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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2019

Perfekt für die Handtasche

Januarrot
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Die 30jährige Deborah, lebt und arbeitet in Berlin, in der Zeit kurz nach der Wende. Sie ist selbständig im Bereich Steuer und Finanzen und engagiert sich ehrenamtlich für einen Frauenhilfsverein. Ihre ...

Die 30jährige Deborah, lebt und arbeitet in Berlin, in der Zeit kurz nach der Wende. Sie ist selbständig im Bereich Steuer und Finanzen und engagiert sich ehrenamtlich für einen Frauenhilfsverein. Ihre zwei großen Leidenschaften FRAUEN und SCHUHE führen sie in eine nervenaufreibende Geschichte.

Eines Tages fällt ihr eine Frau mit extravaganten Stiefeln auf. Sie fühlt sich magisch angezogen und ist neugierig. Daher folgt sie der Frau durch die Stadt. Später lernt sie die Frau kennen. Louise, Inhaberin einer exklusiven Schuhboutique.

Bei der Arbeit kommt sie der jungen engelsgleichen Katrin näher.

Deborah fühlt sich zu beiden Frauen hingezogen und ihre Gefühle werden erwidert. Doch beide Frauen haben eine Leiche „im Gepäck“. Hat sich Deborah in eine Mörderin verliebt?

Um das zu klären nimmt sie einiges auf sich und ermittelt auf ihre eigene Art.

Der Autorin ist es gelungen auf 118 ! Seiten eine gut durchdachte und nicht alltägliche Geschichte zu erzählen. Da das Buch als Thriller beworben wird, hätte ich mir ein bisschen mehr Spannung gewünscht, daher nur 4 Sterne.

Veröffentlicht am 07.02.2019

Schöner Ratgeber mit hilfreichen Rezepturen

Aromatherapie für Kinder
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Die Aroma-Therapeutinnen Sabrina Herber und Eliane Zimmermann teilen in diesem liebevoll gestalteten Ratgeber ihren reichen Erfahrungsschatz.

Im ersten Teil werden 20 ätherische Öle und die wichtigsten ...

Die Aroma-Therapeutinnen Sabrina Herber und Eliane Zimmermann teilen in diesem liebevoll gestalteten Ratgeber ihren reichen Erfahrungsschatz.

Im ersten Teil werden 20 ätherische Öle und die wichtigsten Trägeröle ( Jojoba – Mandel – Kokos – Johanniskraut-/ Olivenöl ) vorgestellt. Jedes Öl wird mit Bild, Kurzbeschreibung und Wirkrichtung bei Kindern vorgestellt.

Im zweiten Teil werden verschiedene Rezepte für die häufigsten Beschwerden vom Säugling bis zum Teenager vorgestellt. Die Rezepte sind einfach und gut nachzumachen. Pflegeöle, Balsame, Roll-On, Raumsprays, Kosmetik.... Die Varianten sind vielfältig.

Schön fand ich die Erwähnung von Hydrolaten / Pflanzenwässern. Dazu hatte ich bis jetzt keinen Zugang.

Zum Abschluss liefern die Autorinnen noch einige wissenschaftliche Berichte, die die Wirksamkeit von ätherischen Ölen bestätigen.

Veröffentlicht am 04.02.2019

Dreck und Bakterien sind nicht unsere Feinde

Sind wir noch ganz sauber?
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Die Autorin nähert sich dem Thema "Schmutz - Abfall - Sauberkeit" von verschiedenen Seiten und geht dabei weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Sie spannt einen Bogen von den Putztricks der Tiere ...

Die Autorin nähert sich dem Thema "Schmutz - Abfall - Sauberkeit" von verschiedenen Seiten und geht dabei weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Sie spannt einen Bogen von den Putztricks der Tiere bis zu Putztypologien der Psychologie. Das war interessant, teils allerdings auch etwas langatmig.

Einen großen Teil im Buch nimmt der 'unsichtbare Schmutz', Bakterien und Mikroben, ein. Seit Ende des 19.Jahrhunderts werden die Mikroben erforscht, mit schweren Medikamenten und Chemie gegen sie gekämpft und bis heute nicht richtig verstanden. Es erwacht langsam ein Bewusstsein, dass die Mikroben durchaus auch einen Nutzen für uns haben und wir besser in Symbiose mit ihnen leben als im Dauerkampf.

Da ich mich schon länger für einen nachhaltigen Lebensstil entschieden habe, bin ich schon sensibilisiert für dieses Thema und hätte mir etwas mehr praktische Anregungen gewünscht.

