Geschichte erfahren wir viel über die jüdische Tradition, das Zusammenleben der Kulturen und Religionen vor dem Krieg und am Ende wird die Gründung des Staates Israel thematisiert. Das hat mir sogar mehr gefallen, als die Liebes- und Lebensgeschichte die im Vordergrund steht. Manche Leser / Hörer könnten das als unnötig und ausschweifend empfinden. Für mich war es bereichernd.

Mit diesem Buch/Hörbuch hat Herr Speck den Maßstab sehr hoch gesetzt und ich bin sehr gespannt mit welcher Geschichte er mich beim nächsten Mal begeistert.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Ernüchternde Tatsachen

Das Märchen vom reichen Land
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Herr Stelter hat für dieses Buch den passenden Titel gewählt. Den Spruch „uns geht es ja gut“ kennt wohl jeder. Aber geht es uns wirklich so gut?

In diesem Buch macht Herr Stelter den Lesern deutlich, ...

Herr Stelter hat für dieses Buch den passenden Titel gewählt. Den Spruch „uns geht es ja gut“ kennt wohl jeder. Aber geht es uns wirklich so gut?

In diesem Buch macht Herr Stelter den Lesern deutlich, dass wir in Deutschland zwar relativ hohe Einkommen haben, aber im Vergleich mit anderen Ländern sehr wenig Vermögen haben. Er erklärt die Unterschiede und welche Rolle die Politik hier spielt.

Einen großen Raum nehmen Euro, Eurozone und Währungsgemeinschaft ein. Herr Stelter macht deutlich, dass das Projekt 'Euro' dringend Reformen braucht und die Politik den Mut aufbringen sollte, auch Fehler einzugestehen.

Er betont wie wichtig Investitionen sind und erklärt ganz klar, dass die momentane Regierung bei Investitionen spart ( siehe marode Infrastruktur) und mehr Ausgaben im Bereich Konsum tätigt. Also Geld verbraucht.

Seine Lösungsansätze sind aus ökonomischer Sicht wahrscheinlich sinnvoll. Ob Maßnahmen wie längere Lebensarbeitszeit wirklich hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Ein geordnetes Schuldenverfahren unter den EU-Ländern kann ich mir auch kaum vorstellen. Dafür bräuchte es viel Rückgrat in den Regierungsebenen.

Vieles war mir schon bekannt. Herr Stelter hat in diesem Buch aber einige Zusammenhänge hergestellt, mit denen ich ein neues Verständnis v.a. für die Probleme im Euroraum bekommen habe.

Obwohl es eine „trockene Materie“ ist, kann man das Buch leicht und flüssig lesen ohne Vorkenntnisse haben zu müssen.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Unbequeme Wahrheiten? Das muss jeder für sich entscheiden

Im Zeichen der Wahrheit
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Ich kenne Heiko Schrang schon einige Jahre und seine youtube Videos finde ich immer wieder interessant.Hier in diesem Buch hat er in kurzen Kapiteln zusammengetragen, was er momentan als besorgniserregend ...

Ich kenne Heiko Schrang schon einige Jahre und seine youtube Videos finde ich immer wieder interessant.Hier in diesem Buch hat er in kurzen Kapiteln zusammengetragen, was er momentan als besorgniserregend sieht. z.B.:

Bargeldabschaffung – Smartphone-Gesellschaft – Mediennmanipulation – GEZ und weitere ähnliche Themen

Wer sich für solche Themen interessiert wird gerne als „Verschwörungstheoretiker“ in eine Ecke gestellt. Herr Schrang widmet diesem Phänomen ein eigenes Kapitel und greift darin u.a. auf die Arbeiten des Historikers Daniele Ganser zurück.

Im zweiten Teil spricht er verschiedene spirituelle Themen an.

Herr Schrang stellt nicht nur Behauptungen auf, sondern belegt seine Aussagen mit gut 400 Quellenangaben.

Wer sich schon länger kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Themen beschäftigt, wird in diesem Buch nichts Neues finden. Es ist trotzdem lesenswert, weil es manches , wie z.B. den immer noch ungeklärten Tod von Uwe Barschel, nochmals in Erinnerung bringt.