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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2019

Alles andere als „Düster, sexy und voller Intrigen“

Cold Princess
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Erster Satz

Die Tür zu ihrem Büro wurde so heftig geöffnet, dass der Griff gegen die Wand knallte.

Meinung

Die körperliche Anziehung zwischen Saphira und Madox ist nicht zu leugnen, doch etwas schwerwiegendes ...

Erster Satz

Die Tür zu ihrem Büro wurde so heftig geöffnet, dass der Griff gegen die Wand knallte.

Meinung

Die körperliche Anziehung zwischen Saphira und Madox ist nicht zu leugnen, doch etwas schwerwiegendes steht zwischen ihnen, weshalb sie sich nicht näher kommen können. Saphira ist der Kopf ihrer Mafiafamilie und Madox nichts weiter als ein einfacher Soldat, weit unter ihr und mit einem düsteren Geheimnis, welches ihr Verhängnis werden könnte. Doch umso mehr sie sich wehren desto näher kommen sie sich.

Abwechselnd erzählen Saphira und Madox die Geschichte, während zwei Nebencharaktere zwischendurch immer mal wieder kurz den Erzählpart übernehmen. Darauf hätte jedoch gerne verzichtet werden können, denn dadurch wurde jegliche Spannung genommen und die Geheimnisse im Hintergrund für den Leser sofort aufgelöst. Der Schreibstil wirkte abgehackt und nicht wirklich angenehm flüssig zu lesen. Die Sexszenen waren plump und in keinster Weise erotisch. Trotz des ruppigen Tons und der härteren Umgangsweise, können solche schön zu lesen sein. Hier lösten sie aber nur Fremdschemen aus.
Der Plot ist kurz gesagt einfach nur unrealistisch. Wenn die Protagonistin schone eine, für eine Frau untypische Rolle, übernimmt, wie die eines Capo, dann bitte an einem Ort, an dem es wenigstens ansatzweise möglich wäre. Die sizilianische Mafia ist aber ganz sicher nicht der passende Platz, denn dort werden Frauen überhaupt nicht aufgenommen.
Auch sind so gut wie alle Namen so unpassend wie das Setting. Saphira und Madox klingen so gar nicht nach italienischen Mafiosi-Kindern. Hätte die Geschichte in Amerika gespielt, wäre es deutlich passender gewesen. Bis auf ein paar eingeworfene italienische Wörter war rein gar nichts authentisches an der Geschichte und selbst die waren schnell verbraucht und wurden nur noch stumpf wiederholt.
Am Ende läuft alles auf ein Ereignis hinaus, aber der Weg dahin ist alles andere als spannend. Sobald Madox und Saphira etwas tun und sich um die Konsequenzen Gedanken machen, denkt auch der jeweilige andere darüber nach. Immer und immer wieder kommt die Geschichte dadurch etwas voran, bevor am Ende dann plötzlich alles Bescheid wissen und ein mehr als schwaches Finale heraus kommt, das auch der Cliffhanger nicht retten konnte.

Charaktere

Zu Saphira und Madox kann ich insgesamt nicht viel sagen, außer dass sie triebgesteuert sind und es eine Wunder ist, dass sie so lange überlebten, geschweige denn nicht aufflogen. Mehr als Rache und Sex beinhalten ihre Gedanken nicht.
Auch die Nebencharaktere waren weder wichtig noch trugen sie etwas zur Story bei.

Fazit

Plot - fehl am Platz, authentisches Setting und interessante Charaktere - nicht vorhanden, Spannung - bis aufs Letzte ausradiert. 1 Stern

Veröffentlicht am 14.11.2019

Geisterjagd mit einem Geist

City of Ghosts - Die Geister, die mich riefen
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Erster Satz

Die meisten Leute glauben, dass Geister nur nachts oder an Halloween erscheinen, wenn die Welt dunkel ist und die Mauern zwischen den Lebenden und Toten dünn ist.

Meinung

Seit Cassidy vor ...

Erster Satz

Die meisten Leute glauben, dass Geister nur nachts oder an Halloween erscheinen, wenn die Welt dunkel ist und die Mauern zwischen den Lebenden und Toten dünn ist.

