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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2018

Hatte es mir deutlich besser vorgestellt

Den Mund voll ungesagter Dinge
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Erster Satz

Es schüttet.

Meinung

Sophies Leben war nie normal, aber es gefiel ihr. Sie, ihr Vater und ihr bester Freund Lukas, mehr brauchte sie nicht. Doch nun hat ihr Vater Lena, dessen zwei Söhne ...

Erster Satz

Es schüttet.

Meinung

Sophies Leben war nie normal, aber es gefiel ihr. Sie, ihr Vater und ihr bester Freund Lukas, mehr brauchte sie nicht. Doch nun hat ihr Vater Lena, dessen zwei Söhne und einen Hund gefunden und stellt Sophie vor vollendete Tatsachen - ein Umzug von Hamburg nach München. Die Zweifel, die sie vorher hatte, werden größer und größer, hinzu kommt, dass sie sich von ihrem Vater vernachlässigt fühlt. Einzig das Mädchen von nebenan verschafft ihr eine andere Aussicht auf die kommenden Monate. Doch wenn man noch nie so richtig geliebt hat, ist das erste Mal umso schwieriger und verwirrender.

Die siebzehnjährige Sophie dient als Erzählerin ihrer eigenen Geschichte. Schnell wird durch den Einblick in ihrem Kopf klar: Ihre Gedanken sind chaotisch und reich gespickt an unbegründeten Sorgen. Der Schreibstil war angenehm und sorgte für ein zügiges Vorankommen.
Die Geschichte startet gleich mit dem Umzug nach München und Sophie erzählt von ihren Familienverhältnissen und ihrem bisherigen Teenagerleben. Sie wirkte zum Start körperlich reif, aber vom Kopf wie eine zwölfjährige. Ich fand sie sehr anstrengend, besonders bei einigen ihrer Gedankengänge, auch lag der Fokus der Geschichte auf Sex. Ob in Gedanken, Gesprächen oder Taten, oftmals stand nur das Eine im Mittelpunkt. Ich kann nachvollziehen, dass sie mit siebzehn, zum ersten Mal in ein Mädchen verliebt, versucht heraus zu finden was ihr gefällt und es auskostet, dennoch brauch ich nicht in fast jedem Kapitel darüber zu lesen.

Charaktere

Sophie und Alex unterscheiden sich in wesentlichen Punkten. Während erstere eher eine Einzelgängerin war und nie ein großes soziales Umfeld hatte, war Alex bei ihren Freunden und Mitschülern beliebt, machte Sport und war in einer festen Beziehung. Sowohl Sophie, als auch Alex waren zu Beginn nicht nach meinem Geschmack, erst zum Ende entwickelte sich bei mir ein klein bisschen Sympathie. Leider ging am Schluss alles sehr rasch und knapp von statten.

Die Nebencharaktere spielten in diesem Buch wenig Bedeutung und hätten durch jede x-beliebige Person ersetzt werden können.

Fazit

Sophies Gedanken waren nicht immer nachvollziehbar, doch oft beschäftigte sie eine berechtigte Sache oder ein Danke fiel ihr schwer, obwohl es doch "nur" ein Wort war. Wäre es mehr darum gegangen, als um das Körperliche, dann hätte das Buch mich wahrscheinlich eher gehabt. 3 Sterne

Veröffentlicht am 11.10.2018

Tolles Kinderbuch, mit schönen Illustrationen

Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers
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Erster Satz

Es sah überhaupt nicht aus wie ein Haus.

Meinung

Nach zahlreichen Umzügen landen Arlo und seine Familie bei seinem merkwürdigen Onkel Wade in Pine Mountain, einem kleinen, verschlafenen ...

Erster Satz

Es sah überhaupt nicht aus wie ein Haus.

Meinung

Nach zahlreichen Umzügen landen Arlo und seine Familie bei seinem merkwürdigen Onkel Wade in Pine Mountain, einem kleinen, verschlafenen Städtchen in den Bergen Colorados. Dort gibt es anormale Wesen und komische Dinge passieren, da ist Arlo sich sicher. Durch seine neuen Freunde landet er bei den Rangern und findet schon bald heraus, dass er sich nichts von diesen Sachen eingebildet hat. Doch eine Frage bleibt: Warum kann nur er dieses Mädchen sehen und wovor versucht sie ihn zu warnen?

Ein personaler Erzähler leitet den Leser durch Arlos Geschichte. Dabei folgt man immer dem aufgeweckten Zwölfjährigen. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Pfadfinderbegriffe werden immer zügig erläutert.
Das Buch ist traumhaft schön gestaltet, einige spannende Stellen der Geschichte sind in schwarzweiß illustriert und am Ende erhält der Leser eine kleine Einführung in die Abzeichen der Ranger und den vollständigen Rangereid, den Arlo auswendig lernen musste. Zu Beginn schreitet das Geschehen schnell voran und ehe Arlo sich versieht ist er schon Mitglied der örtlichen Ranger und auf den Weg ins monatliche Camp. Zusammen mit ihm wird der Leser in eine unbekannte Welt voller magischer Wesen und Dinge katapultiert. Meistens war mir der Unterschied zwischen der normalen Welt und allem Anormalen zu groß. Es harmonierte nicht gut zusammen und fühlte sich manchmal wie zwei unterschiedliche Geschichten an. Auch gab es ein paar inhaltliche Sachen, wo ich mir in den Folgebändern noch mehr zu erhoffe.

Charaktere

Arlo ist ein aufgeweckter, zur Vorsicht ratender, zwölfjähriger Junge. Zusammen mit seiner Mutter und Schwester kam er nach Pine Mountain, der Heimatstadt seiner Mutter. Dies war der letzte Ausweg für die Familie. Seit sein Vater nach China flüchten musste, ziehen die übrigen Familienmitglieder von einem Ort zum nächsten, immer in der Hoffnung, irgendwie über die Runden zu kommen. Arlo hatte dadurch nie Freunde, umso glücklicher ist er als ihm klar wird, dass Indra und Wu seine besten Freunde geworden sind. Er war ein schöner Protagonist, auch wenn er mir an manchen Stellen zu schnell und unerklärliche Weise auf die Rätselslösung kam, dies verhinderte ein Miträtseln.

Seine Freunde und Rangerkameraden Indra, Wu und Connor waren sympathisch und auch hilfsbereit. Obwohl sie Arlo noch nicht lange kannten, nahmen sie ihn schnell in ihrer Mitte auf. Sie und auch alle anderen Nebencharaktere waren schön gestaltet, aber besonders bei Arlos Freunden fehlte mir es etwas an Tiefe.

Fazit

Ein tolles Kinderbuch, mit schönen Illustrationen. Ich bin auch gespannt auf die Fortsetzung, aber das gewisse Etwas fehlte, um mich komplett zu fesseln. 4 Sterne

Veröffentlicht am 08.10.2018

Spannender Abschluss

Die Vereinten
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Die Vereinten ist der zweite Teil der Reihe „Die Perfekten“, weswegen Spoiler vorhanden sein könnten.

Erster Satz

„Du wirst deinen Job lieben“, hatten sie gesagt.

Meinung

Nach der Rebellion und der ...

Die Vereinten ist der zweite Teil der Reihe „Die Perfekten“, weswegen Spoiler vorhanden sein könnten.

Erster Satz

„Du wirst deinen Job lieben“, hatten sie gesagt.

Meinung

Nach der Rebellion und der Vernichtung des Zirkels Gray versuchen alle Beteiligten ihr Leben wie bisher zu leben. Bei einigen gestaltet es sich unkomplizierter als bei anderen. Rain trauert noch über ihre Mutter Storm, während ihr Vater sie weiterhin als Spielball seiner Politik missbraucht. Und auch mit Lark spielt er seine undurchsichtigen Spielchen. Dieser lässt sich nach einiger Wiederwehr auf einen Handel mit dem Protektor ein, um seine Schwester Rose zu retten.
Doch das eigentliche Problem braut sich im Untergrund Hopes zusammen, denn die Spines sind noch nicht besiegt. hinzu kommen unbekannte Wesen, die außerhalb der Mauer auf die Bewohner Hopes warten.

Abwechselnd folgt ein personaler Erzähler Rain und Lark auf ihren Wegen. Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil flüssig und schön zu lesen. Erneut kam na zügig voran.
Zu Beginn des Buches erhält der Leser einen kurzen Überblick über die Zirkel und deren Aufgaben. Besonders nach der Pause zwischen Band eins und zwei war dies sehr hilfreich. Am Anfang fehlte noch etwas Spannung, da es mehr um Rain, Lark und die vielen Flüchtlinge aus Gray ging, die versuchten in Aventin ein neues Zuhause zu finden. Man spürte die Unzufriedenheit auf beiden Seiten, wie sich Wut und Ungerechtigkeit steigerten und irgendwann überliefen. Damit kam die Spannung und ein rasanter Höhepunkt.

