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Veröffentlicht am 08.05.2019

Kommt bei weitem nicht an "Die Geschichte der Bienen" ran

Die Geschichte des Wassers
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Ich kenne die "Geschichte der Bienen" und bin mit einer gewissen Erwartungshaltung in dieses Hörbuch gestartet. Leider konnte mich Frau Lunde mit dieser Geschichte überhaupt nicht überzeugen. Sie verwendet ...

Ich kenne die "Geschichte der Bienen" und bin mit einer gewissen Erwartungshaltung in dieses Hörbuch gestartet. Leider konnte mich Frau Lunde mit dieser Geschichte überhaupt nicht überzeugen. Sie verwendet diesmal 2 Zeitebenen, wobei die Umweltaktivistin Signe sehr viel von ihrer Kindheit und Jugend erzählt. Daher könnte man fast von 3 Zeitlinien sprechen.


Die Handlung ist recht einfach. Signe, eine 70jährige Norwegerin, kämpft mit ihren Mitteln schon ihr ganzes Leben für den Erhalt der Gletscher. Im Jahr 2017 sind die Gletscher nicht nur vom Klimawandel bedroht, sondern auch findige Geschäftsmänner haben eine exclusive Verwendung für dieses kostbare Eis. Mit ihrem Segelboot reist sie nach Frankreich für eine persönliche Abrechnung. Während der Reise blickt sie auf ihre persönliche Geschichte zurück.

Der zweite Handlungsstrang spielt im Jahr 2041 in Frankreich und dabei geht es um den jungen Vater David, der mit seiner Familie als Klimaflüchtling nach Norden zieht. Auf der Strecke hat er seine Frau und seinen Sohn verloren und hofft, die beiden in einem Auffanglager zu finden. Zusammen mit seiner Tochter Lou schöpft er neue Hoffnung als er in einem Garten ein Boot findet. Das alte Boot von Signe.

Ich habe mir von diesem Buch eine Geschichte über das Wasser mit seinen vielfältigen Eigenschaften gewünscht. Eine Reise von der Quelle zum Meer und an welchen Stellen das Wasser in seiner Reinheit und Qualität bedroht ist, so was hätte mir gefallen.

Hier waren die persönlichen Schicksalsschläge der Protagonisten viel mehr im Vordergrund und haben dadurch die Erzählung sehr schwermütig gemacht.

Verlust, Trennung und Enttäuschung waren präsenter als die Sorge um das Wasser.

Die Erzähler haben sich bemüht und vor allem Shenja Lacher als Sprecher von David, hat mir gegen Ende des Hörbuches recht gut gefallen.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Gute Unterhaltung bei der die Spannung leider etwas gefehlt hat

Hannas Leichen
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Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet. ...

Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet.

Hier bei diesem Fall hat sie allerdings noch nicht so viel von ihrem Können gezeigt. Da ist noch Luft nach oben. Die ganzen Ermittlungen zum Mord an einem Pärchen laufen eher im Hintergrund der Geschichte mit und die eigentliche Arbeit machen die Kollegen.

Es geht im Buch eigentlich mehr um Hanna persönlich. Sie ist eine polarisierende Frau. Sehr attraktiv, dunkelhaarig, stets mit knallrotem Lippenstift geschminkt und sehr impulsiv. Wir lernen ihre Familie kennen, die mit 4 Generationen auf einem Bauernhof lebt und einiges an Unterhaltung bietet. z.B. kommt es vor, dass Hannas Neffe aus versehen, dem Urgroßvater mit der Armbrust in den Hintern schießt.

Wer Freude an derben Sprüchen und bayerischem Starrsinn hat, wird mit diesem Buch gut unterhalten.

Für mich ist die Krimihandlung zu kurz gekommen, deshalb 3 Punkte.

Liebe Hanna, beim nächsten Fall weniger Grant und mehr Verstand, dann bin ich auch wieder dabei.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Ein Toter in der Dorfwirtschaft - Herzinfarkt oder vielleicht doch Mord?

Nur Uschi kochte schärfer
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Mit dieser Geschichte habe ich das erste Mal mit der Familie Backes aus Hirschweiler zu tun gehabt. Ich bedauere echt, dass ich denen nicht schon früher begegnet bin.

In diesem Buch ermittelt der Dorfpolizist ...

Mit dieser Geschichte habe ich das erste Mal mit der Familie Backes aus Hirschweiler zu tun gehabt. Ich bedauere echt, dass ich denen nicht schon früher begegnet bin.

In diesem Buch ermittelt der Dorfpolizist in einem pikanten Fall. Nach einem Klassentreffen, liegt der ehemalige Französischlehrer Gerhard Scherer, morgens tot im Gästezimmer der Dorfwirtschaft. Schnell stellt sich heraus, das Käthe, Jupps Schwiegermutter, wahrscheinlich die Letzte war, die ihn lebend gesehen hat. Hat sie was mit dem Tot zu tun?
Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass das Mordopfer kein Kostverächter und dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan war. Im Verlauf der Handlung tauchen immer mehr Verdächtige auf und bis zum Schluss habe ich mitgerätselt, wer den guten Mann auf dem Gewissen hat.

Der Humor des Autors ist ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich sehr auf eine Fortsetzung und einen weiteren Mordfall in Hirschweiler.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Feminismus - Gegner unter Mordverdacht

Netz aus Angst
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In diesem Buch verarbeitet und thematisiert Bianka Echtermeyer ihre eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren im Internet. Sie ist Journalistin und hat vor einigen Jahren einen Shitstorm erlebt.

Ihre Protagonistin ...

In diesem Buch verarbeitet und thematisiert Bianka Echtermeyer ihre eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren im Internet. Sie ist Journalistin und hat vor einigen Jahren einen Shitstorm erlebt.

Ihre Protagonistin Charlotte Schmidt findet eine ermordete Kollegin in deren Wohnung und wird von ihrem Chef „auf diese Story“ angesetzt. Bei ihrer Recherche begegnet sie immer wieder dem LKA Ermittler Daniel Zumsande. Gemeinsam folgen sie Spuren im Internet, bis Charlotte dem Täter wohl zu nahe kommt. Sie wird Opfer sehr einschüchternder Maßnahmen.

Die Autorin lässt sehr geschickt gesellschaftliche Themen wie Feminismus, Frauenhass und Social-Media in die durchaus spannende Handlung einfließen.

Mit Charlotte bin ich nicht richtig warm geworden. Die anderen Beteiligten waren für mich greifbarer.

Ein Extralob verdient die schöne Beschreibung von Hamburg als Kulisse für die Handlung.

Für ein Erstlingswerk ist dieser Krimi gut gelungen. Die 200 Seiten lassen sich gut und flott lesen.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Sehr emotional und berührend

Der Honigbus
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Memoir, d.h. die Autorin erzählt ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Meredith May wurde 1970 geboren und ihre Geschichte beginnt 1975 als sich ihre Eltern trennten. ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Memoir, d.h. die Autorin erzählt ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Meredith May wurde 1970 geboren und ihre Geschichte beginnt 1975 als sich ihre Eltern trennten. Meredith und ihr kleiner Bruder Matthew zogen in einer Nacht-und-Nebel Aktion mit ihrer Mutter nach Big Sur an der kalifornischen Küste zu den Großeltern. Mit diesem Satz aus dem Buch - „Irgendwo zehntausend Meter über der Mitte Amerikas hatte sie es aufgegeben eine Mutter zu sein“ - kann man erahnen wie es weitergeht.

Die Mutter ist psychisch schwer angeschlagen und gibt die komplette Verantwortung für die Kinder an die Großmutter ab, die diese Aufgabe in ihrer sehr eigenen Art übernimmt. Den Kindern geht es zwar nicht schlecht, aber es fehlt an Geborgenheit und Liebe. Frank, Meredith´s Großvater, ist Imker. Der wortkarge Mann hat das Herz auf dem rechten Fleck und sieht die Nöte der Kinder. Er nimmt erst Meredith und später auch Matthew mit zu den Bienen und lenkt sie somit von ihren Sorgen ab. Während der Arbeit an den Bienenstöcken erklärt der Großvater viel über das Leben und die Biologe der Bienen. So lernen die Kinder und die Leser einiges über die Weisheit der Natur und die faszinierende Welt der Bienen.

Meredith May hat das Erbe ihres Großvaters angetreten und ist jetzt selbst Imkerin. Sie möchte den Bienen eine Stimme geben und die Leser für die Probleme in der Natur sensibilisieren.

Mein Fazit: Ein sehr berührendes Buch mit einer wichtigen Botschaft.