Meinung

Seit Cassidy vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall beinahe ertrunken wäre, ist es ihr möglich die Toten zu spüren und zu sehen. Immer wieder zieht es sie hinter den Schleier, ins Reich der Verstorbenen. Auch ihren besten Freund Jacob kennt sie seit diesem Moment. Der Junge rettete ihr das Leben und begleitet sie seitdem auf Schritt und Tritt, auch hinter den Schleier, denn Jacob ist ein Geist. Als ihre Eltern eine Fernsehshow drehen sollen, verschlägt es die zwei in die Geister Hauptstadt Edinburgh. Dort warten nicht nur viele Geister auf sie, sondern auch ein paar Antworten auf ihre Fragen.

Als Erzählerin dient Cassy, die den Leser direkt anspricht und ihn über Erinnerungen und Geschehnisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart gleichermaßen informiert. Ihre Erzählart ist dabei dem Alter entsprechen und baut an den richtigen Stellen Spannung auf.
Die Geisterwelt ist sehr verständlich und mit einfach Worten erklärt, so dass es keine Schwierigkeiten beim Folgen der Geschichte gibt.

Charaktere

Cassidy ist in ihrer Heimat ein Einzelgänger und hält sich von ihren Mitschülern fern. Ob erst seit ihrem Unfall oder auch schon davor ist dabei nicht bekannt, allerdings scheint es sie überhaupt nicht zu stören. Viel lieber ist sie mit Jacob zusammen und folgt den Spuren hinter dem Schleier. Ihre Art war ruhig, aber nicht schüchtern oder zurückhaltend. Sie war präsent und sehr angenehm.

Ihr bester Freund und Geist Jacob war immer für einen humorvollen Spruch zu haben, kämpfte derweilen aber auch mit seiner Furcht vor dem Unbekannten und anderen Geistern, obwohl er doch schon gestorben ist. Um seinen Tod machte er einen weiten Bogen und wich immer wieder dem Thema aus.

Fazit

Die perfekte Mischung aus Witz, Grusel und Freundschaft der besonderen Art. Ich freu mich schon auf das nächste Abenteuer mit Cassidy und Jacob. 5 Sterne

Veröffentlicht am 12.11.2019

Auf der Suche nach ihrem Bruder, landet sie im größten Abenteuer ihres Lebens

Wild Creatures - Die Jagd von Narroway
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Erster Satz

Ottilie sprang und verlor das Gleichgewicht.

Meinung

Im ärmsten Teil des Landes wachsen Ottilie und ihr Bruder Gulliver auf und versuchen über die Runden zu kommen. Auf ihre Mutter ist kein ...

Erster Satz

Ottilie sprang und verlor das Gleichgewicht.

Meinung

Im ärmsten Teil des Landes wachsen Ottilie und ihr Bruder Gulliver auf und versuchen über die Runden zu kommen. Auf ihre Mutter ist kein Verlass und so begibt sich Ottilie alleine auf die Suche, als ihr Bruder eines Nachts verschwindet. Ahnungslos findet sie sich als Junge verkleidet in einer Festung, umzingelt von Monstern, fernab ihrer Heimat wieder. Ottilie bleibt nichts anderes übrig, als ihre Rolle als Monsterjäger zu spielen, doch diese gefällt ihr mit der Zeit gar nicht mal mehr so schlecht. Doof nur, dass ein Mädchen kein Jäger sein kann, oder doch?

