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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2019

Gute Unterhaltung bei der die Spannung leider etwas gefehlt hat

Hannas Leichen
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Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet. ...

Mit "Hannas Leichen" startet eine neue Krimi-Reihe mit Hanna Schmiedinger als Hauptkommissarin. Aufgrund Cover und Klappentext habe ich einen anspruchsvollen Krimi mit komplizierten Ermittlungen erwartet.

Hier bei diesem Fall hat sie allerdings noch nicht so viel von ihrem Können gezeigt. Da ist noch Luft nach oben. Die ganzen Ermittlungen zum Mord an einem Pärchen laufen eher im Hintergrund der Geschichte mit und die eigentliche Arbeit machen die Kollegen.

Es geht im Buch eigentlich mehr um Hanna persönlich. Sie ist eine polarisierende Frau. Sehr attraktiv, dunkelhaarig, stets mit knallrotem Lippenstift geschminkt und sehr impulsiv. Wir lernen ihre Familie kennen, die mit 4 Generationen auf einem Bauernhof lebt und einiges an Unterhaltung bietet. z.B. kommt es vor, dass Hannas Neffe aus versehen, dem Urgroßvater mit der Armbrust in den Hintern schießt.

Wer Freude an derben Sprüchen und bayerischem Starrsinn hat, wird mit diesem Buch gut unterhalten.

Für mich ist die Krimihandlung zu kurz gekommen, deshalb 3 Punkte.

Liebe Hanna, beim nächsten Fall weniger Grant und mehr Verstand, dann bin ich auch wieder dabei.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Ein Toter in der Dorfwirtschaft - Herzinfarkt oder vielleicht doch Mord?

Nur Uschi kochte schärfer
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Mit dieser Geschichte habe ich das erste Mal mit der Familie Backes aus Hirschweiler zu tun gehabt. Ich bedauere echt, dass ich denen nicht schon früher begegnet bin.

In diesem Buch ermittelt der Dorfpolizist ...

Mit dieser Geschichte habe ich das erste Mal mit der Familie Backes aus Hirschweiler zu tun gehabt. Ich bedauere echt, dass ich denen nicht schon früher begegnet bin.

In diesem Buch ermittelt der Dorfpolizist in einem pikanten Fall. Nach einem Klassentreffen, liegt der ehemalige Französischlehrer Gerhard Scherer, morgens tot im Gästezimmer der Dorfwirtschaft. Schnell stellt sich heraus, das Käthe, Jupps Schwiegermutter, wahrscheinlich die Letzte war, die ihn lebend gesehen hat. Hat sie was mit dem Tot zu tun?
Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass das Mordopfer kein Kostverächter und dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan war. Im Verlauf der Handlung tauchen immer mehr Verdächtige auf und bis zum Schluss habe ich mitgerätselt, wer den guten Mann auf dem Gewissen hat.

Der Humor des Autors ist ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich sehr auf eine Fortsetzung und einen weiteren Mordfall in Hirschweiler.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Feminismus - Gegner unter Mordverdacht

Netz aus Angst
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In diesem Buch verarbeitet und thematisiert Bianka Echtermeyer ihre eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren im Internet. Sie ist Journalistin und hat vor einigen Jahren einen Shitstorm erlebt.

Ihre Protagonistin ...

In diesem Buch verarbeitet und thematisiert Bianka Echtermeyer ihre eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren im Internet. Sie ist Journalistin und hat vor einigen Jahren einen Shitstorm erlebt.

Ihre Protagonistin Charlotte Schmidt findet eine ermordete Kollegin in deren Wohnung und wird von ihrem Chef „auf diese Story“ angesetzt. Bei ihrer Recherche begegnet sie immer wieder dem LKA Ermittler Daniel Zumsande. Gemeinsam folgen sie Spuren im Internet, bis Charlotte dem Täter wohl zu nahe kommt. Sie wird Opfer sehr einschüchternder Maßnahmen.

Die Autorin lässt sehr geschickt gesellschaftliche Themen wie Feminismus, Frauenhass und Social-Media in die durchaus spannende Handlung einfließen.

Mit Charlotte bin ich nicht richtig warm geworden. Die anderen Beteiligten waren für mich greifbarer.

Ein Extralob verdient die schöne Beschreibung von Hamburg als Kulisse für die Handlung.