Charaktere

Gebrochen, geschwächt und ernüchternd - so erscheint Rain zum Start des zweiten Buches. Sie kämpft schwer mit dem Verlust ihrer Mutter und fühlt sich allein gelassen. Obwohl sie weiß, dass ihr Vater etwas plant, wagt sie nicht ihn direkt zu stoppen, sondern versucht im Geheimen etwas in Erfahrung zu bringen. Dann ist da noch Lark, den sie beschützen und unbedingt vertrauen will, auch wenn sie nicht sicher sein kann ob er nicht schon wieder ein doppeltes Spiel spielt. Rain war insgesamt etwas schwächer als im ersten Band.

Der ehemalige Sentinalanwärter Lark versucht sich in seiner neuen Umgebung und körperlichen Lage zurecht zu finden. Seine Beine sind unbrauchbar, seine Gedanken erdrücken ihn. Weder zu seiner Familie noch zu Rain kann er ehrlich sein. Schnell befindet er sich in genau derselben Situation wie schon im ersten Band. Um Rose zu beschützen spioniert er die Spines für Rains Vater aus. Rose steht immer noch an erster Stelle.

Die neuen Nebencharaktere konnten mich allerdings alle nicht wirklich für sich einnehmen, wie die im ersten Teil.

Fazit

Der zweite und abschließende Band hat mir gut gefallen, auch wenn er etwas schwächer war als der erste Teil. Besonders während der Rebellion ab der Mitte baute sich eine greifbare Spannung auf. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Interessanter und guter zweiter Teil

Constellation - In ferne Welten
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Erster Satz

Hocherhobenen Hauptes, den Helm unter den arm geklemmt, geht Noemi Vidal zwischen den beiden langen Reihen Sternjäger im Hangar hindurch.

Meinung

Zurück auf ihrem Heimatplaneten muss Noemi ...

Erster Satz

Hocherhobenen Hauptes, den Helm unter den arm geklemmt, geht Noemi Vidal zwischen den beiden langen Reihen Sternjäger im Hangar hindurch.

Meinung

Zurück auf ihrem Heimatplaneten muss Noemi versuchen sich wieder in ihr altes Leben als Soldatin zurecht zu finden, während Abel sein Leben als freier „Mensch“ versucht. Abgeschnitten voneinander sehnen sie sich zueinander, doch eine gemeinsame Zukunft scheint nicht möglich. Bis die Erde eine Krankheit nach Genesis bringt und Noemi sich auf eine gefährliche und letzte Mission begibt, um der Erde die Kapitulation zu überbringen. Dazu soll es jedoch nicht kommen, stattdessen keimt eine minimale Chance auf, dass Abel und Noemi sich wieder treffen.

Erneut berichtet ein personaler Erzähler abwechselnd aus der Sicht von Noemi und Abel die Geschehnisse. Die gewählte Zeit war zum Start wieder etwas ungewöhnlich, doch nach einigen Seiten wie selbstverständlich. Der Schreibstil war flüssig.
Die Handlung ist wie im ersten Band spannend und es werden neue Fragen aufgeworfen und alte sowie neue beantwortet. Ziemlich schnell baut sich die Geschichte auf und nimmt an Fahrt auf und hielt diese auch konstant. Dennoch fehlte mir das besondere Highlight in diesem Teil.

Charaktere

Ohne auf ihr eigenes Leben acht zu geben, versucht Noemi ihren Heimatplaneten zu helfen. Sie ist stur und geht auch wieder Wege, die in ihrer Heimat für Konsequenzen führen werden. Dabei sehnt sie sich tief in ihrem Inneren nach mehr Freiheit, doch auch Genesis möchte sie nicht im Stich lassen. Sie ist sich ihrer Gefühle für Abel nicht sicher, freut sich über seine Zuneigung für sie und erwidert diese zum Teil, doch von Liebe wagt sie noch nicht zu sprechen. Die Beziehung der Beiden steht erst am Anfang und wird nicht überstürzt, sondern baut sich Stück für Stück auf.