Ottilies Abenteuer wird von einem personalem Erzähler begleitet, der Schreibstil ist angenehm und dem Lesealter entsprechend. Zu Beginn wurde wenig erläutert und manchmal fehlte die Logik. Später besserte sich das und auf selbst unscheinbare Dinge wurde eingegangen.
Ottilie und ihr Bruder leben am Rande der Gesellschaft in völliger Armut. Als Gulliver verschwindet bekommt Ottilie Hilfe von einem merkwürdigen Wesen namens Bill, auf das nicht weiter eingegangen wird und dessen Existenz und plötzliches Auftauchen einfach so hingenommen wird. Bill spielt nur kurz eine rolle, aber hinterließ so viele Ungereimtheiten, womit ich auf ihn verzichten hätte können.
Später auf der Festung wurde dann alles ruhiger. Dort stieß Ottilie wieder auf ihren Bruder und lernte die geheime Mission „Jagd von Narroway“ im Auftragt des Königs kennen. Ottilie machte sich mehr Gedanken um die Geheimniskrämerei als die Jungen, die mit Wettkämpfen und Belohnungen geködert wurden. Doch zunächst musste sie erst einmal ihre Prüfung bestehen und nicht entdeckt werden, weswegen es am Ende des ersten Bandes noch zahlreiche unbeantwortete Fragen gibt.

Charaktere

Ottilie ist eine starke Persönlichkeit, zweifelt aber oftmals an sich selbst und bringt sich damit aus der Ruhe. Das birgt Risiken und wird manchmal zur Gefahr. Ihr Bruder Gulliver wird später eher zur Nebensache, beziehungsweise ist in Sicherheit, womit Ottilie sich auf andere Dinge konzentrieren kann.

Als Neuling der Jagd von Narroway bekommt Ottilie einen Mentor zur Seite gestellt. In ihrem Fall ist dies Leo, der beste Jäger seines Jahrgangs und sehr von sich selbst überzeugter Besserwisser. Natürlich war er kein super sympathischer Charakter, aber seine Züge passten zur Rolle und für mich war er definitiv ein Pluspunkt.

Fazit

Zu Beginn eher fragwürdig, fächerte sich die Geschichte später zu einem spannenden, vielseitigem Abenteuer auf, das genügend Stoff für die Fortsetzungen lässt. 4 Sterne

Veröffentlicht am 29.10.2019

Nichts neues, aber ein interessantes Setting

Die Arena: Grausame Spiele
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Erster Satz

Die Rufe des Publikums dröhnen in meinem Kopf.

Meinung

Wegen ihrer Herkunft verstoßen, leben die Dregs in ärmlichen, unmenschlichen Verhältnissen, während die reinen Pures den vollen Luxus ...

Erster Satz

Die Rufe des Publikums dröhnen in meinem Kopf.

Meinung

Wegen ihrer Herkunft verstoßen, leben die Dregs in ärmlichen, unmenschlichen Verhältnissen, während die reinen Pures den vollen Luxus genießen. Hoshiko wurde als junges Mädchen von ihrer Familie fortgerissen und kämpft seither im Dregzirkus ums Überleben. Denn nur wer brauchbar ist bringt Geld ein, doch wer zu lange überlebt zieht die Aufmerksamkeit der Pures auf sich und die sehnen sich nach guter Unterhaltung und sei es durch den Tod eines Dregartisten. Einzig der Junge Ben scheint anders zu denken, vor allem nachdem er Hoshiko auf dem Seil hat balancieren sehen.

Ben und Hoshiko erzählen abwechselnd, dabei doppeln sich manchmal ein paar Szenen, aber nie zu viel als dass es nervig wäre. Der Schreibstil war angenehm und durch die kurzen Kapitel entstand ein rasantes aber passendes Tempo in der Geschichte.
Der Zirkus zieht von einem Ort zum nächsten und schlägt sein Zelt nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder in London auf. Der Hauptstadt Englands und das Zentrum der Puremacht. Zu Beginn hätte ruhig etwas mehr auf das Dreg-Pure-Verhältnis eingegangen werden können. Der Unterschied zwischen den beiden Fraktionen war nicht sofort ersichtlich und somit wurde erst später klar, dass es hier um eine simple rassistische Klassentrennung ging. Familien mit ausländischen Wurzeln wurden als Parasiten diskriminiert, die den reinblütigen englischen Gefolgsleuten die Jobs und Wohnungen nahmen, sie übertragen Krankheiten und sind unsauber. Nach und nach wurden immer mehr Gesetze gegen die Dregs erlassen und Orte wie der Zirkus, wo die Dregs vogelfrei sind, entstanden.

Charaktere

Ben wirkte auf mich wie ein zehnjähriger Junge. Von seiner Naivität, seiner gesamten Art und der Erzählungen. Diese Vorstellung wollte sich bei mir auch im Laufe des Buches einfach nicht ändern. Bei Hoshiko war das Gefühl zwar nicht da, dennoch empfand ich auch sie mit ihren sechzehn Jahren als zu jung. Zur Story hätten meiner Meinung nach ältere Protagonisten besser gepasst. Dann wäre die Liebesgeschichte zwischen den beiden vielleicht auch angenehmer gewesen. Diese war mir für deren Alter einfach zu präsent und zu rasant. Immerhin kannten sie sich keine drei Tage und sprachen ernsthaft von Liebe.

Fazit

Mit dem rassistischen Hintergrund kommt das Buch mit keiner neuen Idee daher, aber das Zirkussetting war dafür überraschend und frisch. Insgesamt war die romantische Beziehung zu unrealistisch und nahm zu viel Platz ein. Da erhoffe ich mir im zweiten Band mehr Ausgleich, dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. 3 Sterne

Veröffentlicht am 16.10.2019

Neun Leben - jedes schöner und klüger als das vorherige

Neun
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Erster Satz

Im Sommer des Jahres 1808 kam es in einer Welt wie der unseren zu einer Sonneneruption.

Meinung

Neun Leben - jedes schöner und klüger als das vorherige.
Entgegen seiner Mitschüler freut ...

Erster Satz

Im Sommer des Jahres 1808 kam es in einer Welt wie der unseren zu einer Sonneneruption.

Meinung

Neun Leben - jedes schöner und klüger als das vorherige.
Entgegen seiner Mitschüler freut Julian sich nicht auf sein nächstes Leben, geschweige denn, dass er sich freiwillig auslöschen würde, nur um besser zu werden. Seit seine Mutter im neunten Leben verrückt und aggressiv wurde und dann dem Permatod starb. Die Politik sieht jedoch etwas anderes vor, denn um eine Hungersnot zu verhindern ist jedes Leben bis zu einem gewissen Alter zu tilgen. Und Julian ist weit über seiner Zeit hinaus.

Ein personaler Erzähler leidet durch die Leben, der Schreibstil ist flüssig und angenehm, recht einfach gehalten.
In Julians Welt haben die Menschen neun Leben und in jedem neuen Leben werden sie besser, doch eine hohe Lebenszahl birgt auch Risiken von Wiedergeburtsfehlern oder geistigen Aussetzern. Trotz dieses Wissens ist es gerade unter den jungen Leuten ein Trend sich illegal und vor allem spektakulär umzubringen. Diese Darstellung der Menschheit ist erschreckend und realistisch zu gleich und spiegelt unsere heutige Gesellschaft leider ein Stück weit wieder. Die Story war bis zum Ende spannend, das Weltendesign äußerst interessant, obwohl es sich zur realen Welt nur wenig unterscheidet.

Charaktere

Protagonist Julian gehört zu den ruhigen und zurückhaltenden Charakteren, die aber eine eigene Meinung und einen hohen Gerechtigkeitssinn besitzen, die sie manchmal in brenzlige Situationen befördern. Dennoch ergriff er Chancen, die für ihn gut waren, obwohl sie ethisch fragwürdig waren, wenn es ihm voran brachte.
Schon bei seiner ersten Begegnung mit Cody wird klar, dass diese einen etwas eigenen Charakter hat, ihr Humor und der Umgangston. Bis zum Ende war nicht klar ob und wann sie die Wahrheit sagte, oder es nur ihrer Vorstellung entsprang. Sie war mir weder unsympathisch noch sympathisch, dafür war sie zu undurchsichtig.

Nicholas, Anführer der Auslöscher an Julians Schule war nicht ein komplett schlechter Mensch. Jedoch war ihm am wichtigsten seinen Vorteil aus der Sache zu ziehen, anstatt anderen zu helfen. Dieser Charakterzug haftete ihm is zum Schluss an und ließ ihn sogar leicht verrückt erscheinen, aber machte ihn auch zu meinem Liebling.

Fazit

Erschreckende Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft und seine spannende Story bis zum Ende. 4 Sterne