Cover-Bild Nichts

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7,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 01.04.2012
  • ISBN: 9783423625173
Janne Teller

Nichts

Was im Leben wichtig ist, Roman
Sigrid C. Engeler (Übersetzer)

Was im Leben wichtig ist

Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2019

Haben wir Bedeutung?

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“Blau. Blauer. Am blausten.”, diese Art von Steigerungskunst, lässt sich in dem Buch “Nichts-Was im Leben wichtig ist” von Jane Teller oftmals lesen. Allerdings steckt in diesem Buch mehr drin als der ...

“Blau. Blauer. Am blausten.”, diese Art von Steigerungskunst, lässt sich in dem Buch “Nichts-Was im Leben wichtig ist” von Jane Teller oftmals lesen. Allerdings steckt in diesem Buch mehr drin als der Leser zunächst vermuten mag. Tatsächlich wurde das Buch nach Veröffentlichung im Jahr 2000 an dänischen Schulen verboten, da es für großes Aufsehen sorgte. In Deutschland wurde es erst im Jahr 2010 vom Verlag dtv publiziert und stieß sofort auf gespaltene Meinungen. Trotz Startschwierigkeiten ist das Buch mittlerweile in 25 Sprachen übersetzt und unteranderem für den Jugendnobelpreis nominiert worden.

Ein Siebtklässler sitzt in einem Pflaumenbaum und weigert sich zur Schule zu gehen oder sonst irgendetwas zu machen, seine Begründung ist: ”Nichts im Leben hat eine Bedeutung.”. Punkt. Das wars. Oder doch nicht? Wer hätte gedacht, dass Pierre Anthon durch einen so simplen Satz, ein Rachespiel mit so extremen Ausmaßen anzetteln würde? Pierres Mitschüler wollen versuchen ihn zu beweisen, dass es immer etwas gibt, was im Leben von Bedeutung ist. Dazu sammeln sie von jedem Schüler aus der Klasse das Objekt, an dem die Person am meisten hängt. Ein “Berg aus Bedeutung” entwickelt sich. Wer nun denkt, dass sich die Geschichte doch ganz niedlich anhöre, der wird spätestens an dem Punkt merken, als ein Mädchen dazu aufgefordert wird die Leiche ihres toten Bruders zu “opfern”, dass es sich um mehr, als nur ein kleines Spiel handelt. Da nahezu in jedem Kapitel der Berg um einen Gegenstand erweitert wird, gelingt es der Autorin den Spannungsbogen von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Hinzu kommt, dass der Schreibstil sehr leicht ist und somit einen schnellen Lesefluss ermöglicht. Allerdings sollte erwähnt sein, dass das Buch aus der Sicht der zwölfjährigen Agnes geschrieben ist und somit viele Formulierungen ziemlich kindlich wirken, was den einen oder anderen Leser möglicherweise stören könnte. Gleichzeitig ist es interessant mitzulesen, wie die Mitschüler immer mehr mit der Frage belastet werden “Wer sind wir?”, “Was hat wirklich Bedeutung” und “Wann ist man jemand?”. Um diese Fragen dreht sich das gesamte Buch und es wird immer wieder darauf zurückgekommen, auf eine klare Antwort wartet der Leser aber vergeblich. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr dreht sich auch der eigene Kopf um diese Fragen. Es fällt auf, dass sich mit der Zeit ein gewisser Hass gegenüber Pierre Anthon entwickelt, dazu fällt mir ein passendes Zitat von Hermann Hesse ein: “Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bilde etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.”. Ich bin der Meinung, dass dies auch auf Pierres Klassenkameraden zutrifft. Sie wissen, dass an dem was er sagt, etwas dran ist, wollen es sich aber nicht eingestehen und als Folge versuchen sie verzweifelt ihm das Gegenteil zu beweisen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch in vielen Aspekten überzeugt und die Charaktere dem Leser noch für längere Zeit in Erinnerung bleiben werden. Wer Spaß an philosophischen Themen hat und Bücher mag in denen Menschen versuchen ihren eigenen Wert zu finden, wie es z.B. in Hermanns Hesse “Demian” der Fall ist, der wird sicherlich mit diesem Buch nichts bereuen.
Zum Schluss noch einen kleinen Denkanstoß:

“Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert."
– Hermann Hesse, Demian

LG Sophie

Veröffentlicht am 06.12.2018

Gewöhnungsbedürftig

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Die Meinungen gehen bei diesem Buch ja recht arg auseinander und auch ich muss gestehen, dass ich nach den ersten Seiten wenig angetan war. Manche Formulierungen sind so gewählt, dass ich mir dachte "Was ...

Die Meinungen gehen bei diesem Buch ja recht arg auseinander und auch ich muss gestehen, dass ich nach den ersten Seiten wenig angetan war. Manche Formulierungen sind so gewählt, dass ich mir dachte "Was will die Autorin mir damit sagen?".

Die Geschichte ist ebenso verstörend wie tiefgründig und ich muss nach Beenden sagen, dass sie eigentlich wirklich gut war.
Absolut eindringlich geschrieben, mit gut ausgearbeiteten Charkteren regt sie zum nachdenken an und bleibt definitiv im Gedächtnis.
Ob es sich nun wirklich um ein Jugendbuch handelt, ist meines Erachtens ob der Grausamkeiten, die in diesem Werk zum tragen kommen doch sehr fragwürdig.
Vielleicht eher geeignet für junge Erwachsene ...

Insgesamt geht es um die Frage, welchen Sinn das Leben denn überhaupt hat, laut Aussage von Pierre Anthon nämlich hat es keinen, da eben nichts wichtig ist und somit auch alles sinnlos...

Dies gilt es zu hinterfragen, hier müssen Gegenbeispiele gebracht werden, denn wie deprimierend ist es für 14-Jährige, sich eingestehen zu müssen, dass eigentlich nichts wichtig ist...

So wird ein Berg aus Dingen von Bedeutung zusammengetragen, hier nimmt die Geschichte an Dramatik zu, denn neben "alltäglichen" Dingen, wie einem Fahrrad oder einer Angel sind für andere der rechte Zeigefinder, die Leiche des beerdigten kleinen Bruders oder aber die eigene Unschuld wichtig...

An einigen Stellen wird das Buch heftig und makaber, kann jungen lesern mit Sicherheit Alpträume bescheren, ist jedoch eindringlich und wachrüttelnd.

Ich empfand es als außergewöhnlich, dazu trägt auch der nicht ganz alltaägliche Schreibstil bei und war wirklich angetan. Empfehlten würde ich es jedoch wie gesagt jungen Erwachsenen und generell Lesern, die ein wenig abgehärtet sind....

Veröffentlicht am 17.09.2018

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

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Das Buch "Nichts was im Leben wichtig ist" erzählt sehr bewegend, die Geschichte einer Klasse, welche sich auf der Suche nach dem Sinn im Leben auf einen Weg des Wahnsinns begibt. Was als eine Art Projekt ...

Das Buch "Nichts was im Leben wichtig ist" erzählt sehr bewegend, die Geschichte einer Klasse, welche sich auf der Suche nach dem Sinn im Leben auf einen Weg des Wahnsinns begibt. Was als eine Art Projekt beginnt, um einen Freund von dem Schönen und Wichtigem im Leben zu begeistern, endet in einer Katastrophe mit unbegreiflichem Ausmaß. Der Ablauf des Ganzen ähnelt einem Spiel: Man wird aufgefordert etwas mit großer, persönlicher Bedeutung abzugeben und darf dafür an einen Anderen eine Forderung stellen. Was mit Schuhen und Comics beginnt, schaukelt sich immer weiter hoch, bis die Kinder auch vor Grabschändung, Tieropfern und körperlichen Vergehen nicht mehr zurückschrecken. Als es zur Eskalation kommt und die Welt von dem angesammelten "Berg von Bedeutung" erfährt, werden die Jugendlichen kaum zurecht gewiesen, sondern für ihre Taten entlohnt. Den Freund vom Beginn der Handlung können sie jedoch nicht bekehren und auch in den eigenen Reihen kommt Zweifel auf: "Hat der Berg aus Bedeutung überhaupt noch Bedeutung?". Zum Schluss kommt es unerwartet zu einer weiteren Eskalation der Situation, als die Jugendlichen realisieren, dass all ihre Opfer nicht den Wert haben, welchen sie sich erhofft hatten und die Ausschreitungen gehen so weit, dass der Versuch des unfreiwilligen Anstifters der Bewegung, beim Versuch die Hersteller des Berges von Bedeutung, totgeprügelt wird.
Ich denke das Buch regt sehr zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und des eigenen Handelns an und zeigt auf, dass auch kleinste Bemerkungen und Taten ausreichen, um größeres in Gang zu setzen. Die Autorin stellt ebenfalls sehr gut dar, wie leicht sich die heutige Gesellschaft von fremden Meinungen und einfachen Aussagen beeinflussen lässt. Diese Tatsache wird besonders durch soziale Medien verstärkt, wodurch sich "Fake news" und politische oder ethische Ansichten leichter Verbreiten lassen -was natürlich nicht immer direkt schlecht ist. Dennoch sollte man das Buch mal zum Anreiz nehmen und anfangen sich mehr auf eigene Ansichten zu verlassen und sich nich direkt von fremden Meinungen einnehmen zu lassen. Denn wenn nur einer der Jugendlichen die Courage gehabt hätte, die eigenen Zweifel an dem Vorhaben mitzuteilen, hätte die Katastrophe verhindert werden können!

Veröffentlicht am 08.09.2018

Was hat schon Bedeutung und was nicht?

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Inhalt:
Als Pierre Anthon am ersten Schultag der 7. Klasse mit den Worten " Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun" das Klassenzimmer verläss, ahnt noch keiner seiner ...

Inhalt:
Als Pierre Anthon am ersten Schultag der 7. Klasse mit den Worten " Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun" das Klassenzimmer verläss, ahnt noch keiner seiner Mitschüler, was er damit in ihnen auslöst und ins Rollen bringt.
Denn was hat schon Bedeutung und was bedeutet nichts?
Genau diese Frage bewegt seine Klassenkameraden dazu, sich in eine Teufelskreis aus gegenseitiger Verachtung, Hass, Wut und Neid zu begeben.

In der Klasse 7A findet sich eine bunte Mischung Jugendlicher verschiedener Typen zusammen, die verschiedener kaum sein könnten. Wie in jeder typischen Schulklasse gibt es diese speziellen Typen: den Anführer, die Schüchterne, die Extrovertierte, den Draufgänger, den Klassenclown oder den Einzelgänger, der gerne mal petzen ging. Wer kennt das nicht?
Die Aussagen von Pierre Anthon verursachen dann aber, dass alle zusammen etwas gegen das "Nichts" unternehmen - mit schwerwiegenden Folgen.
Die Handlung spitzt sich immer weiter zu und die Jugendlichen geraten in einen Teufelskreis aus dem schwer zu entkommen ist, denn die Gruppe bestimmt und nicht ein Einzelner.

Meinung:
Der Schreibstil ist wie in vielen Parabeln nicht so flüssig wie in typischen Romanen, womit ich mich etwas schwer getan habe, dennoch bringt einen die sich zuspitzende Handlung dazu, dieses Buch nicht aus der Hand zu legen.

Fazit:
Wer gerne auch einmal zwischen den Zeilen liest, zum Nachdenken angeregt werden will und sich am Ende nicht vor einer Lehre scheut, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für Liebhaber der seichten Lektüre für Zwischendurch ist dieses Buch eher ungeeignet.

Veröffentlicht am 30.01.2018

J. Teller hat ein Buch geschaffen, das jede Altersgruppe berührt

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"NIchts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden." [Zitat S. 7]

Inhalt:
Als Pierre Anthon, eines Tages, mitten ...

"NIchts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden." [Zitat S. 7]

Inhalt:
Als Pierre Anthon, eines Tages, mitten im Unterricht aufspringt und behauptet, dass "Nichts irgendetwas bedeutet", bringt er damit einen winzigen Stein ins Rollen, der sich nach nur kurzer Zeit zu einer riesigen Lawine ausbreitet. Denn seit diesem Tag, sitzt er täglich auf seinem Pflaumenbaum und ruft seinen Mitschülern hinterher, dass "Nichts wirklich von Bedeutung ist". Doch das, wollen diese nicht auf sich sitzen lassen, deshalb schmieden sie einen Plan: Sie wollen Pierre Anthon zeigen, dass er falsch liegt, dass es doch etwas gibt, für das es sich zu leben lohnt. Also treffen sie sich heimlich, in einem stillgelegtem Sägewerk um einen "Berg aus Bedeutung" zu schaffen. Erst müssen die Kinder nur banales auf den Berg werfen, ein Paar Lieblingsschuhe, ein Fahrrad. Doch später, gerät die Situation außer Kontrolle, der Eine muss seinen kleinen Finger lassen, ein wieder Anderer, seine Unschuld. Irgendwann gerät die Situation außer Kontrolle und die beißende Frage: "Was denn nun wirklich Bedeutung hat?" Verliert sich hinter einer schwammigen Linie aus Nichts und wieder Nichts.

Meinung:
Sehr schlicht und unscheinbar stand "Nichts" von J. Teller vor mir im Regal, grinste mich an und wartete darauf, dass ich endlich mit meiner Hand über seinen Buchrücken streicheln und seine Wörter aufsaugen würde. Lange hat es gedauert, doch irgendwann haben wir zueinander gefunden. Zurück geblieben ist Bewunderung, für dieses unglaubliche Buch, welches auch im Nachhinein noch nachpocht und zum Denken anregt. J. Teller hat ein Buch geschaffen, das jede Altersgruppe berührt. Kritisch setzt sie sich mit der Frage auseinander:"Was hat im Leben überhaupt eine Bedeutung?" Ich kann nur jedem ans Herz legen: "Lest dieses Buch!" Ihr werdet nicht enttäsucht sein [...]