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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2018

Interessant gestaltete Welt und Geschichte

Everless. Zeit der Liebe
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Erster Satz

Die meisten Leute fürchten den Wald.

Meinung

Jules lebt mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf, fernab des Ortes an dem sie aufwuchs, dem Anwesen der hiesigen Landbesitzer und reichsten Familie ...

Erster Satz

Die meisten Leute fürchten den Wald.

Meinung

Jules lebt mit ihrem Vater in einem kleinen Dorf, fernab des Ortes an dem sie aufwuchs, dem Anwesen der hiesigen Landbesitzer und reichsten Familie der Gegend. Sie versuchen über die Runden zu kommen, doch das Geld reicht nicht und ihre Zeit ist knapp - wortwörtlich. Denn in ihrem Land ist Zeit gleich Geld, wer keines besitzt zahlt mit seiner Lebenszeit. Als die Schulden drohen die restliche Lebenszeit ihres Vaters zu übersteigen, begibt sie sich zurück in das Zuhause ihrer Kindheit und somit in eine Gefahr, dessen Ausmaß ihre Vorstellungen übersteigen.

>>Der Geist ist so flüchtig wie die Zeit, die uns bleibt.<< S. 107

Die Geschichte beginnt weit weg von dem hektischen Treiben der Menschen im Dorf, nur mit Jules und der Ruhe im Wald. Sie selbst erzählt die Geschichte das gesamte Buch über. Der Schreibstil war flüssig und nahm mich gleich auf Schon nach wenigen Seiten war ich im Buch drinnen.
Die Menschen im Land glauben an die Geschichte einer Zauberin und eines Alchimisten, die dafür verantwortlich sind, dass im Blut aller, die Zeit läuft und als Währung dient. Denn wer reich ist, besitzt auch gleichzeitig mehr Lebenszeit. Unter der Herrschaft der Königin, die seit fünfhundert Jahren regiert, kann keiner das Land verlassen und so das Blutgeheimnis außerhalb des Landes bringen.
Als Jules nach Everless geht, um eine gutbezahlte Arbeitsstelle als Dienstmädchen zu bekommen, ahnt sie noch nicht welche Folgen diese Entscheidung hat. Denn unbemerkt bleibt sie nicht und die Söhne des Landherren Gerling, dessen Spielgefährtin sie im Kindesalter war, werden auf sie aufmerksam. Der eine will sie tot sehen, der andere ist noch immer ihre große Liebe, doch er soll die Tochter der Königin ehelichen. Hinzu kommt eine aufwühlende Vergangenheit, die viele Offenbarungen bereithält.

Charaktere

Vertrauensvoll und vor allem leichtsinnig, beschreibt Jules wohl am ehesten. Obwohl sie als Kind von Everless fliehen musste und stets in Angst lebte verfolgt zu werden, ist sie sehr offen gegenüber Fremden. Viel zu schnell öffnet sie ihr Herz und verrät Dinge, die Niemand wissen sollte. Hinzu kommt, dass sie nun wahrlich nicht lügen kann. Trotz dieser Fehler, war Jules nicht naiv oder dumm, ihr Herz war einfach zu weich, machte sie jedoch aus.

Die beiden Gerlingsbrüder ließen sich da schon schwerer lesen. Bis kurz vor Schluss wusste man nicht auf welcher Seite sie standen und ob sie es ernst mit Jules meinten. Beide hatten interessante Zühe an sich, doch einer konnte mich mehr für sich gewinnen.

Fazit

Sowohl die Idee und die Welt, als auch der Aufbau von Jules Vergangenheit und der Geschichte des Landes, sind interessant gestaltet und können vollends überzeugen, ebenso wie die Charaktere. 5 Sterne

Veröffentlicht am 12.12.2018

Erholungspause für Asta und Co.

Black Clover 07
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Meinung

Das kalte Auge ist in die Flucht geschlagen - vorerst - da erhält der schwarze Stier vom König der Magier persönlich einen neuen und streng geheimen Auftrag. Denn auch im Königreich Clover gibt ...

Meinung

Das kalte Auge ist in die Flucht geschlagen - vorerst - da erhält der schwarze Stier vom König der Magier persönlich einen neuen und streng geheimen Auftrag. Denn auch im Königreich Clover gibt es Verbündete vom Feind und die heißt es erst einmal zu finden, während Asta und Co. versuchen dem kalten Auge bei der Suche der Steine zuvor zu kommen.

Nachdem es im letzten Band gefährlich zu ging und einige starke Gegner auftauchten, beginnt Band sieben etwas ruhiger, im Königlichen Palast. Asta erwacht nach dem Kampf dort und soll mit seinem Schwert ein Magiersiegel von den gefangenen Mitgliedern der gegnerischen Organisation lösen, damit sie befragt werden können. Kurz darauf erhält sein Ritterorden den geheimen Auftrag. Es gibt einen kurzen Moment der Ruhe am Strand, man sieht wie die Mitglieder untereinander umgehen und so langsam kristalisiert sich raus, welche der Magier als nächstes näher vorgestellt werden. Außerdem rückt auch Noelle mit ihrer Magie mehr in den Vordergrund. Die junge Magierin muss noch viel lernen, um ihre Magie besser zu kontrollieren.

Charaktere

Auch neue Gesichter sind zu sehen und reihen sich als neue Verbündete und Freunde ein. Unter anderem die junge Kahono, die aus dem Meerestempel stammt, den Zielort ihres neuen Auftrages. Sie ist aufgeweckt, hat ein Ziel vor Augen und entscheidet recht schnell, dass Asta und Noelle ihre neuen Freunde sind. Auch scheint sie über eine recht interessante Magie zu verfügen.

Fazit

Die kurze Erholungspause am Strand hatte sich Asta redlich verdient und auch zum besseren Kennenlernen des Ordens im Ganzen, war sie wichtig. Wieder einmal ein schöner Band. 5 Sterne

Veröffentlicht am 07.12.2018

Abenteuerliche Geschichte über Träume

Henriette und der Traumdieb
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Erster Satz

Die Aufregung war groß in dem kleinen Haus am Ende der Straße.

Meinung

Als Henriette und ihr Bruder Nick die Weihnachtsferien bei ihrer Großmutter verbringen, muss sie feststellen, dass ...

Erster Satz

Die Aufregung war groß in dem kleinen Haus am Ende der Straße.

Meinung

Als Henriette und ihr Bruder Nick die Weihnachtsferien bei ihrer Großmutter verbringen, muss sie feststellen, dass sie sich eines Morgens nicht mehr an ihre Träume erinnern kann. Dabei konnte sie sich doch bisher an all ihre nächtlichen Abenteuer erinnern. Zusammen mit Nick und ihren Traumwesen, begibt Henriette sich auf die Suche nach den Dieb.

Zusammen mit einem personalem Erzähler folgt der Leser Henriette und ihren Bruder, bekommt Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Der Schreibstil war dabei kindgerecht und schön zu lesen.
Die Vorkommnisse in den menschlichen Köpfen, sobald die Nacht einbricht, wurden auf eine schöne und faszinierende Art beschrieben und die Welt, die dadurch entstand war unerschütterlich und doch so wandelbar. So gab es feste Orte die in jedem Kopf zu finden waren, doch nie gleich aussahen. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten bezüglich der Schauplätzen, hätte ich mir bei Henriettes Traumwelten eine größere Abwechslung gewünscht.

Charaktere

Henriette schien auf den ersten Moment wie ein junges Mädchen, das genau weiß was sie will - und das war sie auch. Dabei war sie jedoch ungemein von sich eingenommen und überheblich. Zum anderen war sie oft unfreundlich und hielt sich offensichtlich für etwas besseres. Auch zu ihren Traumwesen war sie häufig harsch und unfreundlich. Und wenn jemand etwas sagte, dass ihr nicht gefiel, so reagierte sie trotzig. Umso weiter die Geschichte fortschritt, desto weniger konnte ich sie leiden.

Ihr Bruder Nick dagegen war ausgeglichener und ein toller Begleiter in den Traumwelten. Neugierig schaute er sich alles im Kopf seiner Schwester an. Außerdem hatte er ncht nur einmal den richtigen Riecher und konnte die Lage korrekt einschätzen. Mit ihm kam ich weitaus besser zurecht, als mit seiner Schwester.

Auch die Traumwesen, die regelmäßig auftauchten waren schön gestaltet, wenn es auch sehr wenige waren, lässt man die Albtraumwesen außen vor.

Fazit

Sehr abenteuerliche Geschichte über die nächtlichen Vorkommnisse in den Köpfen der Menschen. Bis auf Henriettes Charakter gefiel mir das Buch wunderbar. 4 Sterne

Veröffentlicht am 05.12.2018

Neue Feinde und neue Verbündete

Black Clover 06
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Meinung

Obwohl Gauche nur seine Schwester Marie retten und beschützen will, begibt er sich kurzerhand wieder zum Ort des Kampfes zurück und schließt sich mit Asta zusammen. Gemeinsam gelingt es ihnen ...

Meinung

Obwohl Gauche nur seine Schwester Marie retten und beschützen will, begibt er sich kurzerhand wieder zum Ort des Kampfes zurück und schließt sich mit Asta zusammen. Gemeinsam gelingt es ihnen den Gegner auszuschalten, doch schon im nächsten Augenblick tauchen zwei weitere Mitglieder der gegnerischen Organisation auf und greifen die Ordensritter an. Gerade rechtzeitig gelangt die Unterstützung zu ihnen, in Form von Yami, dem Ordensanführer des schwarzen Stieres. Die Kinder werden sicher evakuiert, doch in der Höhle startet ein weiterer erbitterter Kampf.

Mit Gauche lernte der Leser in Band fünf ein weiteres Mitglied des schwarzen Stieres kennen, doch noch längst nicht seine gesamte Kraft. In Band sechs erhält man einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit, ebenso wie in die vom Ordensanführer Yami. Dessen Magie und Kraft offenbaren sich nun.
Mit den neuen Gegnern werden mehr und mehr von der Organisation „Das kalte Auge“ aufgedeckt und bekannt. Alle Magier besitzen ein enormes Manapotenzial und außergewöhnliche Magien. Selbst für die Ordensanführer Clovers sind sie starke Gegner. Im Verlauf des Kampfes stellt sich auch heraus, dass der Anführer dieser Gruppe mehr über Asta und sein Grimmoire weiß. Mehr als die Schwertnamen erfahren wir jedoch nicht.

Charaktere

Bei Yami wird schnell klar, dass er niemanden gänzlich ernst nimmt und der Lage entspannt entgegen sieht, seine Gegner jedoch nie unterschätzt und leichtsinnig handeln würde. So bringt er Asta während des Kampfes eine wichtige Lektion bei und schickt ihn gegen die Gegner in den Kampf, hat aber weiterhin ein Auge auf ihn.
Asta lernt sich mehr auf seine Sinne zu stützen und nicht nur auf sein Grimmoire und die Antimagie.

Fazit

Der Grund für die Angriffe sind nun bekannt geworden und die Gegner werden immer stärker, doch auch Asta hat etwas neues dazugelernt und dem Leser wurden weitere Angehörige des schwarzen Stiers vorgestellt. Einige Charaktere sind noch übrig, von denen nur wenig bekannt ist und es bleibt weiterhin spannend. 5 Sterne

Veröffentlicht am 03.12.2018

Sehr stimmig, aber zu Beginn mit einigen Längen

Am Ende aller Zeiten
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Erster Satz

Glaube ist etwas Seltsames.

Meinung

Gerade nüchterte Edgar noch neben seiner Frau im Ehebett aus und im nächsten Moment verschanzt er sich mit ihr und den zwei Kindern im Keller seines Hauses, ...

Erster Satz

Glaube ist etwas Seltsames.

Meinung

Gerade nüchterte Edgar noch neben seiner Frau im Ehebett aus und im nächsten Moment verschanzt er sich mit ihr und den zwei Kindern im Keller seines Hauses, um mit dem Leben davon zu kommen. Als sie nach Wochen aus dem unterirdischen Raum gerettet werden, liegt die britische Insel in Schutt und Asche. Ganze Städte sind vernichtet, hunderte Menschen tot oder vermisst. Ausländische Hilfsorganisationen versuchen so viele Menschen wie möglich zu retten, dabei wird Edgar von seiner Familie getrennt und schlägt sich von da an mit einer kleinen Gruppe durch das zerstörte Land, um zu ihnen zu gelangen.

Der Mitdreißiger Edgar erzählt seinen Kampf ums Leben und den endlosen Weg quer durchs Land selbst. Dabei reflektiert er mit der Zeit immer wieder sein bisheriges Leben uns sein Verhalten. Zu Beginn noch sehr störrisch, später dann einsichtig und selbstkritisch. Der Schreibstil war rau, ungehobelt aber genau richtig für die Charaktere und der Story. Der Anfang stellte sich als etwas zäh heraus und teilweise etwas langatmig. Ich hatte meine Schwierigkeiten, um gänzlich einzusteigen. Erst als Ed von seiner Frau und den Kindern getrennt wird, kommt die Geschichte richtig ins Rollen. Bis dahin sind es allerdings über hundert Seiten.
Die Welt in der Ed seinen Weg bestreitet ist nicht wieder zu erkennen. Überall Zerstörung, Tod, Leid und Grausamkeit. Auf ihrer langen Reise treffen Ed und seine Gruppe auf einige ungemütliche Gestalten, aber auch auf Hilfsbereite. Die Menschen versuchen zu überleben, jeder auf seine Art und Weise.

Charaktere

Edward ist wahrlich nicht der Mustermann aus dem Bilderbuch. Bequem, in einem Bürojob festsitzend, und ein überdurchschnittlicher Alkoholkonsum, während seine Frau mit den zwei Kindern zu Hause sitzt. Er weiß um seine Fehler bescheid, sieht aber keine Notwendigkeit etwas daran zu ändern - jedenfalls noch nicht. Sein beschwerlicher Weg zeigt ihm seine Schwächen und Fehler deutlich vor Auge und bewegt etwas in ihm. Auch wenn er immer noch nicht perfekt ist, eine Wandlung passiert.

Von insgesamt vier Personen wird er auf der Tour über die britische Insel begleitet. Die Soldatin und einzige Frau im Team, Grimes, der ältere Australier Harvey, Familienvater und Witwer Richard, dessen Sohn sich ebenfalls am anderen Ende der Insel befindet und der mürrische Junggeselle Bryce. Die gemischte Gruppe beherbergt einige Komplikationen und unterschiedliche Auffassungen, dennoch haben sie alle dasselbe Ziel vor Augen. Sie waren allesamt stimmig und trugen zur Geschichte bei.

Fazit

Ein bewegender Endzeitroman, der einige Abgründe der Menschheit aufweist und dessen Protagonist wirklich über sich hinaus wachsen muss. Sehr stimmig, aber zu Beginn mit einigen Längen. 4 Sterne