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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2020

Wenig Inhalt trotz eines potentialreichen Themas

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
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Manoman... Ich hatte mich sehr darauf gefreut dieses Buch zu lesen, da mich Themen in dieser Richtung sehr interessieren. Besonders ansprechend wurde das Buch für mich gemacht, weil damit geworben wurde, ...

Manoman... Ich hatte mich sehr darauf gefreut dieses Buch zu lesen, da mich Themen in dieser Richtung sehr interessieren. Besonders ansprechend wurde das Buch für mich gemacht, weil damit geworben wurde, das es von einer Neurowissenschaftlerin stammt. Leider musste ich feststellen, dass sich eigentlich nur das erste und letzte Kapitel mit den wissenschaftlichen Aspekten des Medienkonsums auseinandersetzen. Hinzu kommt, dass ich stets das Gefühl beim Lesen hatte auf Parallelen zu anderen Büchern zu wandern. Insbesondere musste ich mich sehr oft an Hans Roslings Buch "Factfulness", Manfred Spitzers "Digitale Demenz" oder aber auch Dean Burnetts "The Idiot Brain" erinnern. In der Hinsicht hatte das Buch, bis auf einige gute Denkanstöße, nur wenig informativen Mehrwert für mich, Jedoch für Menschen, die bisher nur wenig über die Beeinflussung unseres Denkens durch Medien gelesen haben, kann dies eine sehr gute Einstieglektüre sein.
Ein weiterer Aspekt der mich störte, ist der Fakt, das der Inhalt dezent repetitiv ist und gefühlt auf jeder Seiter erläutert wird, was konstruktiver Journalismus ist und letztlich stets darauf verwiesen wird wie "Perspective Daily" (das Online-Magazin, welches von der Autorin mit ein paar Kollegen ins Leben gerufen wurde) die genannten Hinweise in die Tat umsetzt. Zu Beginn noch in Ordnung, nach einiger Zeit hat es aber eher wie Promotion gewirkt (auch wenn ich denke, dass das nicht beabsichtigt war) .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2019

Zukunftspekulation, die wahr wird

Die Menschenfabrik
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Unser namensloser Protagonist findet sich in einer Situation wieder, die einen an einen klassischen Horrorroman erinnert: Man ist allein, das nächste Dorf ist noch ein paar Meilen entfernt, man ist erschöpft, ...

Unser namensloser Protagonist findet sich in einer Situation wieder, die einen an einen klassischen Horrorroman erinnert: Man ist allein, das nächste Dorf ist noch ein paar Meilen entfernt, man ist erschöpft, das einzige Gebäude in der Nähe ist eine seltsame Fabrik und, wie sollte es anders sein, man ist allein. Eine nicht gerade praktische Ausgangssituation.
Was sich zunächst ziemlich klischeehaft anhört, ändert sich in innerhalb von zwei Seiten augenblicklich! Denn es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Gebäude um eine Menschenfabrik handelt (wie der Titel schon andeuten lässt ;)).
Der Dialog zwischen dem Direktor und dem Protagonisten, der darauf folgt und sich über das gesamte Buch erstreckt ist unglaublich tiefgreifend und greift eine Problematik auf, die uns heute wichtiger als denn je erscheint: Inwiefern ist es moralisch vertretbar, dass Leben künstlich zu beeinflussen, gar zu kreieren?
Allerdings unterhalten sich die beiden nicht über CrispR oder sonstige Gentherapie Methoden, sondern lediglich um das Prinzip der künstlichen Rasse. Letztendlich wurde das Buch vor 130 Jahren geschrieben und es ist kaum vorstellbar wie Panizza es schafft den heutigen Kern der Zeit zu treffen, obwohl er relativ weit in der Vergangenheit lebte.
Dieses Buch ist ein Indiz dafür, dass künstliche Intelligenz die Menschen schon lange bewegt und stets mit kritischen Augen verfolgt wird. Besonders interessant ist Panizzas dialektische Betrachtung der ethischen und kapitalistischen Position, welche den Leser zum eigenen Nachdenken auffordert.

~Eine Empfehlung für die, die sowohl auf klassische Literatur als auch auf KIs und Zukunftsspekulationen stehen. Oder aber eine kurze Lektüre für den Nachmittag brauchen ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2019

Guter Psychothriller mit viel Wahnsinn und Okkult

Das Dorf
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Ich wusste es, Leute aus Dörfern sind allesamt seltsam! Zu blöd, dass ich selbst in einem lebe...
Wenigstens kann ich sagen, dass hier keine okkulten Messen abgehalten werden, bei denen die Opfer grausame ...