Abel hat während seiner Freiheit als Vagabund gelebt und versucht mehr über Mansfield und seiner Pläne heraus zu finden. Unterstützung erhielt er auch weiterhin von Virginia. Zusammen sammelten sie Informationen. Sie ist es auch, mit der er sich später auf die Suche nach Noemi begibt.
Bei Abel ist die Sehnsucht nach Noemi stark zu spüren, seine Gefühle sind deutlicher und er ist sich diesen vor allem bewusst und steht auch dazu.

Fazit

Eine gute und interessante Fortsetzung, deren Ende echt gemein war und mich auf einen baldigen dritten Band hoffen lässt. Dennoch ließ die Spannung im Vergleich zum ersten Teil etwas nach. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Ein schönes und turbulentes Abenteuer

Magic Guardians - Der Fluch des Greifen
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Erster Satz

Der nachfolgende Bericht basiert auf einer Fallakte aus dem Institut für Magische Wesen (IMW).

Meinung

Seit geraumer Zeit träumt Sam jede Nacht ein und denselben Traum, bis er in einer Nacht ...

Erster Satz

Der nachfolgende Bericht basiert auf einer Fallakte aus dem Institut für Magische Wesen (IMW).

Meinung

Seit geraumer Zeit träumt Sam jede Nacht ein und denselben Traum, bis er in einer Nacht plötzlich das Ende erreicht. Ein prächtiger Grei auf einem Felsen, der auf ihn wartet. Sam lässt das Gefühl nicht los, dass dies mehr als nur ein Traum ist und begibt sich auf die Suche nach dem Greifen, um ihn an der im Traum gezeigten Stelle zu finden. Ehe Sam sich versieht ist er zusammen mit Dr. Vantana vom Institut für Magische Wesen mittendrin in einer abenteuerlichen und gefährlichen Suche, voller magischer Wesen aller Art. Denn die gibt es wirklich, wie Sam feststellen muss.

Ein personaler Erzähler führt uns durch die Geschichte und gewährt uns zwischendurch Einsicht in einige Akten vom Institut für Magische Wesen, dem IMW. Die Akten enthalten zwar einige Zusatzinformationen zum jeweiligen Geschehen, diese hätten meiner Meinung nach aber auch ganz normal im Text untergebracht werden können. Der Schreibstil war flüssig und verständlich.
Einige der wichtigeren Magischen Wesen werden am Ende des Buches in einem Glossar aufgelistet und näher erklärt, während die vielen namenlosen Wesen, die eine Mischung aus zwei Tieren waren, nur im Text kurz erwähnt wurden. Diese waren in einigen Situationen verdammt viele, so dass man sie sich unmöglich alle merken konnte, meistens war das aber auch nicht nötig.

Charaktere

Einfach, nicht besonders und völlig normal, so beschreibt Sam London sich selbst. Er hat schon viele Dinge ausprobiert um seine besondere Fähigkeit zu finden, doch bisher erfolglos. Doch dann trifft er auf den Greifen Phylassos, Beschützer der magischen Wesen und befindet sich prompt in einem Abenteuer wieder. Er war wirklich durchschnittlich, hatte in ungewissen Lagen Angst und war manchmal unbeholfen, doch gerade das machte ihn aus, auf seiner Reise nach der besonderen Fähigkeit.

Sams Begleiter wird Dr. Vantana. Seit er zehn ist, weiß er um die magischen Geschöpfe Bescheid und hilft dem Institut. Eigentlich war er auf der Suche nach seinem Mentor, doch als Sam den Greifen trifft, hofft er von ihm mehr zu erfahren und ist etwas neidisch darauf, weil der Greif sich nur sehr selten einem Menschen zeigt. Zu Beginn wirkt der Dr. nicht wirklich vertrauenswürdig und obwohl er Sam viele Dinge erklärt und sagt, behält er auch so manches für sich. Später schlüpft er immer mal wieder in die Vaterrolle und fühlt sich seinem jungen Begleiter gegenüber verpflichtet, ohne zu wissen warum. Er war ein angenehmer Charakter, aber ich erhoffe mir in den zukünftigen Bänden etwas mehr Tiefe.

Fazit

Ein schönes, turbulentes Abenteuer mit unzähligen magischen Wesen und einfachen, aber schönen Charakteren. Mal sehen, was die Reihe noch so bringt. 4 Sterne