Zusammenfassend kann man sagen: Wir produzieren zuviel Müll und Dreck und kommen bei der Entsorgung und Reinigung an unsere Grenzen. Ein Teufelskreis, aus dem man nur durch neue nachhaltige Ideen und Lösungen aussteigen kann. Die Autorin schafft dafür einen guten Nährboden.

Veröffentlicht am 01.02.2019

Intime Einblicke in eine persönliche Familiengeschichte

Schattenfamilien
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Durch eine Buchverlosung für eine Leserunde bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da ich mich schon länger mit dem Thema Krieg, Kriegstrauma und vererbte Traumas beschäftige, hat mich dieses ...

Durch eine Buchverlosung für eine Leserunde bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da ich mich schon länger mit dem Thema Krieg, Kriegstrauma und vererbte Traumas beschäftige, hat mich dieses Buch gleich angesprochen.


Titel, Cover und Klappentext haben ein interessantes Sachbuch versprochen, das hilft ein tieferes Verständnis für die Kriegs- und Nachkriegszeit zu bekommen. Inhaltlich kann das Buch dieses Versprechen leider nicht halten.

Hauptsächlich geht es in diesem Buch um den jungen Hans ( Vater der Autorin ) und die Briefe die er von verschiedenen Stationen nach Hause zu den Eltern schickt. Durch die Briefe bekommt man ein Gefühl für damalige Zeit aus seiner Sicht.

Die Fragen vom Klappentext,
" Warum ist es möglich gewesen, so viel Unkenntnis über die Rolle unserer eigenen Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute zu bewahren?"
und
"Wodurch ist dieses Unwissen entstanden und weshalb kommen erst in den letzten Jahren so viele wichtige historische Details aus dieser Zeit an Licht?"
fand ich durch das Buch nicht beantwortet.

Die Autorin hat sich mutig ihrer eigenen Familiengeschichte gestellt und für sich den Weg der Öffentlichkeit gewählt um möglichst viel Licht auf die Schatten ihrer eigenen Familie zu werfen.

Für den Mut und die Ehrlichkeit der Autorin gebe ich 3 Sympathiepunkte.

Veröffentlicht am 01.02.2019

Eine stille melancholische Erzählung über das Leben in Holt

Abendrot
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Zeitlos - Berührend - Traurig - Heiter

Ich bin durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden. Kent Haruf und seine Bücher waren mir bis jetzt völlig unbekannt. Ein fiktiver Ort irgendwo ...

Zeitlos - Berührend - Traurig - Heiter

Ich bin durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden. Kent Haruf und seine Bücher waren mir bis jetzt völlig unbekannt. Ein fiktiver Ort irgendwo in Colorado, Viehzüchter und schwierige Umstände, das hat mich neugierig gemacht.

Da ich den Vorgängerband "Lied der Weite" nicht kenne, waren alle Beteiligten für mich neu. Ich würde empfehlen "Lied der Weite" vorher zu lesen. Dann sind einige Protagonisten schon bekannt und man kennt die Hintergründe bessser.

Das Buch handelt von Einzelschicksalen, Dramen und dem Kampf ums tägliche Bestehen in einer Welt / Stadt die scheinbar nichts zu bieten hat. Der Autor richtet den Scheinwerfer auf kurze Episoden und Ereignisse der Einwohner und schafft damit eine Bandbreite an Eindrücken. Die einzelnen Personen sind so detailiert beschrieben, dass man sie vor sich sieht. Manche mag man sofort, z.B. den alten kauzigen Rancher Raymond, bei anderen schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Ein spürbares Anliegen sind dem Autor die Kinder. Hier in dieser Geschichte erfahren die Kinder schon sehr früh wie hart das Leben sein kann und sie lernen irgendwie damit zurecht zu kommen. Fast jeder trägt auf irgendeine Art Narben mit sich herum, äußerliche und innerliche.

Für mich war der Erzählstil erst gewöhnungsbedürftig, doch nach den ersten Seiten war ich in der richtigen Stimmung. Das Buch hat sein eigenens Tempo und seinen eigenen Takt. Wer sich darauf einlassen kann, hat schöne Lesestunden.

„Kent Haruf nimmt uns mit, wohin wir nie wollten, und bald wollen wir von dort nicht mehr weg.“ Bernhard Schlink -- Ja, das stimmt. Holt hat eine seltsame Anziehungskraft