Ich wusste es, Leute aus Dörfern sind allesamt seltsam! Zu blöd, dass ich selbst in einem lebe...
Wenigstens kann ich sagen, dass hier keine okkulten Messen abgehalten werden, bei denen die Opfer grausame Qualen durchleben (hoffe ich zumindest), wie es im Psychothriller “Das Dorf” von Arno Strobel der Fall ist. Das Buch wurde 2015 unter dem Fischer-Taschenbuch Verlag veröffentlicht und ist darum bestrebt den Leser schon ab Seite 1 ein ungutes Gefühl zu geben.

Im Mittelpunkt des Romans steht der Journalist Bastian Thanner, der in seiner Kindheit zum Vollwaisen wurde, als seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Eines Vormittags bekommt er einen Anruf von einer unterdrückten Nummer. Schnell stellt er fest, dass am anderen Ende des Apparats seine Ex-Freundin Anna ist, die bitterlich um Hilfe schreit. Der einzige Hinweis auf ihren Aufenthalt, den sie hinterlässt, ist das Dorf Frundow. Bastian reagiert sofort und macht sich mit seinen besten Freund Safi auf zum besagten Ort. Dort erwartet ihn, aber so einiges, was er sich niemals hätte vorstellen können. Zerstochene Reifen und das Verschwinden von Safi sind bloß der Anfang eines unheimlichen Teufelskreises...

Die Story kam ziemlich schnell in Fahrt, da man von Beginn an mit mysteriösen Charakteren und Vorfällen konfrontiert wurde und somit die Spannung stark nach oben stieg. Zwischendurch bekommt man es immer wieder mit sogenannten “Entwürfen” zu tun, die Aufzeichnungen über das Leben im Dorf enthalten und enorm zur unheimlichen Atmosphäre beisteuern. Außerdem ist es äußerst interessant mit anzusehen wie Bastian dem Wahnsinn immer näher rückt und man als Leser selbst immer wieder mit der Frage beschäftigt ist, ob etwas der Realität oder Einbildung entspricht. Gegen Ende hatte ich zwar das Gefühl, dass die ganze Geschichte voraussehbarer wird, allerdings wäre Arno Strobel nicht Arno Strobel, wenn er dieses Problem nicht lösen könnte. Also macht euch auf was gefasst!

Bei den Charakteren ist mir Safi augenblicklich ans Herz gewachsen! Er hat nämlich einen Zahlentick und eine damit verbundene Zwangsstörung, die ihn unverkennbar machen und gerade zu Beginn des Thrillers mich ermuntert hat weiterzulesen. Bastian war mir um ehrlich zu sein ein wenig oberflächlich und sogar unsympathisch. Ich hatte ein paar Mal das Verlangen ihn ins Gesicht zu boxen, wenn er sich undankbar gegenüber Mia (die Frau, die ihn bei sich wohnen lässt) verhielt oder allgemein unüberlegte Aktionen startete. Aber heyyy.... er ist schließlich auch in einem Dorf gefangen, wo jeder ein bisschen am Rad dreht. Auf der anderen Seite, fand ich seine charakterliche Entwicklung interessant dargestellt, die zum Schluss wieder Mitleid bei mir, ihm gegenüber erzeugte.

Über den Schreibstil lässt sich nicht meckern. Flüssig, stimmig und zum Charakter von Bastian angepasst. Ganz besonders hat mir der metaphorische Stil gefallen, der besonders dann verstärkt aufkam als Bastian immer weniger in die Realität vertraute und sich allmähich dem Wahnsinn hingab.

Fazit

Storytechnisch hat der Roman viel zu bieten und schafft es auch in Sachen Atmosphäre zu überzeugen, allerdings hat man auf charakterlicher Seite das Gefühl, dass irgendetwas fühlt, was den Lesespaß aber nur gering beeinflusst. Alle Psychothriller-Fans, die auf eine nicht zu enden wollende Höllenfahrt Lust haben und dazu auf das Klischee gruselige Dorfbewohner stehen, sollten diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben!

LG Sophie

Veröffentlicht am 07.08.2019

Zukunftssatire, der es an Witz und Charme nicht mangelt!

QualityLand
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Herzlichen Glückwunsch! Sie sind nun im Besitz eines pinken Delfinvibrators! Ob sie diesen brauchen oder nicht, spielt keine Rolle.
In solch einem ähnlichen Szenario hat sich unser Protagonist Peter ...

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind nun im Besitz eines pinken Delfinvibrators! Ob sie diesen brauchen oder nicht, spielt keine Rolle.
In solch einem ähnlichen Szenario hat sich unser Protagonist Peter Arbeitsloser, in dem Buch Qualityland von Marc-Uwe Kling, befunden. Dieser Science-Fiction Roman wurde vom Ullstein-Verlag im Jahre 2017 veröffentlicht und beweist erneut, nach der Känguru-Triologie, das Satire Talent von Kling!

