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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2020

Schlechtes Lektorat, eine nicht vorhandene Story und unentschlossene Charaktere

Silver Swan - Elite Kings Club
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Erster Satz

Heute ist mein erster Schultag an der Riverside Preparatory Academy, und die Gänge fühlen sich immer enger an, je weiter ich gehe.

Meinung

Kaum an der neuen Schule angekommen, sind Madisons ...

Erster Satz

Heute ist mein erster Schultag an der Riverside Preparatory Academy, und die Gänge fühlen sich immer enger an, je weiter ich gehe.

Meinung

Kaum an der neuen Schule angekommen, sind Madisons Blicke wie gebannt auf Bishop Hayes und seine Truppe gutaussehender Jungs gerichtet. Etwas an ihnen lässt sie einfach nicht mehr los, doch auch andersherum ist das Interesse groß.

Madison fungiert als Protagonistin und Erzählerin der Geschichte und ist dabei alles andere als abwechslungsreich. Viele Wiederholungen, immer gleiche Abläufe und eine sehr stupide Ausdrucksweise. Einziger Pluspunkt des Schreibstils, er lässt sich zügig lesen, doch dies wird meistens durch das schlechte Lektorat verhindert: unzählige Tippfehler und Wörter ohne Sinn, sind nicht das, was ich mir bei einem Buch von einem großen Verlagshaus vorstelle.

Innerhalb weniger Tage findet Madison zwei unzertrennliche beste Freundinnen, einen aufdringlichen Stiefbruder und eine Gruppe von unfreundlichen, aber gutaussehenden Mitschülern. Eine richtige Story, außer dass die Jungs ihr böse Blicke zuwerfen und viele Geheimnisse haben, gibt es nicht wirklich. Da rettet auch das ach so "spannende" Buch, welches Madison fesselt nichts daran. Wermutstropfen und der Grund, warum das Buch so viele gute Bewertungen hat: die erotischen Abschnitte sind gut geschrieben - alles darum herum bloß nicht.

Charaktere

Zu Beginn dachte ich: so schlimm ist Madison gar nicht. Doch dann kam plötzlich ihre ein-seitige Mitleidsnummer, ebenso wie die flüchtigen Selbstmordgedanken, das vielseitige nicht Verstehen ihrer Lust, der Hass auf Bishop und ihren Stiefbruder Nate und zum Schluss jeder dieser Phasen, das immer wiederkehrende: Ist mir egal, solange er mich vögelt. Sie macht sich über so vieles, widersprüchliche Gedanken für wieder und wieder nichts. Eine klare Linie in ihrem Charakterdesign sucht man vergeblich.
Doch auch beim Rest ist dies eher Mangelware.

Fazit

Wer ein Buch der Erotikszenen willen sucht, der wird hier einigermaßen glücklich, muss sich jedoch mit schlechtem Lektorat, nicht vorhandener Story und unentschlossenen Charakteren zufriedengeben. 1 Stern

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2020

Erst zum Ende wird es gut

Zorn und Morgenröte
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Erster Satz

Niemand sehnte den Sonnenaufgang herbei.

Meinung

Eine Geschichte ohne Ende soll ihr Leben retten und den Kalifen daran hindern sie nach nur einer Nacht zu töten. Es gelingt und während ihre ...

Erster Satz

Niemand sehnte den Sonnenaufgang herbei.

Meinung

Eine Geschichte ohne Ende soll ihr Leben retten und den Kalifen daran hindern sie nach nur einer Nacht zu töten. Es gelingt und während ihre Freunde einen Weg suchen, um Shahrzad aus dem Palast zu befreien und den Herrscher zu stürzten, schaut sie hinter die Fassade des mordlustigen Kalifen.

Ein personaler Erzähler folgt Shahrzad, ihrem Freund Tarim und ab und zu einigen anderen, während der Geschichte. Der Schreibstil ist einfach, flüssig zu lesen und angenehm.
Alles beginnt am ersten abend und der ersten Geschichte. Ohne das Wissen ihrer Freunde meldet Shahrzad sich freiwillig, um die Braut des Königs zu werden, im Hinterkopf nichts anderes als ihre Rache für ihre beste Freundin, die seinetwegen starb. Ohne ersichtlichen Grund lässt der Kalif sie die erste Nacht überleben und auch die zweite.
Bis zum Schluss wurde der Grund weswegen er ausgerechnet sie leben ließ noch nicht erläutert und auch die Anziehungskraft zwischen den Beiden finde ich nicht ansteckend, beziehungsweise ihre Gefühle schafften es nicht mich zu überzeugen. Ein bisher unnötiger und viel zu wenig erläuterter Punkt ist die Magie in der Welt. Insgesamt erschließt sich mir einfach zu wenig.

Charaktere

Über Shahrzad kann ich am Ende eigentlich nicht viel sagen. Sie hat nichts außergewöhnliche an sich, ist weder sympathisch noch unsympathisch, sondern schlicht und ergreifend langweilig und blass.
Die Beziehung zwischen ihr und den Kalifen Chalid war zwar angenehm und schön zu lesen, aber es fehlte einfach der Weg dahin. Die Ränke unter den Charakteren waren sehr unterschiedlich, aber davon war sprachlich und vom Respekt nichts zu lesen, es passte nicht zur Hierarchie der Geschichte.

Fazit

Das Ende des Buches und der Verlauf der Geschichte sind eigentlich nicht schlecht, aber der Anfang und der Weg dahin fehlt oder ist lückenhaft. 2 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2020

Ein echtes Highlight

Millenia Magika - Der Schleier von Arken
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Erster Satz

"Alles wird besser durch Pudding", drang es aus dem Inneren der Villa.

Meinung

Eigentlich wollte Adrien nur vor seinen Problemen flüchten und bei seiner Tante unterkommen, um nicht an diese ...

Erster Satz

"Alles wird besser durch Pudding", drang es aus dem Inneren der Villa.

Meinung

Eigentlich wollte Adrien nur vor seinen Problemen flüchten und bei seiner Tante unterkommen, um nicht an diese zu denken, doch auch in der kleinen, abgelegenen Stadt Arken lassen ihn die Hirngespinste nicht in Ruhe und zeigen ihm Trugbilder von magischen Wesen. Als seine Tante plötzlich verschwindet muss er zusammen mit ihrer Lehrlingshexe Jazz und dem gutmütigen Juri auf die Suche nach ihr begeben und lernt dabei eine magische und abgeschiedene Welt kennen, der er nicht wirklich fremd ist.

Ein personaler Erzähler leitet den Leser hauptsächlich an Adriens Seite durch die Geschichte. Ab und zu begleitet er auch Jazz oder den Antagonisten. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und mit Witz zur richtigen Zeit gespickt. Die Aufmachung des Buches macht einiges her. Jedes Kapitel schmückt ein Bild, der Einband ist mit einer Karte und einer Art Zeitung ausstaffiert.
Ohne etwas von Arken und der magischen Welt zu ahnen, taucht Adrien bei seiner Tante auf, um vor den Problemen zu Hause davonzulaufen. Doch auch hier passieren seine Anfälle und er sieht die komischsten Wesen, ehe sich herausstellt, dass er hinter den Schleier sehen kann, der Arken und seine Bewohner vor neugierigen Blicken beschützt. Noch ehe er alles begreift verschwindet seine Tante. Zusammen mit seinen neuen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche und auch gefährliche Suche.

Charaktere

Bei Adrian wird schnell klar: er will alles andere als erneut der Freak sein und weist jegliche unnatürlichen Geschehnisse von sich, bis die irgendwann nicht mehr möglich ist. Er hat eine kleine "Nullbock-Haltung" an sich, die zu seiner ungewohnten Rolle des Helden passt und die ihn sympathisch macht.

Juri ist von Anfang an unglaublich großherzig und liebevoll, man spürt, dass er eine treue Seele ist. Zudem steckt ein kleiner Nerd in dem großen Troll, der gerne mal in seine Fantasien versinkt.
Adrians zweite Begleiterin und neue Freundin ist Jazz, die Evelin seiner Tante und eine Hexe. Sie versucht Adrian am Anfang aus so vielen Dingen wie mögliche herauszuhalten, wodurch auch der Leser oft im Dunkeln tappt. Sie ist die Erwachsene der Gruppe, die jedoch auch Fehler macht und auf ihrer Suche lernt, wie wichtig Freunde sind.

Fazit

Ohne Zweifel ein echtes Highlight, sowohl vom Aussehen als auch von der Geschichte. Ich freue mich schon mehr von Arken und seinen Bewohnern zu lesen. 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2020

Spannender Fall, sympathischer Protagonist

Rote Tränen
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Erster Satz

Eine Aura von Macht umgab den Ort.

Meinung

Jacob ist alles andere als begeistert mit seiner Familie von der Stadt in ein kleines Dorf in den Bergen ziehen, noch dazu auf einem abgelegenen ...

Erster Satz

Eine Aura von Macht umgab den Ort.