Für ein Erstlingswerk ist dieser Krimi gut gelungen. Die 200 Seiten lassen sich gut und flott lesen.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Sehr emotional und berührend

Der Honigbus
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Memoir, d.h. die Autorin erzählt ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Meredith May wurde 1970 geboren und ihre Geschichte beginnt 1975 als sich ihre Eltern trennten. ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Memoir, d.h. die Autorin erzählt ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Meredith May wurde 1970 geboren und ihre Geschichte beginnt 1975 als sich ihre Eltern trennten. Meredith und ihr kleiner Bruder Matthew zogen in einer Nacht-und-Nebel Aktion mit ihrer Mutter nach Big Sur an der kalifornischen Küste zu den Großeltern. Mit diesem Satz aus dem Buch - „Irgendwo zehntausend Meter über der Mitte Amerikas hatte sie es aufgegeben eine Mutter zu sein“ - kann man erahnen wie es weitergeht.

Die Mutter ist psychisch schwer angeschlagen und gibt die komplette Verantwortung für die Kinder an die Großmutter ab, die diese Aufgabe in ihrer sehr eigenen Art übernimmt. Den Kindern geht es zwar nicht schlecht, aber es fehlt an Geborgenheit und Liebe. Frank, Meredith´s Großvater, ist Imker. Der wortkarge Mann hat das Herz auf dem rechten Fleck und sieht die Nöte der Kinder. Er nimmt erst Meredith und später auch Matthew mit zu den Bienen und lenkt sie somit von ihren Sorgen ab. Während der Arbeit an den Bienenstöcken erklärt der Großvater viel über das Leben und die Biologe der Bienen. So lernen die Kinder und die Leser einiges über die Weisheit der Natur und die faszinierende Welt der Bienen.

Meredith May hat das Erbe ihres Großvaters angetreten und ist jetzt selbst Imkerin. Sie möchte den Bienen eine Stimme geben und die Leser für die Probleme in der Natur sensibilisieren.

Mein Fazit: Ein sehr berührendes Buch mit einer wichtigen Botschaft.

Veröffentlicht am 29.04.2019

Wie viel ist unsere Freiheit wert ?

Angst essen Freiheit auf
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Ich bin politisch interessiert und Freiheit ist ein sehr hohes Gut für mich, deshalb war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist mir gut bekannt aus ihrer Zeit in der ...


Ich bin politisch interessiert und Freiheit ist ein sehr hohes Gut für mich, deshalb war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist mir gut bekannt aus ihrer Zeit in der Regierung. Dass sie jetzt auch noch sehr aktiv ist, war mir nicht bewusst. Im Buch führt sie einige Beschwerden auf, die sie mit Kollegen beim Verfassungsgericht eingereicht hat. Dafür gebührt ihr großen Respekt und ich wünsche ihr und uns, dass sie erfolgreich sein wird.

Ich habe mir vorgestellt, dass sie die Grundrechte aus dem Grundgesetz vorstellt, bespricht und erklärt wo sie konkret in Gefahr sind.

Sie konzentriert sich allerdings auf einzelne Kernthemen, die aktuelle Brisanz haben:
Schutz der Menschenwürde
Schutz der Privatsphäre
Persönlichkeitsrecht
Meinungs- und Pressefreiheit
Religionsfreiheit
Asylrecht

Sie kritisiert an verschiedenen Stellen eine Übergriffigkeit des „Staates“. Vernachlässigt allerdings, dass internationale Konzerne gerade beim Datenschutz eine bedeutende Rolle spielen. Bei vielen 'kostenlosen' Apps und Anwendungen bezahlen die Nutzer mit ihren Daten. Man kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie wertvoll Datenmaterial ist und in Zukunft sein wird. Darüber sollte mehr aufgeklärt werden.

Das Thema Bargeld wurde nur kurz angeschnitten. Dazu hätte ich mir wesentlich mehr gewünscht, weil die Verdrängung des Bargelds für mich ein gravierender Einschnitt in die persönliche Freiheit ist.

Was mir komplett gefehlt hat, ist das Thema Bildung. Es braucht in der Jugend- und Erwachsenenbildung mehr Angebote und Möglichkeiten für die nötige Aufklärung und Sensibilisierung.

Das aktuelle Geschehen ( April 2019 ) überholt dieses Buch gerade, weil mit dem Thema 'Enteignungen' das Eigentumsrecht neu diskutiert wird.

Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist Juristin und das merkt man auch beim Lesen. Es liest sich stellenweise schon etwas 'trocken'.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Buch behandelt wichtige Themen, die aber vielschichtiger sind, als hier dargestellt wurde.