Bevor ich mit der eigentlichen Bewertung beginne, ein paar Infos vorweg. In Qualityland ist die Technologie extrem weit fortgeschritten, alles ist von Algorithmen optimiert worden, sodass dem Individuum so gut wie alle schwierigen Entscheidungen abgenommen werden. Z.B. gibt es Institutionen wie TheShop, die genau wissen, was du in diesem Moment willst und schicken dir per Drohne, den Gegenstand deiner Begierde. Klingt noch nicht verlockend genug? Neben TheShop ist auch noch Qualitypartner nennenswert. Bei Qualitypartner musst du dich bloß registrieren und schon wird aus allen deinen gesammelten Daten der perfekte Partner für dich ausgewählt. Jetzt musst du nur noch auf OK klicken und schon wird die Anfrage auf ein erstes Date abgeschickt. Und da Algorithmen unfehlbar sind, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit deinen Partner fürs Leben gefunden haben. Und wenn nicht, kannst du ihn ja immer noch umtauschen. Außerdem gibt es so etwas wie “Social Scoring”, dabei sammeln Einwohner Punkte durch alle möglichen Dinge, wie Sportlichkeit, Partnerwahl, Beruf etc., dabei kann man wie in einem Computerspiel Level aufsteigen und je höher das eigene Level ist, desto mehr Ansehen und Sonderrechte hat man. Nun da ihr mit Infos getankt seid, bereit um in die Welt von Qualityland einzutauchen?

Im Roman gibt es mehrere Handlungsstränge, die sich an bestimmten Punkten schneiden, allerdings meistens für sich autonom erzählen. Im Fokus steht aber deutlich die Geschichte von Peter Arbeitsloser, welcher als Maschinenverschrotter arbeitet und eine Vorliebe dafür hat Maschinen mit menschlichen Problemen zu retten und unter seine Fittiche zu nehmen. Dazu zählen z.B. Drohnen mit Flugangst oder maschinelle Autoren mit Schreibblockade. Weiterhin gibt es noch den Storypfad von John of US, ein Android, welcher zur Präsidentschaftswahl antritt und einen schwierigen Wahlkampf vor sich hat, bei dem wir ihn begleiten dürfen. Und dann sollte noch Martyn nicht unerwähnt bleiben, der ein Mitglied der Partei Qualitätsallianz ist und in gewisser Weise uns das Leben aus der Sicht eines Bürgers der Oberschicht näherbringt.

Glaubt mir, sobald man erstmal anfängt Qualityland zu erkunden, kann man nicht mehr aufhören! Mit am besten gefiel mir die politische Satire, die besonders beim Wahlkampf von John of Us bemerkbar war. Die Anspielung auf den ein oder anderen Politiker war gut untergebracht. Allerdings darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass Themen wie Populismus, Datenschutz, Digitalisierung und damit einhergehende menschenähnliche Maschinen perfekt umgesetzt und in das Satirekonzept eingebaut wurden. Der ein oder andere Schenkelklopfer ist garantiert!

Da Humor über das ganze Buch hinweg gegeben ist, hatte ich auch stets großen Lesespaß und jedes Kapitel schaffte es mir das ein oder andere Lachen zu entlocken. Besonders die “schwarzen Seiten” haben es mir angetan. Denn in diesen werden von einer Meinungsmacherin Nachrichten, Buchempfehlungen und andere Dinge gepostet und dazugehörige Kommentare werden gezeigt, wodurch man gleich noch mehr Einblick in die Köpfe der Bevölkerung bekommt. Ein genialer Einfall!

Von den Charakteren hat, wie schon angedeutet, John of Us bei mir den größten Eindruck hinterlassen. Der Android konnte mich durch seine menschliche und sehr ehrliche Art überzeugen. Peter und Martyn waren eher von banalem Charakter, allerdings hätte den beiden Figuren ein kritischer Verstand auch nicht gestanden, da ansonsten die Glaubwürdigkeit und das Konzept der Story gelitten hätten. Ansonsten mochte ich noch sehr die Maschinen mit menschenähnlichen Problemen, die bei Peter Obhut fanden, sehr gut gemacht. Diese haben der Geschichte noch einmal einen gewissen Kick gegeben und haben deutlich zum Humor beigetragen. Zum Beispiel regt sich eine Maschine darüber auf, dass der letzte Terminator Film voll blöd sei, da andauernd die Menschen gewinnen. Ihrer Meinung nach sei das total unrealistisch.

Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass dieser sehr gut gewählt und auf jeden Charakter abgestimmt war. So hatte jede Figur seine eigene Ausdrucksweise, was auf mich ziemlich realitätsnah gewirkt hat.

Fazit

Bei Qualityland handelt es sich um eine sehr, sehr witzige Zukunftssatire die auf mehreren Ebenen darum bemüht ist den Leser zum Nachdenken anzuregen. Wer Politik interessiert und auf der Suche nach etwas Neuem ist macht mit diesem Buch nichts falsch. Außerdem lege ich dieses Buch auch jeden ans Herz, der schon an Filmen wie “Idiocracy” Freude fand und immer offen für verrückte und alternative Zukunftsideen ist. Ich hoffe das Marc-Uwe Kling seinem Stil treu bleibt und uns weiterhin mit toller Satire beglückt!

“Ist es überhaupt eine Diktatur, wenn keiner merkt, dass es eine Diktatur ist? Wenn sich keiner seiner Freiheit beraubt fühlt?”
~Qualityland Seite 210

LG Sophie

Veröffentlicht am 07.08.2019

Haben wir Bedeutung?

Nichts
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“Blau. Blauer. Am blausten.”, diese Art von Steigerungskunst, lässt sich in dem Buch “Nichts-Was im Leben wichtig ist” von Jane Teller oftmals lesen. Allerdings steckt in diesem Buch mehr drin als der ...

“Blau. Blauer. Am blausten.”, diese Art von Steigerungskunst, lässt sich in dem Buch “Nichts-Was im Leben wichtig ist” von Jane Teller oftmals lesen. Allerdings steckt in diesem Buch mehr drin als der Leser zunächst vermuten mag. Tatsächlich wurde das Buch nach Veröffentlichung im Jahr 2000 an dänischen Schulen verboten, da es für großes Aufsehen sorgte. In Deutschland wurde es erst im Jahr 2010 vom Verlag dtv publiziert und stieß sofort auf gespaltene Meinungen. Trotz Startschwierigkeiten ist das Buch mittlerweile in 25 Sprachen übersetzt und unteranderem für den Jugendnobelpreis nominiert worden.

Ein Siebtklässler sitzt in einem Pflaumenbaum und weigert sich zur Schule zu gehen oder sonst irgendetwas zu machen, seine Begründung ist: ”Nichts im Leben hat eine Bedeutung.”. Punkt. Das wars. Oder doch nicht? Wer hätte gedacht, dass Pierre Anthon durch einen so simplen Satz, ein Rachespiel mit so extremen Ausmaßen anzetteln würde? Pierres Mitschüler wollen versuchen ihn zu beweisen, dass es immer etwas gibt, was im Leben von Bedeutung ist. Dazu sammeln sie von jedem Schüler aus der Klasse das Objekt, an dem die Person am meisten hängt. Ein “Berg aus Bedeutung” entwickelt sich. Wer nun denkt, dass sich die Geschichte doch ganz niedlich anhöre, der wird spätestens an dem Punkt merken, als ein Mädchen dazu aufgefordert wird die Leiche ihres toten Bruders zu “opfern”, dass es sich um mehr, als nur ein kleines Spiel handelt. Da nahezu in jedem Kapitel der Berg um einen Gegenstand erweitert wird, gelingt es der Autorin den Spannungsbogen von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Hinzu kommt, dass der Schreibstil sehr leicht ist und somit einen schnellen Lesefluss ermöglicht. Allerdings sollte erwähnt sein, dass das Buch aus der Sicht der zwölfjährigen Agnes geschrieben ist und somit viele Formulierungen ziemlich kindlich wirken, was den einen oder anderen Leser möglicherweise stören könnte. Gleichzeitig ist es interessant mitzulesen, wie die Mitschüler immer mehr mit der Frage belastet werden “Wer sind wir?”, “Was hat wirklich Bedeutung” und “Wann ist man jemand?”. Um diese Fragen dreht sich das gesamte Buch und es wird immer wieder darauf zurückgekommen, auf eine klare Antwort wartet der Leser aber vergeblich. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr dreht sich auch der eigene Kopf um diese Fragen. Es fällt auf, dass sich mit der Zeit ein gewisser Hass gegenüber Pierre Anthon entwickelt, dazu fällt mir ein passendes Zitat von Hermann Hesse ein: “Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bilde etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.”. Ich bin der Meinung, dass dies auch auf Pierres Klassenkameraden zutrifft. Sie wissen, dass an dem was er sagt, etwas dran ist, wollen es sich aber nicht eingestehen und als Folge versuchen sie verzweifelt ihm das Gegenteil zu beweisen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch in vielen Aspekten überzeugt und die Charaktere dem Leser noch für längere Zeit in Erinnerung bleiben werden. Wer Spaß an philosophischen Themen hat und Bücher mag in denen Menschen versuchen ihren eigenen Wert zu finden, wie es z.B. in Hermanns Hesse “Demian” der Fall ist, der wird sicherlich mit diesem Buch nichts bereuen.
Zum Schluss noch einen kleinen Denkanstoß:

“Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert."
– Hermann Hesse, Demian

LG Sophie