Meinung

Jacob ist alles andere als begeistert mit seiner Familie von der Stadt in ein kleines Dorf in den Bergen ziehen, noch dazu auf einem abgelegenen Hof und in seinem letzten Schuljahr. Eigentlich wollten seine Eltern vor Problemen flüchten, doch kaum sind sie im neuen Zuhause angekommen, eröffnen sich neue. Dann verschwindet ein Mädchen und plötzlich scheint es so, als wäre seine Familie darin verwickelt.

Der achtzehnjährige Jacob dient als Erzähler der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Kaum sind die Steigers im neuen Zuhause angekommen beginnen neue Probleme, dabei sind extra deswegen umgezogen. Während Jacob sich mit Nachbarstochter Hannah anfreundet, verschwindet ein gleichaltriges Mädchen in der Umgebung, wie sie erfahren ist es nicht das erste. Noch bevor Jacob versteht was Sache ist, wird sein Vater plötzlich verdächtigt und eine Spur zeigt, dass seine Familie mit einem verschwundenen Mädchen vor zwanzig Jahren etwas zu tun hat. Jacob sucht nach der Wahrheit und gerät ins Visier des Täters.
Im Ganzen läuft die Geschichte in einem sehr kurzen Zeitraum ab, was besonders bei der Beziehung zwischen Jacob und Hannah zu merken ist und dadurch etwas forsch wirkt. Zudem gibt es solch ein, zwei „offensichtliche Tipps“, um die Charaktere in die richtige Richtung zu lenken, die gerade zuvor Angesprochen wurden und wenige Seiten später wie Zufall vorhanden sind.
Dennoch, die Geschichte, deren Verlauf und Ende, sind spannend und mitreißend.

Charaktere

Protagonist Jacob war ein helles Köpfchen und verhielt sich meistens Erwachsener als seine Eltern, was mit den Problemen die zum Umzug führten, zusammenhängte. Ich mochte seine ruhige und beflissene Art und seine Sichtweise auf die Dinge. Er war auf Anhieb sympathisch.

Genau wie Jacob konnte ich Hannah zunächst schlecht einschätzen. So richtig auf einer Wellenlänge war ich nicht mit ihr. Dafür sorgten auch ihre plötzlichen Stimmungsschwenkungen von null auf hundert, aber ihre Art und ihr Charakter passten gut zur Geschichte.

Fazit

Sympathischer und ruhiger Protagonist für einen interessanten Fall, der zum miträtseln einlädt. 4 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.11.2020

Der Höhepunkt fehlte

Der Brief des Grenzers
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Erster Satz

Mein allzeit geliebter Siegfried.

Meinung

Der junge Schmied Tilo wird Zeuge am Mord eines Stammesmitgliedes. Er reagiert schnell und tötet einen Teil der Täter, doch einer entkommt. Beschämt ...

Erster Satz

Mein allzeit geliebter Siegfried.

Meinung

Der junge Schmied Tilo wird Zeuge am Mord eines Stammesmitgliedes. Er reagiert schnell und tötet einen Teil der Täter, doch einer entkommt. Beschämt verlässt er sein Zuhause und die große Liebe und sucht sein Glück bei der römischen Legion, fernab der Heimat.

Tilo erzählt seine Geschichte selbst, als würde er ein Buch oder Brief schreiben. Dabei ist sein Satzbau ab und an etwas merkwürdig und nicht immer ganz flüssig zu lesen.
Nach einem kurzen Einblick in das germanische Leben, setzt Tilo auch schon zur Reise an. Seine Zeit in der Legion lässt ihn zum Kämpfer werden und führt ihn weit weg von Germanien. Die Geschichte heckt einige Zeitsprünge, mal klein, mal etwas größer und zeigt nur einige wichtige Momente in Tilos Leben. Es war interessant und teils auch spannend, aber dennoch fehlte etwas, um der Geschichte einen Höhepunkt zu geben.

Charaktere

Tilo selbst war sympathisch, mit guten Ansichten und Vorstellungen. Allerdings blieb er auf den wenigen Seiten zum größten Teil eher nichtssagend. Seine große Liebe Minna nahm viele seiner Gedanken und Gebete ein, aber über sie weiß der Leser rein gar nichts. Selbst zu seiner Zeit im Dorf sind die zwei kein Paar, es ist nur seine Schwärmerei für ein Mädchen über das nur der Name bekannt wird.

Fazit

Der Ansatz war gut und auch interessant, aber am Ende bin ich mir nicht sicher, was mir die Geschichte genau mitteilen wollte. 3 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere