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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2020

Wenn Träume zur Gefahr werden

Die Traumdiebe
0

Erster Satz

Mitch grinste breit, und seine Zähne leuchteten im schwachen Licht der Solarlampe, die wir bei einer unserer Suchaktionen in einem Schuppen gefunden hatten.

Meinung

Immer weiter Richtung ...

Erster Satz

Mitch grinste breit, und seine Zähne leuchteten im schwachen Licht der Solarlampe, die wir bei einer unserer Suchaktionen in einem Schuppen gefunden hatten.

Meinung

Immer weiter Richtung Norden und auf der Hut vor Fremden, marschiert Frenchie mit seiner „Familie“. Sie sind eine kleine Gruppe, alle indigener Abstammung mit der Fähigkeit zu träumen. Die Ureinwohner werden ein zweites Mal zu Gejagten, denn alle anderen verlernten das Träumen.

Protagonist Frenchie schildert die Geschichte im Land, von den ersten Schulen und Verschwundenen seines Volkes, über der Flucht seiner Familie und dem Kampf um seine neue „Familie“, als die Lage sich immer mehr zuspitzt. Der Schreibstil hatte etwas verträumtes, erinnerte an eine Art Tagebuch und war sehr angenehm.
Die Menschen erkrankten, die Natur starb und die Fähigkeit zu träumen blieb einzig den indigenen Völkern Nordamerikas. Verfolgt von Neid und Gier ziehen diese sich immer weiter gen norden zurück, denn die Menschen sehnen sich nach den nächtlichen Träumen und gehen dafür über Leichen.
Obwohl es ein dystopischer Roman ist, geht es weniger im die Zustände der Natur oder des Regimes, als über die Geschichte des Protagonisten. Doch anders als üblich, ist er nicht der eine Auserwählte alles besser zu machen, sondern lebt einfach sein Leben und beschützt seine Familie.

Charaktere

Frenchie erzählt sein Leben auf den ersten Seiten im Schnelldurchlauf und schmückt dieses im späterem Verlauf immer mal wieder etwas aus. Die eigentliche Handlung spielt als er 16 ist und mit seiner neuen „Familie“ in den Norden zieht. Er entdeckt die Liebe und die Eifersucht, aber auch die Rituale und Geheimnisse seines Volkes und muss lernen mit Schmerz und Trauer umzugehen. Trotz der ständigen Flucht, schon seit Kindertagen, wächst er relativ sicher und behütet auf. So erlebt der Leser die neuen Eindrücke mit ihm zusammen. Ich konnte mir kein richtiges Bild zu ihm vorstellen, aber das war nicht schlimm, denn genau das passte irgendwie zur Geschichte.

In seiner „Familie“ gab es viele unterschiedliche Charaktere und Rollen. Von der Vaterfigur, über die weiße Älteste bis hin zur kleinen Schwester. Dabei waren fast alle noch Teenager. Jeder hatte seine eigene Geschichte, eine andere Flucht vor der Regierung, ehe sie zusammen kamen. Nur nach und nach erfuhr der Leser alle, was die Charaktere Stück für Stück näher brachte.

Fazit

Die Geschichte über einen Jungen auf der Flucht, der das Leben erst noch kennenlernt, in einer Welt in der er dank seiner Träume ein Gejagter ist. 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2020

Spannende Fortsetzung

Der Garten der schwarzen Lilien
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Erster Satz

„Papa?“

Meinung

Sergent Zejn und Alchemistin Mirage müssen wohl oder übel zusammenarbeiten, wenn sie Nilfs Rückgrat aus der tradeanischen Unterwelt zurückholen wollen. Allerdings haben beide ...

Erster Satz

„Papa?“

Meinung

Sergent Zejn und Alchemistin Mirage müssen wohl oder übel zusammenarbeiten, wenn sie Nilfs Rückgrat aus der tradeanischen Unterwelt zurückholen wollen. Allerdings haben beide ihre Geheimnisse, die einer Zusammenarbeit im Wege stehen und gemeinsame Feinde, die vor nichts zurückschrecken.

Wieder begleitet ein personaler Erzähler abwechselnd Zejn und Mirage, der Leser erfährt Sichtweisen und Ereignisse beider Seiten. Der Schreibstil war erneut spannend und angenehm zu lesen, mit dem so passenden, leicht rauen Unterton, der auch die Charaktere widerspiegelt.
Auch im zweiten Band fehlt die Erläuterung zur militärischen und politischen Situation des Landes, allerdings fällt es diesmal nicht stark ins Gewicht und ist nicht weiter schlimm, da die Geschichte gut ohne funktioniert. Dafür erfährt der Leser mehr über die Diebesgilden und den Untergrund von Tradea, wo sich viele Halunken herumtreiben.

Charaktere

Neben Mirage und Zejn ist auch Barthell ein treuer Begleiter der Geschichte. Hinzu gesellt sich dieses Mal noch Rebenglanz, ein Spion der Garde in der Unterwelt. Trotz seiner zunächst fadenscheinigen Art, war er mir relativ schnell sympathisch und ergänzte die Gruppe gut. Ich hoffe auf ein Wiedersehen in Band drei.

Fazit

Im zweiten Band fiel es mir einfacher der Geschichte zu folgen und die Spannung überschlug sich zum Ende hin. Das zweite Buch lässt auf ein interessantes Finale hoffen. 4 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2020

Eine Königin zweier Länder

Das purpurne Herz
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Erster Satz

Manchmal, wenn sie ihre Augen schließt und sich jene Nacht vorstellt, kann Edyth nicht sagen, wo die Erinnerung aufhört und der Traum beginnt.

Meinung

Als ihr Vater ins Exil verbannt wird ...

Erster Satz

Manchmal, wenn sie ihre Augen schließt und sich jene Nacht vorstellt, kann Edyth nicht sagen, wo die Erinnerung aufhört und der Traum beginnt.

Meinung

Als ihr Vater ins Exil verbannt wird sieht Edyths Zukunft alles andere als rosig aus, denn zusammen mit ihrer Familie reist sie vom eleganten englischen Hof an den rauen walisischen. Auch Gönig Griffin scheint ungezähmt und wild, verliert sein Herz mit der Zeit aber an die junge Engländerin. Fern ihrer Heimat wächst Edyth zu einer Frau und Königin heran, die nicht nur einem, sondern zwei Ländern ihren Dienst erweist.

Von einem personalen Erzähler erfahren wir Edyths Geschichte, ihre Sorgen und Ängste. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen, die Geschichte durchwachsen. Immr wieder gab es Längen, in denen gefühlt nichts passiere und eine Spannung kaum bis gar nicht vorhanden war. Am Ende erläutert die Autorin einige wichtige, wahre Ereignisseb aus der Geschichte und erzählt, wie diese wirklich abliegen. Das hat mir sehr gut gefallen.
England steht ohne Erben und einem älteren Oberhaupt da, doch Edyth Laufbahn beginnt viel früher in einem anderen Land. Im wilden Westen des heutigen Großbritannien, dem Land der Waliser, wird sie Königin und entscheidet sich somit gegen England, da beide Königreiche immer wieder gegeneinander Krieg führen. Der Leser erfährt ihre Jugend, des Aufstieg zur Königin und die Rückkehr nach England von Edyth, bevor sie sich erneut an einen Thron bindet. Obwohl sie Glück findet, denkt sie im Großen zuerst an ihr Land und dessen Bewohner.

Charaktere

Obwohl Edyth von allen als starke Persönlichkeit wahrgenommen wurde, empfand ich sie oft als naiv und unbeholfen und kam nie ganz auf einen Nenner mit ihr. Sie ging den Weg, der für sie geplant wurde, ohne selbst zu handeln.

Auch Svanna, ihre Freundin und Vertraue war mir nicht sympathisch und ihre Rolle für Edyth nicht wirklich nachvollziehbar, bzw. recht unglaubwürdig. Insgesamt war mir ihre Verbindung zu gewichtig.

Fazit

Der Anfang hatte mich schnell, doch spätestens ab der Hälfte gab es einige Längen und die Spannung ließ nach. 3 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Auch die Bösen können Helden sein

Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite
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Erster Satz

Ein paar Worte über Schurken...

Meinung

Riley und ihre Freunde leben in Morderfurt und verbringen die meiste Zeit in den dunklen Gassen oder über den Dächern der Stadt, immer auf der Suche ...

Erster Satz

Ein paar Worte über Schurken...

Meinung

Riley und ihre Freunde leben in Morderfurt und verbringen die meiste Zeit in den dunklen Gassen oder über den Dächern der Stadt, immer auf der Suche nach etwas Neuem. Besonders verbotene Dinge haben es ihnen angetan und davon gibt es reichlich, dafür haben die Grafen Longchance gesorgt. So ist es Frauen und Mädchen verboten Lesen und Schreiben zu können oder Geschichten über die Ungeheuerlichen zu verbreiten, die vom Grafen für ihre Gräueltaten ins Exil verbannt wurden. Doch während die Stadt unter einer der Kreaturen im Wald leidet, versteckt sich der Graf mit seinen Wachen in der sicheren Burg und die Rufe nach den Ungeheuerlichen, die die Stadt sonst beschützten, werden lauter. Auch Riley muss feststellen, dass die Gerüchte um die bösen Ungeheuerlichen nicht alle wahr sind.

Riley und ihre Freunde werden von einem personalem Erzähler begleitet, der die Geschichte den Lesern näher bringt. Der Schreibstil und das Charakterdesign sind dabei altersgerecht, einige Momente in den Geschichten sind aber doch eher für die älteren Jugendlichen, weswegen ich die Altersempfehlung doch eher auf 13 setzen würde.

Seit Jahrzehnten sind die Ungeheuerlichen aus der Stadt Morderfturt und der umliegenden Gegend verschwunden. Nachdem sie eine schreckliche Tat begangen hatten, ließ der Graf sie ohne Gnade verfolgen und viele verschwanden deswegen ins Exil. Seit dem ist es still um die bösen Helden geworden. Riley und ihre Freunde wissen nur sehr wenig über die einstigen Beschützer der Stadt und auch dieses beinhaltet nur negatives. Die Ungeheuerlichen bleiben den drei Freunden und auch dem Leser lange Zeit ein Mysterium, welches keiner der Bewohner auflösen möchte. Selbst die einstigen Befürworter der Gruppe haben zwiegespaltene Meinungen über ihre Taten. Erst als die Lage in der Stadt brenzlig wird, sehnen sich die Bewohner nach Leuten, die für sie kämpfen. Die Spannung baute sich stufenweise zum Finale am Ende des Buches auf.

Charaktere

Riley lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester außerhalb der Stadtmauern, nahe des Waldes, in eher ärmlichen Verhältnissen. Zwar haben sie ein Dach über den Kopf und ihre Mutter betreibt einen einigermaßen gut laufenden Laden, dennoch bleibt am Ende nicht viel für die dreiköpfige Familie übrig. Das junge Mädchen handelte öfters ohne zu überlegen, was nicht immer gut ausging vor allem da sie von einer tollpatschigen Pechsträhne geplagt ist. Ist sie sich am Anfang noch sehr unsicher, so wächst sie am Ende über sich hinaus und springt über ihren Schatten.

Ihre Freunde Folly und Quinn gefielen mir insgesamt sehr gut, aber hätten auch ruhig etwas mehr ins Abenteuer involviert sein können. Lange Zeit bekommen sie nichts von den Geschehnissen mit sind am Ende aber dennoch sehr überzeugt von Rileys Schilderungen und Plänen. Auch der Rest der Charaktere war schön gestaltet, wobei ich bei den ein oder anderen gerne noch etwas mehr gewusst hätte.

Fazit

Besonders am Ende hatte mich die Spannung in ihrem Bann und die Idee von bösen Helden finde ich Klasse. 4 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2020

Neue Verbündete und Feinde

Black Torch 02
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Meinung

Nachdem Jiro und Rago miteinander verbunden sind, schließen sie sich der Spezialeinheit an, die gegen bösartige Monosukes vorgeht. Zur jungen Ichika und dem Leiter Shiba stoßen noch dessen Assistentin ...

Meinung

Nachdem Jiro und Rago miteinander verbunden sind, schließen sie sich der Spezialeinheit an, die gegen bösartige Monosukes vorgeht. Zur jungen Ichika und dem Leiter Shiba stoßen noch dessen Assistentin Hana sowie Reiji Kirihara, der wie Ichika aus einer angesehenen Spion-Familie kommt. Mit letzterem hat besonders Jiuro so seine Schwierigkeiten, doch gerade der wird sein Partner auf der ersten Mission der Spezialeinheit.

Zeichenstil und Atmosphäre sind wie im ersten Band gradlinig und düster, das Charakterdesign gefällt mir auch im zweiten Band wieder sehr gut.
Nach einem ersten Kräftemessen zwischen Jiro und Reiji begibt sich die Spezialmannschaft Black Torch auf ihre erstre, wenn auch inoffizielle, Mission. Shiba möchte mehr über Ragos Flucht und Vergangenheit erfahren und erhofft sich dies in der Einrichtung zu finden, in der dieser eingesperrt war. Die Gruppe trennt sich und Jiro, Rago und Reiji treffen auf einen starken Monosuke, der von Rago besessen zu sein scheint.

Charaktere

Das Team rund um Herrn Shiba ist nun vollständig und somit lernen wir die letzten zwei Charaktere daraus kennen. Zu seiner Assistentin Hana ist nicht viel zu sagen, so macht sie einen äußerst normalen Eindruck und scheint eher für die organisatorischen Sachen im Team verantwortlich zu sein.
Währenddessen unterstützt Reiji den offensiven Teil des Teams und bringt eine hohe Intelligenz mit, die sich als guter Kontrast zu Jiros Unverständnis und unüberlegten Handeln auswirkt.

Fazit

Weiterhin sehr rasant und spannend, besonders die Charaktergestaltung gefällt mir. 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere